Adolfo Hess: Saggi sulla psichologia dell' Alpinista

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Es ist ein Zeichen der Zeit und vielleicht ein bischen dekadent, daß heutzutage in der Literatur aller Sprachen von der Gemütsverfassung, in welcher und durch welche die sehr komplexen Vorgänge, welche man als Alpinismus bezeichnet, hervorgebracht werden, ein so großes Aufsehen gemacht wird. Dies gilt namentlich von den jüngeren Bergsteigern, die offenbar sich auf sich selber zu besinnen mehr Zeit und Lust haben, als uns jetzt Alten damals der Jugendenthusiasmus und die Menge der noch ungelösten Aufgaben gestattete. Es wäre uns auch nicht in den Sinn gekommen, aus unserer sportlichen Betätigung das Material zu Fachaufsätzen in streng wissenschaftlichen Zeitschriften auszuziehen, wie mir ganz kürzlich durch die Freundlichkeit des Verfassers ein Artikel: Studien und Beobachtungen über den psychologischen Einfluß der Gefahr, aus dem Archiv für Psychologie XXXIII zugegangen ist. Die ähnlichen Bücher von Zsigmondy, Baumgartner und anderen verfolgten in erster Linie praktische Zwecke. Aber nach 50 Jahren des offiziellen Alpinismus scheint das Theoretisieren ein Bedürfnis geworden zu sein. Ich empfehle also die einführenden Kapitel von Hess ( Vorrede, zwei pseudophilosophische Plaudereien ), den aus der Oe. A. Z. übersetzten Artikel von Oskar Schuster: Alpinismus und Psychopathologie, und die Einleitung Steinitzers — sie ist durchaus im Geist seiner früheren Ausführungen gehalten — und die „ psychologischen Autobiographien noch lebender Alpinisten ", welche Adolfo Hess aus aller Welt zusammengebracht hat und im Original und, soweit es deutsche und englische Beiträge betrifft, daneben in italienischer Übersetzung bietet, zur Lektüre. Es mag sich jeder Leser darüber seine eigenen Gedanken machen, wie das vielleicht nicht alle der 77 Autoren taten, als sie so ihr „ Herz an den Ärmel hängten".Redaktion.

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