Bergkreuz

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Bergkreuz

Von Hektor Küffer.

Kreuz auf einsamer Höh, wo sich die Wasser scheiden; inmitten Eis und Schnee, Zeichen grosser Leiden. Morsch ist dein farblos Holz, wurmstichig ohne Zierde, und doch mein Erdenstolz wird Fluch und Bürde.

Süsses, liebes Martergesicht, wie siehst du so verfallen; die Dornenkrone krönt dich nicht zum Wohlgefallen.

Dein Leib, verschrammt und so stumm, spricht sanft aus weher Wunde, noch keiner sprach im Heiligtum mit solchem Munde.

Die reinen Füsse sind fest ans Kreuz geschlagen, sie haben deinen Geist vom Fest zum Kreuz getragen.

Du stehst allein inmitten Eis und Schnee; du stehst allein auf hoher Höh und schaust im Tal die Hände, die nach dir recken, du bist das Ende, du, über Sein und Wende.

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