Neue Bergfahrten in den Schweizeralpen 1905.

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Mont Blanc-Gebiet.

Hont Rouge de Pétéret ( 2948 m. Dieser südwestliche Vorgipfel der Pétéretgruppe scheint nur über den Südgrat zugänglich, ist durch Plattenschüsse vom Fauteuil des Allemands abgeschnitten und weder von der Fresnayseite, noch über den zerzackten Nordgrat ersteigbar. ) 26. Juli. MM. J. H. Wicks, E. H. F. Bradby und C. Wilson verließen Courmayeur um 3 Uhr 45 Min. morgens, umgingen den Südabfall auf der Fresnayseite, erreichten die steilen Felsen des Gipfels um 9 Uhr und den höchsten Punkt um 2 Uhr 10 Min. nachmittags. Das Val Veni wurde um 8 Uhr 45 Min. und Courmayeur um 10 Uhr 45 Min. erreicht. Die Kletterei ist steil und lang, aber nicht schwierig. A.J. ), Nr. 170, pag. 615.

Aiguille Blanche de Pétéret. Erster Abstieg über die Ostwand. 21. Juli. Dr. C. Blodig und Edw. T. Compton verließen Courmayeur am 20. Juli um Mitternacht und erreichten über den Brenvagletscher ein Biwak in der Ostwand des Berges auf einer kleinen Plattform, welche schon andern Partien zum Nachtquartier gedient hat. Am 21. Juli um 4 Uhr 15 Min. morgens von hier aufbrechend, erreichten sie den Gipfel schon um 8 Uhr 15 Min., ohne ungewöhnliche Schwierigkeiten angetroffen zu haben. Dank den guten Verhältnissen und den Steigeisen mußten nur wenige Stufen geschlagen werden. Den Abstieg nahmen sie auf dem nämlichen Wege, den sie durch rote Zettel markiert hatten, unten in der Wand mußten sie wegen beständiger starker Steinfälle eine Zeitlang warten. Vor der Nacht gelang es ihnen aber, den Brenvagletscher zu überschreiten, worauf sie in dem grünen Winkel am Fuße der Aiguille de la Brenva ein zweites Mal biwakierten, um am folgenden Morgen nach Courmayeur abzusteigen, R.M. 1905, pag. 215.

Mords Rouges de Triolet, Punkt 8480. ( Erste Ersteigung und erster Übergang vom Glacier de Triolet zum Glacier de Pré-de-Bar. ) 14. August. S'Ing .A. Heß und Art. Centner mit dem Träger Quaizier verließen das Refuge de Triolet, das sie am Vorabend von Courmayeur aus in 41Stunden erreicht hatten, um 6 Uhr morgens, gingen, einer Wegspur folgend, der Basis der Monts Rouges entlang und erreichten wenig ansteigend die Seitenmoräne und über diese und Schneeflecken den Glacier de Triolet. So umgingen sie völlig die Aiguilles Rouges und suchten nun einen Zugang zu dem Kamm, der diese mit der Aiguille de Triolet verbindet. Diesen fanden sie an einer Stelle, wo der Firn fast eben auf einen Vorsprung in der nach unten meist in Steilstufen abfallenden Wand mündet. Eine nicht allzuschwere Kletterei führte auf die Wasserscheide zwischen dem Glacier de Triolet und dem Glacier de Pré-de-Bar und eine schwierigere über verschiedene Gratzacken auf den höchsten Punkt zwischen den Aiguilles Rouges und der Aiguille du Triolet ( 3480 m Aneroidmessung ) um 1 Uhr nachmittags. Der Abstieg wurde von dem kleinen Sattel am Fuß der Aiguille de Triolet auf der Seite gegen den Mont Dolent zum Glacier de Pré-de-Bar genommen, welcher um 7 Uhr 15 Min. abends erreicht wurde. Sie überschritten diesen in östlicher Richtung gegen Punkt 3072 Barbey, folgten dann dem bekannten zum Mont Dolent führenden Wege, waren um 9 Uhr auf dem Col Grépillon oder du Petit Ferret und eine Stunde später in Sajoan im Val Ferret, von wo sie zu Wagen nach Courmayeur zurückkehrten. R.M. 1905, pag. 273 — 285.

Pic des Deux Aigles ( zirka 3500. 15. Juli. M. E. Beaujard mit Josepli Simond verließen den Plan de l' Aiguille um Mitternacht und stiegen den Glacier des Pèlerins an seinem Nordufer hinauf. Dann benutzten sie, sich links, nach Nordwesten wendend, das letzte Couloir ( das nämliche, das Mr. Mummery zur Ersteigung der Aiguille du Plan diente ). Sie erstiegen zuerst die Felsen am linken Ufer des Couloirs ( 4 Uhr 30 Min. ). Das Couloir betraten sie so hoch oben als möglich, hackten Stufen gegen die Felsen des rechten Ufers hinauf und verließen das Couloir wegen Steingefahr sobald tunlich; weiterer Aufstieg in den Felsen am rechten Ufer, gelegentlich im Couloir selbst. Wo das Eis aufhörte, erstiegen sie die steilen Felsen zur Rechten und überwanden zwei schwierige Kamine.Von da ohne Schwierigkeiten auf den Col des Deux Aigles zwischen der Aiguille du Plan und dem Pic des Deux Aigles ( 8 Uhr ). Nun nach links über einen Schneehang traversierten sie die der Aiguille de l'M gegenüberliegende Wand. Auf einer schmalen und schrägen Platte am Fuß des Gipfels angelangt, warfen sie ein Seil über den Gipfel und überwanden mit dessen Hülfe den Überhang. Ankunft auf dem von zwei Adlern beständig umflogenen Gipfel um 3 Uhr nachmittags. Abstieg über den Col des Deux Aigles und Rückkehr zum Montenvers über den Glacier du Plan. Mont. 1905, pag. 539.

Penninische Alpen.

Grand Golliaz über die Nordflanke und den Ostgrat. 19. August. MM. Eberhard Phildius und Marcel Kurz gingen von den Hütten du Mont Percé ( 2033 m ) im Val Ferret Suisse aus, stiegen über Geröllhänge, Moränen und den Gletscher der Angrionettes an den Fuß des großen Couloirs empor, welches von einer Scharte im Grate unmittelbar östlich des Gipfels herabkommt. Dann kletterten sie direkt über die Felsen des rechten Randes dieses Couloirs empor auf den Ostgrat, über welchen sie die Ersteigung vollendeten. Von den Hütten zum Gipfel 4 Stunden.

Grande Rochère ( 3326 m, nordöstlich von Courmayeur ) über den Nordostgrat. 21. August. Die nämlichen stiegen von den Hütten von Trémaille ( 2181 m ) in der Malatraschlucht im Val Ferret immer auf dem linken Ufer des Baches, wo Wegspuren sind, gegen den Col Bonalé ( 2920 m, ohne Namen auf der It.K ., aber in Courmayeur so benannt ) empor, den sie über den Ghiaceiajo di Mal atra und leichte, aber brüchige Felsen in 2 Stunden von den Hütten aus erreichten. Vom Col aus folgten sie dem Nordostgrat bis zum Gipfel, indem sie einige Grattürme umgingen, aber den Punkt 3302 der It.K. überkletterten ( 1 Stunde 15 Minuten vom Col ). R.M. 1905, pag. 246.

