Nachtlied

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Die Kletterei beginnt leicht bei Punkt 2425 und verläuft anfangs eher rechts vom Grat, später meist auf der linken Flanke bis unter den hohen Gipfelaufschwung. Dieser kann schwierig erstiegen oder leicht nach rechts umgangen werden, wobei man auf den Westgrat gelangt. Wir staunten sehr, als wir die Mulde von Susanfe bis knapp vor die Hütte noch schneebedeckt vorfanden. Zwei Wochen später, als ich wiederkehrte, war die ganze Südwestflanke über der Hütte aper.

Susanfe und der Pas d' Encel sind reich an botanischen Kostbarkeiten. In den feuchten Hochstaudenfluren des Pas d' Encel wachsen Alpenakelei, gelbe Berg-Platterbse ( Lathyrus laevigatus ), Allermannsharnisch, Alpen-Lein, Türkenbund und Alpen-Wachsblume ( Cerinthe glabraam Eingangins Susanfe Trichterlilie und Augenwurz ( Athamanta cretensisund über der SAC-Hütte herzblättriger Hahnenfuss ( Ranunculus parnassi-ifolius ) und Montebaldo-Anemone. Der Abstieg durch diesen Garten bildet den Ausklang einer Tour zur Haute Cime, von der gesagt wird: « Belvédère unique que chacun devrait atteindre une fois dans sa vie ».

Nachtlied Justin Winkler, Basel Wie blasser Dunst füllt Schweigen die Täler; wolkig quillt über Grate die schleichende Nacht.

In Ruhe liegt das Gewölk des Gebirges; wie müde Tiere gelagert, ruhen die Riesen aus Stein.

Die Kuppen von Schnee, sie saugen vom Mondlicht, das kalkweiss die Zacken durcheilt in finstere Klüfte hinab.

Ein Gipfel schwimmt in Finsternis, dunkel - mit gleissem Eis in den Flanken schaut er der Sterne Licht.

Der Atemhauch der schlafenden Nachtluft fliesst kalt die Halden hinunter, wo donnernde Bäche singen ein rauschendes Nachtlied.

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