Echo des Alpes

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Die monatlich einmal erscheinende Publikation der sieben französischsprechenden Sektionen unseres Club, welche für diese das Jahrbuch ersetzt, enthält größere Artikel unter dem Titel: Récits et Variétés, unsern „ Freien Fahrten " und „ Abhandlungen " entsprechend, und kleinere Mitteilungen unter den Titeln: Nouvelles des Sections, Chronique alpine, Revue bibliographique, Sommaire des périodiques, Avis, Correspondances, Echos, Nécrologie. Unter den letztern sind Notizen über das Leben und den Tod zweier junger Kollegen, Emile Largier und Paul Bordier, zu verstehen, welche am 25. April 1907 bei einer „ Varappe " am Salève abstürzten. Auf die andern Rubriken, die der Natur der Sache nach nur temporäres Interesse haben, begnüge ich mich, hinzuweisen. Von den Récits und Variétés verdienen einige größere Aufmerksamkeit. L' Alpation en Valais, par Ch. L. Wissmer, schildert in der Form von Reiseerinnerungen, geschmückt mit reizenden Vignetten, die volkswirtschaftlich und ästhetisch gleich anziehenden Sitten des Senntums im französischen Unterwallis. „ Dans le Valtournanche " betitelt sich die anziehende Plauderei über Ferienaufenthalte und Reisebesuche dieses so klassischen Alpentals, von Henri Correvon. In zwei Artikeln beschreibt R. de Girard seine aufregenden und nur mit künstlichen Mitteln erzwungenen Besteigungen zweier Felszähne in der Kette der Gastlosen, des Capucin und des Grenadier. J. Gallet beschreibt seine Eindrücke bei seinen Besteigungen der Cime de l' Est über die wenig bekannten Nord- und Nordwestgräte, die ihn über von Touristen noch nicht entweihtes Terrain führten. Einen Aufenthalt in Zermatt im Jahre 1906 mit Besteigung des Rimpfischhorn von Z'fluh aus, Traversierung des Matterhorns von Norden nach Süden, und Rückkehr über das Furggjoch, Besteigung des Lyskamms von der Cabane Bétemps aus, beschreibt J. Blaser; Unter der Marke: Dans le brouillard birgt sich die Irrfahrt zweier Genfer Clubisten, welche sie von dem Chalet du Lutaret im Val d' Hérémence über den Col de Darbonneyre an den Aiguilles Rouges vorbei nach Arolla, zur Cabane de Bertol, von hier auf die Aiguille de la Za, auf die Dent Blanche, über den Col de la Dent Blanche zur Cabane de Mountet und nach Zinal, von der Weißhornhütte auf das Weißhorn, über den Col am Fuß des Mettelhorns zum Biwak am Triftgletscher und von hier über das Zinal-Rothorn nach Mountet führte, oft im Nebel und bei Unwetter, aber immer bei gutem Humor und ohne Unfall. Albert Brun erzählt eine Course au Vésuve. A. Bernoud berichtet mit gewohntem Witz über die Course des sections Romandes, welche dieses Jahr sich in Montreux und Umgebung bei der neuen Sektion abspielte, und über das Zentralfest in Bern; H. Balavoine bringt uns einen „ Jeudi au Col d' Anterne ", à la Tœpfer, J. Ofterdingen zwei Besteigungen im Haut-Dauphiné: Barre des Ecrins und Meidje. Mit H. Ferrand wandern wir in den Bergen des Sept-Laux ( Massif de Belladonne ), mit S. Miney endlich besteigen wir die Dent du Requin. Von den Variétés möchte ich zwei als besonders interessant hervorheben: die Plauderei von Eug. A. Des Gouttes: En face du Mont Blanc, in welcher aber nicht nur vom Mont Blanc die Rede ist, sondern von dem Anblick der großen Hochgebirgsnatur von einer größern Stadt aus ( Lausanne, Bern, Zürich, Genf werden genannt ) und von den Empfindungen, welche dieser Gegensatz in uns weckt. Und in M. Guinands Meunier du Sauterot ( Val d' Hérens ) lernen wir einen ( diesmal naiven ) Sagensammler und Märchenerzähler aus dem Wallis kennen, der Dr. Jegerlehners Spürnase entgangen zu sein scheint. Die Illustrationen des „ Echo des Alpes " sind bemerkenswert, die Anordnung ist eine gefällige, oft mit echt französischem Chic gemacht, und einzelne Vollbilder in Phototypie sind geradezu hervorragend. Hier hat die Gesellschaft Sadag, Sécheron-Genève, ihren guten Ruf bewährt. Selbst Vierfarbendruck hat sie gewagt. Eine dem Prachtwerk „ La Meije et les Ecrins " entnommene farbige Gravüre, „ Les arêtes de la Meije ", ist gegenüber pag. 363 eingeheftet. In summa kann ich den Jahrgang 1907 des „ Echo des Alpes " nur loben, finde aber, eine Publikation dieses Ranges sollte aus eigenen Mitteln und ohne Subsidien von Seiten unserer Zentralkasse bestehen können, wenn es richtig angegriffen wird.

Redaktion.

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