Theodore Camus: De la montagne au désert

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Ausnahmsweise, weil ich selber eine bessere Würdigung dieses mit einer Vorrede von Al. Poidebard, Professor des Zivilrechtes an der katholischen Universität Lyon, eingeleiteten, mit einem Porträt des Autors in Heliogravüre und einer ganzseitigen Photogravüre geschmückten Buches von 328 Seiten 8° nicht zu geben wüßte, will ich, in Übersetzung, ein paar Zeilen hersetzen, welche der Verlag mir zur Empfehlung zugestellt hat. „ Dieses Werk eines bedeutenden Lyoner Schriftstellers und Alpinisten ist eine auf Betreiben von treuen Freunden und Bewunderern gemachte posthume Publikation. Eine leidenschaftliche Liebe zu den Bergen, eine tiefe Kenntnis ihrer Schwierigkeiten und Gefahren, die Empfindungen eines Elitemenschen, welchen die Offenbarungen der höchsten Höhen begeisterten, das sind die Haupteigenschaften des Autors. Der erste Teil des Bandes setzt sich zusammen aus Erzählungen von Besteigungen: Tirol und die Dolomiten ( Tofana und Groß-Venediger ), die Meije, der Col de la Temple, der Pic du Glacier blanc, der Pic de Neige Cordier, das Weißhorn, die Croix de Belledonne, die Grande Maison ( zwei Winterbesteigungen ), die Aiguille du Goléon, die Aiguille des Charmoz, die Dent du Géant; den Schluß des ersten Teils macht die Beschreibung einer Gemsjagd. Der zweite Teil des Buches enthält Auszüge aus Briefen, geschrieben in Leysin, wo die tückische Krankheit, welche Th. Camus in der Fülle seiner Kräfte befallen hatte, ihn zwang, sich plötzlich zu schonen und im Gebirge die Herstellung seiner Gesundheit zu suchen. Der nämliche Teil enthält eine Korrespondenz, die hauptsächlich von Biskra ausgeht, wo der Kranke einen andern Winter Stärkung im algerischen Klima zu holen kam. Und ergreifend ist der Kontrast dieser am Saume der brennenden Wüste, im magischen Kolorit der orientalischen Landschaft geschriebenen Seiten mit denjenigen, welche ihm die schimmernden Schneefelder der hohen Gipfel eingeflößt hatten, die immerhin seine Lieblinge blieben. Aber in den einen wie in den andern findet sich eine hochherzige und originelle Philosophie wieder, welche sich an den Quellen der unberührt gebliebenen Glaubenssätze ernährt; die verfeinerte Sentimentalität eines Künstlers, deren rührende Note hier und da durch einen Zug unwiderstehlichen und gemütlichen Humors gehoben wird. " In manchen Beziehungen, auch in den letzterwähnten Charakterzügen eines kranken Philosophen, erinnerte mich die Lektüre an gewisse Stellen in Javelles Briefen und Tagebuchblättern aus der Umgegend von Neapel. Und daß Camus diese Parallele aushält, spricht zugunsten seiner Persönlichkeit und seines Buches.Redaktion.

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