Die Gastlosen

Hinweis: Questo articolo è disponibile in un'unica lingua. In passato, gli annuari non venivano tradotti.

C. und ì Rriiiy, Bossière VD Die Gastlosen ( im französischen Sprachbereich bisweilen auch « les Inhospitalières » genannt ) finden sich als Hauptkette der Freiburger Voralpen ziemlich im Innern unseres Landes, fast so als wollten sie sich vor unseren Blicken verbergen. Dank dieser Lage sind sie aber bisher vom grossen Touristenstrom weitgehend verschont geblieben.

Der für den modernen Kletterer interessanteste Teil liegt im Norden des Massivs. Man erreicht dieses Gebiet über das Dörfchen Jaun, wie es im Deutschen heisst, oder Bellegarde, wie es die Romands nennen. ( Letzterer Name wird im Postre-gister allerdings nicht aufgeführt. ) Jaun muss offensichtlich etwas mit dem Namen des Flusses zu tun haben, der sich das Tal gegraben hat: La Jogne. Warum aber wurde das Dorf im Französischen nicht auch auf den Namen Jogne getauft? Rätselhaft.

Das Erstaunliche an diesem Fluss ist, dass er beide Seiten der Bergkette auf ihrer halben Länge entwässert, wobei er am nordöstlichen Scheitelpunkt seines Laufes eine Haarnadelkurve um das Massiv der « Chemigüpfe » beschreibt, um von hier an die Richtung um 180 ° zu ändern.

Die Welschen, die von Bulle und Charmey herkommen, entdecken noch kurz vor letzterem die nördliche Hälfte der Kette und sind bei ihrem Anblick versucht, auszurufen: « Die Dolomiten! » Das geübte Auge des Alpinisten oder Geologen sieht es indessen sofort: Es fehlt die charakteristische horizontale Schichtung des Dolomitengebirges. Die Gastlosen bestehen aus einem kompakten, fast geschliffen wirkenden Kalkstein, der sich zu Wänden hochtürmt, die von meist senkrechten Rissen gezeichnet, von Couloirs zerschnitten und von grünen Grasbändern durchzogen sind.

Der schönste Anblick von Westen bietet die Kette von der Hochmatt her. Von Südosten bis Nordosten erstreckt sich über ungefähr 12 Kilo- meter der lange weisse Grat wie das Skelett eines Riesentieres aus grauer Vorzeit. Hier und dort ziehen sich nicht allzu steile Abhänge bis zur Krete empor, dem berggewohnten Wanderer Durchschlüpfe oder Pässe offen lassend. Die auf dieser Seite oft praktisch senkrecht aufstrebenden Wände erreichen an gewissen Stellen die beachtliche Höhe von 300 Metern, was auf die Bedeutung des Massivs hinweist.

Diese natürliche Schranke trennt 3 Kantone: Freiburg und Bern im Nordabschnitt, Freiburg und die Waadt in ihrem südlichen Teil. Ausserdem bildet sie im Norden auch die Sprachgrenze. Eine Sprachgrenze, die allerdings ziemlich verwischt ist, da man auf beiden Seiten des Massivs -nebst verschiedenen Dialekten — fliessend deutsch und französisch spricht.

Von der Deutschschweiz her nähert man sich der Kette über das liebliche Simmental und den Jaunpass ( 1511 m ), wo unvermittelt die Südostabstürze und die Marchzähne in ihrer ganzen Majestät ( mit dem Grenadier und dem Eggturm als Hauptattraktion ) auftauchen. Ausgangspunkt für Klettertouren ist auf dieser Seite das blumengeschmückte Dörfchen Abländschen, von wo eine geteerte Strasse nahe an die Wände heranführt. Von hier ist 's dann nur noch ein Katzensprung: In 15 Minuten erreicht man auf einem schmalen Fussweg den Einstieg zu den 200 bis 250 Meter hohen Felsfluchten. Der Grosse Grenadier wartet sogar mit einer 300 Meter aufstrebenden Wand auf. Der Kletterer verfügt über eine grosse Auswahl an Routen der verschiedensten Schwierigkeitsgrade. Das Gestein ist im allgemeinen gut und die Führen ausgerüstet.

Die Nordwestseite der Kette hat die Form einer langen, abrupt abfallenden und 200 bis 300 Meter hohen Wand, die noch geschlossener und beeindruckender aussieht. Der eher glatte Fels zeigt verschiedenenorts sich vorwölbende, ja sogar stark überhängende Partien. Kompakte Wände und feine senkrechte Risse verlangen auf mehr als einer Route, dass man mit technischen Hilfsmitteln umzugehen weiss.

Als guter Ausgangspunkt für diesen Teil dient das einladende Chalet du Regiment, das 1945 von der Armee erbaut wurde - wie sein Name ja besagt. Man erreicht es von Jaun her über eine gute Strasse, die aufeinem Parkplatz endet. Von da gelangt man zu Fuss in einer guten halben Stunde zum Chalet, das aber erst im allerletzten Augenblick auf dem Obersattelpass ( 1752 m ) sichtbar wird. Gut eingerichtet und gewissenhaft gewartet ( ausgenommen im Winter ) kann man hier zu vernünftigen Preisen essen, trinken und übernachten.

