Die Verzasca-Gruppe

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r rVon Max Koenig

Ein Beitrag zum « SAC-Clubführer für die Tessiner Alpen»Zollikon/Zürich ) /. Vorwort «... Ich bin auf manchem Gipfel gewesen, aber ich glaube nicht, dass mir die aussichtsreichsten Viertausender einen viel grösseren Rundblick boten als der Pizzo di Vogorno... », schrieb Dr. C. Täuber um die Jahrhundertwende, und «... Das Gebiet der Verzasca fand, mit verschwindender Ausnahme, noch keine Beachtung, und doch zeichnen sich die meisten Berge dieser Gruppe durch wundervolle und umfassende Fernsicht aus... », sagte L. Lisibach 1908. Aber trotzdem, auch 22 Jahre später, d.h. 1930, stellt G. Kutzner fest: «... zählt die Verzasca-Gruppe zu den am wenigsten beachteten Gebieten... ».

Was diese und andere « frühe Freunde » der Tessiner Alpen berichtet haben, das trifft auch heute noch zu; leider aber sind ihre Angaben über Weg und Unterkunftsverhältnisse nur noch im grossen und ganzen gültig. Die an sich schon mühsamen und ärmlichen Alpen der Verzasca-Gruppe, und zwar beidseitig des Kammes, werden immer weniger bestossen. Die Täler vereinsamen, Weg und Steg und Hütten zerfallen. Aus eigener Kraft kann die Bergbevölkerung diesen bedauerlichen Prozess nicht aufhalten, auch nicht die selbstlose und wertvolle Arbeit der Pro Verzasca oder etwa die Berghilfe oder private Helfer. Der Unterschied in der Lebenshaltung zwischen Tal und Stadt ist zu gross geworden. Unterstützt durch Strassen und Verkehrsmittel ziehen die staatlichen Betriebe und die Privatindustrie die Jugend wie starke Magnete hinaus in die Ebene. Dr. Max Gschwend formuliert in seiner verdienstlichen Dissertation über das Val Verzasca das, was ist und was not tut: «... Will man die wirtschaftlichen Verhältnisse im Tal heben, so müssen vor allem die unhaltbaren Zustände der Alpwirtschaft gebessert werden. Wege und Brunnen sind nötig, Ställe und saubere Sennhütten müssen gebaut werden... Die Verarbeitung der Milch soll, statt familienweise von ungelernten Kräften, genossenschaftlich von ausgebildetem Sennerei-personal besorgt werden... » Beiderseits der Verzasca-Gruppe ( V. G. ) bestehen heute gute Längsstrassen mit regelmässigem Postverkehr. Entsprechend sind wenigstens die Zugangs- und Unterkunftsmöglichkeiten zu und in den Dörfern am Eingang der Seitentäler besser geworden; im hintern Verzascatal, etwa bei Frasco und Sonogno, sogar recht gut.

Die Wichtigkeit der Unterkunftsmöglichkeit in den Alpen selbst ist evident, wenn man bedenkt, dass die Rivieratalsohle auf rund 300 m und diejenige des Verzascatales auf 400-800 m Höhe liegt und schon nur die Übergänge 8-10 Stunden beanspruchen. Es sind aber, wie bereits erwähnt, die Mehrzahl der obersten Alpen nicht mehr beladen oder gar schon zerfallen; unsere neue, an sich wunderbare eidgenössische Karte verzeichnet an Weg und Hütten in diesen'Regionen einiges nicht mehr Vorhandenes. Einzig für das Gebiet des P. del Uomo ist durch die Capanna d' Albagno des UTOE gut gesorgt.

Wie zu erwarten, sind die eigentlichen Gipfelrouten des Klubführers ( Cf. ), mit wenigen Ausnahmen, zuverlässig. Ergänzungsbedürftig dagegen sind die Angaben über bekannte und mögliche Übergänge. Wenn die meisten dieser Übergänge an sich nicht schwierig sind, stellen doch auch sie, und gar die Gipfel, ernstliche Anforderungen und verlangen Bergerfahrung, Vorsicht und gute Ausrüstung. Aber es lohnt sich, denn der Reiz der Begehung der V. G. ist durch ihre zunehmende Wildheit und Unberührtheit eher noch grösser geworden.