Grand Gombin auf neuem Wege. 9. August. Mr. H. Ledebar mit Maurice und Louis Felley brachen um 4 Uhr morgens von einem Biwak am Fuß des Tour de Boussine auf und erreichten den Gipfel über die Felsen der Tour de Boussine um 1 Uhr 30 Min. nachmittags. Abstieg zur Cabane de Panossière und nach Fionnay, wo sie um 8 Uhr abends anlangten. R.M. 190(5, pag. 10.

Dente d' Aran ( 3050 mi, zweiter und dritter Gipfel. 30. August. Se Giov. Boppa, Sa Dina Boniscontro-Boppa und S'n8 Amalia Boppa mit den Führern Casimiro Therisod und Gius. Pession erstiegen von Val Tournanche aus über den Os/grat den liöchsten ( nördlichen ) Dente d' Aran im Tälchen von Chenil, welcher im Sommer 1902 von dem nämlichen Herrn mit Gius. Therisod über die Südwand zum erstenmal erstiegen worden war. Vom Nordgipfel aus traversierte die Gesellschaft den Mittelgipfel über den Ostgrat und die Westwand, über welche sie sich abseilten, und endigten mit der Besteigung des niedrigsten Dente über den Ostgrat. Der zweite und dritte Gipfel sind neu.

Punte di Fontanella ( 3386 m und 3369 m ). 1. September. & Giov. Boppa und Vincenzo Testa-secca mit Cas. Therisod und Gius. Pession erstiegen den höhern Gipfel über dessen Südgrat und den niedrigem, von welchem sie auf neuem Wege über den Ostgrat über gute Felsen ohne außerordentliche Schwierigkeiten abstiegen. R.M. 1905, pag\ 2115.

Cresta di Vofrède ( zwischen Val Tournanche und Val Pelline ). 11. Juli. Avv. Ugo De Arnims mit Daniele und Angelo Maquignaz begingen zum erstenmal den ganzen Grat von der Becca di Guin ( 3805 m ) zur Punta Budden ( 3687 m ) und stiegen von der letztern über die Südwand nach Valpelline ab. ( NB. Se De Amicis nennt auch dieses Gratstück Cresta di Vofrède, wie schon das von der Punta Budden zur Becca di Créton reichende heißt. ) R.M. 1905, pag. 296.

Monte An oder Avic ( 3006 m ). 27. August 1904. Se Giov, Boppa mit Cas. Therisod und Gius. Pelissier erreichten den höchsten Gipfel auf neuem Wege direkt von seiner Basis über die steile Südwand. Abstieg über den Ostgrat, die Nordwand und das Tal von Ponton nach Chambave in 4 Stunden 55 Minuten.

Punta Margherita = Punkt 3877 der Grandes Murailles. 30. August 1904. Die nämlichen. Zweite Ersteigung des Nordgipfels und Übergang zum Südgipfel ( erste Ersteigung ) über die Westwand und den Nordgrat. Aufstieg von Prarayé und Abstieg ebendahin. R.M. 1905, pag. 87.

Dents des Bouquetins, Südgipfel ( 3690 m ). Abstieg vom Südgrat über die Ostwand. 31. Juli. Dr. O. K. Wiüiamson und Mr. H. Symons mit Jean Maître und Pierre Maurys erstiegen von einem Biwak unter den Felsen der Bouquetins nahe bei Punkt 3097 das Couloir und die Felsen nördlich von demselben, welches Mr. A. G. Topham bei der ersten Besteigung zum Abstieg benutzte und welches gerade nördlich von einem auffallenden Felsturm auf den Südgrat mündet. Vom Grat traversierten sie in der Ostwand und stiegen auf bis direkt unterhalb des Kamins, welcher zu der Scharte unmittelbar südlich des Gipfels sich emporzieht. Da dieser Kamin offenbar ungangbar war, mußten sie die Besteigung aufgeben und stiegen in der Richtung des italienischen Za de Zan-Gletschers ab, indem sie sich schwach nördlich hielten, erst über lose, aber nicht schwierige Felsen, dann über Platten und einen interessanten Kamin zu der schon von Mr. Topham bei seiner Erstbesteigung benutzten „ Felsentreppe ", über welche sie den Gletscher erreichten. Die Strecke vom Grat bis zur Felsentreppe scheint neu. A.J., Nr. 170, pag. 616.

Weißhorn über die Südostwand. 28. August. Mr. Winthrop Young mit Joseph Enubel und Mr. G. E. Ryan mit Joseph und Gabriel Lochmatter verließen die Hütte um 1 Uhr 45 Min. morgens. Zuerst folgten sie der gewöhnlichen Route für den Südostgrat über den ersten Gletscher und den anstoßenden kleinen Felsrücken. Dann in nordwestlicher Richtung schräg aufwärts über den zweiten Nebengletscher, der arg verschrundet war, erstiegen sie den Hauptrücken, welcher vom Südostgrat herunterkommt, hoch oben in seiner Nordwestecke an dem offenbar zugänglichsten Punkte. Der Höhe dieses Rückens folgten sie bis da, wo er in den Fuß des großen Schneecouloirs eintaucht, welches die Flanke des Gipfels in 2wei Hälften zu teilen scheint. Tatsächlich liegt es östlich von der Mittellinie. Nach einer halbstündigen Rast überwanden sie in einer langen, westwärts gekehrten Diagonallinie, die viel Stufenhauen erforderte, den Bergschrund und erreichten die schwach ausgeprägte Rippe, welche den Westwall des großen Couloirs bildet, an ihrem untern Ende. Dieser Rippe folgten sie, bis sie in eisüberzogene Platten ( anscheinend Rothorn-holie ) überging. Man hätte der Rippe bis dahin folgen können, wo sie etwas östlich vom Gipfel den Südostgrat erreicht, zog es aber vor, eine direktere Richtung gegen den Gipfel einzuschlagen. Über unangenehme, eisbedeckte Platten in schwach westlicher Richtung schräg aufwärtssteigend, überschritt man ein flaches Couloir zu der nächsten Rippe im Westen. Diesem folgte man eine Zeitlang, traversierte dann wieder nach Westen in ungefährer Richtung des Gipfels. Gerade unterhalb des Gratrückens bot eine Schlußpassage quer über etwa 60 m. eines plattigen Couloirs gute Kletterei. Die Schneekante wurde etwa l1^ m. westlich vom höchsten Punkte um 11 Uhr 10 Min. erreicht ( 6x/2 Stunden im ganzen ). Beim Aufstieg wurde kein Steinfall beobachtet. Abstieg auf -dem gewöhnlichen Wege über den Südostgrat zur Clubhütte und nach Randa in etwa 31/2 Stunden. A.J., Nr. 170, pag. 61G—617.

Alpen der Saaue und Siiiime.

Karrhorn ( oberhalb Gsteig bei Saanen ). 15. Juli. Herren Walter Baumgartner und Hans v. Freudenreich. Alp. 1905, pag. 130.

Gipfel Nr. 5 der Marchzähne, Pyramide, Kleiner Grenadier und Glattewandspitze ( sämtlich in den Gastlosen ). 19. Juni. Herren Dr. H. Koenig und Aug. Gysi. S.A.G.. XLI, pag. 143, 154 ff.

Berner Alpen.