Fünfzehn Minuten genügen, um vom Chalet zum Wandfuss der Rüdigenspitze und des Gross Turms zu gelangen. Um die anderen Einstiege zu erreichen, benötigt man etwa eine Viertelstunde mehr. Man kann somit von der Terrasse aus fast wie im Kino die Kletterer bei ihrer « Arbeit » beobachten.

Diese paar Kletterer führen jedoch nicht zu einem Massenandrang. Lange haben die Gastlosen kaum Beachtung gefunden oder dann nur bei den Leuten aus der Gegend, die nie müde wurden, sie immer wieder zu durchstreifen. Diese aber redeten wenig darüber — wie um ihr Geheimnis zu hüten. Heute, trotz der wachsenden Zahl von Besuchern, haben diese Berge ihren freundlichen und sympathischen Charakter behalten: Es sind die wahren Alpinisten, die sich da treffen... Es ist deshalb nur zu wünschen, dass diesem Flecken Erde, seinem Brauchtum und seinem Geist auch in Zukunft derselbe Respekt entgegengebracht wird.

DIE EROBERUNG DER GIPFEL Wie in vielen anderen Berggegenden, sind es auch hier die Jäger, die als erste die Gegend erforschen. Die leichtesten Gipfel der Gastlosen wer- den lange vor 1900 bezwungen, allerdings ohne dass eine Route mit « alpinistischen Schwierigkeiten » erschlossen wird. Die Gastlosen sind damals noch durch eine fast abergläubische Angst geschützt.

Im Jahre 1900 beginnt dann die erste, sich über etwa 15 Jahre erstreckende alpine Erschliessung, die zügig vonstatten geht. Zum Teil darf man das wohl darauf zurückführen, dass die Gipfel so nahe beieinander liegen: Man kann am gleichen Tag zwei oder gar drei dieser Felsnadeln bezwingen. Ausserdem werden die beiden « gegnerischen » Mannschaften, welche die sich jeweils gegenüberliegenden Felsflanken durchforschen, von einer guten Portion Wettbewerbsgeist beflügelt.

Da sind zunächst die Berner: August Gysi, Walter Bühlmann und vor allem Hans König, der bereits 1890 zusammen mit C. Montandon und R. Thomas den Aufstieg auf die Gastlosenspitze versucht. König ist dabei schon vom Geist des modernen Bergsteigens beseelt. Er trainiert mit Stangen oder mit dem Seil, um so an den Wänden hochzukommen. Auch vertauscht er bereits damals die schweren Nagelschuhe mit Kletterfinken mit Hanfsohle.

Auf der anderen Seite der Kette beginnen die Freiburger, die zum Teil praktisch am Fuss der Berge wohnen, im Jahre 1888 mit ihren Erkundungsgängen. Albert Böschung ( einarmig - er musste sich also mit einer Hand behelfen !) und Eduard Buchs, beides Bergführer, versuchen den Kleinen Grenadier und die Pyramide zu besteigen. Nach kurzer Zeit gesellt sich der berühmte Geologie-Professor, Raymond de Girard und sein virtuoser Bergführer Olivier Rime zu ihnen. Später stossen noch E. Ruckstuhl und ein anderer Professor, Georges de Gottrau dazu. Es ist aber R.de Girard, der diese Leute zum Erfolg führt -und was für ein Erfolg - seine Liste umfasst sechzehn Gipfel.

Im Gegensatz zu König benützt Girard sehr viel Material. Deshalb muss er auch immer Träger anheuern und seine Besteigungen erhalten den Charakter wahrer Expeditionen. Das Mate- rial besteht hauptsächlich aus Stangen, die manchmal eine Länge von io Metern aufweisen und die man auf einem exponierten, der zu besteigenden Wand gegenüberliegenden Plätzchen aufstellen muss. Indem man Sprossen aufnagelt, ersteigt man dann einen Aufschwung nach dem anderen. Ein derartiges Vorgehen trägt einem der Gipfel der « Pucelles » den Namen « Pointe à l' Echelle » ( Leiterspitze ) ein.

Der spektakulärste Erfolg Girards besteht in seiner Erstbesteigung des Turms des Grossen Grenadiers ( am i I. September 1905 ), nachdem Böschung und Buchs es vergeblich versucht haben. Das an Ort und Stelle zurückgelassene Material gestattet in der Folge noch einige weitere Aufstiege. Girards geologische Kenntnisse helfen ihm bei der Vorbereitung und Durchführung seiner Besteigungen. Auch verwendet er schon Steigeisen und Eispickel, und ebenso gehört ein Photoapparat zu seiner Ausrüstung. Er und sein Kollege Gottrau hinterlassen bemerkenswert gute Negative. Zudem verfasst Girard eine reich illustrierte Broschüre: « La Conquête des Gastlosen » ( Die Bezwingung der Gastlosen ).