In allen meinen Jahren - auch im langen Militärdienst zweier Kriege - haben mir die Tessiner Berge und ihre Täler und ihre liebenswerten Alpigiani vom Gotthard zum Tamaro und von der Adula zum Basòdino viel gegeben. Und als sich die Hingezogenheit zum « Oltre Gottardo » mählich in beschränkende Vertiefung gewandelt hatte, erschien mir aus persönlichen Feststellungen eine Überprüfung des Cf. für die V. G. wünschenswert. Die systematische Begehung dieser Berge wurde mir eine liebe, die Mühe reich belohnende Aufgabe. Es ist eine Dankesschuld, die ich hier ein klein wenig abtrage. Geschlossenen Auges sehe ich vom Sassariente zur Cima Bianca Gipfel um Gipfel und jeden Grat und jeden Sattel. Und in der Erinnerung mitverbunden ist meine liebe Frau als gleich erlebender und empfindender Gefährte, oder meine Kinder, oder mein treuer Führer und Kamerad Heinrich Schmidt aus Bergün, oder wie oft nur der Schlafsack und ich selbst. So hat mein Bericht etwas von Seewalds Geschichte « vom Glück des Mannes, in der Landschaft seines Herzens » wandern zu dürfen.

Nun aber an die Arbeit und mit dem Cf. auf den Weg! Alle erwähnten Gipfel habe ich mindestens auf einer Variante begangen. Die Höhenquoten entsprechen der neuen Karte ( T. A. ). Durchwegs haben sich gegenüber den bisherigen Zahlen einige Meter Differenz ergeben. Im übrigen enthält der T. A. Umbenennungen und andere Schreibarten; er hat auch viel bisherige Namensbezeichnungen überhaupt nicht mehr aufgenommen; darauf ist zu achten. Meine Vorschläge für neue Bezeichnungen setze ich in Anführungszeichen.

//. Die Verzasca-Gruppe 440. Sassariente 1767,8 m. Seit etwa 20 Jahren ist dieser Vorposten der V. G. durch ein luftiges Eisenkreuz geziert. Das Weglein der Route a ) von Foppiana bis zur Einsattelung nordwestlich des Gipfels ist dicht überwachsen von Büschen und Laubholz, und nur mit grosser Mühe turnt man sich auf dem zerfallenden Mäuerchen vorwärts. Zu 441. Cma di Sassello 1890,5 m; 442. Cma di Moriscio 1956 m; 443. Cma dell' Uomo 2390 m ist nichts zu bemerken. Den 444. Sentiero dei Frati schätze ich aus Begehung und den Kartenangaben auf ca. 2300 m.

Leider führt die Karte den 445. Cma di Erbeia 2388 m nicht mehr namentlich auf. Dieser schöne Gipfel ist klettertechnisch der interessanteste des ganzen Querriegels vom Vogorno zum Madone und Uomo. Ebenso figurieren 446. Cma d' Albagno 2322,7 m und 448. Monte di Cassalmone 1686,3 m nicht mehr. Die Alpen Erbeia und Albagno sind grösstenteils zerfallen, der Quergang zur A. Morisciolo hinüber daher entsprechend weglos und rauh. 447. Btta d' Albagno 2057 m wie das ganze umliegende Gebiet und, last but not least, die Tessiner Jäger profitieren von der noch erweiterten Capanna d' Albagno.

449. Il Gaggio 2267 m; 450. nun Btta di Cazzane 2104 m; 451. Il Madone 2395,3 m; 452. nun Btta di Rognoi 2219 m; 453. Pizzo di Vogorno 2442,4 m; 454. nun ohne Namen 1986,7 m; 455. Poncione di Piota 2498,9 m und 456. Cma Visghedo 1923,7 m sind in Ordnung. Die A. Rognoi 1950 m ist seit langem in Trümmern und aufgegeben. Nicht erwähnt ist im Cf. der einfache und auch nützliche Übergang zwischen Madone, resp. Pkt. 2332 und Pne Piota. Als kürzester Übergang von Lavertezzo nach Moleno verdient dieser « Passo di Les » gepflegt zu werden. Die Karte enthält wenigstens, gewissermassen als Wegweiser, den Anfang des Wegleins von der neuen grossen Hütte auf A. Les, die nun auch mit einem guten Alpweg mit der A. Confiend verbunden ist.

