Protokoll der XXXII. Abgeordnetenversammlung in Baden

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XXXII. Abgeordnetenversammlung des S.A.C.

Montag den 15. Oktober 1894, vormittags 11 Uhr, im Kursaal zu Baden.

Anwesend 5 Mitglieder des Centralkomitees, nämlich: Dr. Michel, Vizepräsident; Flück, Kassier; Pfarrer Straßer; Pfarrer Studer; Züricher, Sekretär, und 69 Delegierte, welche 33 Sektionen vertreten.

Nicht vertreten sind die Sektionen: Säntis, Blümlisalp, Wildhorn, Scesaplana, Piz Sol, Gotthard, Monte Rosa.

Verhandlungen:

A. Dr. Michel, Vizepräsident, begrüßt die Versammlung und verliest eine Zuschrift des schwer erkrankten Centralpräsidenten. Er spricht den Wunsch aus, daß Baumgartner sich erholen möge. Herr Schlosser, Mitglied des Centralkomitees, läßt seine Abwesenheit entschuldigen.

B. Namensaufruf, C. Dr. Michel begrüßt die neuerstandene Sektion Jaman, durch welche die Zahl der Sektionen des S.A.C. auf 40 ansteigt.

D. Zu Sümmenzählcrn werden gewählt:

Herr Lehmann ( Sektion Bachtel ), „ De Rutté ( Section Neuchâteloise ).

E. Tractanden. ( Das Verzeichnis derselben und die bezüglichen Anträge des Centralkomitees siehe in Alpina II, Nr. 17 und 18, sowie [für Traktandum IX] im Cirkular des Centralkomitees vom 5. Oktober 1894. ) I a. Herr Flück, Central kassier, legt die Jahresrechnung pro Ì893 vor. Dieselbe gestaltet sich folgendermaßen:

EinnahmenFr. 29,659. 68 Ausgaben29,967. 52 ( davon für Hütten Fr. 12,189. 64 ) Saldo zu gunsten des KassiersFr. 307. 84 Vermögensrückgang pro 18934,575. 52 Vermögen auf 31. Dezember 189333,035. 16 Es wird das Gutachten der Revisoren verlesen, welches die Rechnung zur Genehmigung empfiehlt.

Herr Nägeli ( Sektion Uto ) verlangt Aufschluß über den Posten „ Rückständige Jahresbeiträge ", konstatiert, daß das Barvermögen nun aufgebraucht sei. Er rügt, daß der Centralkassier der Kasse etwas vorgeschossen, und daß die Rechnung des eidgenössischen Topographischen Bureaus für die Exkursionskarte I nicht im Lauf des Jahres 1893 bezahlt wurde.

Herr Flück, Centralkassier, giebt folgende Erläuterungen: Der fehlende Beitrag ist der einer Sektion, welcher bald nachher einging. Der Vorschuß an die Kasse war nicht zu vermeiden. Im Barvermögen von Fr. 6000 war das Legat Bétemps inbegriffen. Die Rechnung des topographischen Bureau ist erst 1894 eingelangt.

Herr Straßer, Mitglied des Centralkomitees, giebt Aufschluß über den Fall „ Müller und Feuz ". Das Centralkomitee sah sich veranlaßt, den beiden Führern, denen von der Versicherungsgesellschaft „ Zürich " die Auszahlung der Versicherungssumme verweigert worden war ( es handelte sich um das Erfrieren einiger Finger ), aus der Centralkasse eine kleine Entschädigung zuzusprechen, da der Fall allgemeinen Unwillen erregte und ein Massenaustritt der Führer aus der Versicherung zu befürchten war. Im übrigen ist Aussicht vorhanden, daß die „ Zürich " den Vertrag im Sinn der Aufnahme des Erfrierens in die Versicherung ändern wird.

Die Rechnung wird einstimmig genehmigt.

Ib. Es werden gewählt: Als Rechnungsrevisor eil pro 1894: Die Herren A. Nägeli ( Sektion Uto ) und A. Bernoud ( Section Genevoise ). Als Suppleanten: Die Herren Schmid ( Sektion Pilatus ) und Neher ( Sektion Piz Sol ).

IL Vizepräsident Dr. Michel erstattet Bericht über den Stand der Motion Zurbuchen. Herr Zurbuchen hat dem Centralkoraitee angezeigt, daß er die Einbringung der Motion im gegenwärtigen Moment nicht für opportun halte und sie deshalb verschoben habe.