Inzwischen ist aber bereits eine neue Gattung Alpinisten aufgetaucht, bestrebt, ihre Vorgänger in den Schatten zu stellen. Aber hören wir doch ein wenig der « Damenbegeherin » Betty Favre zu, was sie in ihrem Bändchen « Die Gastlosen » ( Collection Trésors de mon Pays ) in einer « Die Eroberer des Capucin » betitelten Erzählung zu berichten weiss:

« Man schreibt das Jahr igo6, als Girard mit seinen Helfern und seiner nicht mehr wegzudenkenden Leiter ankommt. Er hat diese als ein zwar sehr praktisches, punkto Stabilität jedoch oft problematisches Hilfsmittel kennengelernt. Ob es sich nun um eines Magirus>-Feuerleiter mit Verlängerungsstück oder um eine selbstgebastelte Aufstiegshilfe aus Stangen und Querstäben handelt - immer stellt dieses Klettergerüst den unumgänglich notwendigen Kompromiss zwischen Girard und dem Berg dar. Seine Träger müssen das Gerät zum Fuss des Berges schleppen und er - wie ein Prinz — braucht nur noch auf der wackh- gen, über dem Abgrund hängenden Konstruktion hochzuklettern und den vielbegehrten Gipfel in Besitz zu nehmen.

Dort oben stösst er einen Siegesschrei aus, der von Haus zu Haus weitergetragen wird und einen zu spät gekommenen Anwärter auf die Heldentat hart treffen soll... Bornet, der Bäcker, der davon träumt, Bergführer zu sein. Den Capucin, den will er noch erobern... Mit Hilfe seiner Hände und Füsse, ja mit seinem ganzen Körper will er sich mit dem Fels messen. Dort wo die Leiter angebracht ist, kann er, Auguste Bornet, auch durchkommen — aber ohne Leiter — so hat er es sich vorgenommen.

Morgen ist der grosse Tag. Da wird er losziehen, zum Berg, dem Inbegriff seines Glückes, und seines Lebens. Schon ist er bereit. Wie angegossen sitzen diesem gros sen, schönen Teufelskerl die Khaki-Hose und-Jacke. Mit geschultertem Rucksack, den Hut auf dem Kopf, dessen Hahnenfeder er vorher begutachtet hat, steht er da, mit Murmelschwanz, Edelweiss und Eispickel ausstaffiert. Strahlend und siegesgewiss, den grossen Eispickel — ohne den er kein richtiger Alpinist zu sein glaubt -forsch vor sich hertragend, eilt er mit langen elastischen Schritten zu seinem englischen Touristen. Am nächsten Tag wiederhallt das Echo seines Erfolges im ganzen Tal, ausgeschmückt mit allen Einzelheiten dieser für die damalige Zeit verrückten Zjrkusnummer.

Er hat den stolzen Capucin erobert, indem er die ihn vom Berg trennende Spalte soweit entlanggeht, bis sie praktisch aufgefüllt ist. Einige Meter leichter Kletterei bringen ihn alsdann unter den Überhang, den ein Riss, einem erstarrten Lächeln gleich, durchzieht. Tastend sucht er diesen bösen Mund aus Stein ab, kann aber nirgends einen Halt finden. Da kommt ihm eine Idee. Er schlüpft mit der Hand in die Spalte und ballt sie zur Faust. In seiner hilflosen Wut hangelt er sich an seiner eigenen Faust in die Höhe. Siehe da, das Problem ist gelöst! Er muss dasselbe Vorgehen nur immer wieder anwenden. Gesagt, getan. Abwechselnd, mal mit der einen, mal mit der anderen Hand am Riss hängend - und die immerhin 4 Meter lange Stelle ist geschafft. Eine Verschnaufpause auf dem zur Felskluft abfallenden Plattenschuss, ein paar Minuten erholsamer Kletterei einer Rille entlang... noch ein paar Felsbrocken, und er steht auf dem Gipfel. So hat Bornet den Capucin bezwungen. » Dies geschieht 1920. Heute wird die betreffende Passage mit dem V. Schwierigkeitsgrad bewertet!

Die « neue Alpinistengeneration » verfolgt am Grossen Grenadier den gleichen Gedanken: sie will ohne Leiter hinaufgelangen. Es werden zahlreiche Versuche unternommen, doch der « Gegner » lässt alle Anwärter an seinem kompakten Fels abblitzen. 1934 wird die 17 Meter hohe Wand mit Hilfe von Eisenstiften, die man in vorgebohrte Löcher treibt, bezwungen. Dieses Vorgehen verurteilt man aber rasch wieder als unelegant. Schon da, die Sorge um die Ästhetik!

