Die Westflanke der Petites Jorasses

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Photo R.M.onnerat, Moutier

Westwand der Petites Jorasses, vom Walker-Pfeiler aus ( die Aufnahme wurde bei der Besteigung des Walker-Pfeilers gemacht, drei Tage später ) Photo R.M.onnerat, Moutier 2Eine schwierige Länge in den ersten Platten. Westwand der Petites Jorasses Photo R.M.onnerat, Moutier Les handicaps physiques - le relief et le climat - qui défavorisaient jusqu' ici l' économie montagnarde se mutent aujourd'hui en atouts qu' il faut savoir mobiliser d' une façon conforme aux intérêts des populations autochtones et de la nation.

Grâce à l' introduction de techniques nouvelles, d' équipements simplifiés et d' un mode d' ex reposant sur la coopération, les terres forestières, agricoles et pastorales de la montagne sont capables de mettre à la disposition du pays des produits de haute valeur et économiques.

Afin de compléter les revenus du sol et de mettre en œuvre les forces vives insuffisamment mobilisées, les responsables de l' économie montagnarde doivent diversifier les emplois, en particulier en favorisant le développement ordonné de zones de détente et de centres touristiques implantés d' une façon heureuse dans les sites.

Pour mettre de l' ordre dans l' occupation et l' utilisation de la montagne, pour organiser la mobilisation de ses potentialités, pour maîtriser et contrôler le processus de croissance d' une façon conforme aux intérêts généraux du pays, il est urgent d' élaborer un plan national d' amé et d' équipement intégral des territoires affectés.

Il faut conférer à la Confédération les moyens légaux, techniques et financiers d' élaborer et d' appliquer un tel plan. En particulier la loi qui sera élaborée sur la base de l' article 22 quater de la Constitution devra lui attribuer les pouvoirs d' intervenir en prenant les devants dans l' amé et l' équipement de la montagne. Puis il importe de créer l' instrument d' application de ces dispositions.

Tout le pays est solidaire du sort de la montagne et nous sommes tous coresponsables de la santé de son économie, de la sauvegarde de sa couverture végétale protectrice. Dans son propre intérêt, la nation doit savoir consentir la péréquation qui s' impose, une aide efficace, salvatrice et rénovatrice!

Die Westflanke der Petites Jorasses

Raymond Monnerat ( GHM « Les Aiglons » ), Moutier Es ist 17 Uhr, als wir in Chamonix ankommen Nach den letzten Vorbereitungen gehen wir mit geschultertem Rucksack zur Station des Bähnleins, das uns zum Montenvers führen wird. Kaum haben wir Platz genommen, fährt die Lokomotive leise an wie eine kleine rote Raupe, und wir verlassen den dichten Sommer- und Touristenverkehr von Chamonix.

Bald münden wir in den Eismeer-Hang ein. Durch die Fenster begegnen wir einer wunderbaren, Touristen und Bergsteigern wohlbekannten, durch imposante Massive geprägten Welt. Rechts über uns erheben sich wie riesige Granitsäulen die Aiguilles de Chamonix. Die Hauptattraktion ist natürlich das Massiv der Aiguille Verte, wo der Drus-Pfeiler gleich einer schlanken Statue aus der Moräne emporsteigt wie ein von der Natur behauenes Meisterwerk. Wir entdecken auch die Grands-Charmoz-Pyra-mide, die sich kohlschwarz von einem mit Kumulus-Wölkchen gesprenkelten Himmel abhebt.

Ein langer Pfiff, und wir sind da. Nun müssen wir das gewundene Weglein einschlagen, das uns zum Eismeer führt. Unter leichten, von einem Ende des Himmels zum andern gejagten Wolken steigen wir diesen ungeheuren Abhang von schmelzendem Eis hinan. Dank einigen Umwegen können wir breite Gletscherspalten vermeiden, und bald lassen wir das Geröll, das den Rand des Eismeeres und des Leschaux-Gletschers markiert, hinter uns. Die noch von der Sonne beschienenen Grandes Jorasses ragen über den Périades-Kamm empor. Je höher wir den Gletscher hinaufsteigen, desto unmöglicher erscheint es uns, das furchtbare Bollwerk des Walker-Pfeilers jemals angehen, bezwingen zu können. Diese 1200 Meter der schroffen, stellen- Letzte Seillänge in der grossen Verschneidung, unmittelbar vor der Überschreitung. Westwand der Petites Jorasses Photo R.M.onnerat, Moutier Eine Sechserstelle. Westwand der Petites Jorasses Photo R.M.onnerat, Moutier weise durch breite Eisstreifen durchbrochenen Felswand sind noch in das Licht der untergehenden Sonne getaucht. Wir halten an: eine kurze Rast wird uns erlauben, diesen bezaubernden, traumhaften Hintergrund zu geniessen, während wir Hans zuhören, der uns ganz genau die Aufstiegsroute zum Pfeiler beschreibt. Für unseren Kameraden ist das schon eine teure Erinnerung, denn 1962 vollbrachte er in der Seilschaft von Hugo Weber diese Leistung unter ausgezeichneten Bedingungen.

