Präludium zu den Uri-Rotstock-Gesängen

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Karl Engelberger in Stans und Carl Küster, Engelberg. Erschienen im « Nidwaldner Volksblatt » um die Jahrhundertwende ( genaues Datum nicht bekannt ) Archiv Paul Küster, Bürglen OW Wonnig ist 's, an Sommertagen Sich den Rucksack voll zu stopfen, Die gefüllte Wanderflasche Mit dem Stöpsel zu verpfropfen.

Wonnig, zu entflieh'n des Lebens Unverstand, dem Sorgenvollen, Hoch hinein in deine Berge, Süsse Heimat, sich zu trollen.

Eins bedenke, frommer Bergfex! Vorsicht sei dir Weg und Leitung. Sehnst du dich nach Gletscherflöhen, Triff zum Werben Vorbereitung.

Denn die Vorsicht ist der Weisheit Mutter; Klugheit heisst ihr Vater. An des Gletscherseils Kolonne Passt kein Affe und kein Kater.

Auch kein Brummbär sei dein Schädel, Willst zum Gletscherbeil du greifen! Gletscherkühl sei der Gedanke, Willst du auf Moränen schweifen!

Nicht in Schwalbenschwanz und Esse Sollst zur Bergfahrt du erscheinen! Auch das Gigerl lass zu Hause Mit den falschen Wadenbeinen!

Sei's ein Filzer, sei 's ein Strohhut, Etwas schief sollst du ihn tragen! Das verrät den edlen Bergfex Und sein männlich Thun und Wagen.

* Dieses Präludium stellt die Einleitung zu 5 « Gesängen » dar, die in urchiger Manier und gereimt von der Besteigung des Uri-Rotstocks berichten. Red.

Jägerlatein ist ergötzlich. Wähl fürs Hemd drum Jägerwolle! Wenn du Berglatein verzapfest. Fällst du dann nicht aus der Rolle.

In den Rucksack packe sorglich Das Reservehemd, die Socken! Zeigt die Fussbekleidung Mängel, Armer Bergfex, bleibst du stocken.

Nimm auch Zehrung mit und höre Nimm kompakte und liquide! Wo der Geist mit der Materie Sich vereint, da wohnt der Friede. Thu'Moneten in den Beutel! Gar nicht ratsam ist ein leerer; Auch die Unschuld im Gebirge Ist des goldnen Kalbs Verehrer.

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