Eine sehr starke Seilschaft aus Ortskundigen ( G. Dessonaz, O. Staub und L. Wuilloud ) nimmt nun alle Abstürze dieses hartnäckigen Felsturms genau unter die Lupe. Tatsächlich gelingt ihr dann 1942 diese langerwartete, prächtige Erstbesteigung, indem sie zuunterst am Wandfuss beginnt, um die 300 Meter fast senkrechten Felsens mit nur 1 o Haken zu bewältigen. ( Es muss jedoch gesagt werden, dass sich die Kletterer damals oft mit dem Schulterstand behelfen. ) Bis 1930 haben sich die Alpinisten allerdings zumeist noch damit begnügt, auf bereits bekannten Routen zu klettern oder etwa eine Traversierung durchzuführen, wie z.B. diejenige der Marchzähne im Jahre 1924. 1930 beginnt dann aber, zuerst nur zaghaft, die Eroberung der eigentlichen Wände. Da ist zuerst Fernand Pipoz zu erwähnen, der mit verschiedenen Kameraden die drei wahrlich beeindruckenden Westwände der Pucelles -jede 300 Meter hoch—bezwingt. Es erfordert schon die Entschlossenheit eines Pipoz, um z.B. die Nordwand des Vanil de la Gobetta zu besiegen. Dreimal muss er umkehren, da ihn eine glatte Felsplatte zwingt, Löcher zu bohren, um seine Haken placieren zu können. Dieser Erfolg aus dem Jahre 1939 verdient Hochachtung, wenn man bedenkt, was für Material damals zur Verfügung stand. Die Route wird heute mit SS ( sehr schwierig ) angegeben.

Im August 1935 erklettern F. Bays und L. Wuilloud nacheinander auf derselben Seite der Berg- kette die Wände des Gross Turms und des Loch-grates, während eine andere Seilschaft, zusammengesetzt aus A. Knubel, A. Moehr, A. Stulz und F. Winckler, sich an diejenige des Sparrengrates wagt. Die gleichen Männer, dazu L. Wuilloud ( also 5 Personen !) ersteigen 1938 den Westabsturz der Rüdigenspitze über einen Kamin, dessen Schwierigkeitsgrad heute mit IV und V angegeben wird. Dies nach einem vorangehenden Versuch, bei dem sie - mit Kletterfinken ausgerüstet - ihre 5 Paar Bergschuhe am Seil hochziehen. Dann reisst das Seil! Als dazu noch Regen einsetzt, muss man die Gipfelbesteigung auf später verschieben. Wieder am Fuss der Wand angelangt, finden sie nur noch 9 Schuhe vor!

Während den to folgenden Jahren nach 1940 erleben die Gastlosen einen enormen Auf- schwung. Systematisch werden jetzt alle Wände und Routen erforscht und erobert, womit sie viel von ihrem Nimbus des Unbesiegbaren verlieren. Man beginnt die schwierigen Aufstiege mit Haken zu bewältigen. Zugleich staunt man heute über die rege Klettertätigkeit in jenen Jahren, wo die zahlreichen Mobilmachungen doch viel Zeit in Anspruch genommen haben.

L. Wuilloud wird nun zum wahren Eröffner von Neurouten: Fünfzehn Erstbesteigungen in fünfzehn Jahren! Er ist die Seele einer sehr aktiven Gruppe, zu der Otto Staub ( der sein Leben den Gastlosen widmete, weshalb ein Gipfel auch nach ihm benannt wurde ) und F. Winckler ( er klettert noch heute in den Gastlosen ) als Haupt-initianten gehören.

Zu diesen « Abenteurern » der vierziger Jahre zählen R. Bugnard, R. Page, A. Aebi und U. Andrey. Letzterer hat übrigens bis i960 Routen eröffnet.

Von den vielen Erstbegehungen aus der damaligen Zeit wollen wir hier wenigstens eine wiedergeben. Es ist die vollständige Überschreitung der Kette, die am 24. und 25.Juni 1944 von niemand anderem als von L. Wuilloud und F. Winckler auf einer phantastisch schönen, ca. 12 km langen Route, die im Süden bei derjumelle beginnt und im Norden auf der Gratflue endet, durchgeführt worden ist. Die Leistung ist umso beachtenswerter, als die beiden Freunde noch bis Samstagmittag in Freiburg arbeiten und sich anschliessend per Fahrrad nach Villette begeben. Von da geht 's zu Fuss in flottem Tempo über die Weiden bis zum Grat hinauf. Sie unterbrechen ihre Kletterpartie erst bei Einbruch der Nacht, um zu biwakieren. Mit ein paar Zeitungen schützen sie sich vor dem im Juni immer noch recht beissenden nächtlichen Frost. In der Dunkelheit beobachten sie weit im Süden einen hellen Schein - es sind vermutlich Bombenabwürfe in Italien...

