Das Originalpanorama eines Theils der Unterwaldner und Berner Alpen

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Von Aarburg aus aufgenommen von J. B. Michel du Crest.

Prof. Dr. J. H. Graf ( Section Bern ).

Von Bei der geographischen Ausstellung, welche mit dem V. internationalen geographischen Congreß 1891 in Bern verbunden war, stellte die Bürgerbibliothek Luzern 21 zum Teil colorirte Skizzen aus, welche Generallieutenant Franz Ludwig von Pfyffer ( 1715-1802 ) zur Herstellung seines berühmten Reliefs der Centralschweiz angefertigt oder benutzt hatte. Es scheint dies ein kostbarer und namentlich für die Frage nach der Methode wichtiger Rest des Materials zu sein, nach welchem Pfyffer sein Relief ausgearbeitet hat, und darnach ist die Stelle bei Wolf „ Geschichte der Vermessungen in der Schweiz ", pag. 119, der glaubt, alles Material sei verloren gegangen, zu corrigiren. Unter diesen Original-croquis befand sich eine panoramatische Zeichnung eines Theiles der Berner- und Unterwaldneralpen, welche von mir sofort als eine Originalzeichnung des Genfers Jacques Barthelemy Micheli du Crest(1690-1766 ) erkannt wurde, jenes Mannes, der als Staatsgefangener des alten Bern von 1747-1765 in Aarburg eingekerkert war. Durch die Güte des Herrn Oberst Lochmann, Chef des eidgenössischen topographischen Bureau's, und das Entgegenkommen der Bürgerbibliothek in Luzern wurde es uns ermöglicht, dieses werthvolle Originalpanorama photographisch in gleicher Größe wiedergeben zu lassen. Bei der enormen Wichtigkeit, welche die Panoramen für die richtige Erkenntniß der Configuration des Terrains haben, und bei der großen Entwicklung, welche die Kunst, Panoramen herzustellen, bis zum heutigen Tag gewonnen hat, verlohnt es sich wohl der Mühe, bei den Anfängen oder besser gesagt bei dem Anfang dieses Zweiges topographischer Darstellung etwas zu verweilen.

Wenn auch Einzelne behaupten, Matthäus Merian müsse wegen der in seiner Topographie des Schweizerlandes enthaltenen Ansichten von Städten mit ihrem Hintergrund als „ Vater der Panoramenkunst " angesehen werden, so wird man bei genauerer Prüfung denn doch bald darüber im Klaren sein, daß eine Abbildung des Terrains, wie es ein richtiges Panorama verlangt, bei Merian nicht vorkommt; er bringt bloß Ansichten.

Als der Erste, der überhaupt ein Panorama verfertigt hat, muß also J. B. Micheli du Crest angesehen werden, und da das diesem Jahrbuch beigegebene Facsimile nichts Anderes ist, als eine seiner Vorarbeiten zu seinem Hauptpanorama, so muß es, da das letztere im Jahr 1755 durch Kupferstich vervielfältigt wurde, anno 1754 verfertigt worden sein. Wie Micheli dazu kam, Panoramen zu zeichnen, erzählt er selbst in einem gedruckten Blättchen, das er im Jahr 1757 seinem „ Memoire " beigab und das ich zufälligerweise bei dem Exemplar fand, welches B. Studer der Stadtbibliothek Bern hinterlassen hat. Micheli hatte 1754 von Zürich die vier ersten Seiten der 1731 erschienenen Sc¾eMC¾zer'schen Schrift: „ Nova ex summis Alpibus " erhalten. Auf der vierten Seite sagt Scheuchzer vom Gotthard:

„ Et meretur sane supremus hie Europa; apex determinari si fieri possit precise... Geometrice mensurandi modi quia Herculeos poseunt labores et Magnorum Principum impensas, Nemo ea vel poscet vel praestolabitur a Rebus publicis Helveticis. Agressus proin sum modos faciliores alios sed forte illis haud incertiores ", d.h. „ und wahrlich diese höchste Spitze Europa's verdient, wenn möglich, genau bestimmt zu werden... da die geometrischen Messungsarten eine Herculesarbeit und einen fürstlichen Aufwand erfordern, wird Niemand dies von den helvetischen Republiken verlangen oder erwarten. Ich habe daher andere leichtere Berechnungsarten angewendet, welche indes nicht weniger zuverlässig sind.Scheuchzer hat dann hauptsächlich barometrische Beobachtungen des Paters Joseph de Sessa verwendet, welche derselbe in altiori eulmine supra capucinos, d.h. auf einem höhern Gipfel oberhalb der Capuciner, also des Hospizes, gemacht haben will. Ob Sessa den Monte Prosa wirklich bestiegen hat, ist zweifelhaft, da Sessa 1751 nach Micheli allen Erklärungen ausgewichen ist. Dies alles und andere solche vage Behauptungen machten Micheli stutzig und veranlaßten ihn, die Ansicht der Berge von Aarburg aus zu zeichnen, ihre Höhe zu messen und ihre Entfernung von seinem Wohnort zu bestimmen. Er sagt über seine Methode in seinem Memoire, x ) das er dem „ Prospect geometrique des Montagnes neigees dittes Gletscher " beigab, Folgendes:

Ueber die Höhe der Schweizerberge herrsche noch vielfach Unklarheit, daher habe er versucht, dieselbe exaet, und ohne gerade große Ausgaben zu machen, zu bestimmen. Die Beobachtung sei zwar sehr schwierig, weil die Berge, 20—30 Stunden von Aarburg entfernt, oft von Wolken bedeckt seien und amphitheatralisch aufsteigen. Bevor man jedoch ihre Höhe bestimmen könne, so sei es nothwendig, eine genaue Ansicht der Berge selbst zu zeichnen.

Micheli besaß zwar kein genaues Fernrohr, nichtsdestoweniger glaubt er die Refraction der Lichtstrahlen negligiren zu können, da dieselbe höchstens dazu diene, die Rechnungsfehler der Beobachter zu verdeckenSein Verfahren war überaus primitiv:

Er zeichnete mit einem Zirkel einen Quadrant von 14-15 " Radius auf einem Brett, an dem zwei Zeiger waren, der eine fest, der andere beweglich; den festen stellte er in die Richtung des Meridians von Aarburg und mit dem beweglichen bestimmte er nun die Neigungswinkel der einzelnen Berggipfel gegen den Meridian. So erhält er als Zeichnung der Berge eine Verticalprojection oder vielmehr die Projection auf eine verticale Cylinderfläche, in deren Axe das Auge zu bringen ist, und nicht eine eigentliche Rundansicht, wie die heutigen Panoramen es sind. Von den Seitenabhängen und charakteristischen Eigenthümlichkeiten der Berge, welche unersteigbar seien, hat Micheli, der an Aarburg gefesselt war, begreiflicherweise keine rechte Vorstellung; er ruft aus: „ Or qui sont ceux qui voudroient se donner une teile peine et courir meme de grands risques pour la simple curiosité. " Nach ihm wäre ein Alpenclub also unmöglich. Sein zweites Hauptbeobachtungsinstrument bestand in einem 24 Pariserfuß langen „ Dachkännel ", der eigentlich zu andern Zwecken bestimmt gewesen war. Denselben ließ er an beiden Enden durch zwei Brettchen schließen. Diesen Kännel, setzte er auf Böcke in solche Höhe, daß bequem beobachtet werden konnte, füllte ihn mit Wasser und erhielt so ein horizontales Niveau. An dem einen Ende des Kännels, das gegen die Berge gekehrt war, erhob sich, senkrecht und beliebig verstellbar, ein dünnes Stäbchen, das man verschob, bis die Spitze des beobachteten Berges tangirt wurde. Mehrere Soldaten der Schloßbesatzung, die normale Augen besaßen, unterstützten ihn bei seinen Beobachtungen. Micheli glaubt, man habe so kaum einen Fehler von 30 " gemacht. Nun wurde die Höhe des Stäbchens über dem Niveau des Wassers genau gemessen und so konnte man hieraus in Verbindung mit der Entfernung des Berges und der Länge des Kännels mittelst einfacher Proportion die Höhe des Berges über Aarburg bestimmen. Aber gerade hierin liegt der Hauptfehler des Verfahrens Micheli's, da ihm jede genaue Angabe über die Entfernung der Berge von Aarburg abging. Wie half er sich nun? Er gebrauchte einfach die Karte von Scheuchzer, „ Nova Helvetise tabula geographica ", welche 1712 erschienen war und bis an 's Ende des vorigen Jahrhunderts als die beste Karte der Schweiz gegolten hat. Die Angaben dieser Karte verkleinert er um Vß, und warum? Nach der Scheuchzer'schen Karte war die Entfernung Basel-Genf = 120840 Toisen, während Micheli sie nach den neuesten französischen Karten ( Cassini ) blo98000, d.h.c.irca V« geringer fand. Der zweite Fehler, den Micheli machte, war der, daß er annahm, die Erde sei eine vollkommene Kugel, eine Annahme, von welcher er sich durch keine Gründe abbringen ließ, ja welche er durch barometrische Beobachtungen als vollständig erwiesen glaubte. Daß er die Wirkung der Refraction negirte, habe ich schon erwähnt. Nun mußte Micheli noch die Meereshöhe seines Beobachtungsortes bestimmen. Zu diesem Zwecke verglich er seine eigenen barometrischen Beobachtungen mit denjenigen anderer. Er setzt den Barometerstand in seiner Kammer auf 26 " 6lk ' ", was eine Differenz gegen den Stand am Meeresniveau von 171/"'ausmacht. Nach Beobachtungen Pascal's 1648 auf dem Puy de Dome, welche Cassini de Tlivri 1739 verificirt hatte, entspricht einer Depression von 36eine Erhebung von 500 Toisen über Meeresniveau. Dies Resultat verglich Micheli mit demjenigen von Caswell am Snowdon und fand schließlich, eine Depression von V " entspreche einer Erhebung um 13½ Toisen. So bestimmte er nun aus dem Barometerstand in Aarburg dessen Meereshöhe zu 236 Toisen, addirte noch eine Toise „ pour l' exhaussement du niveau sur mon barometre ", also fand er im Ganzen 237 Toisen. Diese Höhe Aarburg's mußte denn noch zu der mittelst des Kännels bestimmten Berghohe addirt werden.

