L'Echo des Alpes

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Die vier einfachen Hefte unserer französisch sprechenden Kollegen enthalten einen reichen Stoff; ist es doch für das Echo charakteristisch, daß der Redaktor von Zeit zu Zeit einen Notschrei erläßt, man möge ihn nun einige Monate mit Zusendungen verschonen, einen embarras de richesse, an dem ich selten leide.Von größern Arbeiten finden wir: „ Les Alpes Lépontiennes du Lac Majeur " par G. Béraneck, den Schluß des schon letztes Jahr besprochenen Artikels, im Text verdienstlich, aber mit nicht bessern Abbildungen als letztes Jahr und einer nur als Übersicht genügenden Karte. Sehr flott geschrieben und instruktiv ist „ Une semaine à l' arête du Châtelet " von Charles Hermite, über deren Resultat ich oben pag. 260 berichtet habe. Die Abbildungen dazu könnten hübscher sein, aber diesmal scheinen nicht die Originale, photographische Aufnahmen, daran schuld zu sein. Ebenso „ Quelques courses dans la région de la cabane Oberaletsch " von E. Courvoisier. Ferner berichten A. Pictet von der „ Inauguration de la cabane de Panossière ", A. Bernoud von der „ Fête centrale du S.A.C. à St-Gall " und A. Rychner von der „ Inauguration de la cabane de Saleinaz ", alle drei in munterm Tone, wie es die Sache mit sich bringt. Ebenfalls ganz hübsch zu lesen ist H. van Muydens „ Un panorama alpestre à l' Exposition de Chicago ", d.h. die Entstehungsgeschichte des Riesendiorama vom Männlichen. Pietätsvoll ist es, daß der Baum-gartner'sche Nekrolog von Adolf Körber in französischer Übersetzung Aufnahme im Echo gefunden hat, und von gleicher Gesinnung eingegeben sind die Artikel „ John Tyndall " von der Redaktion und „ A propos de Javelle " von Ed. Vitoz. Unter den Variétés befaßt sich R. de Breughel-Dbuglas unter der Marke „ Causerie alpine " mit der Besteigungsgeschichte und Nomenklatur der Dent du Midi; J. Fiaux sucht in einem Artikel „ l' alpinisme considéré au point de vue de l' éducation " den Beweis zu führen, daß man für ihr intellektuelles, moralisches und physisches Wohl die Kinder nicht früh genug und nicht oft genug in die Berge führen könne. Ich bin ganz der Meinung, will aber nicht verhehlen, daß die Gefahr sehr nahe liegt, den jungen Leuten in irgend einer Weise zuviel zuzumuten, und daß ich die Wunderkinder an der Dent Blanche nicht besser leiden mag als am Klavier. Einige andere kleine Mitteilungen übergehe ich, teils weil sie oben für die neuen Besteigungen schon benutzt worden sind, wie die „ Tour des Rosses " und „ Première ascension du Clocher de Luisin ", teils weil sie nur Bearbeitungen sind, wie „ De l' habillement de l' ascensionniste ", oder nur ein westschweizerisches Interesse haben, wie „ la Grotte de Reclère ", „ le Vanil des Artzes " und „ Charavex ". Von allgemeinerer Bedeutung sind dagegen noch „ Uja di Tsamarella " und „ Tsanteleina " ( Grajische Alpen ) von A. Brun und „ Statistique des cabanes de la section des Diablerets ". Der hiermit gemachte Versuch würde auch bei den deutschen Sektionen des S.A.C. mit Vorteil nachgeahmt werden. Außerdem füllen Sektionsnachrichten, Recensionen und ähnliches den Raum der von Herrn Pictet sehr sorgfältig redigierten Zeitschrift. Ich glaube nach dem oben Gesagten aber ihm nicht zu nahe zu treten, wenn ich darauf aufmerksam mache, daß auch das Jahrbuch französisch geschriebenen Artikeln von Clubgenossen immer offen steht.Red.

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