Erfolg am Dhaulagiri (8167 m)

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Hans von Känel, Bern; Fritz Luchsinger, Hünibach; Dr. Simon Burkhardt, Bern Im Frühjahr ig8o gelingt es einer vorwiegend aus Schweizern zusammengesetzten Himalaya-Expedition, den 8167 m hohen Dhaulagiri zu besteigen. Diese Leistung erhält noch dadurch ein besonderes Gewicht, weil 14 von den insgesamt ij Teilnehmern den Gipfel erreichen!

Von Kathmandu ins Basislager Fritz Luchsinger ( stv. Expeditionsleiter ) NEUE WEGE Seit Expeditionen durchgeführt werden, ist der Zusammensetzung der Mannschaft grosses Gewicht beigemessen worden. So hat man mit Erfolg versucht, Bergsteiger zusammenzuführen, die sich mindestens teilweise kennen, sei es durch gemeinsame Touren oder Expeditionen, oder aus dem Zivilleben, Studium, Militärdienst. Ausser den charakterlichen Eigenschaften sind dies die besten Voraussetzungen, um aus ausgeprägten Individualisten eine Einheit zu bilden. Jeder sollte aber auch in der Lage sein, einen Platz in der Mannschaft einzunehmen, sei es in der Spur-mannschaft, in der Begleitung und Führung der Hochträger oder im Anbringen technischer Installationen. Das Stärkeverhältnis zwischen den einzelnen Seilschaften sollte stets ausgewogen sein.

Am obigen Grundsatz wurde jahrzehntelang treu festgehalten. Dies in der Überzeugung, dass ein Expeditionserfolg wesentlich davon abhängt.

1980 hatten erstmals Bergsteiger Gelegenheit, sich für die Schweizerische Dhaulagiri-Expedi-tion anzumelden, die durch Eiselin Sport AG Luzern ausgeschrieben und organisiert wurde. Hat dadurch eine neue Ära im Alpinismus mit Expeditionscharakter begonnen, oder ist es eine natürliche Folge des heutigen Massentourismus?

1 VERGLEICHE 1956 hatte ich Gelegenheit, erstmals an einer Expedition teilzunehmen; es war die Schweizerische Mount-Everest-Lhotse-Expedition, die von der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschungen organisiert wurde. Was hat sich wohl in den 24 Jahren alles geändert?

Um das kleine Flughafengebäude in Kathmandu scharen sich wie immer noch viele Einheimische. Sie hoffen, sich durch den Gepäcktransport der Fluggäste in die Stadt etwas Geld verdienen zu können. Eine Vergrösserung des Gebäudes scheint geplant zu sein. Die Zollkontrolle wird ebenfalls noch mit gleicher Strenge durchgeführt. Unsere drei Kameraden, die seit knapp einer Woche in Kathmandu weilen und versuchen, das per Luftfracht eingeflogene Gepäck in Empfang zu nehmen, sind trotzdem zuversichtlich; in zwei Tagen sollten wir den Marsch antreten können. In der Stadt sind viele neue Hotels entstanden; in über 40 Ein- bis Fünfsternhotels findet der Tourist heute Unterkunft. Die Strassen wimmeln von Leuten, Autos versuchen sich einen Weg durch die Menge zu bahnen. Kathmandu wäre undenkbar ohne Velos und ohne Kulis. Noch heute werden die verschiedensten Materialien und Güter durch Kulis an ihre Bestimmungsorte getragen. Zufrieden gehen sie ihrer schweren Arbeit nach. Mit verstaubten und verschwitzten Gesichtern kehren sie abends nach Hause zurück. Arbeitsplätze jeder Art sind begehrt, denn gross ist hier die Ziffer der Arbeitslosen. Das Strassenbild Kathmandus wäre aber unvollständig ohne die schlanken Gestalten der Nepalesinnen in ihren bunten Saris und mit den blumengeschmückten, schwarzen Haaren. Händler und Gewerbetreibende beleben das Bild in der Altstadt, das durch die geschwungenen Dächer der Pagoden und die Standbilder von Göttern und Dämonen ein faszinierendes Aussehen bekommt.

Kathmandu wird die Stadt der goldenen Dächer genannt. Noch stehen die Tempel und geben ihr ein besonderes Gepräge. Wie lange noch? Er- schreckend ist die Feststellung, dass ein grosser Teil dieser faszinierenden Bauten renovationsbedürftig geworden sind. Noch einige Jahre, und vieles wird dem Zerfall nahe sein, schade!