Aber lassen wir im Augenblick die Erinnerungen, und wenden wir uns dem Ziel des morgigen Tages zu. Weiter zu unserer Rechten erscheint in voller Breite die Westfassade der Petites Jorasses. Die Route ist gut erkennbar: wir unterscheiden die ungeheure Einstiegsverschneidung, dann da und dort einige Terrassen und Platten, sogar viele Platten, schliesslich im oberen Teil der Route Bänder, die gegen einen Ausgang auf dem Kamm ganz nahe beim Gipfel führen. Diese 850 Meter hohe Wand ist am 20./21. August 1955 von Marcel Bron, Pierre Labrunie und André Contamine bezwungen worden.

Nun verlassen wir unseren Ruheplatz und folgen in rascherem Tempo, den Gletscher hinter uns lassend, einem schmalen, gut markierten Weg, der uns zur Leschaux-Hütte führt. Es ist immerhin schon 20 Uhr, wir sollten keine Zeit mehr verlieren. Ein Blick ins Innere verrät uns drei Insassen. Sie schlafen mit geballten Fäusten. Auf der Terrasse machen wir es uns bequem und verköstigen uns, um wieder zu Kräften zu kommen. Die untergehende Sonne ist verschwunden, der Tag endet mit einem letzten märchenhaften Ausblick auf das ungeheure Firnbecken, das uns umgibt.

Die Hüttentüre öffnet sich, und eine schon oder noch recht verschlafene Person erscheint. Nachdem wir einige Worte gewechselt haben, erfahren wir, dass René Desmaison mit einer Kundin in der Hütte ist. Sie haben sich die Besteigung des Walker-Pfeilers zum Ziel gesetzt und unseren Ge- sprächspartner als Träger engagiert. Er bestätigt uns, dass schon verschiedene Seilschaften diese Wand erstiegen haben. Meine Kameraden und ich beraten miteinander und entschliessen uns, bei günstigem Wetter in drei Tagen wiederzukommen Im Schein der Lampen treffen wir noch die letzten Vorbereitungen, werfen einen Blick auf unseren Höhenmesser, und endlich gehen wir schlafen. Es wird eine kurze Nacht geben.

i Uhr: Tagwache! Alles belebt sich langsam wieder. Noch etwas verschlafen machen wir uns mechanisch bereit. Die Seilschaft von René Desmaison hat die Hütte schon verlassen. Es ist zwei Uhr, als wir aus der Türe treten. Beim flackernden Schein der Stirnlampen erreichen wir den Leschaux-Gletscher. Der Himmel ist wunderbar mit Sternen übersät. Das schöne Wetter ist uns sicher und macht uns höchst zuversichtlich.

Nach einer Stunde Marsch steigen wir in einen zerklüfteten, chaotischen Hang ein, der zum Fusse der Südflanke führt. Es tagt, als wir dort ankommen; gerade liebäugeln die ersten Sonnenstrahlen mit den höchsten Berggipfeln, und eine scharfe Kälte durchdringt uns.

Michel Zuckschwerdt und Michel Vallat wollen zusammen eine Seilschaft bilden, Hans Braun und ich den Schluss machen. Schnell angeseilt, nimmt Michel die ersten Hindernisse in Angriff. Die Route liegt direkt über uns in einer grossen, vielleicht 200 Meter hohen Verschneidung, unter einem riesigen Überhang. Wir sind rasch darin. Das ist ziemlich brutal für einen Kletterbeginn, und es folgt nun eine Schwierigkeit nach der andern. Ein erster Wulst erfordert viel Technik. Wir halten uns dicht hintereinander; steil fällt die Wand unter unseren Füssen ab. Hans kommt zu einem Stand. Ich steige weiter, indem ich den inneren Teil eines Kamins benütze - es ist eine Fünferlänge -, und erreiche ein Band, wo Michel sich schon installiert hat. Nun handelt es sich darum, die Spalte zu benützen, die den Grund einer Verschnei- Westflanke der Petites Jorasses 3649 ìrosse Verschneidung Biwak Schneefeld^g-sSJ 1. Best.

