P. Ignaz Hess : Das Kloster Engelberg

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Diejenigen Clubgenossen, welche an der letztjährigen Hauptversammlung in Engelberg teilgenommen haben, werden sich noch mit Vergnügen des hübschen Vortrags erinnern, welchen der gelehrte Stiftsarchivar damals gehalten hat. Ich hätte ihn geme für das Jahrbuch genommen, wenn er nicht in ausgeführt erer Form schon im „ Führer für Engelberg " niedergelegt wäre. Auch hatte ich über eine andere das Kloster betreffende Arbeit des P. Ignaz: Der Grenzstreit zwischen Engelberg und Uri, erschienen im Jahrbuch für Schweiz. Geschichte 1900, die für Bergsteiger ein noch größeres Interesse hat als die Klostergeschichte selbst, im Jahrbuch S.A.C. XXXVI, pag. 322, so ausführlich referiert, daß auch dieser Teil des Stoffes vorweg genommen war. Den Originalbericht über die erste Titlisbesteigung endlich, die bekanntlich von Klosterleuten unternommen worden ist, habe ich in Jahrbuch XXXII, pag. 322, gebracht, und das Historische der Titlisbesteigungen ist im „ Führer für Engelberg " ebenfalls berücksichtigt. So begnüge ich mich denn, auf den letztern, aus welchem die neueste Arbeit von P. Heß ein Ausschnitt ist, ausdrücklich hinzuweisen als eine interessante und nützliche Lektüre. Die Klostergeschichte wird von P. Heß in drei Abschnitten durchgeführt: I. Das Kloster und die Mönche; II. Das Kloster und die Talleute; III. Das Klostergebäude. Seine Darstellung ist ein Muster knappen und klaren Stils und bündiger Kürze, in der doch alles Notwendige und Wissenswerte gesagt ist. Belehrend auch für andere Gegenden ist im 2. Abschnitt der Nachweis, wie die Talleute aus ihrer anfänglich völligen Abhängigkeit von der „ Herrschaft ", die aus der Vereinigung der ursprünglichen Schenkung Conrads v. Seldenbüren mit den Eigengütern des Hauses Habsburg entstand, durch zähes, aber im ganzen doch legales Ringen, dem mehrere Äbte klug und freundlich nachgaben, erst zu freiem Erb- und Testierrecht, dann zu eigenem Talgericht und Talgemeinde und endlich zu dem „ Freyheitsakt für das Thal Engelberg " von 1798 fortgeschritten sind. Die nur 22 Seiten haltende Broschüre ist mit drei hübschen Vignetten, wohl aus der Bibliothek des Klosters selbst stammend, einer Ansicht des Klosters mit dem Titlis und einer das Innere der Klosterkirche darstellenden geschmückt.Redaktion.

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