ANMARSCH Zwei Wege führen zum Basislager auf dem Mayanghdi-Gletscher am westlichen Fuss des Dhaulagiri. Die ersten Expeditionen wählten den Anmarsch durch das rund 150 Kilometer lange Mayanghdi-Tal. In den letzten Jahren ist nun der « Jomoson Trek » durch das Kali-Gandaki-Tal bevorzugt worden. Diese Route ist rund 30 Kilometer kürzer. Das Kali-Gandaki-Tal ist das tiefste Durchbruchtal der Erde zwischen den beiden Achttausendern Annapurna und Dhaulagiri. Vom Ausgangspunkt Tukche führt hier der 5 i 80 Meter hohe Dambusch-Pass ins « Hidden Valley », worauf erst noch der 5200 Meter hohe « Franzosenpass » zu überschreiten ist. Nach Abwägen all der Vor- und Nachteile entschliessen wir uns, den Weg durch das Mayanghdi-Tal zu nehmen. Beim Dambusch- und Franzosenpass müssten wir ein zu grosses Risiko eingehen; liegen diese beiden Pässe im April doch meist noch unter meterhohen Schneemassen. Zudem sind unsere Träger nicht ausgerüstet, um tagelang im Schnee zu marschieren. Die Richtigkeit unseres Entschlusses wird sich zwei Monate später auf dem Rückmarsch am Dambusch-Pass bestätigen, wo anhaltende heftige Schneefälle uns überraschen.

Am 21. März ist es endlich soweit. Nachdem schon am Vortag ein Lastwagen mit Material und Verpflegung abgefahren ist, können wir in einem den Verhältnissen entsprechend guten Bus Kathmandu in südöstlicher Richtung verlassen. Durch waldreiches, hügeliges Gebiet führt die zum Teil sehr staubige Strasse an verschiedenen Nebenflüssen des Kali Gandaki entlang. Die engen Täler sind nur dünn besiedelt.

Je näher Pokhara heranrückt, um so fruchtbarer wird die Ebene von Kaski mit ihren gelben Rapsfeldern. Nach achtstündiger Fahrt ( für 206 km ) erreichen wir am späteren Nachmittag Pokhara ( 850 m ü.M. ). Diese Stadt ist mit ihren nahezu i oo 000 Einwohnern neben Kathmandu das bedeutendste Zentrum im nepalesischen Mittelland. Kilometerlang reiht sich im Stadtkern ein Basar an den andern. Pokhara ist ein Handelsort besonderer Prägung. Von hier werden lebensnotwendige Güter und Lebensmittel tagelang in die entlegendsten Talschaften getragen, sei es durch Kulis oder auf kleinen Pferden. Den Rückweg treten sie dann beladen mit Getreide, Eiern und Wolle an. Wir verlassen nun die Stadt. Rasch werden die Lasten sortiert, und 30 Minuten später marschieren die ersten Träger leichtfüssig weg. Hier zeigt sich die grosse Erleichterung, wenn eine Trekking-Agentur für die Organisation verantwortlich gemacht werden kann. Auch wir brechen auf. Bald kommen wir an üppigen Gärten, Palmen und Bananenbäumen vorbei. Die Hänge sind mit Reis bepflanzt. Vor den einfachen, aber schönen Bauernhäusern sitzen Frauen auf dem mit Steinplatten ausgelegten Vorplatz und dreschen das Korn. Zu unserer Rechten erscheint jetzt eine faszinierende Kulisse. Nun stehen sie da, die schon lange erwarteten Berge: der majestätische Machapuchare und die Annapurna; elegant geschwungene Grate, schroffe Wände, rein und fast unwirklich ragen sie in den stahlblauen Himmel. Die Vegetation ist überall sehr üppig. In den Gärten der kleinen Ortschaften gedeihen Orangen, Zitronen und Gemüse. Dagegen hebt sich die uns immer wieder erstau-nende Anspruchslosigkeit ab, mit welcher sich unsere Kulis durchs Leben schlagen. Ein Baumwolltuch, tagsüber um den Kopf oder die Hüften geschlungen, dient ihnen als einziger Schutz vor Kälte. Sie tragen kunstvoll geflickte, leichte Kleider. Nachts schlafen sie, eng zusammengedrängt und einzig von einer handgewobenen Decke geschützt, im Freien. Nur ein Fels oder eine kleine Höhle gibt ihnen bisweilen etwas Geborgenheit.

Die meisten Träger gehen heute noch barfuss. Dick ist deshalb die Hornhaut an den Fusssohlen.

Die sich darin bildenden Risse führen allerdings oft zu unangenehmen Infektionen.

In der Regel verlassen die Kulis am Morgen den Biwakplatz, ohne eine Mahlzeit eingenommen zu haben, um noch vor der grossen Hitze ein Stück Weg zurückzulegen. Dann aber, gegen 9 Uhr, wird an einem Ort mit gutem Wasser angehalten und gekocht. Nach unseren Verhältnissen essen sie da eine beträchtliche Menge: Reis oder Mehlbrei, angereichert mit Gewürzen oder Pflanzen, die sie am Wegrand gepflückt haben.