Ein nächster, trotz Wegspuren weder im Cf. noch in der Karte verzeichneter, gefahrloser Übergang liegt zwischen Pne di Picol 2440 m und dem südlich davon gelegenen Pkt. 2394 m. Auch diese « Fuorcla Drosina » ca. 2100 m verbindet an sich Lodrino mit Lavertezzo kürzer als die 458. Forcarella di Lodrino 2218 m. Leider haben im Schreckenswinter 1951/52 Lawinen und Runsen das dürftige Aufstiegsweglein von Drosina sotto praktisch unbenutzbar gemacht, und ebenso existiert der Zugang von A. Laghetti und A. Vercasca her nur noch in wenigen Fetzen. Auf der V.Carecchio-Seite ist Fornà zerfallen, und der Abstieg ist noch von Garet aus nicht leicht zu finden; so ist zurzeit der Übergang doch nicht zu empfehlen. Das gleiche gilt für den « Passo dei Laghetti », ca. 2300 m, d.h., die unter 460. erwähnte Einsattelung zwischen Pne dei Laghetti und dem Pne di Picol. Längst ist die A. dei Laghetti nicht mehr bestossen und seit etwa drei Jahren auch die A. Vercasca nicht mehr. Schon sind die Fusswege zerfallen und überwuchert, doch bieten Stall und Hütte auf Vercasca noch Schlafsackquartier. Wie übrigens an so viel Orten, haben die grossen Schneemassen auch auf der V.Carrechio-Seite in den obersten steilen Hängen die Weglein abgedrückt.

Route b ) 457. Val di Lodrino ist nur noch bis A. Bercogn zu empfehlen; das Weglein in den weiteren Talhintergrund und die A. Mercori, A. Pasturascia, A. Pianca und A. del Vanno sind zerfallen und verwildert, so auch das Weglein von A. Neghescio nach A. Pasturascia. 458. Forcarella di Lodrino 2218 m und 459. Val Pincascia sind in Ordnung.

In der Dreiergruppe des 460. Pne di Picol 2440 m, 461. Pne dei Laghetti 2445,4 m ( der T. A. enthält ausgerechnet für diesen Triangulationspunkt einen Druckfehler, indem seine Höhe als 2245,4 m angegeben ist !) und 462. Pne del Van 2477 m ist eine Berichtigung anzubringen. Der Cf. 1906 bezeichnet den heutigen Pne dei Laghetti als Pne di Picol und als Pne dei Laghetti den späteren Pne del Van. Der Cf. 1930 hat dann versehentlich die Routenangaben, die für den Pne dei Laghetti richtig sind, auch für den neuen Pne di Picol, der weder « Triangulationspunkt », noch « leicht » ist, übernommen. Für 460. Pne del Picol 2440 m ist zweimal «... über den Grat zum Gipfel... » zu ersetzen durch «... von der Laghetti-Einsattelung traversiert man auf schmalen Bändern zuerst etwas absteigend und dann horizontal bis etwa in die Mitte der Westwand und steigt von dort über Absätze in der Fallinie zum grossen Blockfelsen des Gipfels, der auf seiner Nord- und Südseite Kletterarbeit verlangt ».

463. P. Eos 1728 m. Das Weglein von Curti und Spluga aus existiert nicht mehr, und auch der Zugang von Piano dei Nicci ist leider im Zerfallen. Erhalten und begangen ist noch die in den Fels gehauene interessante Stiege über Rodana und der Umweg über Pincascia und A. del Bosco.

Vom Pne del Van schwingt sich der Grat in einer wundervollen Seilkurve hinüber zur Cma di Precastello. Dieser Grat ist von der A. Cornavosa aus leicht zugänglich und bietet vollen Einblick in die wilde Val di Lodrino, die Riviera und die Kette des Torrente Alto. Zur A. del Vanno fällt dagegen der Grat in einer schroffen, hohen Felswand ab.

