Matterhorn

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Von Hans Kempf.

Schreckhaft reckst du dein ragendes Haupt, Berg des Schicksals, und zwingst in deine dämonische Macht die Seele!

Wer erschuf dich? Haben Giganten dich aus dem Erdenleibe gehauen, Grauen und Furcht zu erregen unter den Menschen?

Schweigend starrt dein steinernes Antlitz der Welt entgegen.

Ihre bangen Fragen zerprallen an deiner schroffen Gebärde.

Dennoch tritt ans hohe Wagnis heran die Kühnheit.

Aber du machst sie pflichtig deinem harten Tribute, Und es erfüllen sich jäh in deinem Schoss die Geschicke.

Selbst das Jahrtausend muss an dir seine Schwäche erkennen, Denn du beugst darnieder seine wildesten Stürme; Auch des Orkans Gewalt vermag nichts wider dich.

Ob dich Ungewitter bedrohen, Blitze auf dich niederhämmern, Nebelhorden dich finster umzingeln:

Triumphierend steigst du empor und gipfelst in stolzer Befreiung!

Nirgends lehnst du dich an, bedarfst keiner helfenden Stütze, Nimmst auf dich gelassen das Los der einsamen Grösse.

Ewigkeitsträume geistern auf deiner bäumenden Stirne; Rätsel, die keiner löst, umschleiern deine Gestalt; Alles an dir ist seltsam, ist ein dunkles Geheimnis; Und es haften die Blicke scheu und staunend an dir, Ungeheuer des Kosmos!

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