Ili a. Landesausstellung in Genf.

Dr. Michel referiert über die unter den Sektionen vorgenommene Abstimmung über eine Subvention von Fr. 5000. 22 Sektionen und von einer Sektion ( Uto ) der Vorstand haben die Frage bejaht. Eine Sektion ( Wildhorn ) hat bedingt bejaht. Eine Sektion ( Bachtel ) hat eine negative Antwort gegeben.

Herr Rüegg ( Sektion Bachtel ) erklärt, daß die Sektion durch ihr ablehnendes Votum keineswegs die Sache selbst, sondern nur das Vorgehen des Centralkomitees, d.h. die Anordnung einer besondern Abstimmung, habe bekämpfen wollen.

Ill b. Herr Wäber-Lindt erstattet namens des Ausstellungskomitees Bericht über das bisher in Sachen Geschehene. Die Einladung zur Beteiligung an der Ausstellung erfolgte im Juni 1893. Das Centralkomitee ließ sich an den ersten konstituierenden Versammlungen durch den Sprecher vertreten. Alles hatte damals noch einen präliminarischen Charakter. Es wurde dann ein Ausstellungskomitee niedergesetzt, bestehend aus den Herren Bernoud, Viollier, Forget ( später ersetzt durch Delétraz ), Wäber-Lindt, Hoffmann-Merian, Nägeli und Cart. Dieses Komitee hat einige Sitzungen gehalten und bereits ein provisorisches Programm aufgestellt .(siehe Alpina II, Nr. 18 ). Die Höhe der Subvention des S.A.C., wurde, nachdem die Genfer zuerst Fr. 5000 als Minimum gefordert hatten, auf Fr. 5000 als Maximum festgesetzt. Zum Schluß stellt der Referent folgende Thesen:

„ Der S.A.C. nimmt die an ihn ergangene Einladung zur Beteiligung an der schweizerischen Landesausstellung in Genf 1896 unter folgenden Bedingungen an:

„ 1. Der S.A.C. ist der Ausstellungsdirektion gegenüber der einzige Aussteller in der Gruppe 41, „ Club Alpinanderweitige Anmeldungen für dieselbe unterliegen der Genehmigung durch seine Ausstellungskommission.

„ 2. Die Ausstellungsdirektion gewährt dem S.A.C. alle Vorteile, die demselben an der Landesausstellung in Zürich 1883 eingeräumt worden sind.

„ 3. Wenn neben der eigentlichen Ausstellung des S.A.C. anhangsweise eine Privatausstellung alpiner Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände stattfindet, so steht dieselbe zwar unter der Leitung der Ausstellungskommission des S.A.C. ( speciell der in Genf wohnenden Mitglieder derselben ), darf aber in keiner Weise mit der eigenen Ausstellung des S.A.C. verquickt werden. Ihr Lokal soll von demjenigen des S.A.C. geschieden und mit besonderem Ein- und Ausgang versehen werden. Die Gelder des S.A.C. dürfen für diesen Anhang nicht in Anspruch genommen werden. "

Herr Dr. Michel verdankt den Bericht und erklärt Annahme der Thesen durch das Centralkomitee.

Dieselben werden einstimmig angenommen.

IV. Züricher referiert über die in Ausführung der Beschlüsse der letzten Abgeordnetenversammlung gethanen Schritte zum Schutz des Edelweiß. Er teilt das an die Kantonsregierungen erlassene Cirkular und die Antworten von drei Regierungen mit und motiviert den Antrag des Centralkomitees, der „ Association pour la protection des plantes " einen Jahresbeitrag von Fr. 100 auszurichten.

Herr Dr. Walder befürwortet den Zusatz: Vorläufig auf 5 Jahre. Der so amendierte Antrag wird einstimmig angenommen.

V. Herr Studer berichtet über folgende Hüttenbauten:

1. Panossière. Neubau. Kosten rund Fr. 5000, Centralkasse 60%. Platz für 16 — 20 Personen.

2. Orny-Hütte. Neubau. Kosten Fr. 88007 Centralkasse 60 °/o. Eine Musterhütte für 30 Personen..

3. Guggi-Hütte, vom Felsen auf den Grat versetzt. Kosten cirka Fr. 600, Centralkasse Fr. 200. Die Hütte wird wieder als offiziell anerkannt.

4. Die Frauenhalm-Hütte genügte nicht mehr. Es wurde eine neue solide Hütte für 16 Personen erstellt. Kosten Fr. 4000, Centralkasse 75 °/o.