Am nächsten Morgen - immer noch frisch und munter — überschreiten sie Grat um Grat. Zwischendurch müssen sie sich auf längeren Strecken abseilen. Abends, nach erfolgreicher Beendigung der Traversierung, gilt es dann nach einem anstrengenden Marsch wieder auf die Fahrräder zu steigen und mit letzter Kraft nach Freiburg zu-rückzuradeln. Man kann sich heute -auch bei aller Kenntnis der Distanzen, Örtlichkeiten und Hindernisse - kaum mehr vorstellen, welche Leistung die beiden damals vollbracht haben.

Während dieser fruchtbaren Eroberungsjahre taucht ein schon recht bekanntes Trio auf: Betty und Ernst Favre mit ihrem ständigen Begleiter L.M. Henchoz. Sie stammen alle aus Château-d'Oex und sind somit « an der Quelle ». Sie durchstreifen die Gastlosen in jeder nur möglichen Richtung und erschliessen an die zehn Routen, insbesondere im Süden, unweit ihres Heimatortes. Das hindert sie jedoch nicht, eine ähnliche Aktivität in den Waadtländer Alpen wie auch im Gummfluh-Massiv, dem Hausberg von Chàteau-d'Oex, zu entfalten.

Bis in die fünfziger Jahre bewegen sich die neuen Routen in der Schwierigkeit SS ( sehr schwierig ), wobei gelegentlich von Haken und anderen technischen Hilfsmitteln Gebrauch gemacht wird. Die kompakten Wände lassen sich mit der damals üblichen Ausrüstung noch nicht bezwingen. Die Kletterer der Jahre 1935-1950 sind bei ihrem Vorankommen deshalb auf die Schwächelinien des Terrains angewiesen. Aber gerade hier finden sich oft schlechter Fels oder grasbewachsene Passagen, was den Gastlosen dann zu ihrem bis zum heutigen Tag andauernden schlechten Ruf verhilft. Dies erklärt aber auch, warum zahlreiche zu jener Zeit eröffnete Routen in Vergessenheit geraten sind. Andererseits bietet ein derartiges Gelände eine erstklassige Gelegenheit, um ein allgemeines Bergstei-ger-Training durchzuführen. Der beste Beweis dafür ist der Erfolg, den das Trio aus Château d' Ex auf seinen grossen alpinen Besteigungen verzeichnet.

Damit können die Gastlosen innert relativ kurzer Zeit vierzig neue Routen anbieten. 1951 erscheint der erste von der Sektion Moléson des SAC herausgegebene Führer, der auch die Freiburger Voralpen einschliesst. Der die Gastlosen betreffende Teil ist von L. Wuilloud mit Hilfe seiner aktiven Kameraden verfasst.

Alsdann, als ob man sich nach einer derartigen Kraftanstrengung erholen müsste, geschieht während mehreren Jahren nur wenig.

1959 wird der kurze aber glatte und abschüssige Nordpfeiler des Capucin unter Zuhilfenahme technischer Mittel ( u.a. einiger Bohrhaken ) von G. Gilliard und R. Vuanoz erklommen. Sie holen bei dieser Gelegenheit einen Karabiner zurück, den zehn Jahre früher eine von E. Rémy geführte Seilschaft zurückgelassen hat. So geht der « Kampf » wieder los. An vielversprechenden Wänden tauchen unternehmungslustige Seilschaften auf, zu denen T. Marti. R. Pipoz, A. Strickler, H. P. Trachsel, M. Baumann, V. Carrard und J. C. Wenger gehören. Für das wichtigste Ereignis zeichnen jedoch im Herbst 1961 zwei Jurassier aus Biel verantwortlich, die es schaffen, die mächtige Westwand des Gross Turms zu durchsteigen. R. Bregnard und M. Perrenoud zeigen damit, welche neuen Möglichkeiten die « Di-rettissimas » zu bieten vermögen.

Die Stärksten auf diesem Gebiet beginnen 1966 in Erscheinung zu treten: D. Corminbœuf und E. Sonney. Sie eröffnen gemeinsam zwei Führen, dann erschliesst Sonney in Begleitung seiner späteren Frau, Denise Remy, eine Reihe neuer Routen. Er entwickelt sich zu einem wahren Kenner und Experten des Massivs, das er sogar im Winter durchforscht. Dabei begnügt er sich nicht damit, an die zehn Routen zu erschliessen ( wovon drei in der Westwand des Gross Turms ), sondern er rüstet sie auch gut und sicher aus, so dass sie klassisch werden. Sonney ist auch der erste, der in diesem Gelände mit weichen Schuhen ( EB's ) klettert. Bis anhin erschien ihr Einsatz in Anbetracht der vielen grasbewachsenen Partien des Massivs nicht ratsam. Die neuen Kletterwege führen aber nicht durch solches Gelände, und aufeinigen modernen Routen erweisen sich die weichen Schuhe sogar als unerlässlich.

1972 gibt der SAC eine neue Auflage des Führers heraus, vollständig revidiert und überarbeitet von Maurice Brandt, einem Experten auf diesem Gebiet.