Im Verlauf der folgenden Woche gewinnen wir nur langsam an Höhe. Ein ständiges Auf und Ab kennzeichnet unsere tägliche Marschstrecke. Am 2. April schlagen wir unsere Zelte mitten im Wald auf, umgeben von nepalesischen Alpenrosen. Es ist das Camp « Rosengarten » auf 3000 Meter. Nach Angaben des Sirdars sollten wir in einem Tagesmarsch das « Italian Camp » erreichen, das mit unserer Basis auf 4600 Meter identisch sein soll. Kaum zu glauben, 1600 Meter an einem Tag! Nachmittags erreichen wir den Lagerplatz. Überreste früherer Expeditionen legen Zeugnis davon ab. Doch der Höhenmeter zeigt nur 3800 Meter. Der Sirdar und mit ihm sein Vorgesetzter in Kathmandu haben sich geirrt; sie behaupteten stets, unser Base-Camp auf 4600 Meter entspreche dem « Italian Camp ». Der Mayanghdi-Gletscher beginnt erst weiter oben. Die Kulis sind überglücklich, ihr Ziel erreicht zu haben, das sich aber mit dem unsrigen nicht deckt. Wir beginnen zu diskutieren. Die Träger wollen nicht mehr weiter, sie möchten zurück. Zu unserer grossen Überraschung beginnt es jetzt noch zu schneien. Schlotternd und zähneklappernd stehen die Kulis eng beisammen und warten auf die Auszahlung ihres Guthabens. Schliesslich können rund 40 Männer zum Bleiben überredet werden. Was wir an Bekleidung irgendwie entbehren können, wird ihnen abgegeben ( Turnschuhe, Schuhe, Socken, Pullover, Trainings-anzüge, Handschuhe, Mützen, Brillen ).

Karfreitag, 4. April. Zum erstenmal sinkt das Thermometer bis auf —6 °C. In den höheren Regionen ist viel Schnee gefallen. Wolkenloser Himmel. In den frühen Morgenstunden fegt eine mächtige Staublawine von der Westwand des Dhaulagiri-Massivs herunter. Sie lässt unsere Zelte erzittern, doch bietet eine etwa 80 Meter hohe Seitenmoräne guten Schutz. Nun nimmt die Expedition alpinen Charakter an. Wir spuren uns einen Weg durch den Neuschnee den Gletscher hinauf. Da wir nur noch über einen Sechstel der ursprünglichen Träger verfügen, errichten wir auf dem Gletscher ein Zwischendepot. Jetzt aber bekommt es unser Verbindungsoffizier mit der Angst zu tun, denn er glaubt es nicht verantworten zu können, die Träger weiter aufsteigen zu lassen. Doch auf ein solches Ansinnen können wir nicht eingehen, und tatsächlich steigen die tüchtigen Kulis mit uns über den wirklich harmlosen Gletscher weiter auf.

Am 7. April beginnen wir schliesslich unser Basislager auf 4600 Meter aufzubauen. ( Der Anmarsch durch das Kali-Gandaki-Tal hätte gemäss Berechnungen i Tage dauern sollen. Der dann von uns gewählte längere, aber sicherere Weg durch das Mayanghdi-Tal, hat nun eine volle Woche mehr beansprucht. ) Die Aufbauphase:

Die Errichtung der Hochlager Hans von Kämt ( Expeditionsleiter ) Drei Tage daraufsind endlich die ganze Mannschaft und alles Gepäck im Basislager eingetroffen. Trotz dem grossartigen Einsatz der uns verbliebenen 40 Kulis, die zum grossen Teil Doppel-lasten trugen, haben wir nach der Marschtabelle sieben wertvolle Tage verloren. Aber was soll 's, die Hauptsache ist, dass alle Bergsteiger und Sherpas gesund und leistungsfähig sind.

Unser erstes Ziel am Berg ist, eine sichere Route zum Nord-Col ( 5700 Meter ) ausfindig zu machen und zu markieren. Sofort wird möglichst viel Material nach oben verschoben. Täglich arbeitet eine Mannschaft an der Spitze, während die andern Seilschaften Lasten tragen, vorerst bis zu einem Depot auf 5000 Meter Höhe. Die Schlepperei und Spurerei stellt alle auf eine erste harte Probe, denn die körperliche Belastung in diesen Höhen ist gross. Als Leiter achte ich einerseits darauf, dass die Zeit genutzt wird, andererseits sich die Leute nicht durch zu grosse Anstrengungen « verheizen ». Aus diesem Grunde empfehle ich den Bergsteigern, die Nacht jeweils im Basislager zu verbringen und in gleichmässigem Turnus ein oder zwei Ruhetage einzuschalten. Am 16. April befinden wir uns alle im Basislager. Aber ungeachtet des strahlend schönen Wetters ist die Stimmung massig bis schlecht. Niemand darf zum Nord-Col aufsteigen! Warum? Heute morgen trägt der Dhaulagiri-Gipfel eine weisse Schneefahne, die, einem Riesenschleier vergleichbar, weit nach Norden zeigt und sich scharf vom dunkelblauen Himmel abhebt. Auf den Nord- und Westflanken werden damit Unmengen Neuschnee abgelagert. Wir können nur ahnen, was bei Sonneneinstrahlung und Temperaturanstieg geschehen wird. Ich muss entscheiden, ob wir trotz der Lawinengefahr aufsteigen oder eben abwarten sollen. Ich entschliesse mich fürs Warten, obwohl uns die Zeit davonzulaufen droht und einige Leute ungeduldig werden. Wir versuchen den Tag möglichst sinnvoll zu verbringen. Die Sauerstoffgeräte werden genau erklärt und ihr Gebrauch eingeübt. Weiter hält Simon Burkhardt, unser Expeditionsarzt, einen lehrreichen Vortrag über die heimtückischen Gefahren und Probleme beim Bergsteigen in grossen Höhen.