5. Pavillon Dollfus. Die Abtretung des Grundes ist endlich durchgeführt, der Umbau vollendet. Kosten Fr. 2000, Centralkasse Fr. 1800.

6. Die neue Kesch-Hütte ist ein ausgezeichnet eingerichteter Bau für 18—20 Personen. Sie verdankt ihr Dasein der Initiative der Sektion Davos. Sie erhielt 75 % aus der Centralkasse, Fr. 100 von St. Gallen ( das Holzversprechen der Bergüner wurde nicht gehalten ).

7. Die Detemps-Hütte steht und ist im letzten Monat von Ingenieur Corbaz kollaudiert worden; dessen Bericht lautet äußerst günstig. Pfarrer Straßer hatte einen Vertrag mit Dr. Seiler abgeschlossen; letzterer überwachte die finanzielle Leitung des Baues. Das Komitee hat nichts unterlassen, um Kosten zu ersparen, so zum Beispiel von der Zermatterbahn eine Ermäßigung der Transportkosten erwirkt. Der Referent verdankt den Herren Becker und Seiler ihre Mühewaltung.

Zum Schluß erinnert er daran, daß neue Projekte möglichst einzuschränken seien.

Herr Preiswert ( Sektion Basel ) konstatiert als Mitglied des Verwaltungsrates der Zermatterbahn, daß die Ermäßigung dem S.A.C. sehr gern bewilligt wurde.

VI. Herr Fluch, Centralkassier, begründet den Antrag des Centralkomitees, den 20 der Hüttenstatuten aufzuheben.

Herr Örtli ( Sektion Tödi ): Die Sektion ist frappiert über diesen Antrag und hält 20 aufrecht. Herr StoJcar spricht sich namens seiner Sektion ebenfalls für Ablehnung aus. Herr Schneeli unterstützt dagegen namens der Sektion Uto den Antrag des Centralkomitees. Es heißt hier: principiis obsta. Nachdem noch Züricher und Flück für den Antrag de& Centralkomitees gesprochen, wird in der Abstimmung der Antrag mit 34 gegen 31 Stimmen verworfen.

VII. Der Bericht Zürichers über die bisher erreichten Fahrpreis-ermäßigungen wird genehmigt.

VIII a. Herr Bernoud ( Section Genevoise ) begründet namens der Sektion die Motion und erklärt seine Zustimmung zum Antrag des Centralkomitees, über welchen Straßer referiert.

Herr Kummer: Die Sektion Basel steht auf dem gleichen Boden wie das Centraikomitee und glaubt, daß etwas gethan werden müsse. Der Antrag des Centralkomitees trifft jedoch nicht das Richtige. Er stellt deshalb folgenden Gegenantrag:

„ Das Centraikomitee wird eingeladen, an Stelle der bisherigen Diplome jährliche Mitgliederkarten auszugeben, welche sowohl al& Quittung für den bezahlten Club- und Sektionsbeitrag, wie auch als-Ausweiskarte für gewährte Taxermäßigungen dienen. "

Herr Kramer ( Sektion Jaman ) unterstützt diesen Antrag. Herr Mettler-Wolff ( Sektion St. Gallen ) macht auf die Schwierigkeiten in der Durchführung aufmerksam. Herr Christen ( Sektion Burgdorf ) stellt die Ordnungsmotion, die Materie an das Centraikomitee zurückzuweisen. Da& Centraikomitee erklärt sich damit einverstanden, während Herr Kummer auf sofortige Erledigung dringt. Die Motion Christen wird mit großem Mehr abgelehnt. Herr Meißer ( Sektion Rhätia ): Die vorgebrachten Bedenken können doch nicht als schwerwiegend gelten. Herr RzewusM ( Sektion Davos ) wünscht, es sei auf den Karten ein freier Raum für Zusätze zu lassen. Herr Wyß ( Sektion Pilatus ) möchte, daß jeder Sektion eine Probekarte zugestellt würde. Herr Kummer ( Sektion Basel ) bekämpft auch diesen Antrag als eine neue Verzögerung. Das CentralJwmilee erklärt seine Zustimmung zum Antrag Kummer, ebenso Herr Bernoud für die Sektion Genf. Der Antrag Kummer wird einstimmig angenommen.

