F. Tessiner Alpen

Hinweis: Questo articolo è disponibile in un'unica lingua. In passato, gli annuari non venivano tradotti.

F. Tessiner Alpen Piz Casinell, 3101 m. Traugott Müller, Hans Winteler und F. Müller. 13. Juli 1931.

Vom Cassimoisattel ( Route 2 a und b ) über den Sordagletscher, dann über schuttbedeckte Steilhänge immer längs der Westwand leicht absteigend, erreicht man eine von weitem sichtbare, ca. 80 m hohe gelbliche Wandstelle. Über mit Geröll bedeckte Stufen östlich aufsteigend, gewinnt man eine kurze Rinne, worin ein kastengrosser Block eingeklemmt ist. Über diesen Block kletternd ( ziemlich leicht ), steht man auf dem Firnplateau ca. bei Höhe 2820 m. Von da über das Firnfeld ( Route a l ) leicht zum Gipfel. Zeit: 2 1/2 Stunden. Mitteilung von F. Lüscher.

Piz Casinell, 3101 m. Abstieg über die Westwand zum Cassimoisattel. Die Nämlichen.

Auf Route a 1 vom Gipfel über das Firnfeld absteigend bis ca. auf Höhe 2820 m. Nahe der nach Westen vorspringenden Felspartie betritt man die Westwand. Über einen kastengrossen eingeklemmten Block in ca. 6 m hoher Steilrinne westlich absteigend, gelangt man über mit Geröll bedeckte Felsstufen an den Fuss der Wand. Unschwierig. Den Steilhang, dann den Sordagletscher — Spalten — aufwärts traversierend, erreicht man leicht den Cassimoisattel. Zeit: Ca. 2 1 1/4 Stunden. Pizzo Forno, 2909 m. 1. Begehung des Ostgrates. Heinz Frank und F. Tharin.

Von der Alpe Toira ( Val Chironico ) über Weiden und Geröllfelder zu P. 2632. Von hier aus gelangt man, immer dem Grat entlang kletternd, nach Überwindung einer kleinen Scharte ohne Schwierigkeiten auf den Gipfel. Toira— Pizzo Forno 2 1/2 Std.

Schönster und kürzester Zugang von Süden.

Pizzo di Campionigo, 2785 m. 1. Begehung des Nordwestgrates vom Passo Barone zum Hauptgipfel. Heinz Frank und F. Tharin.

Der Passo Barone wird auf Route 522 des Tessinerführers 2. Auflage erreicht. Von hier klettert man über einen sehr schönen Blockgrat auf den Vorgipfel des Pizzo di Campionigo. Eine etwa 60 m tiefe Scharte trennt diesen vom Nordwestturm. Man steigt etwa 20 m südlich ab und gelangt zu einer Rinne, die sich steil zur Scharte hinunterzieht. Durch diese zur Lücke.

Man steht nun vor einem senkrechten, etwa 50 m hohen Wandabsatz. Ein Band leitet einige Meter in die Südflanke zu einem tiefen Kamin, durch das man ein Gesimse erreicht. Von diesem über steile, schlecht geschichtete Platten zum Grate zurück, den man ob dem Abbruche wieder betritt. Nun zum Nordwestgipfel und weiter auf Route 523 b zum Mittel- und Hauptgipfel. Zeit: Passo Barone—Hauptgipfel 23/4 Std.

NB. Die Partie H. Burkhardt, Oskar Knecht und N. Stöcklin-Müller beschreibt im Tessinerführer S. 365, 2. Auflage, eine Traversierung von NW nach SO. Diese umging den Vorgipfel und erreichte in « teilweise sehr schwieriger » und exponierter Kletterei den Nordwestgipfel direkt. Die Begehung des NW-Grates vom Passo Barone aus, eine mittelschwierige, sehr lohnende Kletterei in tadellosem Gestein, dürfte, falls man den Berg von der Toira aus besteigen will, dem Wege Dr. Burkhardts vorzuziehen sein.

Pizzo Bedeglia, 2691 m. 1. Begehung des Westgrates. Heinz Frank und F. Tharin.