Gisighorn ( 3182 m, bei Belalp ). 4. September. Messieurs B. Corry und B. C. Craig mit Clemens Rappen machten die erste beglaubigte Besteigung über den Südgrat vom Sattel zwischen den Birschighörnern und dem Gisighorn. Der Sattel kann in 21/.t Stunden bequem von Belalp aus erreicht werden; von hier zu einer auffallenden Einsenkung im Südgrat in 1 Stunde 5 Minuten und von hier zum Gipfel in 1 Stunde 42 Minuten. Eine andere Partie stieg durch einen sehr schwierigen Kamin direkt zu der genannten Einsenkung empor und vollendete die Ersteigung größtenteils über die Ostwand, indem sie sich etwas unterhalb des Südgrates hielt bis nahe dem Gipfel. Die Strecke von der Einsenkung über den Grat bietet einige schwierige, aber kurze Stellen. A.J., Nr. 170, pag. 620.

Beichgrat, Punkt 3252 und Punkt 3254. 31. August. Rev.W. C. Compton mit Joh. Stoller und Mr. G. Yeld mit Benjamin Pession verließen die Ober-Aletschhütte um 7 Uhr 5 Min. morgens und folgten zuerst der Beichpaßroute; dann sich mehr nordöstlich haltend, erreichten sie die im Siegfr. mit 2798 m. qnotierte Stelle. Sie erstiegen dann die im Siegfr » markierten Felsen nördlich von Punkt 2798, und sich rund um den Felsenzirkus südöstlich von Punkt 3254 des Beichgrates arbeitend,, wendeten sie sich nach Westen und stiegen über Schnee ( im Siegfr. angegeben ) zwischen den zwei Felswällen, die den erwähnten Felsenzirkus-begrenzen, empor. So erreichten sie Punkt 3254 zuletzt über ziemlich, steile Felsen um 10 Uhr 15 Min. Zur Rückkehr schlugen sie zuerst den. gleichen Weg ein und stiegen dann in nicht immer leichter Kletterei de » Westwall des Felsenzirkus hinunter auf das Schneefeld westlich vo » demselben. Hier wandten sie sich nördlich und erreichten das Ostende-des Schneegrates von Punkt 3252, der eine hübsche Pyramide bildete Nach einem Mittagshalt von 11 Uhr 55 Min. bis 12 Uhr 45 Min. erreichten sie den Gipfel der mit einer imposanten Gwächte versehene » Pyramide um 1 Uhr nachmittags. Abstieg über interessante Felsen zun » Beichpaß und von da nach Ried. A.J., Nr. 170, pag. 619 — 620.

Nesthorn über den Nordwestgrat ( im Siegfr. nicht genügend markiert ). 18. August. MM. E. P. Hope und W. F. KirkpatricJc verließen die-Ober-Aletschhütte um 4 Uhr 30 Min. morgens und überschritten den Bergschrnnd am Fuß des Nordwestgrates um 7 Uhr 20 Min. Sie folgten dem Grat eine Stunde lang, dann traversierten sie zu einem Couloir im Osten, durch welches sie emporstiegen, bis es sieh verbreiterte und sie-wieder auf den Grat führte, nahe der Stelle, wo dieser nach Norden umbiegt. Die so umgangene Stelle schien unpassierbar zu sein. Dam* wurde der felsige Grat bis zum Gipfel verfolgt über oder um mehrere-Felstürme herum. Der Schneegrat oberhalb der Felsen war frei von Eis und Gwächten, und der Gipfel wurde um 9 Uhr 10 Min. abendserreicht. Die Felsen im untern Teil waren brüchig, im obern schwierig. A.J., Nr. 170, pag. G18.

Breühornjoch, zwischen Lauterbrunnen-Breithorn und Punkt 3387. 26. Juli. Dr. O. K. Williamson und H. Symons mit Jean Maître und Pierre Maurys verließen das Hotel Ober-Steinberg um 2 Uhr morgens, stiegen hinter dem Oberhornsee empor über die Moräne des Breithorngletschers und auf diesem zur Ostseite von Punkt 2316. Hier bogen sie-von der Schmadrijochroute ab, erstiegen den Gletscher in südlicher Richtung und erreichten die Einsenkung unmittelbar südlich vom höchsten; Punkt des Felsrückens, der südlich von Punkt 23Iti anfängt. Indem sie ein Schneecouloir und die Felsen zur Linken oberhalb desselben erstiegen, gelangten sie über weitere Felsen auf den Rücken, welcher sich südlich: von der erwähnten Einsenkung hinzieht. Dieser Rücken wurde verfolgt zu dem Punkt, wo er in dem südlich anstoßenden Gletscher endigt-Nun wurde der Gletscher in südöstlicher Richtung erstiegen, bis der gewaltige Bergschrund am Fuß der letzten Wand erreicht war ( Total der Halte bis hierher l1/* Stunde; klinometrische Messung des Abhangs-65 ° ). Sie verließen den Bergschrund um 8 Uhr 22 Min. und hackte » sich über einen Eishang empor, der bald mit schneebedeckten Felsen abwechselte. Hierauf kam wieder Eis, und schließlich führte ein Anstieg-etwas nach links über harten Schnee auf den neuen Paß um 11 UhrMin. Nach einem Halt bis 12 Uhr 32 Min. folgten sie dem Rücken ostwärts über Punkt 3387 und erreichten so die Basis eines rechtwinkligen Felsturms, der sie vom Schmadrijoch trennte. Sie stiegen nunmehr den Felswall hinunter, welcher an der Südseite des Rückens abfällt, hielten allmählich nach links und gelangten auf ein Schneeband, das sie in der nämlichen Richtung traversierten. Schließlich erreichten sie über feste Felsen in interessanter Kletterei den Bergschrund um 4 Uhr 53 Min. ( Halte vom Paß bis hierher 20 Minuten ). Ein leichter Abstieg über den Jägifirn und die rechte Seitenmoräne brachte sie ins Lötschental und nach Ried. Ankunft daselbst um 10 Uhr 5 Min. abends ( Halte unterwegs l1/* Stunde ). A.J., Nr. 170, pag. ( 518 — 619.

Berglistock ( Variante ). 4. August. MM. J. M. Erle und M. G. Brodlet/ mit M. Kohler verließen den Pavillon Dollfus um 2 Uhr 30 Min. morgens und erreichten den Lauteraarsattel zwischen Punkt 3250 und den Felsen des Berglistockes durch ein Schneecouloir um 7 Uhr 30 Min. Von hier stiegen sie direkt über die Felsenrippe, welche zwischen Ankenbälli und Punkt 3622 zum Hauptgrat führt. Die Felsen sind im Anfang gut, einige Felstürme können umgangen werden, doch weiter oben gegen den Hauptgrat werden sie schlecht und gebrochen. Der Aufstieg nahm 1 Stunde in Anspruch. Von hier leichte Gratwanderung bis zu Punkt 3622; dann über den ziemlich scharfen Grat, an einigen Stellen sehr exponiert, zum Berglistock, welcher um 9 Uhr 30 Min. erreicht wurde. Der Abstieg wurde auf dem gewöhnlichen Wege, durch das große Couloir zum Grindelwaldfirn genommen und Grindelwald um 6 Uhr 30 Min. abends erreicht. Man kann auch vom Lauteraarsattel, d.h. nördlich von Punkt 3250, durch Traversieren der Südflanke des Berglistockes in das Couloir gelangen, welches gewöhnlich zur Besteigung benützt wird.