VIII b. Herr Bernoud ( Section Genevoise ) erklärt sich namens seiner Sektion mit dem Antrag des Centralkomitees einverstanden. Dieser Antrag wird von Herrn Pfr. Straßer begründet, der besonders mit dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein exemplifiziert.

Herr Cart ( Sektion Diablerets ) macht auf den Unterschied zwischen dem französischen und deutschen Text aufmerksam. Er nimmt an, daß der deutsche Text maßgebend sei, was vom Centraikomitee bestätigt wird.

Herr Dr. Walder: Die Sektion Uto ist mit dem Antrag des Centralkomitees einverstanden. Es ist billig, daß die großen Sektionen etwas mehr berücksichtigt werden. Persönlich regt Herr Wald er die Frage an, ob nicht die Fassung dahin abgeändert werden solle, daß in Zukunft einer Sektion, statt einer bestimmten Anzahl Delegierter, die betreffende Anzahl Stimmen zugeteilt würde, die dann von einem Delegierten abgegeben werden könnten.

Herr Pfr. Straßer erklärt sich namens des Centralkomitees bereit, diese Frage zu prüfen; die Aussicht auf Annahme ist aber nicht groß. Der Antrag des Centralkomitees wird angenommen.

VIII c. Herr Dr. Bähler begründet namens der Sektion Biel die Motion. Die Sektion ist durchaus mit dem Vorgehen einverstanden.

Herr Pfr. Straßer begründet den Antrag des Centralkomitees. Einmal muß die Sache geregelt werden. Da das vorgeschlagene Abzeichen durch einen Zufall in Interlaken zurückgeblieben ist, so wird man ein solches bei den Sektionen cirkulieren lassen.

Herr Rzewuski erklärt, daß die Sektion Davos das von ihr eingeführte Abzeichen sofort zurückziehen werde, sobald ein allgemeines vorliegt.

Herr Meißer begründet, um einem Mißbrauch vorzubeugen, folgenden Zusatzantrag, der die unpatentierten Führer von der Benutzung des Führer-zeichens ausschließt: „ Dieses Abzeichen wird nur an solche Führer abgegeben, welche von Kantonsregierungen oder Clubs empfohlen sind. "

Das Centralkomitee acceptiert diesen Antrag.

Herr Marti ( Sektion Oberland ) erklärt, wie die Sektion zu ihrem Vorgehen gekommen ist. Es geschah hauptsächlich, um der fremden Konkurrenz vorzubeugen.

Der von Meißer amendierte Antrag des Centralkomitees wird einstimmig angenommen.

IX a. Motion des Herrn Streiff ( Sektion Tödi ):

„ Das Centralkomitee stellt ein Reglement auf, nach welchem der Centralkassier für den Betrag des seiner Verwaltung unterstellten Vermögens, sei es Realkaution, sei es eine entsprechende Bürgschaft, zu leisten hat. "

Das Centralkomitee beantragt Ablehnung der Motion. Eventuell stellt es den Antrag: Die Abgeordnetenversammlung beschließt: „ Der Centralkassier hat in Rücksicht auf das seiner Verwaltung unterstellte Vermögen eine annehmbare Kaution bis zum Betrage von Fr. 10,000 zu leisten. Dieser Beschluß tritt im Jahr 1896 in Kraft. "

Herr Streiff hält seinen Antrag aufrecht, ohne auf der Form bestehen zu wollen. Daß hierin einmal eine feste Ordnung geschaffen werde, liegt auch im Interesse des Kassiers.

Herr Dr. Michel begründet die ablehnende Haltung des Centralkomitees. Die Gründe sind nicht prinzipieller, sondern praktischer Natur. Von einem unbesoldeten Kassier Kaution zu verlangen, geht nicht an; nicht einmal die Gemeinden thun das. Ein solcher Beschluß würde die Besoldung des Kassiers nach sich ziehen, was unsere finanziellen Verhältnisse nicht gestatten. Die Annahme des Antrages würde kleineren Sektionen die Übernahme des Centralkomitees einfach verunmöglichen.

Herr Preiswert ( Sektion Basel ) schließt sich dem Antrag auf Ablehnung an. Selbst in Basel würde man Mühe haben, jemand zu finden, der geneigt wäre, die Kaution zu übernehmen. Dagegen schlägt er vor,, daß die Inhabertitel im Namen des S. A, C. bei einer Kantonalbank deponiert werden und nur mit der Unterschrift von zwei Mitgliedern des Centralkomitees zurückgezogen werden können. Die Kaution dagegen ist unbedingt abzulehnen.

