Berglied

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Berglied

Berglied.

Auf, den Bergstock in die Hand, Lustig auf ins Alpenland! Nicht geschont den Nagelschuh, Frisch auf Berg'und Felsen zu!

Fahre wohl, du schöne Stadt! Bin von Herzen deiner satt. Treibst mir eben gar zu viel Tändelei und Possenspiel.

Doch nun vorwärts, auf gesehnWie so mächtig, wie so schön Aus der grauen Nebel Meer Steigt der Berge Riesenheer!

Eingelenkt frisch in das Tal!

Rauh wird schon der Pfad und schmal.

Sachter jetzt und fester jetzt Fuss und Bergstock angesetzt!

Mutig, mutig! Federleicht Wird des Berges Haupt erreicht; Denn was Leib und Seele drückt, Ist ins tiefe Tal entrückt.

O dort oben, welche Lust Wird sich regen in der Brust! Alpensteigen ist von Art Eine halbe Himmelfahrt.

Anmerkung: Der Verfasser dieser schlichten Verse ist der Berner Johann Rudolf Wyss, der jüngere ( 1781-1830 ). Er schrieb sie frohen Herzens « zum Beginn einer Alpenreise ». Wyss war einer der eifrigsten Voralpenwanderer jener Zeit, ein freudiger Apostel der Bergschönheit und ein Freund des Bergvolkes. Zahlreiche Gedichte und Beschreibungen beweisen dies. Das « Berglied » erschien in etwas erweiterter Form 1813 in dem Almanach « Alpenrosen », zugleich in Musik gesetzt von dem jüngern Korbmann.E. J.

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