Aus dem „ Climbers'Guide to the Bernese Oberland " II, pag. 129, ist nicht genau zu ersehen, welche Varianten die beiden Partien, welche den Berglistock vom Lauteraargebiet her bestiegen, benutzten.

Persönliche Mitteilung von M. Kohler ( Sektion Oberhasli ).

Mittelharn, über die ganze Länge des Nordostgrates. 31. Juli. Heinrich Buttmann, P. Bieppel und B. Müller. Von der Dossenhütte durch den Wetterkessel zu einem kurzen Firnhang, in den die Felsen des Nordostgrates einlaufen. An der Westseite des Grates hinauf. Sehr brüchiger Fels, durchsetzt von kleinen Eiswänden und Eisrinnen. Nach dem ersten Drittel des Grates ein tiefer Firnsattel, aus dem der Grat mit einer Wand emporsteigt. An der westlichen Kante dieser Wand hinauf, dann weiter an dem massig ansteigenden Grat bis zu einem kleinen Plateau. Bis hierher äußerst brüchiger Fels. Es folgen drei Absätze, die bei teilweise festerm Gestein einige anregende Kletterstellen bieten, nach denen der Gratrücken als scharfe, aber leicht gangbare Firnschneide zum Gipfel führt. 9 Stunden vom Firnhang aus. Im galizen eine wenig empfehlenswerte Tour. Der Grat dürfte sich von der Ostseite aus zum Firnsattel in etwas langwieriger Eisarbeit, aber doch bedeutend angenehmer als über die Westseite, erreichen lassen. A.A.V.B., zweiter Jahresbericht, pag. 11 —12.

TscMngellochtighorn, neuer Aufstieg. Juli. Herren Schneider und P. Kupfer. Alp. 1905, pag. 13G.

Älplistock. 4. Juli. Mr. Frederick Gardiner mit Rudolf und Peter Almer verließen die Handeck um 3 Uhr 50 Min., überschritten den vom Schafälpli herunterkommenden Bach und stiegen auf einem schwach ausgeprägten und steilen Fußpfad zur Linken des Baches empor zum Schafälpli. Ankunft daselbst 5 Uhr 5 Min. Von hier gerade aufwärts über Felsen und Grashänge im obersten Teil des Tales gegen Punkt 2347. ( Frühstückshalt von 6 Uhr 27 Min. bis 7 Uhr. ) Von hier traversierten sie über ein Felsband gegen den Ärlengrat unter Punkt 2483 hin und erreichten so, über Schneehänge und Gletscher unterhalb des Grates sich haltend, Punkt 2880 und, längs des Rückens weitergehend, den Gipfel ( 2895 m ) um 9 Uhr 45 Min. Der Gipfel besteht aus drei Felszähnen, die sich 10 bis 12 m. über den Grat erheben. Die Partie erstieg den mittlern, der sich als der höchste erwies. Keine Spuren einer frühern Besteigung wurden gefunden.

Brandlammhorn, vom Bächligletscher. 9. Juli. Die nämlichen verließen das Grimselhospiz um 4 Uhr morgens und erreichten auf einem schlecht markierten, steilen Pfade das Bächlital unter Punkt 2412. ( Frühstückshalt von 6 Uhr 30 Min. bis 7 Uhr 15 Min. ) Von hier über Schnee-liänge direkt gegen ein einladendes Couloir, gerade östlich von Punkt 3115, ohne Schwierigkeiten ( 10 Uhr 25 Min. bis 10 Uhr 50 Min. ). Von der Höhe des Couloirs erwies sich der Gipfel als unzugänglich wegen glatter, steiler Felsen, ebenso eine Traversierung in den Hängen oberhalb des steilen Couloirs auf der Südseite. Sie stiegen deshalb ab zu einem wenig einladenden Couloir, das zum Nordostgrat des Gipfels führte. Die Überwindung eines das Couloir blockierenden Felsens bereitete erhebliche Schwierigkeiten, dann aber wurde der Nordostgrat leicht erreicht und über dessen brüchige, aber nicht schwierige Felsen der Gipfel nun gewonnen ( 11 Uhr 40 Min. bis 12 Uhr 30 Min. ). Beim Abstieg vermieden sie das Couloir unterhalb der blockierten Stelle, indem sie sich an die sehr steilen Felsen zur Linken hielten, wo sie vor Steinfall sicher waren. A.J., Nr. 170, pag. 617.

Unier Alpen.

Wasenhorn, Südgipfel vom Wendengletscher aus. 28. Juli. Mr. Fred. Gardiner mit Rud. und Peter Ahner verließen das Wirtshaus zum Stein am Sustenpaß um 4 Uhr 30 Min. morgens, stiegen über steile Grashänge zur Linken des Obertalbaches empor in den obern Teil des Tälchens, gingen dann über die Moräne auf den rechtsseitigen Arm des Obertalgletschers, zwischen Punkt 2831 und 2918, hinüber. Über den steilen Gletscher mit zahlreichen, aber kleinen Spalten hinauf zum Paß am obern Ende des Gletschers, zwischen Punkt 2993 und 3002 der Fünffingerstöcke ( östliches Obertaljoch ). Nach einer Frühstücksrast von 7 Uhr 20 Min. bis 8 Uhr stiegen sie den Wendengletscher hinunter, bis der Fuß der felsigen Nordwestflanke des Wasenhorns erreicht war. Dieses erstiegen sie über sehr lose und steile Felsen mit großer Vorsicht und erreichten den Gipfel mit 9 Uhr 15 Min. A.J., Nr. 170, pag. 618.

FleckistocJc, Variante über die Ostwand. 9. Juli. Herren Jakob Wyß und Dr. Ernst Jenny. Alp. 1905, pag. 160.

Glarner Alpen.

Hälsistock ( 2958 m ). Erste Besteigung und Traversierung. 10. September 1904. Herr P. Schucan und Dr. Fr. Weber. Von den Hütten gegenüber Mulinatsch ( ab 53/i Uhr ) durch Val Giuf in die Nerlücke ( zirka 2830 m, zwischen Piz Ner und Punkt 2958, 91/4 bis 91/s Uhr ). Von Süden her auf den Grat und über diesen ohne Schwierigkeiten zu einem Vorgipfel ( IO1/* Uhr ), der zirka 20 m. niedriger als Punkt 2958 und von ihm durch eine etwa 50 m. tiefe Scharte getrennt ist. Jenseits der Scharte erhebt sich eine steile, anscheinend glatte Plattenwand, deren Überwindung ( Einstieg zirka 5 m. südwestlich unter der Scharte ) weniger schwierig war, als es den Anschein gehabt, immerhin aber mittelschwere Kletterei bot; Gipfel 111/* bis 12 Uhr. Der Übergang zu Punkt 2973 ist eine lange Blockgratwanderung mit unschwieriger Kletterei. Abstieg via Piz Giuf — Rot Wichel zur Giuflücke ( 4 Uhr ), von da getrennt durchs Fellital nach Gurtnellen, resp. durch Val Val nach der Oberalp. A.A.C.Z. 1904, pag. 29.