Um 11 Uhr erfüllt plötzlich ein Zittern und Grollen die Luft. Hoch oben am Dhaulagiri löst sich eine Riesenlawine und schiesst im Schnellzugtempo die gewaltige Flanke herab, verschüttet im Nu unsere Traversenspur, durchfährt blitzschnell den Grund des breiten Gletscherkessels und quillt alsbald, sich mit unheimlicher Wucht auftürmend, in die Höhe. Später werden wir erfahren, dass am selben Tag bei der Annapurna-Expedition 3 Menschen in einer Lawine umkommen.

Nach zwei unfreiwilligen Ruhetagen können wir zum Glück weiterarbeiten. Täglich wächst unser Zeltdorf im Nord-Col, und auch das Materiallager mit den Fixseilen, Firnankern, dem Sauerstoff und den vielen Lebensmitteln wird grosser und grosser. Am 24. April sind wir so gut akklimatisiert, dass wir die Nächte im vorgeschobenen Basislager ( Nord-Col ) verbringen und mit dem Aufbau der Hochlager beginnen können. Das eigentliche Basislager wird nur noch für Gruppen benutzt, die nach harter Arbeit zwei bis drei Ruhetage machen, oder für Kameraden, deren Gesundheitszustand zu wünschen übrig lässt.

Vom Nord-Col bis zum Dhaulagiri-Gipfel ( 8167 Meter ) beläuft sich die Höhendifferenz auf gut 2500 Meter. Der über dem Col ansetzende Nordostsporn beginnt zuerst als flache Kuppe und entwickelt sich ab 6000 Meter Höhe zu einem markanten Firn- und Felsgrat, der sich in gerader Linie bis 7200 Meter hinaufzieht. Von da an winkelt der Grat nach Osten ab, um daraufhin in einem halbmondförmigen Bogen, sich gegen Süden wendend, zum Gipfel zu führen. Von den objektiven Gefahren her ist der Nordostsporn eine günstige und sichere Route, doch ist der Grat der vollen Kraft der Höhenstürme ausgesetzt. Diese Stürme beginnen jeden Mittag mit der grössten Regelmässigkeit und dauern den ganzen Nachmittag an. Das heisst für uns, dass wir am Morgen zeitig mit der Arbeit beginnen müssen, wenn wir mit dem berüchtigten Dhau-lagiri-Wetter keine unliebsamen Erfahrungen machen wollen. Vorerst geht alles gut, doch mit den grösseren Höhen steigen die Probleme sprunghaft an. Die Leistungen der einzelnen Bergsteiger werden sehr unterschiedlich. Bisweilen macht sich sogar eine gewisse Sorglosigkeit bemerkbar, und nicht jeder scheint gleichermassen bereit zu sein, sich der erforderlichen Disziplin zu unterziehen. Organisation und Einteilung werden dadurch für den Leiter schwieriger. Auch Selbstüberschätzung einzelner Teilnehmer kann zu Rückschlägen führen. So steigen anlässlich eines Erkun- dungsvorstosses zwei starke Kameraden höher auf, als ursprünglich abgemacht ist. Beide kehren gesundheitlich angeschlagen zurück und benötigen einen längeren Erholungsurlaub im Basislager. Dieser « Alleingang » kostet uns viel Zeit. Zugleich müssen die verbleibenden noch leistungsfähigen Bergsteiger vermehrte Arbeit leisten, denn die beiden Kameraden fallen für den weiteren Aufbau der Hochlager aus. Trotzdem hat der Zwischenfall auch seine gute Seite: die Teilnehmer werden von nun an vorsichtiger, und jeder bemüht sich wirklich, mannschaftsdienlich zu arbeiten.

Am Nord-Col: Die höchste Intensivpflegestation der Welt Simon Burkhardt ( Expeditionsarzt ) 29. April 1980, im Lager am Nord-Col ( 5700 Meter ): Marcel und Johann sind überfällig. Vor zwei Tagen sind sie voll Tatendrang gestartet, mit dem Auftrag, das zweite Höhenlager zu rekognoszieren. Hoch oben am Dhaulagiri-Nord-ostsporn ist es geplant, auf etwa 7000 Meter.

