Österreichische Alpenzeitung

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Das Organ des österreichischen Alpenclubs beginnt den zu besprechenden Jahrgang mit einem warmen Nachruf an Ludwig Purtscheller von dessen altem Freund und Berggenossen Otto Zsigmondy, dem einzig Überlebenden des berühmten Trios vom Ostgrat der Meije. Zahlreich sind die Artikel aus den Schweizeralpen.

Dr. C. Blodig: Ein zwölfter Weg auf die Diablerets; Gustav Euringer: Streifzüge durch die Lepontischen Alpen; Henry Hök: Eine Skifahrt in das Gebiet des Claridenfirns; E. Schottelius: Eine Besteigung des Dammastocks mit norwegischen Schneeschuhen; Th. Herzog: Eine Besteigung der Cima del Largo im Disgraziastocke; Henry Hök: Aus einem stillen Alpenwinkel ( Val Solda am Luganersee. Ich glaube nicht, daß außer Herrn Hök und dem Referenten je ein schreibender Alpinist in dieser reizenden Ecke gewesen ist.Dr. W. Bergmann: Auf Tödi und Rheinwaldhorn; Hans Biendl und Hans Wödl: Aus der Berninagruppe; Henry Hök: Tödi und Bifertenstock. Das sind also von den 18 größern Artikeln genau die Hälfte. Ans der anderen Hälfte will ich, Raumes halber, nicht um andere zurückzusetzen, nur die zwei großen gelösten „ Probleme " citieren: Die Nordwand der Kleinen Zinne und Die erste Ersteigung der Südwand des hohen Dachsteins, beide von Ingenieur Eduard Pichl.

Aus den kleinern Artikeln erwähne ich noch als uns besonderes Interesse bietend: Dr. W. Paulcke: Zur Entwicklung des alpinen Skilaufs in den Jahren 1896—1900; Ed. Pichl: Schmok im Dienste des Alpinismus; Hans Biendl: Alpinismus und Tagespresse ( zwei ziemlich geharnischte Diatriben, namentlich die ersteEd. Pichl: Die neuen Touren des Jahres 1900 in den Ostalpen; Henry Hök und Ernst Schottelius: Theoretisches vom Skilauf.

Die Illustrationen sind wenig zahlreich.

Mit dem vorstehenden ist natürlich der Inhalt der österreichischen Alpen-Zeitung an alpinen Neuigkeiten und nützlichen Notizen aller Art nicht erschöpft, aber recensieren läßt sich dergleichen nicht, und ich will nur bemerken, daß, wenn diese Zeitschrift am Schluß meiner Referate steht, dies durchaus nicht symbolisch gemeint ist, was übrigens mein verehrter Kollege auch von mir nicht glauben würde.

Redaktion.

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