StraMige Stöcke ( 2933 und 2910 m ), erste Besteigung und Traversierung. 1. August 1904, Dr. Fr. Weber mit Träger J. Ill. Indergand. Vom Hotel S.A.C. im Maderanertal über Hinterbalm auf den Resti-Tschingol-Firn. Von Punkt 2652 in östlicher Richtung dem Firnrand entlang und durch eine steile Schuttkehle in die Gratscharte nördlich von Punkt 2910. Vollkommen leicht über den Grat zum nördlichen Gipfel ( 2933 ), dann zurück in die Scharte und in kurzer Kletterei auf Punkt 2910. Abstieg über den Ostgrat leicht bis zu einem hohen Gratabbruch ( etwas unterhalb der Mitte der Gratlänge ), dann südwärts über schmale Rasenbändchen und steile Platten hinunter auf die Schutthänge. Auf Wegspuren in südöstlicher Richtung nach Alp Cavrein und durch Val Rusein hinaus nach Truns. A.A.C.Z. 1904, pag. 29.

Gwasmet ( 2878 IUPunkt 2890 — Stotziggrat ( 2988 und 2993 m ), erste Längstraversierung. 20. November 1904. Herren I ). Marcuard und P. Scintemi. Balmenwald ab 2 Uhr 50 Min. Von der Brunnialp an tiefer Neu- schnee. Cavardiraslücke ( 2705 ) 8 Uhr 30 Min. bis 9 Uhr; von der Lücke direkt nördlich auf den zackenreichen Südgrat des Gwasmet, der bis-zum Gipfel nicht mehr verlassen wurde. Der Fels ist gut, alle Gendarmen können direkt überklettert werden. Gwasmet 10 Uhr 10 Min. Weiter über den zeitweise ganz scharfen Grat zur Lücke 2743 ( 11 Uhr ), die sowohl vom Brunnital aus durch die ..Bündnerkehle " als auch von Val Cavardiras leicht erreichbar ist. Der folgende Punkt, 2890, ist ganz; leicht; erst gegen die Lücke 2787 zu verschärft sich der Grat wieder und bietet in dem steilen Aufschwung zum Stotziggrat eine sehr genußreiche Kletterei über die ganze Gratschneide ( Ausweichen in die Westflanke möglich ). Stotziggrat-Südgipfel ( 2988 ) 1 Uhr 5 Min., Nordgipfel ( 2993 ), vom vorigen durch eine tiefe Scharte getrennt und bereits ( von Norden her ) bestiegen, 1 Uhr 35 Min. bis 2 Uhr. Abstieg über de » Nordgrat bis zur Gabelung, dann nordwärts über den im obern Teil stark verschrundeten Resti-Tschingel-Firn zum Tschingel und hinaus nach Amsteg ( 6 Uhr ). A.A.C.Z. 1904, pag. 29.

Kleine Windgälle ( 2989 m ), erste Begehung des Nordwestgrates-30. Oktober 1904. Herren H. Pfister, P. Schucan und Dr. Fr. Weber. Landi-berg-Hütten ( gutes Heulager ) ab 4 Uhr. Auf dem Seewlialpweg bis auf das-Riedersegg, dann südöstlich über den Grasrücken gegen den untersten,, zirka 200 m. hohen senkrechten Abbruch des Nordwestgrates. Etwa 30 m. unter dem Fuß der Wand horizontale Traverse, etwa 150 m. weit in die Westflanke des Grates auf dem untersten Band ( über dem untersten Felswändchen ). Über sehr steile, felsdurchsetzte Rasenplanken kann die zweite Felsstufe überwunden werden; das so gewonnene obere Band führt längs der senkrechten Wand des turmartigen Gratabbruchs in südöstlicher Richtung empor; um eine scharfe Kante des Turmes biegend, erhält man plötzlich Einblick in den trichterförmigen Plattenkessel, der den gewaltigen Turm vom Grat abtrennt. Dieser Plattenkessel vermittelt den einzigen Zugang zum untern Teil des Nordwestgrates, da dessen Ende, der Turm, an keiner andern Stelle zu umgehen ist. Im Aufstieg durch den Kessel hält man sich stets rechts von der Mitte. Etwa 50 m, südöstlich von der Kante des hohen Abbruches wurde die Grathöhe-erreicht ( 10 Uhr 40 Min. ) und von hier der Nordwestgrat, von kleinen Ausweichungen auf der Nordostseite abgesehen, bis nahe unter seine Vereinigung mit dem Nordgrat verfolgt; prächtige Kletterei in durchweg sehr gutem Fels. Die oberste Partie des Grates, die mit einem hohen,, unüberwindlichen Abbruch an ein kurzes, horizontales Gratstück anschließt, wurde nach links umgangen, und über Geröll und Schneer zuletzt stufenschlagend über blankes Eis der zirka 80 m. westlich unter dem Gipfel gelegene Sattel erreicht und damit die gewöhnliche Anstiegsroute über den Nordgrat; durch die Felsrinne in der Westseite des Gipfelaufbaues, zwischen Haupt- und Südgipfel, auf den Gipfelgrat und zum Steinmann ( 1 Uhr 45 Min. ). Abstieg über Nordgrat, Eisengrube und Oberkäsern nach Amsteg. A.A.C.Z. 1004, pag. 30.

Windgällenlücke ( zirka 2700 m, zwischen der Kleinen Windgälle und den Roten Hörnern ). 6. November 1904. Herren H. Escher, J. Kappeyne, P. Schucan. Von den Landiberghütten über Riedersegg auf den Nordwestgrat der Kleinen Windgälle auf dem oben unter Kleine Windgälle beschriebenen Wege. Die an derselben Stelle erreichte Grathöhe wird gleich überschritten und in direkt östlicher Richtung auf das breite -Schuttband abgestiegen, das sich direkt über dem mächtigen untersten Absturz der Kleinen Windgällen-Nordwand horizontal gegen die Wand der Roten Hörner hinzieht und sich dabei in mehrere schmale Bänder zerteilt. Das oberste derselben, ein sehr schmales abschüssiges Felsband, wurde verfolgt bis zu seinem Ende; hier um eine Felsecke herum in « ine ausgewaschene Rinne, direkt in der Falllinie der Windgällenlücke. Diese Rinne ermöglicht die Erkletterung der untersten sehr steilen und -exponierten Wandstufe. Nach deren Überwindung ( Ausstieg schwierig ) steil empor in gerader Richtung auf die Lücke zu, über unschwierige Felsen. Der Sattel wurde am tiefsten Punkt zwischen Kleine Windgälle und Schwarzhorn erreicht. A.A.C.Z. 1904, pag. 31.

Windgällm-Bcliwarzhorn ( zirka 2805"). li. November 1904. Herren H. Escher, J. Kappeyne, P. Schucan. Von der Windgällenlücke nordöstlich -auf den luftigen Grat und über dessen schmale Schneide zum Gipfel. Im Abstieg wieder über den Grat bis zu der kleinen Scharte, ungefähr in der Mitte desselben; von hier durch einen Riß schräg nach rechts über die Südostwand hinunter zur Windgällenlücke. A.A.C.Z. 1904, pag. 31.

