Die Landeskarten als Grundlage für Spezialkarten

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Ch. Trostel

Vorweg wollen wir uns über einige kartographische Begriffe Klarheit verschaffen. Mit der Bezeichnung »Spezialkarte » ist bereits ausgesagt, dass man von dieser Art Karte etwas Spezielles, etwas Besonderes zu erwarten hat. Man weiss, dass zwischen der vertrauten Landeskarte - einer topographischen Karte - und einer Spezialkarte ein Unterschied sein muss! Während in der topographischen Karte Geländeformen und deren Bedeckung ( Wald, Bauwerke, Verkehrswege usw. ) dargestellt sind, zeigt uns die Spezialkarte einen zusätzlichen, hervorgehobenen Inhalt, ein Thema, das die topographische Karte überlagert. Man spricht deshalb heute vermehrt von « thematischen Karten », einem Begriff, der Bezeichnungen wie « Spezialkarte » ( Schweiz ) und « angewandte Karte » ( Deutschland, Österreich ) verdrängt. Unter diesen Karten figurieren Pläne ( Massstab i: ioooo und grösser ) mit den vielfältigsten Themen für die Raumplanung, aber auch Skirouten-, Wander-, Autokarten kleinerer Massstäbe, bis hin zu geologischen Karten und kartographischen Darstellungen von statistischem Zahlenmaterial.

Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dass eine topographische Grundlage für jede Eintragung unerlässlich ist. Diese Grundlage bildet die Basis aller Spezialkarten und wird deshalb auch Basiskarte genannt.

Für die Schweiz dienen hiezu die amtlichen topographischen Karten ( Landeskarten ). Die ganze Massstabsreihe ( t :25000, 1:50000, 1: 100000, i: 200000 und 1:50000c ) ist Grundlage, entweder in Originalgrösse, vergrössert oder verkleinert. So ergibt sich eine Skala von 1: 10000 bis 1 :2500000.

Keine thematische Karte ohne topographische Grundlage! Keine brauchbare Grundlage ohne Aktualitätsstand! Veraltete, nicht nachgeführte topographische Karten sind für die Eintragung thematischer Inhalte nicht zweckmässig. Basiskarte und Thema sollten bezüglich Aktualität einigermassen übereinstimmen. Man stelle sich z.B. einen Stadtplan vor, dessen Thema in verschiedenen Flächentönen gebietsweise die Bevölkerungsdichte aufzeigt. Kein Mensch würde es verstehen, wenn in einer Fläche mit dem Farbton für 5000-6000 Einwohner die dazugehörigen Wohnblöcke in der topographischen Grundkarte fehlten.

Die Anforderungen an Basiskarten sind aber auch unterschiedlicher Art: In der Praxis kommen im Idealfall grundsätzlich zwei verschiedene Basiskarten zur Anwendung:

1. Basiskarten für die Kartierung des Themas, mit dichtem topographischem Inhalt. Sie ermöglichen es dem Bearbeiter, seine Linien und Signaturen genau lokalisiert einzutragen.

2. Basiskarten für die zu publizierende Benützer-karte, deren Bild zugunsten der Thema-Aussa-gekraft als weitmaschigeres Netz von Bezie-hungselementen zurücktreten soll. Demnach eine vereinfachte topographische Karte. Inhaltsdichte und Gcneralisierungsgrad richten sich nach der Differenziertheit der einzutra-genden Sachverhalte und sollen auch bezüglich Auswahl der Elemente zum Thema in Verbindung stehen. Bestimmte Themen verlangen bestimmte Inhalte der Basiskarten:

Eine Standortkarte hydraulischer Kraftwerke bedarf sicher des Gewässernetzes; eine flächenhafte Darstellung der Bevölkerungsdichte nach Gemeinden verlangt die politischen Grenzen. Folglich wären recht unterschiedliche topographische Grundlagen wünschenswert. In der Praxis findet man aber meistens das Gegenteil! Warum? Besonders grossmassstäbliche Grund-karten, deren Herstellung viel Zeit und Geld kostet, lassen solche Idealvorstellungen kurzum vergessen.

Aus diesen Gründen bietet sich die Landeskarte nicht nur als Basis für Kartierungen an, sondern sie wird in zunehmendem Masse auch als Grundlage für Publikationen gebraucht. Diese Basiskarte wird in einem Grauton gedruckt, deshalb verzichten fast alle Autoren auf eine Auswahl einzelner Kartenelemente und wählen die « Totale », das vereinigte Bild aller Strichfarben ( Situation, Gewässer, Kurven, Waldkonturen ) und des Waldtons.

