Österreichische Alpenzeitung

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Das erneute Durchblättern und Fertiglesen der Ö.A.Z. zum Zweck der Rezension hebe ich mir seit Jahren immer bis zum Schluß meiner jährlichen Rhadamantustätigkeit auf, pour la bonne bouche, wie die französischen Feinschmecker sagen. Ich habe dann meine Freude an den flotten Schilderungen, die nur selten getrübt wird durch eine gewisse Affektation mancher Autoren für das liebe Ich und seine Großtaten. Es ist z.B. erfreulich, daß in dem Essay von Dr. Karl Prodinger Zum Problem des alpinen Stils die Sprache des Kritikers noch nicht jene Schärfe angenommen hat, welche die Diskussion über das gleiche Thema seit Anfang 1907 in der Ö.A.Z. und in den Mitteilungen des D. & Ö.A.V. zu einer ebenso unerquicklichen wie ergebnislosen Zänkerei gemacht hat. Freuen wir uns also dessen, was der Jahrgang 1906 uns bietet. Es sind dies die größeren Artikel ( nur auf diese kann ich hier eintreten ): Eine Woche im Berner Oberland, von Dr. Karl Blodig ( Besteigungen des Wetterhorns, Mittelhorns, Schreckhorns, Agassizhorns, Finsteraarhorns, dazu ein Lichtdruck nach Naturaufnahme von E. T. Compton, der Jungfrau und des Mönchs ); eine Überschreitung des Kleinen Gelmerhorns, von G. Hasler; Route IV auf den Mont Blanc, von Ernestine Lecher ( gemeint ist die von St. Gervais über die Aiguille und den Dôme du Goûter und die Bosses zum Gipfel führende RouteNeues und Altes aus der Hohen Tatra von Dr. Alfred Martin ( 1 Ab-bildungdie Ostwand der Cima dei Preti, von Hans Reinl ( 1 Abbil-dungGrandes Jorasses und Périades, von Eduard Hahn; aus den Bergen des Unterengadins, von H. Crantz ( sehr verdankenswerte Ergänzungen zum Imhofschen Itinerar für 1898/1899 ); die erste Begehung des Patteriol-Südwestgrates, von Michel Pf anni; aus dem Säntisgebiet, von Ing. Ed. Pichl ( betrifft die Kreuzberge und die in diesen ausgeführten ersten Besteigungen; ich möchte bei dieser Gelegenheit den Irrtum auf pag. 196 berichtigen, als ob Fräulein Hermine Kläger, die sich in Gesellschaft meines Sohnes Hans Dübi und eines andern Schweizerherrn befand, „ bei dem Versuch, den 1. Kreuzberg von Süden zu ersteigen " verunglückt wäre. Das Unglück geschah bei der Rückkehr von einem rechtzeitig, d.h. vor der schwierigen Kletterstelle abgebrochenen Versuch und auf relativ leichtem und harmlosem Terrain. Vgl. Ö.A.Z. XXV, pag. 216 ); auf Roche de la Muzelle und Pic d' Olan im Delphinat, von Dr. Walther Bergmann; die Nordwand des Hochstadls in den Lienzer Dolomiten, von Dr. Felix König ( 2 AbbildungenTinzenhorn und Piz d'Äla, von Karl Huber; vom Adlerpass zum Alphubeljoch, von Henry Hoek ( dazu 2 Abbildungen, Rimpfisehhorngipfel und Gendarm, Punkt 4119 des Nordgrates ); die Besteigung des Aconcagua 7020 m ( Reichert-Helb-lings Expedition 1906 ), von Dr. Franz Reichert. Wenn irgendwo, darf man auf diese letztgenannte Fahrt die Aufzählungsredensart last, but not least anwenden, und dies soll auch für den Österreichischen Alpenclub und sein Organ, die Österreichische Alpenzeitung gelten.

Redaktion.

IV.

Chronik des S.A.C.

für das Jahr 1906.

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