Furkelihorn ( 2775 m, Siegfr., zwischen dem untern und obern Furiceli ). G. November 1904. Herren H. Escher, J. Kappeyne, P. Schucan. Vom Firn über den „ Eisengruben ", in südöstlicher Richtung auf dem südlicheren, schmäleren der beiden zum Südgrat hinauf führenden Bänder bis zu einer engen Felsrinne, die das Band quert und unterbricht; durch diese hinauf in die Gratscharte, in der Mitte zwischen Punkt 2775 und unterem Furkeli. Von der Scharte nordwärts erst über einen breiten Schutt-riicken, dann über vorzüglich gestufte Felsen in unschwieriger Kletterei zum Gipfel. Abstieg auf demselben Wege. A.A.C.Z. 1904, pag. 31.

Älplerlorstock, Punkt 2613, Siegfr., zwischen dem Großen und dem Kleinen Älplertor. 1H04. Herren G. A. Guyer und Dr. Th. Herzog. Von Oberurigen ( an der Klausenstraße ) durch die Eikehle zum Kleinen Älplertor ( zwischen Schächentaler-Windgälle und Punkt 2613 ). Von hier auf der Ostseite der Wand des Älplertorstockes entlang bis zu einer aus ihr vortretenden, begrünten Ecke. Über diese vollzog sich, im allgemeinen von links nach rechts aufsteigend, in ausgesetztem und zum Teil brüchigem Terrain, die Erkletterung der etwa 50 m. hohen Steilstufe.Vom oberen Rand der Steilstufe über unschwierige Schrofen zum Grat und zur Spitze. A.A.C.Z. 1904, pag. 32.

Hoch-Pfaffen ( 2486 m ), von Westen. 1. November 1904. Herr Dr. Th. Hersog. Von Oberurigen direkt nördlich gegen den Hoch-Pfaffen hinan und von den Schutthängen unter seiner Wand durch ein steiles, etwas steinschlägiges Couloir zur Scharte westlich des Gipfels. Von hier direkt über die steile, felsdurchsetzte Grasflanke auf den Gipfelgrat. A.A.C.Z. 1904, pag. 32.

Pfaffenstock ( zirka 2450 m ), westlich vom Hoch-Pfaffen. 23. Oktober 1904. Herren Dr. F. Weber und Dr. Th. Hersog. Von der Scharte ( zirka 2350zwischen Pfaffenturm und Pfaffenstock, zu der sie von Süden durch ein steiles Felscouloir aufgestiegen waren, direkt über Grashänge und Felsstufen empor. Die letzte Felsstufe wurde rechts von der Spitze ( links von einem scharfen Einriß ) über einen Überhang schwierig erstiegen. A. A. G. Z. 1904, pag. 32.

Pfaffenturm ( zirka 2400 m ), westlich vom Pfaffenstock. 23. Oktober 1904. Herren Dr. Fr. Weber und Dr. Th. Herzog. Von Süden durch ein steiles Felscouloir zur Scharte ( zirka 2350 m ), zwischen Pfaffenstock und Pfaffenturm. Von hier wurde der zwischen dem Pfaffenturin und der Scharte stehende zweispitzige Gratturm direkt über die Kante schwierig erklettert. Auf dem Rückweg umgingen sie ihn südlich, leicht durch eine Rinne.Von der Scharte hinter dem Turm über ein paar niedere Stufen zum Fuß der eigentlichen Gipfelmauer. Unter dieser auf der Nordseite, schwach abwärts traversierend, zu der kleinen Scharte, zwischen den zwei bizarren Türmen auf der Nordseite und dem hier ansetzenden Westgrat. Über dessen steile, splittrige Schneide, zuletzt rechts daneben auf Gras zum Vorgipfel. Von diesem mittelst weiten Spreizschrittes oder Sprungs über einen klaffenden Spalt auf eine kleine Terrasse am Hauptgipfel und über leichte Felsen zur höchsten Spitze. A.A.C.Z. 1904,. pag. 32.

Scheienberg. 1904. Herren G. A. Guyer und Dr. Th. Herzog. Vom Wirtshaus Dürrenboden im Bisital zur Glattenalp. Nördlich am Glattensee vorbei zum Talhintergrund und durch eine Rinne gegen die Lücke östlich vom Scheienberg hinan. Etwa 60 m. unter der Lücke rechts durch ein kurzes Couloir mit Überhang auf eine kleine begraste Rippe und weiter über verschneite Platten zum Grat. Die erste Steilstufe wurde an seiner Südostseite durch eine seichte Rinne mit guten Griffen überwunden und dann über den Grat ohne besondere Schwierigkeiten der Gipfel erreicht. A.A.C.Z. 1904, pag. 33.

Haldensteiner Calanda über den Nordostgrat. 12. Juni 1904. Herren Dr. F. Grob und P. Scfiuean. Calandahütte ab 5 Uhr 15 Min., erst zirka 100 m. nordwestlich hinunter; dann in nördlicher Richtung ungefähr auf gleicher Höhe bis ins Vordertal. Hier westlich abschwenkend, auf die ausgeprägte Schutt- und Schneekehle zu, durch welche der Nordostgrat erreicht wurde ( 8 Uhr bis 8 Uhr 30 Min. ). Dieser wird mit geringen Abweichungen bis zum Gipfel verfolgt. Leicht bis zu dem markanten, isolierten Gratturm, der durch eine tiefe Scharte vom eigentlichen Gipfel -grat abgeschieden ist. Der Abstieg in die Scharte erfolgte einige Meter südlich der Gratschneide über glatte, steile Platten; auf der andern Neue Bergfahrten in den Schweizeralpen läOn.305 Seite mittelst eines sehr schmalen, exponierten Bandes wieder auf den Grat, in westlicher Richtung um eine Ecke herum ansteigend. Nun ohne weitere Schwierigkeiten zum Gipfel ( 11 Uhr ). Im letzten Stück hält man sich westlich hart unter dem zerborstenen Gipfelkamm. A.A.C.Z. 1904, pag. 33.

Stock pin, Südgipfel ( zirka 2905 m ), erste Ersteigung und Traversierung. B. August 1904. Herr Dr. Fr. Weber mit Träger J. 31. Indergand. ( Im Gegensatz zum Stock gros wird der von dessen Südfuß nach Süden und Südwesten sich hinziehende lange, zerrissene Grat als Stock pin bezeichnet. ) Von Alp Rusein sura ( ab 7 Uhr ) in südöstlicher Richtung auf den Westgrat von Punkt 2868 und über den Grat auf diesen Vorgipfel ( 9 Uhr 15 Min. bis 9 Uhr 45 Min. ). Dem Grat nordwärts folgend in eine kleine Depression, dann über senkrecht gestellte Platten empor in eine breite Felsnische, die sich nach oben zum Kamin verengert und zu oberst mit einem Felsentor abschließt. Ein Überhang in etwa halber Höhe des Kamins gibt ziemlich zu schaffen. Nach Passieren des Felsen-tors Traverse nach rechts in eine Gratscharte und in hübscher Kletterei nordwärts über den Grat zum Gipfel ( lO'/a Uhr bis 12 Uhr ). Abstieg teils über Platten, teils durch eine enge Felsrinne auf die großen Schutthänge am Ostfuß der Wand und über Gliemsgletscher und Gliemslücke zum Zelt am Puntaiglasgletscher. A.A.C.Z. 1904, pag. 33.