Marcel hat mir bereits vor dem Start nicht recht gefallen. Seine Stimme tönte belegt, eine Bronchitis war im Anzug. Trotzdem sind die beiden losgezogen. Das erste Höhenlager auf 6400 Meter haben sie übersprungen. Noch gegen Abend können wir beobachten, wie sie sich am Eisgrat hocharbeiten, dann verschwinden sie im dichten Nebel. Am folgenden Tag kein Lebenszeichen. Hoffentlich ist ihnen nichts zugestossen. Heute gegen Mittag erst entdecken wir mit den Feldstechern zwei Menschen weit oben am Grat. Langsam, viel zu langsam steigen sie ab. Etwas kann nicht stimmen.

Unverzüglich startet eine Rettungspatrouille. Gegen Abend endlich berichtet Sepp über Funk: « Marcel ist schwer krank. Er vermag sich kaum noch auf den Füssen zu halten. Er atmet mühsam und hustet ständig. » Sogleich durchfährt mich der Gedanke: ein Höhenlungenödem. Rasch wird das Esszelt in eine Intensivpflegestation verwandelt. Aus Kartonschachteln, Luftmatratzen, Schlafsäcken entsteht ein bequemes Bett. Am Kopfteil werden die Sauerstoff-Flaschen hingestellt. Der Wiederbele-bungsbeutel ist angeschlossen, die Beatmungs-maske liegt griffbereit. Humanalbumin, Misch-infusionen, Medikamente werden ausgelegt. Feldflaschen, gefüllt mit heissem Wasser, wärmen das Bett auf. Die höchste Intensivpflegestation der Welt ist bereit.

Es ist finstere Nacht. Schwankende Lichter nähern sich dem Lager. Ich stapfe ihnen entgegen. Marcel fällt mir in die Arme. Sein Gesicht ist grau, sein Atem geht kurz, er brodelt, Hustenstösse, blutiger Auswurf, eiskalte Finger, fliegender Puls, Atemnot, Schock.

Gemeinsam betten wir Marcel ins warme Lager. Sofort wird die Sauerstoffmaske aufgesetzt. Er atmet tief durch. Plötzlich wieder der Reizhusten, Maske weg. Ich beruhige. Und wieder der lebensspendende Sauerstoff.

Johann berichtet: « Auf 7250 Meter Höhe hat es begonnen. Marcel begann plötzlich zu husten. Er zeigte zunehmende Atemnot. Seit 24 Stunden kämpft er nun um sein Leben. Er konnte nichts mehr essen, fast nicht mehr trinken. Mit letzten Kräften habe ich ihn den Eisgrat hinunter ins Basislager geführt. » Für mich ist die Diagnose klar. Ein Höhenlungenödem, ausgelöst durch einen Virusinfekt, grosse Anstrengung und zu raschen Vorstoss von 5700 bis 7250 Meter. Dazu kommt die Austrocknung bei fehlender Flüssigkeitszufuhr während fast 24 Stunden, Kreislaufzusammenbruch.

Die Sauerstoffbeatmung geht weiter. Mit Al-bumin und Infusionen fülle ich den Kreislauf auf. Ultracorten, Cedilanid und Vibravenös komplettieren die Behandlung. Die Lasixspritze wird weit weggeworfen.

Die ganze Nacht bin ich beschäftigt. Die Kälte durchdringt meine Intensivpflegestation. Bei — 200 gefrieren die Infusionen. Flaschen und Schläuche müssen aufgetaut und mit warmen Tüchern umwickelt werden. Die Gesichtsmaske vereist. End- lieh, nach 5 bis 6 Stunden, beruhigt sich Marcels Atmung. Er löst zum erstenmal wieder Wasser. Am nächsten Morgen ist der Kampf gewonnen. Wir steigen ins Hauptbasislager auf 4600 Meter ab. Marcel erholt sich rasch. i 7 Tage später steht auch er auf dem Gipfel des Dhaulagiri. Ein kleines Wunder ist geschehen.

Der Aufstieg zum Lager III ( 7500 m ) Hans von Känel ( Expeditionsleiter ) Die Zeit vergeht im Flug, schon haben wir anfangs Mai. Jedermann weiss, dass wir den Gipfel zwischen dem io. und zo. Mai erreichen müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Oft beginnt der Monsun mit seinen Niederschlägen schon Ende Mai, und der Termin für unsere Heimreise rückt ebenfalls näher.