Von den nachstehenden Originalfarben der Landeskarte können aber ohne weiteres auch beliebige Kombinationen kopiert oder gedruckt werden:

LK1:25000,249 Blätter,8 Farben ( Karten 13,8 ) Schwarz: Rand, Koordinatennetz, Situation ( Strassen, Wege, Bahnen, Häuser, Grenzen, Triangulations- und Höhenpunkte, Orts- und Flurnamen, Fels, Reben, Signaturen, Geröllkurven ).

Totales Bild der Landeskai le i: 2ß ooo Blau: Gewässer, Gewässernamen, Gletscher-kurven, übliche Wege auf Gletschern, Seekurven,konturen und Sumpf, Starkstromleitungen, Druckleitungen.

Braun: Höhenkurven ( Erdboden ), Kurvenzah-len, Skilifte, Böschungen, Erdschlipfe, Gruben.

Grün: Waldkonturen, Gebüsch, Einzelbäume, Obstgärten, Baumschulen, Hecken.

Dazu kommen noch 4 Flächenfarben für Waldton; Seeton, Relief-Schattenton, Relief-Sonnen-ton.

LK 1 .50000, 78 Blätter, 6 Farben ( Karte 9 ) Der sooooer-Massstab unterscheidet sich farblich vom 25000er dadurch, dass Waldkonturen und Einzelbäume in der Schwarzplatte, der Seeton gerastert in der Blauplatte erscheinen.

LK t:100000, 23 Blätter, to Farben ( Karte 10 ) Je kleiner der Massstab, desto mehr Elemente müssen weggelassen werden. So sind im 100oooer Bezirks- und Gemeindegrenzen, Einzelbäume, Hecken, Reben, Skilifte und einzelne andere Signaturen nicht mehr dargestellt. Anderseits heben zusätzliche Farbbänder als Strassenfüllun-gen die wichtigen Verkehrsverbindungen hervor. Die Landesgrenze ist durch ein rotes Farbband betont. Die Reliefdarstellung erfolgt in 3 Farben.

LK r :200000, 4 Blätter, 15 Farben ( Karte t t a ) Schwarz: Situation; Blau: Gewässer; Braun: Höhenkurven ( jeweils mit zugehöriger Beschrif- tungViolett: Fels und Geröll; Rot: Bahnen; Dunkelgrün: Waldkonturen; Orange: Landes- und Kantonsgrenzen, 8 Töne für Strassenfüllungen ( 2 ), Waldton, Seeton, Relief ( 4 ).

LK 1:300000, I Blatt, 12 Farben ( Karte 11 b ) Schwarz: Situation; Blau: Gewässer; Braun: Kurven; Rot: Bahnen; Grün: Landes- und Kantonsgrenzen; dazu 7 Töne für Seen, Städte, Strassen, Relief ( 3 ) und Bodenton.

Im 500000er und in kleineren Massstäben wurden für den « Atlas der Schweiz » spezielle Basiskarten geschaffen, z.B. alle politischen Grenzen/ Seen allein ( ohne Flüsse und BächeKombina-tion von Gewässer und Relief / Gewässer und Grenzen u.a. m.

Parallel mit der Bevölkerungszunahme wachsen bekanntlich auch die mannigfaltigsten Probleme. Man denke nur an Umweltschutz, Lärm-bekämpfung, Schaffung von Erholungsräumen oder an Bodeneignung für die Landwirtschaft. Solche Probleme stellen sich vorab in Parlamen-ten aller Stufen. Möglichst treffende, klare Darstellungen helfen mit, unseren Volksvertretern das Studium zu erleichtern, und sind für sie wertvolle Entscheidungsgrundlagen.

Da man allgemein erkannt hat, dass graphisches Darstellen langen Beschrieben weit überlegen ist und dass Wesentliches mittels Graphik augenfälliger hervortritt, ist die Forderung nach thematischen Karten in stetem Steigen begriffen. Bilder sind nun einmal leichter zu « hirnen » als seitenlange Texte und Tabellen, visuelle Eindrücke sind einprägsamer und bleiben auch nachhaltiger haften.