GüemsstöclcU ( zirka 2970 m ), erste Ersteigung und Traversierung. 9. August 1904. Dr. Fr. Weber mit J. 31. Indergand. ( Südlich von der Gliemslücke ( 2817 m ) erhebt sich aus dem gegen Punkt 3070 emporziehenden vergletscherten Grat ( auf der topographischen Karte unrichtig dargestellt ) eine in drei Spitzen kulminierende Felsmasse vom Charakter eines selbständigen Gipfels, für die der Name Gliemsstöckli in Vorschlag gebracht wird. ) Vom Zelt vor dem Puntaiglasgletscher zur Gliemslücke und über den Grat zum nördlichen der drei Gipfel. In hübscher Kletterei über den schmalen Grat zum mittlern Gipfel und sehr steil hinab in die Scharte zwischen diesem und dem Südgipfel. Nach Besteigung des letztern über den Grat in die Scharte zurück, Abstieg über die Ostflanke auf einem geneigten Band in südöstlicher Richtung bis zum Rand des zerklüfteten Gletschers, dann in nordöstlicher Richtung über Fels und Schutt auf den Puntaiglasgletscher und zum Zelt zurück. A.A.C.Z. 1904, pag. 34.

Pis curtin scarvon Giacken ( zirka 2980 m ), erste Ersteigung und Traversierung. 4. August 1904. Dr. Fr. Weber mit J. 31. Indergand. ( Der Gipfel liegt etwa 120 in. südöstlich von Punkt 2866, westlich vom Ende des Puntaiglasgletschers und bildet die höchste Erhebung des Felsgrates, der den vor dem Gletscher gelegenen Teil der obern Val Puntaiglas nach Westen begrenzt. Der Name dieses Gipfels, sowie die der beiden folgenden, auf der Karte unbenannten Gipfel sind bei ortskundigen Einheimischen ermittelt worden. ) Vom Zelt vor dem Gletscher ( ab 81/* Uhr ) in genau westlicher Richtung über Moränen- und Gehängeschutt empor bis zirka 2600 m ., dann südwärts über eine Wandstufe auf eine Schuttterrasse und an der diese nach Süden abschließenden Wand nach rechts empor auf einen schmalen horizontalen Grat, der ungefähr aus der Mitte der breiten Wand nach Osten vorspringt und vom Zeltplatz aus als Spitze erscheint ( zirka 2735 m; 9*/4 Uhr ). Vom Ansatz dieser Schulter über eine Wandstufe ( nicht leicht ) auf die obere breite Schuttterrasse, die sich als breites Schuttband südwärts fortsetzt bis auf einen flachgewölbten Felskopf, der dicht über einer tiefen, engen Scharte das Ende des Südgrates dieses Gipfels bildet ( zirka 2850 m; 9 Uhr 50 Min. bis 10 Uhr ). Nun in nordwestlicher Richtung direkt über den Grat, der zunächst als Blockgrat gut gangbar ist, dann aber sehr schmal wird, hübsche Kletterei Metet und stellenweise zum Ausweichen auf der Ostseite zwingt. Gipfel 11 bis 123/* Uhr. Abstieg über den steilen Nordwestgrat, erst nördlich

Piz tgietschcn ( zirka 2910, erste Besteigung und Traversierung. 4. August 1904. Dr. Fr. Weber mit J. M. Indergand. ( Der Name bezieht sich auf den Grat, dei- von Punkt 3070 in nordöstlicher Richtung sich absenkt. Der östliche Endpunkt des Grates, zirka 2910 m ., liegt zirka 900 m. Ostnordost von Punkt 3070.Vom Firnsattel, 2866 m. ( ab 2 Uhr ), in nordwestlicher Richtung auf den Grat, zirka 300 m. nordöstlich von Punkt 3080, und in hübscher Kletterei ohne besondere Schwierigkeiten größtenteils über die Gratschneide bis zum vordersten Punkt, der scharf abbrechenden, den untersten Teil des Puntaiglasgletschers beherrschenden Spitze ( 33/4 Uhr bis 5 Uhr ). Abstieg in direkt nordöstlicher Richtung über gut gestuften Fels, Rasenflecken und Schutthänge auf den Puntaiglasgletscher und zum Zelt zurück. A.A.C.Z. 1904, pag. 35.

Pie scantschallas oder Pis plattas alvas ( zirka 2950 m ), erste Ersteigung und Traversierung. 5. August 1904. Dr. Fr. Weber mit J.M.In-dergand. ( Dieser Gipfel liegt fast genau in der Mitte zwischen dem oben genannten Piz curtin scarvon Giacken und dem auf der Karte ( fälschlicherweise ) als Piz Munt bezeichneten Gipfel, vom letztem 500 m. gegen Nordnordwest.Vom Zelt am Gletscher ( ab 91/ä Uhr ) über Trümmerhalden in die enge Schuttkehle zwischen Piz curtin scarvon Giacken und Piz scantschallas, genannt Val del g'iavel oder Val macorta ( Steinschlag !). In zirka 2560 m. Höhe ziemlich schwieriger Einstieg über die südlichen Wandfelsen, dann über Moosbänder nach links hinaus auf die Kante der ( auf der Karte deutlieh markiertem Felsrippe und über diese empor, bisweilen links davon über steile, spärlich mit Gras durchsetzte Granitplatten, oder rechts über schmale Gras- oder Schuttbändchen längs senkrechten Plattenwänden. Zwei Kamine mit schlechten Griffen und Tritten bieten etwelche Schwierigkeiten. Ein kurzes-, breites Schuttband wird nach links traversiert nach der ( auf der Karte ebenfalls angegebenen ) steilen Felsrinne, die sich vom Fuß der Wand zum Gipfelgrat hinaufzieht und sich gerade auf der Höhe dieses Schuttfeldes ( zirka 2790 m ) gabelt. In einer Felsnische neben der Rinne Rast von 12 bis 127s Uhr wegen Gewitter. Durch die südliche der beiden Felsrinnen etwa 15 m. empor, dann links hinaus in die Wand und über steilen, aber gut gestuften Fels und große Blöcke auf den Gipfelgrat ( 1 Uhr 5 Min. ), zirka 50 m. südlich vom Gipfel, der nach Überwindung einer schiefen, grifflosen Platte über den Grat erreicht wurde ( 1 Uhr 25 Min. bis 2 Uhr 15 Min. ). Im Abstieg über den Grat zurück bis unter die schiefe Platte, dann gleich rechts durch eine Schuttkehle in die Westflanke und in genau südlicher Richtung über von Schutt und Rasenpolster bedeckte Felsstufen und -wändchen hinunter, zuletzt über eine große steile Platte in den untern Teil einer schutterfüllten Felsschlucht, die sich zum Südgrat des Piz scantschallas hinaufzieht und oben durch eine mächtige, senkrechte Plattenwand abgeschlossen ist. Ausstieg in zirka 2700 m. um 3 Uhr 15 Min. Über gewaltige Blockhalden hinunter nach der Alp Glievers dado sura ( 4 bis ò1/^ Uhr ) und über Alp de munt und Munt dado nach Truns ( 71/* Uhr ). A.A.C.Z. 1904, pag. 36.