Am io. Mai sind Lager I ( 6400 m ) und Lager II ( 7050 m ) bestens ausgebaut und ausgerüstet, und gegen Lager III hin ist der Weg ebenfalls schon ein gutes Stück mit Fixseilen gesichert. Fritz Luchsinger, vier Sherpas und ich arbeiten uns über ein steiles Gratstück hinauf und errichten bei starkem Schneefall und heftigem Wind Lager III auf 7500 Meter. Ang Rita, Lakhpa Gyalzen, Fritz und ich richten uns möglichst bequem ein, während Nawang Tenzing und Mingma Gyalzen wieder absteigen. Dank dem grossen Einsatz unserer tüchtigen Sherpas sind genügend Verpflegung und Sauerstoff vorhanden, um einen ersten Gang zum Gipfel wagen zu können. Doch am nächsten Morgen schüttelt der noch immer heulende Sturm unsere zwei kleinen Dunlop-Zelte. Wir sitzen eng zusammengepfercht und kochen unablässig Flüssigkeit, Suppe und Tee. Jeder Handgriff erfordert Kraft und Überwindung. Immer von neuem entfernen wir den lästigen Schneestaub, der durch die kleinsten Ritzen eindringt. Wir klauben Eis aus unsern Barten und massieren uns gegenseitig die kalten Finger und Zehen. Wir warten und warten, einen Tag, zwei Tage! Die Lage ist ungemütlich, anstrengend und zermürbend. Doch ich bin zuversichtlich, ebenso Fritz, der eine grosse Ruhe ausstrahlt und in bester moralischer Verfassung ist. Ich empfinde eine grosse Hochachtung für diesen 59jährigen Mann, dem 1956 zusammen mit Ernst Reiss die Erstbesteigung des schwierigen, 8511 Meter hohen Lhotse gelang. Nichts würde mich mehr freuen, als wenn ich zusammen mit Fritz auf dem Gipfel des Dhaulagiri stehen könnte, es wäre für mich ein Höhepunkt in meinem Bergsteigerleben.

Hinauf zum Gipfel Fritz Luchsinger ( stv. Expeditionsleiter ) Drei Nächte und zwei Tage bleiben wir hier im Lager III blockiert. Das enge Zweierzelt erlaubt keine grosse Bewegungsfreiheit. Doch wir harren aus, von Platzangst oder gar Panik ist nichts zu spüren. Wir sind nun sogar gut ausgeruht, haben uns ausgiebig verpflegen und reichlich Flüssigkeit zu uns nehmen können. Unsere physischen und psychischen Voraussetzungen sind ausgezeichnet.

13. Mai, um 02 Uhr machen wir Tagwache. Ein verheissungsvoller Tag bricht an. Wird er so erfolgreich ausfallen wie vor zo Jahren, als auf den Tag genau Peter Diener, Ernst Forrer, Albin Schelbert und Kurt Diemberger als erste den Gipfel des Dhaulagiri erreichten? Wird der 13. uns Erfolg oder Unglück bringen? Jeder von uns weiss, was ihm bevorsteht, was er zu tun hat. Hans und ich haben zuvor noch nie gemeinsame Touren unternommen. Nur vom Gespräch, vom persönlichen Kontakt her haben wir uns gekannt. Ausschlaggebend ist jedoch, dass unsere « Wellenlänge » bestens aufeinander abgestimmt ist. Wir haben nicht nur die gleichen Ideale, sondern die selbe Einstellung. Wir haben beide Expeditionserfahrung und haben gelernt, Mensch zu sein, sich zu bewähren, mit dem Mitmenschen zusam-menzuleben. Wir wissen allzu gut, dass in solchen Höhen und Situationen es beim Menschen weder auf seine gesellschaftliche Stellung noch auf den persönlichen Wohlstand ankommt. Was zählt, ist der Charakter und der Wille. Bevor wir kurz vor 05 Uhr aus dem Zelt kriechen, ist unser Sherpa Ang Rita « reisefertig ». Auf dem 30 Zentimeter breiten Vorplatz vor den beiden Zelten geht er hin und her: er singt. Er führt ein wahres Ritual auf. Seine mitgebrachten Gebetsfahnen wehen in der kalten Morgenluft und tragen ihr Gebet zum Himmel. Sie sollen aber auch gleichzeitig die bösen Geister am Berg besänftigen.

Langsam weicht die Nacht. 5000 Meter weiter unten im Kali-Gandaki-Tal ist es noch dunkel. Lautlos seilen wir uns an, überprüfen die Sauerstoffgeräte und steigen auf. Es ist kalt. Während einer guten Stunde spurt Ang Rita. Ein echter Naturbursche; ersteigt ohne zusätzlichen Sauerstoff. Knietief sinkt er im verwehten Schnee der letzten zwei Tage ein.