Die darzustellende Gebietsgrösse und die Dichte des thematischen Inhaltes bestimmen den Massstab! In grossen Massstäben finden wir hauptsächlich Orts- und Stadtplanungskarten, wird doch für diese relativ kleinen Räume eine möglichst differenzierte Aussage gefordert. Neben den stark besiedelten Gebieten erfasst die Planung heute vermehrt auch ländliche Zonen. Gross-massstäblich sind z.B. Bodenkarten ( Art der verschiedenen Böden, Eignung für die landwirtschaftliche Nutzung ). Beispiele: « Bodenkarte des Reusstals », « Triengen-Kulmerau », beide t: to 10000. Im Planungsbereich der Regionen dienen die Massstäbe t :25000 und t 1150000, evtl. auch t :100000 als Grundlage. Die mannigfaltigsten Themen werden kartiert, geht es doch primär um die Sicherung unseres Lebensraumes, um die Erhaltung unserer Ernährungsbasis. Wissenschafter und Politiker sind bemüht, unbesorgtem « Wursteln » Einhalt zu gebieten: Mittels graphischer Darstellungen wird eindrücklich gezeigt, dass sich durch sinnvolles Planen begangene Fehler nicht wiederholen müssen, dass es gilt, unseren Nachkommen die Schönheit der Landschaft und eine erstrebenswerte Lebensqualität zu erhalten.

Zur Regionalplanung gehören Landschafts-pläne, also Karten mit eingetragenen Bauzonen, Schutz- und Erholungsgebieten, Bodennutzungs-karten, Karten, die den Wasserhaushalt betreffen u.a.m. Beispiele: Region Solothurn, Landschaft beider Basel, Erholungsplan Zürcher Oberland, hydrogeologische Karten des bernischen Seelandes und des Emmentals, 7 Ausschnitte aus der Landeskarte 1: 100000 für die Region Goms ( Eignung für Baugebiete, Land- und Forstwirtschaft, Sommer- und Wintertourismus. Letztere mit Nutzungsvorschlägen, Karte 16b ).

Auf der Ebene der Landesplanung kommen die Massstäbe 1: 100000 und kleiner zum Zug. Auf den 23 Blättern des ioooooers finden wir z.B. die sogenannte Gefahrenkarte der Schweiz ( flächenhafte Eintragungen über lawinen-, Steinschlag-, wassergefährdete Gebiete ), ein Baugebiets-Kar-tenwerk mit farblich unterschiedlichen Bau-, In-dustrie- und Gewerbezonen der Schweiz u.a.m. Vom vierblätterigen 200000er seien die Wärme-gliederungskarte, die Klimaeignungskarte für die Landwirtschaft oder die Karte über den Zustand der Fliessgewässer als instruktive Planungsgrund-lagen erwähnt.

Die in den Massstab r :300000 vergrösserte Grundkarte 1: 500000 ist nicht so detailreich wie die Karte r :200000, hat aber andererseits den Vorteil, auf einem Blatt abgebildet zu sein ( Format 121 X 80 cm ). Für ein weites Spektrum von Themen dient sie den Planern als Basis. Karten über Bevölkerungsentwicklung, Schutzzonen, Landschaftsstruktur, Reisezeit-Isochronen, Einzugsgebiete ARA usw. sind in diesem Massstab erschienen. Viele Planungskarten finden wir auch im Massstab r :500000, z.B. über Niederschlags-haushalt, Gebiete unterschiedlichen Föhneinflusses, Verteilung der Spätfrostschäden, Klima-eignung für Getreide, Standardberggrenzen. Übersicht über verschiedene Leitstudien der Gesamtverkehrskonzeption, über meteorologische und Regenmessstationen und viele andere Themen sind im Massstab r: r Million kartiert.

Thematische Karten sind aber nicht nur hervorragende Entscheidungshilfen in der Forschung und Planung; vielmehr wollen sie auch dem Kartenbenützer wertvolle Informationen vermitteln. Wir denken da besonders an die vielen Wanderkarten, einer Übergangsform von topographischen zu thematischen Karten. In den Massstäben I:25000 und i :50000 ( vereinzelt auch im 100er ) ist das Routennetz in Rot auf die normalen Landeskartenblätter gedruckt. Teils handelt es sich bei diesen Wanderkarten um grossformatige Zusammensetzungen, z.B. Surselva, Spezialkarten des Juras, teils sind es kleine Ausschnitte ( z.B. Kärtchen der Strada alta, Valle Leventina, Lötschberg-Südrampe, Senda Sursilvana u.a. m. ).