I, / Leschaux-Gletscher 12800dung anzeigt; diese Länge ist einigermassen leicht. Über uns scheint die Seilschaft unserer Kameraden verloren, zerquetscht von riesigen, halbkreisförmigen Dächern, deren äusserste Ränder sie um zwanzig Meter überragen. Ängstlich beobachte ich, wie Michel weitersteigt. Wo wird er durchgehen? Hans kommt zum Stand und versichert mir rasch, dass die Besteigung nicht senkrecht erfolge, sondern auf einer kaum sichtbaren Leiste rechts hinüber. Es ist an ihm, die Führung unserer Seilschaft zu übernehmen. Er klettert mit grosser Ruhe und Leichtigkeit. Der nächste Stand, ungefähr 40 Meter weiter oben, ist schnell erreicht. Die Sicherung, die uns manchmal mehr moralischen als wirklichen Halt gibt, ist nicht immer sehr gut. Wir steigen nacheinander in zwei kurze Verschneidungen ein, dann folgt eine Platte. Grad VI tritt in Erscheinung, doch bald ist der Abschnitt der grossen Dächer überwunden. Nach und nach gewinnen wir an Höhe. Bequem auf einer Terrasse sitzend, besprechen wir die Fortsetzung der Route. Ohne Zweifel führt sie durch dieses weite Couloir. Michel geht voran; man muss vorsichtig sein, denn alles ist mit Schnee verstopft, und die Griffe sind nass. Bald ist der Fels hart, bald ist er brüchig; da macht er das Klettern leicht, dort verlangt er ziemlich viel Technik. Trotzdem sind wir in guter Stimmung, denn ein grosser Teil der Schwierigkeiten liegt hinter uns. Von unserem Aussichtspunkt werden die Mitglieder der Seilschaft Desmaison wie grosse Spinnen sichtbar und verlieren sich dem Walker-Pfeiler entlang. Unser Blick schweift über das herrliche Panorama, das uns umgibt: der majestätische Mont Blanc beeindruckt uns durch seine Grösse, der Linceul, ganz in der Nähe, durch seine unglaubliche Steilheit.

Doch verlieren wir uns nicht in Betrachtungen, setzen wir lieber unseren Aufstieg zum Gipfel fort. Wir stecken jetzt in einer Serie von Platten drin; die Griffe werden immer seltener, der harte Fels bietet nur wenige Möglichkeiten, Haken einzuschlagen. Die vierzig Meter, die wir bewältigt haben, sind gut und gern Grad VI. Nun setzt sich unsere Seilschaft an die Spitze der Karawane, was mittels akrobatischer Verrenkungen auf dem engen Band, das uns als Stand dient, bewerkstelligt wird. Hans ist mit leichtem Überhängen schon an den Griffen. Wir hören immer schärfere Töne. Er hat soeben einen Haken eingeschlagen, hängt sich oberhalb von uns in seine Steigbügel und verschwindet, während er über einen kleinen Vorsprung klettert. Gemäss der Route sollten wir uns ernstlich dem dreieckigen Schneefeld nähern. Bei diesem Gleichgewichtssport vergeht die Zeit schnell, aber man muss ihn mit Vorsicht ausüben, auf Kosten sehr grosser Nervenanspannung.

Die Sonne senkt sich gegen Westen: heute werden wir nicht mehr zum Gipfel vorstossen. Aber das macht nichts, das ist normal, und vor allem bleibt das Wetter schön. Wir möchten diese eher unsympathische Nordwand verlassen und auf die viel ansprechendere Westseite gelangen. Ich gestatte mir eine merkliche Abweichung nach links und gerate in ein System von Rampen, das zu dem dreieckigen Firn hinaufführt. Hie und da blicke ich zum Fusse der Wand hinunter und auf das wilde Gewirr des Leschaux-Gletschers hinüber. Den Firn bewältige ich durch vorsichtiges Steigen in vollständig aufgeweichtem, nassem Schnee. Pudelnass komme ich heraus, zum Glück an einen gefahr-loseren Ort. Meine Kameraden vermeiden diese unangenehme Passage, indem sie in der Senkrechten vom Standplatz aus zwischen den Felsen am Rande des Schneefeldes hin- und herpendeln.