Bis Mitte der siebziger Jahre gelangt man bis zum Schwierigkeitsgrad SSsehr schwierig, obere Grenze ) wobei meist längere technische Passagen von A i und A2 inbegriffen sind. I n freier Kletterei erreicht man den Grad V +, und das auf zahlreichen neuen, schönen und gut ausgerüsteten Routen. Endlich richtet sich das Interesse der Kletterer auf den nördlichen Teil.

Nach 1975 intensiviert sich die Erschliessung, werden doch mehr als 30 neue Routen eröffnet. Dies ist vor allem einer Gruppe von eng verbundenen, aktiven Freunden, jeder ein Kenner des Gebiets, zu verdanken, wobei J.C. Sonnenwyl als ihr unbestrittener Anführer gelten darf. Er löst verschiedene Probleme der Gastlosen -insbeson-dere am Gross Turm und am Sparrengrat - zuerst mit Hilfe von F. Dueling, später zusammen mit P. Morand. Seine Meisterstücke sind jedoch die Erstbesteigung der Westwand ( 300 m ) der Pfadflue, welche Hängebiwaks erfordert, und diejenige des eleganten Südpfeilers des Grossen Grenadiers, den er im direkten Anstieg bewältigt. Alle diese Routen sind gut ausgerüstet. Auf Grund ihrer extremen Schwierigkeiten haben bisher je- .87 doch nur wenige Kletterer ihre Schönheiten kennenlernen wollen.

Ein anderer wahrer Könner, E. Loréthan, beweist seine Geschicklichkeit in den Gastlosen. In Begleitung seiner Freundin Nicole Niquille eröffnet er manche neue Route, deren Freikletter-schwierigkeiten Bewunderung erwecken, da sie sich im VI. Grad bewegen. Dies jedenfalls, was die fünf Routen an der Waldeckspitze anbelangt.

Eine andere sehr aktive Seilschaft, die in verschiedenen Regionen der Gastlosen ihre Spuren hinterlässt, ist diejenige von C. und Y. Remy. Sie beginnen ihre Erschliessertätigkeit ab 1977 und erweitern sie dann systematisch auf das ganze Massiv. Sie ihre Routen Schlag auf Schlag, manchmal an einem einzigen Tag. Dazu lassen sich - welch angenehme Überraschung -einige dieser Routen grösstenteils oder sogar vollumfänglich in freier Kletterei durchsteigen; während doch der technische Kletterstil seit langem als einzig mögliche Methode gilt, um in den Gastlosen noch Neutouren machen zu können. Ausserdem werden als weitere Neuheit in den letzten Jahren alle Routen mit einen Namen versehen. Inzwischen ist der erreichte Schwierigkeitsgrad weiter bis zu AS ( Äusserst schwierig! angestiegen, was in freier Kletterei dem I. Grad und im künstlichen Bereich A3 unter Verwendung aller modernen Hilfsmittel, wie Schlingen, Klemmkeilen, Copperheads usw. entspricht.

Einige dieser Kletterrouten können es ohne weiteres mit den « gemischten » Routen des Verdon aufnehmen, wie z.B. die « Voie du Couchant » an der Grossen Pfadflue, die mit der « Na-ziaque»-Route am Escales vergleichbar ist.

So sind die Gastlosen zu einer hohen Schule der Kletterei geworden. Man darf aber nicht vergessen, dass die Gipfel immerhin bis über 2000 Meter reichen ( Dent de Savigny 2252 m ), was diesem Massiv einen nicht zu unterschätzenden alpinen Charakter verleiht. Schlechtes Wetter zieht rasch auf, man sollte deshalb immer « für alle Fälle » ausgerüstet losziehen.

125 Das « Chalet du Regiment » am Fuss der Gastlosen127 Pjadjlue: Die y>o m hohe .Nordwestwand kette in den Freibureer Voralben.

6l'lmli »: O. Rrmv W6 Die Sattelspitzen WINTERBEGEHUNGEN Man muss hier auch die Winterbegehungen erwähnen. Informationen sind jedoch nur spärlich vorhanden. In einem milden Winter können die Kletterbedingungen im Massiv ähnlich oder sogar gleich sein wie im Sommer. Die Westseite, die der Sonne weniger ausgesetzt ist, zeigt im Winter ein rauheres Antlitz. Die Wandrouten, vor allem diejenigen, die in direkter Linie durch fast senkrechtes Gelände führen, ändern sich wohl wenig... Trotzdem sollte man daraus nicht vorschnell schliessen, dass sie leicht zu bezwingen sind.

- Am 8. Dezember 1927 wird die Felsspitze der « Chat » ( Katze ) von R. Bulliard und C. Ma-roux erklettert.

- Am 10. März 1946 werden die kleinen Sattelspitzen in der üblichen Richtung von P. Macherei und H. Schmid überschritten. Im gleichen Monat bezwingen M. Duperex und L. M. Henchoz die « Jumelle ».

- Am 2.Februar 1961 klettern W. Munter und H. Streit den Kamin der Rüdigenspitzeempor: Dies ist der Beginn der Wintererfolge.