Herr Mettler-Wolff ist der gleichen Ansicht und stellt folgenden Antrag:

„ Das Centralkomitee sorgt bei der Amtsübernahme unter seiner Verantwortung dafür, daß der jeweilige Centralkassier diejenigen Titel, welche das Vermögen des S.A.C. ausmachen, einer Kantonalbank als offenes Depositum des S.A.C. übergeben werde, und daß einzelne Titel nur auf kollektive Unterschrift des Centralpräsidenten und Kassiers hin zurückbezogen werden können. "

Herr Streiff zieht seinen Antrag zurück und schließt sich dem Antrag Mettler-Wolff an.

Herr A. Nägeli ( Sektion Uto ) schlägt vor, folgendes „ Reglement über die Funktionen des Centralcassier'su zu erlassen:

„ Sobald ein Centralkassier in den Besitz des Club Vermögens gelangt, so hat er die Wertschriften ohne Verzug einer sichern Bank ( womöglich staatliche Bank ) in Depot zu geben. Der Rückzug einzelner Teile oder des Gesamten darf nur auf ein schriftliches Gesuch des Centralkomitees, unterzeichnet vom Centralpräsidenten und Centralkassier, geschehen. Das Barvermögen legt der Centralkassier in Kontokorrent bei einer Bank an. Die eingehenden Gelder sollen successive, sobald sie die Summe von Fr. 200 — höchstens Fr. 300 — erreichen, der Kontokorrent-Stelle abgeliefert werden. Alle drei Monate hat der Centralkassier dem Centralkomitee einen Rechnungsauszug vorzulegen. Nach Abschluß der Jahresrechnung ernennt das Centralkomitee einen Rechnungsrevisor, der im Domizil des Centralkassiers dieselbe nebst allen Büchern und Belegen verifiziert. Erst nachher folgt die Abnahme dieser Jahresrechnung; durch das Centralkomitee werden die von der Delegiertenversammlung ernannten Rechnungsrevisoren zur Prüfung derselben eingeladen. In der Delegiertenversammlung hat der Centralkassier jeweilen über die Einnahmen und Ausgaben des laufenden Jahres Bericht zu erstatten. Dieses Reglement tritt sofort nach seiner Annahme in Kraft. "

Herr Dr. Michel beantragt, die Sache an das Centralkomitee zurückzuweisen und dasselbe zu beauftragen, der nächsten Delegiertenversammlung eine Vorlage im Sinne der Anträge Mettler-Wolff und Nägeli zu unterbreiten.

Dieser Antrag wird einstimmig angenommen.

IX b. Herr Bernoud begründet folgende Motion der Sektion Genf: „ Das Centralkomitee wird ersucht, die Frage zu prüfen, ob nicht; .;; in Zukunft die Publikation von Itinerarien und Exkursionskarten aufzugeben sei. Es wird eingeladen, über diese Frage an der nächsten Delegiertenversammlung Bericht zu erstatten. "

Herr Züricher beantragt namens des Centralkomitees, die Motion ohne Präjudiz erheblich zu erklären.

Herr Dr. Scherrer ( Sektion St. Gallen ) beantragt sofortige Abweisung der Motion. Der Antrag enthält eine rückschrittliche Tendenz. Der Stolz des S.A.C. sind seine Itinerarien und Karten. Die neusten Itinerarien gerade sind sehr wertvolle Beiträge zur Erschließung der Alpen.

Herr Bahnmeyer ( Sektion Randen ) schließt sich diesem Antrag an. Es wäre eine Schande für den Club, eine solche Sache fallen zu lassen.

In der Abstimmung wird die Motion Genf fast einstimmig verworfen.

F. Auf Antrag des Herrn Mettler-Wolff wird einstimmig mit Acclamation beschlossen, dem kranken Centralpräsidenten, Herrn Pfarrer Baumgartner, telegraphisch den Gruß der Versammlung mit den besten Wünschen zur Genesung zu übersenden.

G. Herr Schmid ( Sektion Tessin ) zeigt an, daß das Annuario der Sektion Tessin wieder erscheinen werde und wünscht einen Jahresbeitrag von Fr. 200 aus der Centralkasse. Die Sache geht ans Centralkomitee.

//. Das Protokoll wird verlesen und genehmigt. Schluß der Sitzung 3 Uhr.

Der Vize-Präsident:Der Sekretär:

Dr. Michel.À. Züricher,

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