Von der Passlücke am Uomo di Campionigo ( Übergang aus dem oberen Val Chironico in das Valle Vigornesso ) über den Grat bis dicht unter den Gipfel-würfel der Nordspitze. Nun in der Nordflanke über rasendurchsetzte Felsen zum Gipfelkamm und weiter wie Route 524 Tessinerführer, 2. Auflage.

Zeit: Passo dell' Uomo di Campionigo—Pizzo Bedeglia 40 Minuten.

Im Anschluss an die Überschreitung der verschiedenen Gipfel des Pizzo di Campionigo und des Pizzo Bedeglia wurden auch der Pizzo dl Campale, 2513 m, und der Pizzo del Laghetto, 2473 m, erstmals überschritten. Der Pizzo di Campale wurde zuerst von A. Specker im obersten Teile über den Westgrat bestiegen. Der Ostgrat und der Übergang zum Pizzo del Laghetto ist leicht, ebenfalls der Abstieg von letzterem über den Nordgrat in das Chironicotal. Wege auf den Pizzo del Laghetto sind im Tessinerführer, 2. Auflage, keine angegeben, trotzdem der Gipfel schon bestiegen war ( Steinmann ). Es wird jedoch bemerkt, er erfordere wahrscheinlich « ziemliche » Klettergewandtheit und lasse an Exponiertheit nichts zu wünschen übrig. Aus Gesagtem geht hervor, dass dies nicht stimmt.

Pizzo Barone, 2861 m. 1. Begehung über die Ostwand und den Südostgrat. Heinz Frank und F. Tharin.

Von der Alpe Lignei über Weiden und Schutt zum Fusse der Wand. Man hält auf ein steiles Firnfeld zu, das in der Fallirne unter dem Gipfel gelegen ist. Über dieses und über Schuttbänder und kleinere Wandabsätze auf den Südostgrat und leicht zum Gipfel.

Zeit: Alpe Lignei—Pizzo Barone 23/4 Std.

NB. Der Südostgrat lässt sich auch in seiner ganzen Länge vom Passo zum Pizzo Barone begehen. Der kleine unkotierte und unbekannte Gipfel in diesem Grate wurde von den Berichtenden überklettert.

Pizzi dl Soveltra, P. 2837, P. 2856, P. 2870. 1. Besteigung des P. 2856 ( P. di Soveltra ) und 1. Überschreitung vom Pizzo dei Piodisci 2845 m zum Pizzo Penca, 3041 m. Heinz Frank und F. Tharin.

Im Tessinerführer, 2. Auflage, S. 371, gibt Louis A. Meyer an, die Punkte 2837 und 2856 bestiegen zu haben. Dies beruht auf einem Irrtum. Der erste Turm, den er als P. 2837 betrachtete, ist unkotiert, und der zweite, den er erreicht hat, weist diese Höhe auf. P. 2856, der im Siegfriedatlas mit Pizzo di Soveltra bezeichnet ist, war noch unbestiegen. P. 2870, von den Einheimischen Montagna sbogiada genannt ( Grosses Felsenfenster ), erreichten erstmals Remo Patocchi und Carlo Taddei.

Die Überschreitung vom Pizzo dei Piodisci zum Pizzo Penca mit Uberkletterung aller Soveltraspitzen ist ziemlich schwierig, aber eine der schönsten Kletterfahrten im Tessin. 37. Jahresbericht des A.A.C.Z.rich. ( H. Frank gibt für seine 5 neuen Tessinerfahrten keine Daten an. ) Sasso Bello, 2290 m. Über den Südgrat. Eugen Hauser und Adolf von Känel. 6. Oktober 1931.

Von der Bocchetta di Spluga, 2149 m, verfolgt man die stumpfe Gratkante über den untersten Steilaufschwung in mittelschwieriger Kletterei. Höher oben steigt man etwas weniger steil über Rasenbändchen westlich der Gratkante auf den östlichen Endpunkt des langgestreckten horizontalen Gipfelgrates. Der Clubführer durch Tessiner Alpen ( 2. Aufl. ) gibt über diesen wohl kürzesten Weg keine bestimmten Angaben. Mitteilung von E. Hauser.

Feedback