- Am 20. Februar 1966 erschliessen M. Baumann und R. Pipoz eine neue Route in der Westwand desselben Gipfels. Ein schöner Erfolg!

- Am 23. Februar 1969 bezwingen E. Lettry und A. Villiger die Bieler-Route am Gross Turm. R. Chabloz und E. Oberson ersteigen drei Jahre später, im Januar, die Route des Nordostpfeilers auf der gleichen Seite.

ALLEINBEGEHUNGEN Klettertouren im Alleingang sind seit den ersten Erfolgen um die Jahrhundertwende nach und nach in Mode gekommen, insbesondere bei Rekognoszierungen durch R. Girard. Die Verschwiegenheit der Alpinisten lässt jedoch kaum Einzelheiten bekannt werden. Aber wir wissen, dass z.B. im September 196g G. Thomet den 128 Am Fuss des Eggturms l'lmtos: Kd.I'idoux Gross Turm im Alleingang über die Bieler-Route bezwungen hat. In den letzten Jahren ist jedoch vor allem E. Loréthan zu nennen, dem verschiedene Erstbesteigungen im Alleingang geglückt sind.

MEHRERE AUFEINANDERFOLGENDE BESTEIGUNGEN Eine heutige Mode - oder man müsste schon fast sagen: eine Manie - besteht darin, Besteigungen in immer grösserem Tempo und gar mehrere hintereinander am selben Tag durchzuführen. An sich hat man das schon um die Jahrhundertwende praktiziert. Auch später, in den fünfziger Jahren, besteigen einige Alpinisten am gleichen Tag z.B. eine Route auf der Nordwestseite des Sparrengrates, seilen sich anschliessend über die Hangflue ab und nehmen eine weitere Route auf die Rotespitze in Angriff. Seit 1975 hat sich diese Form des Schnellkletterns weiterentwickelt. So wird an einem Tag die « Voie 1976 » am Gross Turm und gleich anschliessend die « Voie 1975 » am Sparrengrat erklommen.

Auswahl einiger ausgerüsteter Routen Wobei die gesamte Gastlosenkette berücksichtigt ist. ( Die Reihenfolge der Beschreibung verläuft von Norden nach Süden. ) SUDOSTSEITE Glattewandspitze Es befindet sich ein Kreuz auf dem Gipfel. Wenger-Roule. Klassisch, SS-, 3 Stunden, 220 Meter.

129 Die Jvordwestwand des Sparrengrates: Die « voie de132 Waldeckspilze: Die « voie des Trapézistes »'975Diese Route führt über den Pfeiler links der Höhle ) 133 Die Mordwestwand der Dünneßue: Der Gipfelaufschwung 130 Die Südwand der ( ìlattewandspitze: Am Einstieg zurder « voie Ü la-Bong » « voie Bylitis ».

134 Die Felsabstürze der Wandflue von der Seite gesehen 131 Plattenschuss an der WandfluePhotos: c :. Renn Schöne, vollständig freie Route, Plattenkletterei. IV und V, eine Passage V/V +. Die einzuschlagende Linie ist im unteren Teil nicht sehr deutlich ausgeprägt. Die Route beginnt im Zentrum der Wand und endet auf dem rechten Grat.

By Ulis-Route. Klassisch, SS, anhaltend schwierig, 3 Stunden, 220 Meter.

Schöne Route, freie Plattenkletterei. V/V +. Die zu verfolgende Linie, die im Zentrum der Wand emporführt, ist nicht immer ohne weiteres ersichtlich. In dieser Wand finden sich zahlreiche Varianten und Überschneidungen von Routen.

Gastlosenspitze Südostpfeiler. Klassisch, SS-, 4 Stunden, 220 Meter.

Schöne Kletterei. Im unteren Teil fester Fels, oben etwas grasbewachsene Stellen. Eine schöne Route, die der Pfeilerkante folgt. IV, V und einige Schritte Ai.

Grosser Grenadier Direkter Südostpfeiler. Wenig begangene Route ( ein paar Klemmkeile und Skyhooks mitnehmen ), AS, anhaltend anstrengend.

Prachtvolle, freie und technische Kletterei von sehr grosser Klasse. Ausstiegsmöglichkeit auf halber Höhe. Es handelt sich um die höchste Route auf dieser Seite: 300 Meter.

Kleiner Grenadier Direkter Südpfeiler. SS, 5 Stunden A1 /A2 und V/ V +.

Sehr schöne Kletterei in ausgezeichnetem Fels.

Pyramide Voie de la Cheminée des Maisons SS, 4-5 Stunden, 200 Meter.

Interessante, abwechslungsreiche Kletterei, mit einem ersten Teilstück in einem lange feucht bleibenden Kamin und einem plattigen Gipfelaufschwung. A1 und V/V +.

( Grosser ) Daumen Südwandverschneidung ( Carrard ), klassisch, SS-, 2 Stunden, 100 Meter.