465. Cma di Precastello 2359 m, «... keine touristische Besteigung bekannt... », sagt der Cf. und gibt auch zugleich den Berg als nicht selbst begangen an. In der Tat sind die Routenangaben nicht zutreffend, besonders nicht b ). Für die Variante a ) muss das « leicht » weggelassen werden. Wohl ist der Nordgrat im wesentlichen einfach zu begehen, er ist aber in seinem Anfang von der Forcarella durch eine kurze, aber ausgesprochene Kletterstelle getrennt; ohne den Führer hätte ich sie nicht riskiert. An Stelle der Variante b ), die ich, was den Aufstieg von der A. del Vanno betrifft, bezweifle, möchte ich unseren Abstieg vorschlagen, der vom Gipfel über Platten und dann Gerolle steil, aber unschwer, gegen die obere A. Cornavosa geht.

466. Pne Rosso 2505,2 m. Die Routen b ) und d ) sind im Aufstieg von der Forcarella identisch, und die Zeitangaben sollten natürlich übereinstimmen. Eine Stunde ist auf alle Fälle reichlich. 467. Cma di Negroso 2182 m; 468. nun unbenannt 2302,8 m; 469. nun unbenannt 2487,5 m; 470. P. Ricuca 2272,6 m; 471. nun Cma di Bri 2520,5 m und 472. Materello 2173 m sind, abgesehen von Umbenennungen, in Ordnung. Diesbezüglich ist ja wohl anzustreben, dass Cf. und T. A. übereinstimmen.

Dagegen ist wieder einiges betreffend Übergängen zu sagen. Da ist einmal die schöne und jetzt sogar vermessene « Forcarella Ghererescio » 2233 m, die zwischen Pne Rosso und P. 2487,5 m einen guten Übergang von der Val d' Iragna in die Valle Pincascia vermittelt. Der etwa 2-3 m breite und 10-20 m hohe Felsensattel, der sich von den Weiden aufschwingt, kann von beiden Seiten ohne Schwierigkeit auf schmalen Stufen treppenartig lavierend erstiegen werden.

Noch einfacher ist dann der « Pso di Cuneggio » ca. 2400 m, d.h. der Übergang zwischen P. 2487,5 m und der Cma di Bri 2520,5 m, aus der Valle di Bri in die Valle Pincascia, also von Bodio nach Lavertezzo. Und dann der mit 2431 m vermessene, mühelose, flache Sattel unmittelbar nördlich der Cma di Bri aus der Valle di Bri nach A. Lignascio in die Valle d' Agro.

Zu 473. Btta di Rierna 2295 m; 474. Cma di Rierna 2460,8 m; 475. Cma di Gagnone 2518,2 m; 476. P. del Motto 2373,3 m; 477. P. di Rabbioso 2267 m; 478. unbenannt 2143 m; 479. P. d' Alnasca 2300,7 m und 480. Föpia 2106,1 m ist nur generell auf den prekären Zustand der Weglein hinzuweisen.

Den 481. P. Scaiee 2440,6 m betrachte ich als eine sehr dankbare Tour. Ich habe ihn einmal mit Hirten im Aufstieg und ein andermal mit dem Führer Schmidt im Abstieg durch die Nordwand begangen. Man folgt der Ostrippe des Berges, die von Mater aufsteigt, zunächst auf ihrer grasigen Südseite und wechselt bald in die Felsengesimse der Nordseite hinüber. Ca. nach einem Drittel der gesamten Höhendifferenz von Mater zum Gipfel führt ein natürliches Felsentor für kurze Zeit wieder auf die Südseite der Rippe, von wo man nach ca. 100 m Aufstieg erneut in die Felsen zurückgedrängt wird. Nun traversiert man gegen die Mitte der Wand und erreicht später durch ein breites Kamin, etwa 50 m unterhalb P. 2440,6 m, wieder die Südseite und den Gipfel selbst. Neben dem jähen Tief blick auf die Dörfer und den Talkessel von Frasco und Sonogno gibt der Scaiee auch prächtigen Einblick in die Täler Redorta und Vogornesso und deren Berge vom Barone zur Corona Redorta und Mte Zucchero. Vom P. Scaiee 2440,6 m ist es dann ein Höhenwandern zum Nebengipfel 2457 m, von dem, im Cf. nicht erwähnt, ein sehr bequemer Abstieg zum Lago d' Efra führt.