Dann übernimmt Hans die Führung. Aber auch ihm geht es beim Spuren nicht besser. Vorsichtig beurteilen wir die Lawinensituation. In der vom Wind ausgesetzten Nordflanke wird der Schnee etwas trittfester. Unendlich weit scheint die zu traversierende Nordflanke zu sein. Ohne eine Rast einzuschalten, steigen wir zuversichtlich höher. Die letzten 200 Höhenmeter sind steil. Knietief liegt hier wieder der vom Wind verfrachtete Schnee. Doch langsam, aber sicher geht es immer weiter. Die Schwierigkeiten nehmen mit zunehmender Höhe zu. Jede Seillänge muss gesichert werden. Wir sehen nur noch eins: das Ziel - den Gipfel. Wir erleben einen Vormittag, wie man ihn nur wünschen kann: klare Luft, Sonnenschein, angenehme Temperatur, geringe Windstärke. Es zeigen sich nicht die geringsten Anzeichen von Müdigkeit. Ich erklimme die Wächte; vor mir und meinen beiden Seilgefährten erstreckt sich eine Hochfläche. Zuversichtlich, freudestrahlend stehen wir uns gegenüber. Der Gipfel ist in greifbarer Nähe, nur noch wenige Meter trennen uns vom Ziel. Gemeinsam, am kurzen Seil, steigen wir über den breiten Gipfelaufschwung zur « Endstation » Dhaulagiri, 8167 Meter.

Gross ist die Freude über das Erreichte, aber ebenso tief ist die Dankbarkeit. Die Sauerstoffmaske legen wir zur Seite, nehmen für kurze Zeit die Brille ab, umarmen uns und schauen uns in die vor Freude glänzenden Augen. 5 Stunden und 25 Minuten hat uns heute der Berg gefordert. Es ist ein alter und guter Drang des Menschen, der ihn dazu anspornt, seine Kräfte bis zum letzten zu erproben. Dieser Probe werden wir glücklicherweise von Zeit zu Zeit unterworfen, und wir haben sie heute bestanden. Wir haben uns selbst besiegt, die eigenen Schwächen. Am Berg gibt es kein Generationenproblem. Hans ist 20 Jahre jünger. Vor drei Jahren stand er auf dem 8511 Meter hohen Lhotse, den ich vor 24 Jahren mit Ernst Reiss als Erstbesteiger erklommen habe. Seither hat Hans noch zwei weitere Achttausender bestiegen. Ang Rita befindet sich zum zweitenmal aufdiesem Gipfel. Damit stehen hier drei Männer, die zusammen acht Achttausender bezwungen haben; wahrlich eine auserlesene Seilschaft. Wir geniessen die wohlverdiente Gipfelrast, photographieren, schauen hinüber zur Annapurna, betrachten das Traumland Tibet. Gipfel reiht sich an Gipfel. Welcher wird für uns wohl der nächste sein? Jeder von uns ist mit sich selbst beschäftigt, jeder kann seinen eigenen Gedanken nachgehen.

Von Süden her ballen sich mächtige Wolken zusammen, ein Wetterumschlag zeichnet sich allerdings noch nicht ab.

Gemächlich nehmen wir den Abstieg in Angriff. Der Flugschnee hat teilweise unsere Spuren zugedeckt. Doch ohne Schwierigkeiten erreichen wir Lager III, wo inzwischen die zweite Dreierseilschaft eingetroffen ist. Nach kurzer Rast steigen wir weiter ab, und kurz vor 18 Uhr erreichen wir unsere vorgeschobene Basis am Nord-Col auf 5700 Meter. Damit findet ein erfolgreicher, genussvoller, schöner Tag, wie wir Bergsteiger ihn uns nur wünschen können, sein glückliches Ende.

Medizinische Schlussfolgerungen Simon Burkhardt ( Expeditionsarzt ) Nicht aus Sensationslust habe ich den dramatischen Zwischenfall am Nord-Col ( 5700 m ) ge- t Die ersten Vorboten der Monsunbewölkung haben die Südabstürze des Dhaulagin ( 8i6y m ) erreicht 2Frisch gefallener Neuschnee zwingt viele unserer barfüssigen Träger zur vorzeitigen Aufgabe 3Nepalesischer Pilger im Mayanghdi- Tal Photos: Hans von Käncl, Bern schildert. Er soll uns vielmehr eine Lehre sein. Das Höhenlungenödem kann jeden Bergsteiger befallen. Niemand, auch nicht der gewiegte Expeditionsbergsteiger, ist davor gefeit. In den letzten Jahren haben aber erfahrene Höhenphysiologen und Expeditionsärzte ( O. Oelz, R. Zingg, R. Grover ) einige Grundregeln erkannt, die sich beim Steigen in extremen Höhen bewährten. Sie haben sich auch bei uns am Dhaulagiri wiederum bestätigt.

1. Die Akklimatisationszeit erfordert einen mindestens dreiwöchigen Aufenthalt in einer Höhe oberhalb 3500-4000 Meter. Während dieser Zeit sollten keine extremen Anstrengungen vollbracht werden. Optimal ist wiederholtes Aufsteigen auf 6000-6500 Meter, nach kurzem Aufenthalt ( 1-2 Tage ) wieder Abstieg auf eine Höhe unter 5000 Meter. Dazwischen Ruhephasen im Basislager von 2-3 Tagen.