Wir sind jetzt über der Frébouze-Spitze und dem Col des Hirondelles. Es ist Zeit, einen Platz für unser Biwak zu finden. Die Sonne ist am Untergehen; ringsum auf den hohen Gipfeln wird das Alpenglühen schwächer, die Farben blasser und kälter. Das Kamin, wo die ersten Besteiger biwakiert haben, liegt hinter uns. Ein leichteres Couloir, noch eine Platte, und wir erreichen eine ziemlich unbequeme Stelle, wo wir die Nacht verbringen können. Nach kurzer Rast verfertigt sich jeder von uns automatisch sein illusorisches Schlafzimmer. Wir haben uns alle an die Felsen gebunden, um nicht dort unten auf dem Gletscher zerschmettert zu « erwachen », sitzen zu zweit, den Rücken zum Berg, die Füsse in unseren Rucksäcken, und sind bereit für die lange Nacht. Sie kündet sich schön und klar an, die Sterne funkeln über dem Mont Blanc, und die schwarzen Silhouetten der Aiguilles heben sich vom Firmament ab. Als wir die Kälte spüren, breiten wir zum Schutz die Biwakplane über uns. Es dauerte lange, bis die Nacht kam; aber noch viel länger geht es, bis sie vorbei ist. Ganze fünf Stunden, ohne sich bewegen zu können; das nimmt kein Ende.

Es dämmert. Beim ersten Blick unter dem Biwaktuch hervor, erleben wir eine angenehme Überraschung: der Himmel ist ganz wolkenlos. Schon tanzt die Sonne um die höchsten Gipfel, ein prachtvoller Tag erwartet uns. Zu unserer ersten Mahlzeit genehmigen wir jeder einen Schluck heissen Tee und, je nach Geschmack, Speck, Brot, Käse, Biskuits, Dörrfrüchte: ein recht üppiges Frühstück. Nachdem wir uns etwas zurechtgemacht haben, setzen wir den Aufstieg fort. Durch ein System offener Verschneidungen und vier Seillängen hoher Platten überwinden wir die letzten Schwierigkeiten.

Jetzt, da sich die Wand unter unseren Füssen befindet, sind wir glücklich, dass wir sie bezwingen konnten. Die Kolonne ist guter Laune, die gestrigen Sorgen sind vergessen. Im Gegenlicht hebt sich der von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtete Gipfelkamm vom klaren Himmel ab. Nur noch eine halbe Stunde angenehmen Kletterns, und wir werden auf dem Gipfel sein. Die Freude trägt uns wie mit Flügeln.

Es ist neun Uhr, unser Ziel ist erreicht, alle strahlen, die Spuren von Müdigkeit und Nervosität sind verschwunden. Ohne ein Wort zu sagen, drücken wir uns die Hand. Im Lächeln unserer Augen spiegelt sich die Freude über das gute Gelingen.

Je connais

Je connais ta roche âpre et rêche Quand le soleil la chauffe Sur le chaos de tes flancs, Le bois de tes chalets aussi Qui me brûle les mains Et qui me parle par tous ses pores De la couleur de tes ans.

Je connais ta lumière Changeante du matin au soir Et qui mêle le soleil Et la neige, Pour faire jaillir En torrents, sur tes pentes glissantes, Les vertiges glauques et blancs D' une sève vibrante Qui sera le sang De tes alpages, Prolifiques réservoirs De ton corps, et de ta force Qui brasse dans la coulée Du vent, l' odeur de l' herbe, De la neige, de la roche et de l' eau, Les cinq sens Qui t' animent et qui, Dans leur immense appel, M' attirent et me fascinent D' un lien plus puissant Que les liens charnels.

Je connais tes agonies Rouge et or d' automne, Tes désespoirs d' hiver Où tes sens dorment, Tes replis bleus D' ombre et tes fumées grises Odorantes de bois sec Qui se consume Et puis, tes eaux fluides Qui découvrent peu à peu Tes fleurs violettes, jaunes et blanches, Crocus, anémones et pervenches Qui préparent en lumière Ton éternel dimanche.

Montagne, je te connais:

Alpes, arolles, eaux, neige et pierres, Ou je le crois peut-être...

Car, chaque fois que je te retrouve, Tu m' apparais tel un nouvel être.

Il suffit d' un nuage Pour changer ta voix, Pour gonfler aussi ma foi En toi, Multiple et diverse, Comme tes pentes infinies Qui crient, chantent Et bouleversent, Par leur inquiétante litanie, L' étrange chemin de la vie.

Jean Piérard

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