Livret-guide géologique dans le Jura et les Alpes de la Suisse

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Anläßlich des internationalen Geologenkongresses, welcher im Sommer 1894 in Zürich stattfand, sollten die Teilnehmer auch durch eigene Anschauung die geologischen Verhältnisse unseres in dieser Beziehung so reichen Landes kennen lernen. Es fanden deshalb vor dem Kongreß eine Reihe von Exkursionen in den Jura statt und nach dem Kongreß wurden die Alpen in 4 Abteilungen gleichzeitig durchquert. Dr. Schardt führte seine Truppe durch die Freiburger und Waadtländer Alpen ins Wallis und über den Simplon an den Langensee. Prof. Baltzer demonstrierte den Gebirgsbau der Centralalpen und ihrer Massive auf einer Wanderung via Pilatus-Grimsel-Furka-Gotthard-Tessin, während Prof. Schmidt für den gleichen Zweck den natürlichen Einschnitt des Reußthales benutzte und jenseits des Gotthards die metamorphen Schiefer des nördlichen Tessins besuchte. Prof. Heim endlich begann seine Reise am Säntis, führte dann die Exkursionsteilnehmer in seine ureigenste Domäne, das vielumstrittene Gebiet der Glarnerdoppelfalte, und erreichte durch die Bündner und Tessiner Alpen ebenfalls den Vereinigungspunkt aller Exkursionen, Lugano. Für alle diese Touren wurde nun ein sehr ausführlicher, mit zahlreichen Profilen im Farbendruck ausgestatteter geologischer Führer herausgegeben. Es ist ein in jeder Richtung nützliches Buch, denn abgesehen davon, daß der Alpenwanderer darin sozusagen einen geologischen Bädecker besitzt, ist es sehr wichtig, weil es ein Bild des gegenwärtigen Standes der Schweizergeologie darstellt. Seit Studers nun 40 Jahre alter „ Geologie der Schweiz " haben unsere seither so stark angewachsenen Kenntnisse über die Geologie des Vaterlandes keine Zusammenfassung mehr erfahren, und wer sich über irgend etwas orientieren wollte, mußte gleich dio 40 Bände der Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz zur Hand nehmen. Wenn nun auch in dem Buch die besuchten Gebiete sehr ausführlich, andere gar nicht berührt sind, so giebt es dafür Abschnitte, wie der Text von Prof. Schmidt zu seinem geologischen Querprofil durch die Centralalpen, die in zusammenhängender übersichtlicher Form die allgemeinen Verhältnisse und den gegenwärtigen Stand der Alpenforschung zur Darstellung bringen. Ein dritter Teil des Buches giebt endlich eine sehr praktische Übersicht all der reichen Schätze, die in den schweizerischen Museen und Sammlungen enthalten sind.Dr. B. Zeller ( Sektion Bern ).

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