482. Passo Gagnone ca. 2230 m ist nicht zu verwechseln mit der nun im T. A. neu erwähnten Btta della Gana 2207 m, von der weglos, steil und rauh der Abstieg auf Bedra möglich ist. Da der Cf. den Pso Gagnone dem Pso Rampi vorzieht, möchte ich doch meiner Auffassung Ausdruck geben, dass heute, mit den, gar für den Aufstieg, fast unauffindbar und unpassierbar verwachsenen und verschwundenen Wegspuren in der A. Gagnone, der Rampi trotz seiner Exponiertheit vorzuziehen ist.

483. Cma d' Efra 2577 m ist in Ordnung. Für den 484. Pso del Rampi 2493, habe ich früher berichtet, dass der Gendarm in der Scharte auch auf seiner Südseite umklettert werden kann. Zu 485. Pne di Pian Forno 2302,6 m; 486. Basal 2587,9 m ist nichts zu bemerken. Der 487. Pne d' Efra ist auf Cma di Nadro 2622 m umgetauft worden.

Von diesem Gipfel bin ich mit Hch. Schmidt sehr steil und zum Teil exponiert direkt zur A. Costa 2050 m abgestiegen. Dort ist vor einigen Jahren eine neue Cascina entstanden, nun aber auch nicht mehr benützt. Alle andern Ställe sind zerfallen. Zwischen Basal und Pne d' Efra scheint der Kamm ohne besondere Schwierigkeit von der Val Nadro in die Valle d' Efra überschreitbar.

488. Wird durch den T. A. sowohl im Namen wie in der Höhenangabe ausgelöscht. Kaum 100 m südlich des P. Cramosino dient ein Riss, die Btta di Nadro, wenn auch ziemlich schwierig, als Übergang von der Val Nadro in die Valle d' Efra. Das Weglein von der A. Gher über die zerfallenen Hütten von 1860 m und 1872 m ist überwachsen und mühsam.

489. P. Cramosino 2718 m ist der einzige Gipfel der V. G., dessen Höhenquote sich genau gleich geblieben ist. Schon der nahe 490. Madone Grosso 2742 m ist dagegen um volle 16 m « erhöht » worden. Auch 491. nun P. 2546 m sowie 492. P. di Mezzodì 2707,9 m und 493. Pne Piategn sind in Ordnung.

Zwischen dem P. di Mezzodi und dem südlich davon gelegenen P. 2592 m besteht ein wenig ausgeprägter, rauher Übergang, welcher sich etwas überheblich als Pso di Treccio bezeichnet. Im stillen, verödenden Val Cramosino ist als Ausgangspunkt für diesen Übergang die intakte Jägerhütte 1683 m wertvoll. Im Val Treccio existiert die Hütte auf 2080 m nicht mehr und ebensowenig im Gerolle und Gestrüppe irgendein Weglein bis zur untern A. di Treccio.

Für die 494. Btta della Gasca resp. den Pso della Cógnora 2360 m ist der Aufstieg von Osadigo wie beschrieben in Ordnung, dagegen nicht der Abstieg ins Val Vogornesso. Von der nicht mehr bestossenen A. Cógnora geht der Abstieg, der durch einen grossen Erdrutsch dem Zerfall anheimgegeben ist, direkt nach Cabione hinunter. Die Querverbindungen von Cógnora nach der A. Treccio einerseits und der A. Bedeglia andererseits sind praktisch ungangbar geworden.

Von der wuchtigen 495. Cma Bianca 2612 m fällt es steil ab zur 2108 m hohen, schönen Aussichtsterrasse des 496. Pso di Piatto, der nördlichen Begrenzung der V. G. Die roten Markierungen des jungen Efrem Ferrini aus dem Jahre 1935 sind im Verblassen; bei schlechtem und unsichtigem Wetter ist der Übergang an mehr als einer Stelle gefährlich.

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