Schöner Aufstieg, den man am besten bei einem breiten Riss unterhalb der Verschneidung beginnt. V und Ai.

NORDOSTSEITE Eggturm Westgrat. Die klassische Route des Massivs, S, 1-2 Stunden, 120 Meter.

Sehr schöne freie Kletterei, die an eisenfestem Felsen emporführt. Kann leicht durch die Querung der Marchzähne ergänzt werden. IV mit einer Passage von V.

Waldeckspitze Fünf Routen von hohem technischem Niveau ( AS ), hauptsächlich Freikletterei in ausgezeichnetem Fels, durchziehen die Nordwestwand. Höhenunterschied 80-120 Meter.

Pfadflue Nordostgipfel.

Zwei sehr schöne Routen von 300 Meter führen durch diese prächtige Wand empor. Die eine, ganz im Zentrum, ist von eindrücklicher Grosse, während die andere am rechten Rand einer Reihe von Verschneidungen folgt. Es handelt sich hier um durchgehend anstrengende AS-Routen. Die Kletterei ist hauptsächlich künstlich; nur wenige Begehungen.

Sparrengrat Vier neue Routen durchziehen diese Wand. Allerdings ist nur die ausgerüstet gebliebene Route aus dem Jahre 1975 bis zu einem gewissen Grade « klassisch » geworden.

Schöne « gemischte » Route, AS, 7-9 Stunden, 220 Meter, A2, V +.

Die Route beginnt am rechten Rand des umgekehrten Vs und erhebt sich bis unter das Dach, worauf sie sich nach rechts gegen eine Grotte wendet. Dann führt sie über den linken Pfeiler auf ein Band, das zum letzten Grataufschwung leitet.

Dünneflue Sonney-Route ( 1971 ), SS+, 5 Stunden, 180 Meter, ausgerüstet.

Eine « gemischte » Route, die in der Wandmitte auf schönem, kompaktem Felsen in die Höhe führt.

Gross Turm Mächtige Berggestalt aus solidem Fels, die von sieben parallel laufenden Routen durchzogen wird. Vier davon können als klassisch gelten. Die Schwierigkeiten bewegen sich zwischen SS + und AS. « Gemischte » Kletterei, 4-6 Stunden pro Route. ( Ein paar Klemmkeile zur besseren Absicherung mitnehmen. ) Lochgrat Voie de la Face. Klassisch, S-, 1-2 Stunden, 180 Meter.

Schöne Route in freier Kletterei.

Rüdigenspitze Drei Routen mit einem Höhenunterschied von 180 Metern werden als klassisch empfohlen:

La Directe. SS, 4 Stunden, V, A1/A2. Schöne Route mit mehr freien als technischen Passagen. Pilier Mini. SS +, 5 Stunden, A1/A2, V +. « Gemischte » Kletterei. Empfehlenswert ist der Ausstieg durch den Canard, der von einer prächtigen Malerei ( eben eine Ente ) am Anfang der Scharte gekennzeichnet ist.

Marti-Route. S, 3 Stunden. Sehr schöne Freikletterei.

Wandßue Die 150 Meter hohe Felsplatte der Südostwand wurde erst kürzlich erschlossen. Ein paar ausgerüstete und freie Routen verlaufen in einem phantastischen und äusserst kompakten Felsen. Ausgezeichnetes Training für Reibungskletterei in einer sehr angenehmen Umgebung. Die Routen bewegen sich in den Schwierigkeitsgraden zwischen S+ undSS +.

Zjuckerspitz Südostwand-Route. Interessante « gemischte » Kletterei. Klassisch, SS-, 2 Stunden, 120 Meter, Ai, IV+. Gute Trainingsgelegenheit.

Dent de Ruth Südpfeiler ( Trachsel-Route ). Schöne, « gemischte » Route in massivem Fels, klassisch, SS, 3 Stunden, 150 Meter, A1/A2, V.

Der über steile Grashänge führende Zustieg ist heikel.

Diehl-Sporn. Route S, sehr klassisch, 3-4 Stunden, 200 Meter.

Die erste Hälfte wird von Terrassen und grasbewachsenen Stellen unterbrochen; die Route ist jedoch schön und verläuft in gutem festem Fels. IV mit einer Passage im V. Grad, 2 Schritte Ai.

Les Pucelh's Bei der Traversierung der Pucelles von Süden nach Norden handelt es sich um eine klassische Route. Der Aufstieg zur « Jumelle » ( IV und V ) ist eine prächtige Kletterei auf kompaktem Fels, ähnlich dem Eggturm. Im Schwierigkeitsgrad S erfordert die vollständige Traversierung der Pucelles 4-5 Stunden.

Dent de Combette Dies ist der südlichst gelegene Gipfel der Kette.

Südsporn. Angenehme Trainingsroute für technisches Klettern. Klassisch, Grad S, 2 Stunden, 120 Meter Höhenunterschied, Ai, IV.

Feedback