III. Urner Alpen

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Zusammengestellt von Ernst Jenny. ( Schluss. )

III. Urner Alpen.

Grosses Gelmerhorn, 2631 m. Direkter Aufstieg über die Ostflanke. G. Truog, H. Winzeler und O. Frei. 23. Juni 1928.

Vom mittleren Diechter aus hält man auf das Couloir zu, das für gewöhnlich zum Aufstieg benutzt wird. Von diesem Couloir weg quert man noch weiter nach links ( südlich ) und steigt bis zu einer sich nach unten verlierenden, scheinbar seichten Rinne an. Diese läuft mit dem erwähnten Couloir parallel. Hat man den Einstieg hinter sich, kommt man leicht durch die Rinne vorwärts. Oben mündet sie auf Grasflecke aus. Man bleibt in der Ostflanke und erreicht über Platten und Bänder den Gipfel. 21/2 Stunden von der Gelmerhütte.

Direkter Aufstieg vom Gelmersattel über den Südgrat. A. Roch, F. L' Orsa und A. Dunant. 30. Juni 1928.

Vom Gelmersattel geht man einige Schritte nach rechts ( westlich ) dem Fusse der Wand entlang. Dann steigt man über griffarme Platten auf die Gratkante, überschreitet diese und kriecht auf einem Bande, das von einem Überhang überwölbt wird, in der Westseite steil aufwärts. Am Ende des Bandes angelangt, schwingt man sich um eine Kante in einen kurzen Kamin, welcher auf den Südgrat zurückführt. Um vom oberen Ende des Kamins auf den Südgrat zu gelangen, kriecht man entweder nach rechts um einen Überhang und schwingt sich auf die Kante oder man geht steil nach links aufwärts und gewinnt den Grat mittels Pendel. Von da ohne Schwierigkeiten zum Gipfel. 30 Minuten vom Sattel.

Dies ist die schwierigste und interessanteste Route vom Gelmersattel aus. 33. Jahresbericht des A.A.C.Z.rich, 1928.

Wendenstock, 3044 m. Erste Ersteigung über die Südwand. Von Otto Brügger und Hans Winterberger. 4. August 1928. Beschreibung in « Die Alpen » 1930, S.85.

Gwächtenhora, 3428 m; Westgrat. ( Berichtigung zum Urnerführer, IL Bd., 3. Aufl., 1930. ) Sowohl der neue Urnerführer als auch der Siegfriedatlas ( Blatt 394: Wassen ), sind für diese Tour irreführend, so dass eine Berichtigung nötig ist. Im SA Wendenstock-Südwand.

ist ein durchgehender Firngrat gezeichnet, der in seinen unteren zwei Dritteln auf den Felsen der SW-Wand aufsitzt und mehr nordwestlich verläuft, im oberen Drittel aber eine reinfirnige Beschaffenheit annimmt. Diese Zeichnung gab wohl Anlass zu der Beschreibung des Urnerführers:

« Von der Tierberglimmi über den leichten Firngrat in 1 Std. zum Gipfel. Im Hochsommer apert die Gratschneide aus und wird zum Felsgrat. Der Bergschrund am Nordfusse des Grates kann Schwierigkeiten bereiten. » Ein « leichter Firngrat » bestand dort seit Jahren nicht mehr, das ist jedem Bergsteiger sofort klar; denn im Sommer und Winter ist dort mit einem reinen Felsgrat zu rechnen. Die Beschreibung muss lauten:

« Von der Tierberglimmi über flachen Firn an den Fuss des felsigen Westgrates, dessen erster Aufschwung auf Steilfirn links ( nördlich ) daneben umgangen und ( Bergschrund im Spätsommer schwierig !) erstiegen wird. Dann folgt man dem Felsgrat durchaus über die teilweise getürmte, schöne Schneide. Geringes Ausweichen jeweils links ( nördlich ). Der letzte Felsturm kann gerade durch einen originellen Spalt ( losgelöste Platte ) oder mit kleiner Linksschleife erstiegen werden. Auf ihm setzt ein schwach nach NO ansteigender Firngrat an, der leicht zur nahen Spitze führt ( Entfernung und Höhenunterschied im SA viel zu gross angegeben ). Die Kletterei ist leicht, an einigen Stellen mittelschwierig und ziemlich ausgesetzt, jedoch sehr schön. 1 bis 1 1/2 Std. von der Limmi. » — Mitteilung von Walther Flaig.

Pucher, 2974 m. Über die Nordwand. Anton Krupsky, Ernst Gassler und Führer Vinzenz Bissig. 31. August 1926. « Die Alpen », 1928, S. 447.

Weitenalpstock-Nordgipfel, 3015 m. Durch die Westwand. Alfred Bürgi und H. Müller. 27. August 1929.

Von der Etzlihütte des S.A.C. gingen wir bis zum Rinderboden und wandten uns dort direkt dem grossen Couloir zu, das sich durch die ganze Westflanke des Berges zieht. Bis in halber Höhe folgten wir dem Couloirgrunde und benützten dann längere Zeit die rechte Wand des Couloirs ( im Sinne des Anstieges ). Das Couloir mündet in die Scharte, die im Urnerführer, Seite 190, als Route Schucan-Hössli erwähnt ist. 20 m vor Erreichen der Scharte kletterten wir über die sehr steile, das Couloir links begrenzende Wand direkt zum Nordgipfel. 4 Stunden von der Etzlihütte. Abstieg erfolgte auf Route 146 des Urnerführers. Der Gipfel scheint selten besucht zu werden. In der Büchse befanden sich nur 4 Karten, darunter die des Erstbesteigers ( Weber ). Die Route durch die Westwand durfte die kürzeste sein von der Etzlihütte aus. Sie ist aber, abgesehen vom obersten Stück, nicht interessant und enorm dem Steinschlag ( vom Massiv des Hutgipfels ) ausgesetzt. Mitteilung von Alfred Bürgi.

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