Micheli ging mit großer Energie an die Ausführung seines Planes, und bereits am 10. October 1754 konnte er seine Arbeit als vorläufig beendigt ansehen, er revidirte und corrigirte sie aber noch bis zum 2. Juni 1755. Im Lauf des Jahres 1755 erschien sie unter dem Titel: Prospect geometrique des Montagnes neigees dittes Gletscher telles qu' on les decouvre en tems favorable depuis le chäteau d' Aarbourg dans les territoires des Grisons, du Canton d' Ury et de l' Oberland du Canton de Berne. 1755. Grave par Tob. Conr. Lotter ä Augsbourg. Dimensionen 19/65 cm. Dieses Panorama ist begleitet von dem schon erwähnten „ Memoire pour l' explication du Prospect des Montagnes neigees que l' on voit du Chäteau d' Aarbourg 1755 ". Ich bin durch die Güte des Oberbibliothekar Dr. Blösch in Bern und die Unterstützung des Herrn Stadtammann Lüscher in Aarburg, der sich für den einstigen Insaßen der dortigen Festung lebhaft interessirt, in der Lage gewesen, ein Facsimile des gestochenen Panorama's von Micheli herauszugeben und meinem III. Hefte der Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften in bernischen Landen beizulegen. Bei dieser Gelegenheit habe ich den Inhalt des Panorama's näher untersucht. Ich glaubte damals, das Panorama gehe vom Tödi bis zum Rinderhorn, Herr A. Wäber, dessen Urtheil mir maßgebend ist, hat mich seitdem belehrt, es reiche bloß vom Uri-Rothstock bis zum Rinderhorn. Micheli hatte im Weitern sowohl in Bezug auf Zeichnung als Benennung der Berge mit ganz enormen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nicht nur war er selbst, wenn er auch gut zeichnen konnte, kein Landschaftszeichner, so daß schon daher Unvollkommenheiten in der Darstellung herrühren, sondern die Namen der Berge zu erforschen bereitete ihm ungeheure Schwierigkeiten. Dieselben standen damals noch gar nicht fest, zudem war Micheli als Gefangener an Aarburg gebunden, konnte also sich nicht an Ort und Stelle erkundigen und mußte sich auf die Angaben anderer Leute verlassen. So wandte er sich an A. v. Haller. Derselbe reiste selbst in 's Oberland, um diesen und jenen Namen für Micheli festzustellen; da aber Haller sehr kurzsichtig war, so mögen seine Angaben nicht immer genau gewesen sein. Micheli sah auch nicht ausgezeichnet, und oft war er genöthigt, Soldaten der Garnison mit gutem Gesicht zur genauen Fixirung irgend eines Berges heranzuziehen; in den meisten Fällen mußte sich Micheli ganz auf die Karte Scheuchzers verlassen. Beispielsweise führe ich nur das an, was Micheli alles vorgekehrt hat, um herauszufinden, welcher der gesehenen Berge der Titlis sei. Er erhielt nach Ausgabe der ersten Auflage seines Panorama's eine detaillirte Karte des Gebietes von Engelberg und sah, daß seine Bezeichnung der Berge jener Gegend, wo er sich an Scheuchzer gehalten hatte, falsch war. Nun sandte er im September 1755 mehrere Geometer mit seinem Panorama auf den Pilatus, und dieselben erkannten, daß die Spitze des Titlis gerade der Berg sei, den er auf dem Panorama mit Z bezeichnet und als Pilatusberg, Scheuchzer als Gotthardberg bezeichnet hatte. Auch glaubt er, gestützt auf andere Nachrichten, daß die Berge e, f, i seines Panorama's Theile des Krispalt oder des Lukmaniers seien; ein neuer Irrthum, da sie dem Groß- und Klein-Spannort entsprechen. Auf dem schon angeführten Exemplar des Panorama's, das im Besitz B. Studer's war und jetzt der Stadtbibliothek gehört, sagt Micheli klagend: „ Il me seroit facile de rendre cet ouvrage parfaitement correct et exact si l' on vouloit me laisser faire ce que j'ai offert de faire à mes frais et depens ", nämlich, wenn man ihn frei geben und ihm die Angelegenheit nach seinem Gutfinden überlassen würde. Zu einem solchen Entschluß konnte sich aber die Staatsraison nicht erheben. So viel über sein Verfahren.

Ich gehe nun über zur Besprechung des Originalpanorama's von Micheli, welches diesem Jahrbuch beigegeben ist. Seine Dimensionen sind 11/44 cm .; es erstreckt sich vom Uri-Rothstock bis zur Jungfrau. Im Vordergrund erkennt man „ Zoffingen ", Wyken ( im Kupferstich: „ Vicque " ), „ Reiden ", „ Britnau ", „ Rotrisch ". Von den Bergen geben wir im Nachfolgenden zuerst die Benennung nach Micheli, dann die richtige Bezeichnung, deren Bestimmung wir Herrn Wäber verdanken, dann die von Micheli in Toisen gefundene Höhe, dieselbe in Meter umgerechnet, und endlich die richtige Höhe und den begangenen Fehler:

Benennung nach Micheli. Richtige Bezeichnung.

Höhe nach in:

Toisen. lToiso= 1,949™.

Micheli Meter.

Richtige Höhe. Meter.

