Sonnenaufgang

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Unsichtbar rauscht der Fluss im Schluchtenspalt; Ein Heer von Kuppen stellt sich vor die Ferne. Noch saust der Nachtwind geisterhaft und kalt; Doch funkeln matter schon die goldnen Sterne.

Und leise lichtet sich des Himmels Rand, Und schärfer zeichnen sich die höchsten Kämme. In Gold und Türkis flirrt ein Farbenband; Die Helle stürmt des Dunkels Schattendämme.

Ein fernes Wölklein glüht im Frührotstrahl, Dem Flammenkuss der Sonne hingegeben; Indes die Nebelschwaden überm Tal Noch schwarz wie nächt'ge Totenvögel schweben.

Und plötzlich hält die Welt den Atem an. Die Spitzen leuchten und der Himmel blutet, Weil nun das Licht auf steiler Siegesbahn Die Wälder und Savannen überflutet.

Jacob Hess.

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