The Alpine Guide. Vol. I. The Western Alps

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late John Ball, a new edition reconstructed and revised on behalf of the Alpine Club by W. A. B. Coolidge. " With new and revised Maps. London 1898.

Als man 1894 erfuhr, daß der Alpine Club eine neue Ausgabe von John Balls berühmten Führer beabsichtige, von dem seit 1870 keine veränderte Auflage mehr herausgekommen war, und daß Mr. Coolidge für die West- und Centralalpen die Revision übernommen habe, war man auf das Ergebnis dieser Arbeit mit Recht freudig gespannt. Wer in den letzten Jahren sich mit dem „ alten Ball " hatte beschäftigen müssen, wußte, daß das einst klassische Werk wohl noch für die ältere Besteigungsgeschichte von bleibendem Werte sei, aber keine Auskunft über eine Reihe von Ereignissen der neuern alpinen Geschichte gebe und finden modernen Touristen antiquiert sei. Und doch war die Anlage des Buches eine so gute gewesen, daß nicht nur die Englischsprechenden die Lücke zwischen einem Reisehandbuch wie Bädecker oder Murray und den Climbers'Guides empfanden. Und für uns Deutschsprechende füllte der „ Tschudy " die Lücke nicht einmal für die Schweiz aus, aus Gründen, die der Referent in diesem Jahrbuch mehrmals genannt hat, von den Westalpen ganz zu schweigen. Da traf es sich denn gut, daß für die Neubearbeitung ein Mann zur Verfügung sich stellte, der mit einer seit Gotti. Studers und John Balls Tode einzigen Detailkenntnis der Alpen vollkommene Beherrschung der Ungeheuern Litteratur und eisernen Fleiß verbindet. In der Vorrede nennt Mr. Coolidge die Männer, die ihm in selbstloser Weise bei seinem Werke geholfen haben, aber er übernimmt die alleinige Verantwortung für die Redaktion. Diese zog sich durch schwere Erkrankung des Herausgebers lange hin und ist erst in diesem Frühjahr zum Abschluß gekommen. Da der Referent das Werk in den Korrekturbogen zur Einsicht erhielt, kann er es hier anzeigen, und ich will die Leser des Jahrbuches, die Englisch verstehen, nachdrück- The Alpine Guide.

lieh auf dieses neueste Hülfsmittel für Reisen in den Alpen vom Col di Tenda bis zum Simplon, alles südlich und östlich des Rhonelaufes, aufmerksam machen. Das ist nämlich der von J. Ball herrührende Begriff der Westalpen. Weil die neue Auflage eine „ Memorial Edition " sein sollte, und aus praktischen Gründen sind gewisse Einteilungen und Anordnungen beibehalten worden, die nicht einwandfrei sind. Aber der Referent weiß aus eigener Erfahrung bei dem „ neuen Studer ", wie schwierig es ist, in fest gewordene, alte Formen neue Dinge zu gießen und mit gebundener Route Seitensprünge zu machen. Doch ist es Mr. Coolidge gelungen, das Neue, was er zu sagen hatte, einzufügen, ohne das Alte zu sehr zu schädigen. Von den Schweizeralpen handeln Kap. VI, die Sektionen 16 Mont Blanc-District, 17 Sixt- and Champéry-District, 18 Grand Combin-Distriet, 19 Evolena-, Zinal- and Valpelline-District, 20 Monte Rosa-District und 21 Simplon-District. Diese Abschnitte habe ich, soweit ich Lokalkenntnisse besitze, eingehend geprüft und finde die Darstellung durchaus korrekt und zweckentsprechend, so daß ich mich künftig dieses Führers zu bedienen gedenke. Neben den touristischen Interessen sind auch die historischen, geologischen und botanischen berücksichtigt. Für die erstem ist Mr. Coolidge selber die beste Autorität, für die beiden andern hat er treffliche Hülfe gefunden. Ich bin nicht mit ganz allen historischen Aufstellungen Mr. Coolidges einverstanden, aber teils kann ich keine sicherem an ihre Stelle setzen, teils fehlt mir hier der Raum, eine abweichende Meinung zu äußern. Ich will hier darum nur einige finden Touristen wichtige, wenn auch an sich unbedeutende, Fehler notieren, die mir im Abschnitt: Chamonix to Martigny, pag. 382, aufgefallen sind. Die Bezeichnung der Flußläufe im obersten Teil des Thales, welche dem Trient zugehen, stimmt, wie übrigens auch in den andern Reisehandbüchern, nicht mit den neuere Karten ( Blatt Vallorcine der Carte de la France und Blatt Finhaut Siegfr. ), welche die Eau noire im Val de Barberine, nicht im Val de Bérard entspringen lassen. Schlimmer ist, daß hier, und in andern Routen, das Hotel de Barberine als passende Unterkunft genannt wird. Es existiert, wie der Referent persönlich beobachtet hat, nur mehr als Douaneposten. Wenn ich nun noch hinzufüge, daß ich in der enormen „ Bibliographie der Westalpen ", welche nicht weniger als 23 Seiten umfaßt, den Reisebericht von Dr. S. Brunner: Fußwanderung durch die Thäler des obern Piemonts, vermißt habe, welche im Jahrbuch S.A.C. XXVII, pag. 139 ff., abgedruckt ist, so ist das so ziemlich alles, was ich bei einer vorläufigen Prüfung zu tadeln finde, und ich bringe auch diese Kritiken nur vor, um zu beweisen, daß ich das Buch nicht nur von außen angesehen habe, denn an sich kommen diese Kleinigkeiten gegenüber dem großen Wert des „ neuen Ball " gar nicht in Betracht.

Die beigegebenen 10 Karten werden ganz besonders dazu beitragen, den Guide Ball zu einem nützlichen Handbuch zu machen. Sie sind ebenfalls dem gegenwärtigen Stand der Kenntnisse angepaßt worden, soweit das das Budget der Unternehmung gestattet. Die Karten sind: General Map of the Western Alps; The Maritime Alps; The Cottian Alps in 3 Sektionen: 1 ) Monte Viso and its Neighbours, 2 ) The Waldesian Valleys and the Ambin Group, 3 ) The Central Daupliiné Alps; The Graian Alps in 2 Sektionen: 1 ) The Tarantaise Alps, 2 ) The Levanna and Grand Paradis Districts; Mont Blanc and its Neighbours; The Central Pennines; The Eastern Pennines. Von diesen sind 6 Karten, welche die Alpen südlich vom Kleinen St. Bernhard umfassen, völlig neu und sehr sauber gemacht. Die drei, welche das Mont Blanc-Gebiet und die Penninischen Alpen umfassen, sind Revisionen der Alpine Club Map. Auch die Übersichtskarte ist völlig überarbeitet. Der Band wird etwa 15 Fr. kosten, was seiner Verbreitung bei uns hoffentlich nicht Eintrag thun wird.

Redaktion.

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