Jakob Werner: Zürcher Besuch im Kloster Engelberg

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Separatabdruck aus dem Zürcher Taschenbuch 1910.

Der Herr Verfasser, Dr. phil. und Kantonsbibliothekar in Zürich, sandte mir diese Broschüre ( 27 Seiten ) gleichsam als Abschlagszahlung an eine Schuld; denn wir waren übereingekommen, daß Dr. Werner mir für Jahrbuch XLV eine kleinere Mitteilung „ Zur Geschichte der Titlisbesteigungen " einschicken sollte, was er nun wegen vielseitiger Arbeitsüberhäufung auf 1911 verschieben mußte. Ich will deswegen das Interesse dieses künftigen Artikels hier nicht vorwegnehmen und die Leser nur darauf aufmerksam machen, daß sie in den Aufzeichnungen des kenntnisreichen und liebenswürdigen Pfarrers Rudolf Schinz ( 1745 bis 1790 ) Belehrung finden über dessen Schwci zerr eisen ( 1763 über Gotthard, Furka, Gemmi und Brünig, 1770 Engelberg, Surenen, Gotthard nach Locamo, 1773 Gemmi, Berner Oberland, Jochpaß, Engelberg ) und über Schinzens und anderer Zürcher wiederholte Aufenthalte im Kloster Engelberg, dessen aufgeklärter Abt, Leodegar Salzmann, mit den protestantischen Orten Zürich und Bern besser ausgekommen zu sein scheint, als mit seiner katholischen Heimat Luzern, worüber pag. 144—149 höchst pikante, bisher unpublizierte Tischgespräche abgedruckt werden. Aus der Geschichte der Titlisbesteigungen will ich zur Korrektur meiner Angaben im Jahrbuch S.A.C. XXXII, pag. 322, und im Hochgebirgsführer durch die Berner Alpen, Band IV, pag. 130, und in Studer: Über Eis und Schnee, Band I, pag. 526, und III, pag. 471, aus den Nachweisen Dr. Werners anführen, daß die erste Ersteigung des Titlis 1738 ( nicht 1739 oder 1744 ), die des Chirurgus Feyerabend am 14. September 1785 ( nicht 1786 ) stattgefunden hat und daß zwischenhinein, um 1765, von Dr. Lang, Dr. Salzmann und P. Bernard Lang, alle aus Luzern, ein nicht völlig geglückter Versuch auf den Titlis gemacht worden ist. Dr. Werner hat auch nachgewiesen, daß der Originalbericht Feyerabends, der bisher nur in einem Auszug bekannt war, im ..Luzernischen Wochenblatt " V ( 1785 ), Stück 40 und 41, steht und daß die falsche Datierung auf 1786 wahrscheinlich J. G. Ebel ( Anleitung etc., zweite Auflage II, pag. 271 ) auf dem Gewissen hat. Hoffentlich bleibt es jetzt bei diesen neuesten Datierungen, denn ich habe nun schon zweimal innerhalb 10 Jahren dieselben ändern müssen.Redaktion.

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