2. Nie den Aufstieg in grosse Höhen erzwingen bei reduziertem Allgemeinzustand ( Übermüdung, Erkältungskrankheiten ).

3. Dem Flüssigkeitshaushalt ist eine grosse Bedeutung zuzumessen. 3—4 Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag sind ein Minimum. Die Urinmenge ist grob zu kontrollieren. Sie sollte etwa einen Liter pro Tag betragen ( dreimal Wasser lösen täglich ).

4. Das so beliebte Lasix, ein hochpotentes Entwässerungsmittel, ist aus der Taschenapotheke der Expeditionsbergsteiger zu verbannen; es entzieht dem schon ausgetrockneten Körper Wasser und verbessert ein Lungenödem nicht.

5. Der Gipfelversuch sollte nach guter Akklimatisationszeit möglichst in einem Zug, direkt vom Basislager aus unternommen werden. Lange Aufenthalte über 7000 Meter verschlechtern den Allgemeinzustand und damit die Gipfelchancen.

Rückblick Hans von Känel ( Expeditionsleiter ) Von unserer 17köpfigen Mannschaft erreichten 14 Bergsteiger und drei Sherpas den Gipfel, 4 Aufbruchstimmung im Basislager ( 4600 m ). Im Hintergrund der Nord-Col Photo: Hans von Känel, Bern 5 Am Nord-Col ( 5700 m ): Die höchste Intensivpflegestation der Welt. Der lebensspendende Sauer-Stoff Photo: Rolf Bleiken, Zollikerberg wahrlich ein grossartiger Erfolg. Das Wichtigste für mich aber ist, dass alle Teilnehmer wohlbehalten zurückkehrten.

Warum hatte eine derart zusammengewürfelte Gesellschaft, die mit wenig Kredit startete, einen so durchschlagenden Erfolg? Es gibt verschiedene Gründe. Einerseits konnten wir von einer über-durchschnittlichgünstigen Wetterlage mit erträglichen Temperaturen profitieren, andererseits erlaubte ein leistungsfähiger Mannschaftskern und die Tüchtigkeit der Sherpas ein gutes Vorankommen beim Aufbau der oberen Hochlager, die dann an den entscheidenden Schönwettertagen betriebsbereit waren. Das Expeditionsmaterial bewährte sich hundertprozentig, und die Sauerstoffausrüstungen funktionierten einwandfrei. Entscheidend für den Erfolg ist auch zu werten, dass während der ganzen Expedition keine extremen Gruppenbildungen oder gar Streitigkeiten auftraten, welche die Arbeit behinderten und das Klima verdarben.

Neben dem, was wir selbst zum Gelingen des Unternehmens bei tragen konnten, hatten wir auch noch das nötige Glück, was bei den vielen versteckten Gefahren einer solchen Besteigung nicht selbstverständlich ist. In diesen extremen Höhen stösst der Mensch nicht selten bis an die äussersten Grenzen seiner Belastbarkeit, und es braucht oft nur einen geringfügigen Zwischenfall, wie Wetterverschlechterung, Ausfall des Sauerstoffes oder eine momentane Schwäche, damit die Kraft des Einzelnen nicht mehr ausreicht, die Situation zu meistern. Oft führt auch Egoismus zu Unfällen. Einfachste Bergsteigerregeln, wie das Zusammenbleiben in der Gruppe, werden vernachlässigt und Seilgefährten im Stich gelassen. So sind schon viele grosse und unnötige Unfälle passiert, die sich mit etwas mehr Disziplin und Hilfsbereitschaft hätten vermeiden lassen. Eine Expedition auf einen Achttausender ist in jedem Fall ein ernstes Unternehmen und sollte niemals unterschätzt werden.

In unserer Gruppe erachtete ich die Leistungs-unterschiede der Bergsteiger als die grösste Ge- 6Beim Aufstieg zum Nord-Col muss die Randkluft mit behelfsmässigen Leitern in heikler Arbeit überwunden werden 7Unser Lager am Nord-Col ( 5700 m ) mit Blick gegen die Aufstiegsroute über den Nordostsporn 8Zjir Mittagszeit am Nord-Col: Der täglich einsetzende Sturm kündigt sich an Photos: Hans von Käncl, Bern fahr. Schwächere Teilnehmer benötigten für dieselbe Wegstrecke zwei- bis dreimal soviel Zeit wie diejenigen in guter Verfassung. So brauchten zum Beispiel die besseren Gruppen einen Tag für den Gipfelgang und den Abstieg auf den Nord-Col, während andere bis zu drei Tagen benötigten.

Aber was soll 's, ich bin zufrieden, dass alles so gut gegangen ist, und denke gerne und mit Dankbarkeit an die schönen Stunden zurück.

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