Fehler.

a. b. c. Krispalt b. Krispalt

0- n

d. ;, e. Tittlisbergf. Rauchstock

Lukmanier'n g. Lukmanier

hN. Nordspitze des Pilatus Uri-RothstockBlackenstockEngelberger Rothstock Schloßberg j Groß- und Klein-Spannort. [ WallenstöckeGrassenketteEsel

2456 2462 2535 2639 1803 1760 1739 2654 2647 1145 4786,694 4798,438 4940,715 5143,411 3515,047 3430,24 3389,311 5172,646 5159,003 2231,605 2936 2922 2820 3133 3239 3205 3149 2625 2696 2122 1850,694 1876,438 2120,715 2010,411 276,047 225,24 240,311 2547,646 2463,003! 109,605 Z. Pilatusberg ( Widderfeld ).

Widderfeld

1166 2272,53 2228 44,53 Z. Zweiter Gipfel dahinter, den Micheli zuerst als Gotthard bezeichnete, später als den „ Nollen ", Spitze des Titlis, erkannte.

Titlis.

2736 5332,464 3239 2093,464 1 L. Spitze des Gotthard ( L ist im vorliegenden Panorama etwas zu weit nach links gesetzt, im Kupferstich ist es besser gestellt.

Gadmenflühe ( Wendenstöcke ), links Sustenhorn, rechts Steinberg ( siehe den Stich ).

2750 5359,75 3115 2248,75 J. Furka

Dammagruppe ( Dammastock, Eggstock, Simmistock ).

2669 5201,88 3633 1568,88 K. Furka

Kette des Thieralplistocks, die unbenannte äußerste Spitze rechts ist der Hohstollen.

2522 4915,378 3400 1515,378 c H. Grimsel

Ritzlihorn

2539 ( Kupferstich 25394948,511 3282 1666,511 YY. Gletscher bei der Grimsel Graugrat, vielleicht auch theilweise Grubengrat bei der Handeck.

2327 nach dem Kupferstich, fehlt im Original.

4535,323 Rosenhorn! D.\ unbenannt, kurz bezeich-E.J net als Mont. M. Partie des Wetterhorns.

Wetterhörnev: Rosenhorn, Mittelhorn, Haslijungfrau.

L'572 2575 nach dem Kupferstich, fehlt im Original. 2496Va nach dem Kupferstich, fehlt im Original.

5008,28 3708 1300,28 B. Schreckhorn

Schreckhorn

2724 im Original viel besser gezeichnet als im Kupferstich.

5309,076 4080 1229,076 V. Mettenberg

Klein-Fiescherhorn...

2274¾ nach dem Kupferstich, fehlt im Original.

4433,0005 3858 575,0005 G. die höchste Spitze des Wietschhorns ( Offenbar Schreibfehler. ) Groß-Fiescherhorn

2659 5172,391 4049 1123,391 O. nach Rebmann: der Mönch A.J.ungfrauberg....

P. Geißhorn

Eiger Mönch

Jungfrau

2475 2482 ( im Original corrigirt auf 2475 ) 2670 4813,775 4823,775 5203,83 3975 4104 4167 838,775 719,775 1036,83 ¾:

4

Die ganze Arbeit Micheli's leidet unzweifelhaft an bedeutender Ungenauigkeit, sowohl was die Zeichnung als auch was die Berechnung anbetrifft. Aber hierin liegt nicht die Hauptbedeutung der Arbeit Micheli's, sondern vielmehr darin, daß er als Erster Sinn hatte für eine bessere Darstellung des Terrains und zugleich diesen Sinn in Andern weckte, so daß nach und nach das Zeichnen von Panoramen von allen Männern, die sich um unsere Landeskunde verdient gemacht haben, wie Saussure, Escher, den Studern, Keller etc., eifrigst patronisirt wurde ). Bedenken wir noch, unter welch'schwierigen Umständen dieser Mann in seinem 64. Lebensjahr sich noch mit ungeschwächter und jugendlicher Elasticität an diese epochemachende Arbeit wagte, so werden wir ihm unsere dankbare Anerkennung nicht versagen können.

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