Bergdörfchen

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Von Karl Stamm.

Du siehst auf schmalem Felsenband, von höhern Felsen übermauert, den jähen Abgrund rechter Hand die kleine graue Häuserschar, wie sie geduckt zusammenkauert, als wollt ', vernichtend jeden Augenblick erfüllen sich ihr bitteres Geschick.

Jedoch der Berg ragt schweigend fort und fort, zum Sturz bereit und harrt auf Wink und Wort, indes das Dörfchen todesbang verharrt, in Nächten manchmal kalt zusammenschauert, und jede Stunde immer mehr erstarrt. Und hat Jahrhunderte doch überdauert.

Aus Karl Stamm: Dichtungen I. Bd. Verlag Rascher & Co., Zürich.

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