Piz Glievers dado ( zirka 3000 m ), erste Ersteigung. 21. September 1904. Dr. Fr. Weber, zum Teil mit Wildhüter A. Maissen. ( Der lange Grat zwischen Punkt 3070 ( Piz posta biala ) und Piz Gliems trägt zwei bedeutendere Erhebungen, die als selbständige Gipfel bezeichnet werden dürfen; die östlichere liegt 600 m. südwestlich vom Punkt 3070, die westlichere 500 m. Ostnordost vom Piz Gliems; für erstem Gipfel wird der Name Piz Glievers dado, für letztern die Bezeichnung Piz Glievers dadens vorgeschlagen. ) Von dem Jägerunterschlupf auf der Gonda über den Firnsattel ( 2866 m ) zum Gipfel des Piz posta biala ( 3070 m ). Abstieg über den Südwestgrat ( neu ); ungefähr in der Mitte zwischen Punkt 3070 und Piz Glievers dado wurde ein kurzes, scharfes Gratstück, das sich mit einem Überhang aus der ersten tiefern Gratscharte erhebt, auf der Südseite umgangen, im übrigen wurde stets der Grat verfolgt bis in die tiefste Scharte vor dem Piz Glievers dado. Von hier ( allein ) Traverse in den verschneiten Felsen der Nordwestwand zum Grat empor, der dicht vor dem Gipfel erreicht wurde.Vom Gipfel auf demselben Wege zurück zur Scharte, von hier über eine mächtige, abschüssige Platte, zirka 10 m. absteigend, dann fast griff- und trittlos, nach rechts traversierend, nach dem teilweise schräg überdachten, westlichen Rand der Platte und in dem Winkel, bald sitzend, bald knieend sich verstemmend und verklemmend über die Platte hinunter auf die mit Felsstufen durchsetzte Schutthalde; über diese in südwestlicher Richtung absteigend, zuletzt über eine plattige Wandstufe, auf die großblockige Gonda hinab und zum Jägerrefugium zurück. A.A.C.Z. 1904, pag. 36.

Pfaffenstock ( ^2440 m ), erste Ersteigung des Hauptgipfels. 1. Juni. Herren Gebhard Guyer und W. Grünert.

Mndermattstock ( 2530 m ). 16. Juni. Herren Gebhard Guyer und W. Wortmann.

Kleiner Buchen, von Norden. 30. Juni. Herren Gebhard Guyer und K. F. Meyer.

Nähere Berichte fehlen. A.A.V.M.., 13. Jahresbericht, pag. 6lj.

Gassenstock ( zweithöchste Erhebung im Nordgrat des Bösen Faulem. 4. August. Herren Hugo Schetty und Max Imhoff. Alp. 1905, pag. 130.

Silrrettagrnppe.

Hinteres Plattenhorn ( 3205 m ), über die Nordwestwand. 24. Juli 1904. Herren P. Schucan und Dr. Th. Herzog. Von der Vereinahütte bis zum hintern Ende des Großen Bodens von Mittel-Vernela. Von hier südlich gegen das Hintere Plattenhorn empor. Aufstieg zur Gratlücke zwischen Hinterem und Mittlerem Plattenhorn durch die von ihr herabziehende sehr steile, von Eisrinnen durchfurchte Firnwand. Der untere Teil wurde von West nach Nord steil aufsteigend gequert ( mit Steigeisen, teilweise Stufenarbeit ). Dann am Rand von Felsen und Firn empor. Auf diese Weise wurde das mittlere, ganz aus grauem Eis bestehende, steilste Stück umgangen und sodann über diesem in längerer Stufenarbeit an steiler Firn- und Eiswand zu der Gratlücke hinaufgestiegen. Hier trifft der Weg mit der von Süden kommenden gewöhnlichen Route zusammen. Über den Westgrat zum Gipfel.

Vereinahütte ab 3 Uhr 20 Min., Gipfel an 8 Uhr 45 Min. A.A.C.Z. 1904, pag. 36.

Hinteres Plattenhorn ( 3205 m ), über den Nordostgrat. 24. Juni 1904. Herren P. Schucan und Dr. Th. Herzog. Vom Ostgipfel, Punkt ;>190, ein kurzes Stück über den Grat bis zu einem Abbruch. Dieser wurde auf der Ostseite, durch ein plattiges Couloir absteigend, umgangen und die Grathöhe über schneebedeckte Platten wieder gewonnen. Nach wenigen Metern gelangt man an den ersten großen Steilabsatz des Grates. Dieser wurde in folgender Weise überwunden. Zuerst auf einem schmalen Bändchen östlich in die Wand hinab und über eine senkrechte Stufe in eine kleine Rinne, von der aus wieder der Grat erreicht wurde. Hierauf wenige Meter im brüchigen Gestein der Nordflanke abwärts und auf die Gratkante zurück. Von hier wurde über eine Platte abgeseilt. Nach einigen Metern drängte ein glatter Steilabsatz wieder in die Nordflanke. Über ein schmales Plattengesimse, hangelnd, auf besseres Terrain hinunter und auf schmalem Band zum Grat zurück. Der letzte Abbruch wurde auf einem Stufenband nördlich umgangen und so die etwa in der Mitte des ganzen Grates liegende ausgeprägte Scharte erreicht. Von der Lücke auf den Kopf, der den zweiten zur Schwaderlochfurke absinkenden Gratabsturz krönt. Das erste Drittel besteht aus Schutt und losem Gestein. Bei dem großen Abbruch, der das ganze zweite Drittel einnimmt, benützten sie stets, soweit die Gratkante ungangbar war, die Nordflanke zum Ausweichen. Zum Teil über äußerst brüchiges Gestein, mehrmals abseilend bis zu einer kleinen Lücke hinunter, von der aus sie das letzte Drittel ohne Schwierigkeiten hinabsteigen konnten.

Vom Ostgipfel zur Schwaderlochfurke 10 Uhr 10 Min. bis 2 Uhr 50 Min. A.A.C.Z. 1904, pag. 37.

Mittleres Plattenhorn ( 3219 m ), über den Ostgrat. 28. August 1904. Herren P. Schucan und Th. Bofler. Von der Vereinahütte ( ab 2 Uhr 30 Min. ) via Süsertal-Miesböden aufs Hintere Plattenhorn ( 3205 m; 8 Uhr bis 8 Uhr 25 Min. ), hierauf in die Lücke nächst westlich dieses Gipfels. Hier beginnt der neue Aufstieg zum Mittleren Plattenhorn. Um in den Sattel direkt am Fuße seines eigentlichen Gipfelaufbaues zu gelangen, muß erst noch eine Reihe von größern Gratzacken überstiegen werden. Der höchste derselben trägt die Quote 3045. Die ersten Zacken konnten dank dem vorzüglichen Gestein direkt überklettert werden; nur der höchste mußte, etwas absteigend, auf der Südseite umgangen werden, kann aber dann von Westen her gut erreicht werden. Nun leicht in den erwähnten Sattel ( 10 Uhr 10 Min. ). Von hier steigt der Grat in einem steilen Aufschwung bis zum Gipfel empor. Die Route ist einfach, immer der Kante nach; nur im mittelsten, steilsten Stück wird ein glatter Abbruch hart nördlich umgangen, und die obersten 20 m. hält man sich besser ganz nahe südlich der Schneide. Mittel-Plattenhorn ( 3219 m ) 11 Uhr 5 Min. bis 12 Uhr 10 Min. Von hier traversierten sie das Vorder-Plattenhorn ( 3221 mAbstieg via Schneetäli zur Hütte ( an 4 Uhr 10 Min. ). A.A.C.Z. 1904. pag. 37.

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