R. de Breugel Douglas: La Dent du Midi

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Diese in Format und Druck einer „ Liebhaberausgabe " ähnlich sehende Publikation ist recht verschieden beurteilt worden. Während ein gestrenger Kritiker ( s. Ö.A.Z. 1913, p. 338 ) kein gutes Haar an ihr läßt, hat sie einer der besten Kenner der Gruppe, J. P. Farrar, im A.J. 1914, p. 111, freundlich begrüßt und auf ihren großen Wert als Monographie und die darin enthaltenen neuen Aufschlüsse über die Besteigungsgeschichte der Haute Cime, der Cime de l' Est usw. hingewiesen. Ich sehe nicht ein, warum ich mich Farrars Urteil nicht anschließen sollte. Dies um so mehr, weil die Gruppe der Dent du Midi der einzige alpine Fleck Seliweizerbodens ist, der niemals zu einem „ Itinerarium des S.A.C. " hat herhalten müssen und auch von keinem Climbers'Guide bearbeitet worden ist. Einen solchen zu liefern, lag auch gar nicht in der Absicht des Verfassers, der sich über seinen Zweck in der Vorrede ausspricht wie folgt: „ Diese Arbeit enthält keine Beschreibung der Gipfel der prächtigen Kette mit den sieben Spitzen. Die Bibliographie verzeichnet die Berichte über die Besteigungen, welche man darin gemacht hat. Meine Bemühungen waren darauf gerichtet, eine genaue Aufzählung aller in der Gruppe ausgeführten Erstlingstouren zu bringen und deren Routen einzutragen auf Illustrationen, die mit großer Mühe gesammelt werden mußten. Denn außer den bekannten klassischen Gesamtansichten von Montreux aus existiert wenig in der Kette selbst oder nahe derselben Aufgenommenes. Das zweite und dritte Kapitel sind ein Versuch, endlich die Namen der verschiedenen Cols und Couloirs zu fixieren. " Der Verfasser, welcher der Dent du Midi seine Liebe seit 25 Jahren gewidmet hat, hatte sich bei der Ausarbeitung der Beihülfe von E. B. Blanchet in Lausanne zu erfreuen, welcher gleich ihm eine Reihe von Erstlingstouren in dieser Gruppe ausgeführt hat und dem er deswegen sein Buch widmet. Es ist doch, trotz Dr. Blodigs Spott, eine bestei-gungsgeschichtlich nicht unwesentliche Notiz, daß zwischen der ersten Besteigung der Haute Cime 1784 durch den Abbé Clément und der Besiegung des letzten jungfräulichen Gipfels, des Eperon, am B. August 1892, durch P. Janin und seine Führer in einem so von weitem auffälligen und von zwei seit langem durch Touristen aufgesuchten Tälern begrenzten kleinen Massiv volle 108 Jahre vergehen mußten! Und auch die in verschiedenen, allerdings nicht übersichtlich gedruckten Tabellen gegebenen Statistiken des ersten von den Sieben Gipfeln handelnden Kapitels sind eine verdienstliche, wenn auch natürlich nicht durch Glanz der Namen prangende Arbeit. Die oben erwähnten Kapitel 2 und 3 besprechen das erstere die „ Cols de Parke des Dents du Midi ", das letztere die entsprechenden „ Couloirs ". Auch hier bietet sich Gelegenheit, manches aus der Topographie und Besteigungsgeschichte einzuflechten, und die an diese Kapitel anschließenden Abschnitte Appendice und Varia bringen weitere Ergänzungen. Aus der „ Bibliographie " ersehen wir aufs neue, daß es außer den kurzen Stellen in J. Gallets „ Dans l' Alpe ignorée " ( vergl. Jahrbuch S.A.C. XLVI, p. 319 ) keine neuere Monographie über die Dent du Midi gibt, und so darf man die uneigennützige Leistung des holländischen Barons und unseres Klubgenossen nicht verachten. Ich konstatiere übrigens bei dieser Gelegenheit wieder einmal, daß über die allererste Besteigung der Haute Cime sozusagen keine Details bekannt sind.Redaktion.

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