B. St. Galler Alpen

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Vom Passo di Sorreda zuerst über einen horizontalen, von leichten Felsen unterbrochenen Grat bis unterhalb des Steilaufschwungs vor P. 2909. Durch ein Couloir mit losen Steinen, dann einen Überhang nach Osten umgehend in einiger Kletterei auf genannten Punkt. Weiter in nordöstlicher Richtung über ein Plateau von Fels und Firn auf den Gipfel. Mitteilungen von E. Roelfsema. Kanalscharte, 2900 m. Direkter Abstieg von Osten in die Scharte. M. K. Polano und E. J. Roelfsema. 26. Juli 1930.

Anlässlich der Begehung aller Gipfel des Grates Kirchalphorn-Hochberg-horn stiegen sie über die ungefähr 50 m hohe Platte, welche die Scharte überragt, ab. Imhof scheint diesen Abbruch umgangen zu haben. Ein System von drei senkrechten Rissen vermittelt die Kletterei, die sehr schwierig ist und im Abstieg eine Stunde kostete, ohne abseilen. Kirchalphorn, 3039 m. Erster Abstieg nach Nordwesten. Die Obigen. 26. Juli 1930.

Abstieg vom Gipfel über den Westgrat, bis senkrechte Platten ein Weitergehen im Nebel zu schwierig machten. Nun über das steile Gletscherchen, das in der Nordwestflanke dem Berge angelagert und deutlich im T. A. eingezeichnet ist, gerade abwärts auf den Fanellegletscher. Güferhorn, 3393 m. Erste Besteigung über den westlichen Güfergletscher und die Nordwestwand. Die Obigen. 22. Juli 1930.

Von der Lentahütte gewöhnlicher Weg bis zum unteren Plateau des Lentagletschers. Weiter, stellenweise über Moräne, zum unteren Gletscherbruch des westlichen Güfergletschers. Ziemlich steil hinauf, hie und da mit Stufenarbeit, später durch eine Firnmulde an den Fuss der Nordwestwand, die von einem Firnhang gebildet wird. Über diese gerade ansteigend in einer Stunde zum Gipfel. Zeit von der Lentahütte 5 Stunden. Mitteilung von E. J. Roelfsema.

B. St. Galler Alpen.

Geierspitz, 2262 m. Nordaufstieg. Hans Biedermann, allein, 10. August 1927. Vom Buchstaben S des Wortes Schönbühl zum Buchstaben s des Wortes Girespitz im T. A., durch ein Kamin von Norden auf einen begrasten Balkon ( Gemsspuren ) und direkter Aufstieg auf den Gipfel ( sehr steil ). Altmann, 2438 m. Durch das Südostkamin. Hans Biedermann, allein, 3. Juli 1928.

Zwischen dem üblichen Südwandkamin und dem Schaffhauserkamin liegt ein Kamin, welches in interessanter Kletterei einen direkten Aufstieg zum Gipfel erlaubt. Etwa 30 m südlich des Räseggsattels wird in das Südostkamin eingestiegen, wobei mehrere Varianten möglich sind. Eine markante Höhle in halber Höhe kann links oder rechts umgangen werden. Nach einer kurzen, glatten Wand direkt zum Gipfel. ( Ein Quergang oberhalb der erwähnten Höhle gestattet eine Verbindung vom Südkamin zum Schaffhauserkamin ). Hängeten, 2215 m. Nordwand von der vordern Öhrligrub. Hans Biedermann, allein, 3. Juni 1928.

Vom Punkt 1965 m beim grossen Felsblock in der vordem Öhrligrub wird direkt aufgestiegen. Im obern Teil, oberhalb eines gelben Wandabbruches, Quergang nach rechts. Der Hängetengrat wird dann ungefähr zwischen den Buchstaben n und g des T. A. betreten. Steil und brüchig. Mitteilungen von H. Biedermann.

IV. Kreuzberg, zirka 2030 m. Direkte Nordwand. Werner Weckerdt, Karl Sutter und Georges Hermanutz. 29. Juni 1930. « Die Alpen » 1933, Seiten 23—25.

Gamsberg, 2385 m. Südostwand im Abstieg. Johann Jakob Jenny. Juli 1929. Vom Hauptgipfel folgt man zunächst noch etwas dem Grat nach Nordost, dem Sichli zu. Hernach steigt man zirka 100 m in einer breiten Runse ab, die sich vom Gipfelkamm gegen die Sennisalp hinabzieht, quert darauf in die nächstnördliche Runse, die man so lange begeht, bis die stets steiler werdende Wand und glatte Felsplatten zum Ausweichen nach Nordost, Richtung Zürcher Couloir, nötigen. Auf diese Weise gewinnt man ein girlandenförmiges, schmales Rasenband, das von den Weiden oberhalb der Sennisalp deutlich sichtbar ist. Nach dessen Beschreitung strebt man einem erkerartigen Vorsprung zu. Zwischen diesem und der eigentlichen Wand führt ihr parallel, von unten völlig unsichtbar, ein rasch an Steilheit abnehmendes Stemmcouloir in eine der Schluchten, die die Südostwand des Gamsberges durchfurchen. Man klettert unschwierig darin hinunter, bis man die Lawinenkegel erreicht, die vom Fusse des Zürcher Couloirs herkommen. Gipfel—Sennisalp 2 1/2 Stunden. Mitteilung von Joh. Jak. Jenny. Glaserhorn, 3128. Erste vollständige Besteigung von Norden. H. Schmid, A. Asper, H. Müller. 12. Juli 1931.

Von der Unterkunft auf Schräawiesli auf dem gewöhnlichen Weg zur Ringelspitze ( Route 18 c des Bündnerführers ) zum untern Glasergletscher. Wo der Gletscher westlich der Glaserruns am weitesten in die Felsen hinaufreicht, erreicht man durch eine schwach ausgeprägte Rinne schräg links hinaufkletternd die Felskante, welche die Glaserruns im Westen begrenzt. Über diese Kante direkt hinauf auf die steile Schieferhalde, auf welcher der eigentliche Gipfelbau des Glaserhorns ruht. Schwach rechts ansteigend gewinnt man über den mühsamen Schiefer den Fuss der Gipfelwand. Der Versuch, den Gipfel direkt in der Fallinie zu erreichen, musste in halber Höhe der Wand wegen Neuschnee in den Felsen aufgegeben werden. In heiklem Quergang horizontal nach Osten hinüber und nach Route 23 a des Bündnerführers auf den Gipfel. Zeitbedarf von Schräawiesli bis auf den Gipfel 11 Stunden. Bei trockenen Felsen lässt sich diese Zeit sicher um 3—4 Stunden kürzen. Mitteilung von Hans Schmid.

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