Analog den Wanderkarten sind die Skiroutenkarten gestaltet. Sie beinhalten Aufstiegs- und Abfahrtsrouten, Skilifte, Hütten oder Berggasthöfe in rotem Überdruck, Rückseiten mit Routenbeschreibungen. Bis heute liegen 15 solche Blätter im Massstab 1:50000 vor. Die Bearbeitung der Routen liegt in den Händen des Schweizerischen Skiverbandes. In Zukunft ist eine Zusammenarbeit mit dem SAC geplant.

Nur am Rande seien an dieser Stelle noch die unzähligen Ausschnitte aus der Landeskarte 1: 25000 erwähnt, welche den Veranstaltern von Orientierungsläufen zum Eintragen von Posten-netzen dienen.

Vergessen wir auch nicht die « do it yourself-Kartenmacher »: Wohl mancher hat schon auf seinen Landeskartenblättern individuelle Routen und private « Ho-Chi-Minh-Pfade » eingezeichnet!

Eine Spezialität unter den Spezialkarten sind die von der Schweizerischen Geologischen Kommission herausgegebenen Blätter des Geologischen Atlas der Schweiz 1 :25000. Ganz abgesehen von der redaktionellen Bearbeitung, gehören diese Karten zu den arbeitsintensivsten kartographischen Werken. Erste geologische Karten unseres Landes gab es schon im vorigen Jahrhundert ( Grundlagen: Siegfried-, Dufour-, Generalkar-ten ). Heute ist die Neukartierung auf Basis Landeskarte 1:25000 in vollem Gang. Bis anhin wurden 70 Blätter dieser Detailkarte veröffentlicht. Als weltweit bewunderte Krönung geologischen und kartographischen Schaffens gelten die beiden « Farbenjuwele » im Massstab 1:500000: « Geologische Karte der Schweiz » und « Tektonische Karte der Schweiz ». Es handelt sich hier um eigentliche geologische Übersichtskarten.

Unserer Aufzählung von Spezialkarten - es konnte in diesem Rahmen nur eine Auswahl sein - sei hier noch eine Liste verlagseigener Erzeugnisse beigefügt:

- Karte des Aletschgletschers 1:10000, 5 Blätter, mit Eintragungen der Gletscherstände zur Eiszeit, um 1600 und 1850, ein Beitrag der Schweiz zum Internationalen Geophysikalischen Jahr'957Burgenkarte der Schweiz 1: 200 000, 4 Blätter. Zusätzlich pro Blatt 2 Hefte mit Spezialkarten und einer Beschreibung der eingetragenen Schlösser, Burgen, Ruinen, Burgstellen und Wehran-lagen. ( Offizielle Karte des Schweizerischen Burgenvereins. ) Blatt 4 ist in Vorbereitung und erscheint voraussichtlich 1980.

- Strassenkarte der Schweiz r :200000,4 Blätter; mit Strassennetz, Kilometrierung und Hindernis-angaben.

- Karte der Kulturgüter 1: 300000, mit hervorgehobenen und beschrifteten schützenswerten Denkmälern der Kunst und Geschichte. 110 Detailkarten sind in einem Begleitheft beigegeben.

- Luftfahrtkarte ICAO I: 500000. Eine unentbehrliche Karte für die Flugnavigation. Überdruck: Flugsicherungen und Hindernisse.

- Atlas der Schweiz. Dieses umfassende Werk entstand unter der Leitung von Prof. Ed.Imhof und hat internationale Anerkennung gefunden. Es wird im nächsten Kapitel beschrieben.

Rückschau und Ausblick Schon die Antike brachte thematische Karten hervor, und besonders die zur Römerzeit entstandenen Wegkarten ( Itinerare ) mit Angaben der Ortsentfernungen sind hervorragende Beispiele früher Kartenkunst. Während des Mittelalters beschränkte sich der Kreis von Kartenmachern auf vereinzelte Klosterbrüder, die « Produktion » stagnierte. Eine Nachfrage bestand erst wieder mit dem Einsetzen zunehmender Seefahrt. Seit dem 19.Jahrhundert aber, nach Vorliegen besserer topographischer Karten, ist auch das Verlangen nach Spezialkarten gewaltig gestiegen. Wissenschafter wie z.B. Geologen und Geographen, Industrie, Technik, aber auch der aufkommende Tourismus bildeten die Animatoren thematischer Kartierung. Die grossen Antriebsräder begannen sich zu drehen, und seither rotieren sie mit zunehmender Tourenzahl. Weltweit verzeichnet man eine Zunahme graphischer Darstellungen ungeahnten Ausmasses.

In der Schweiz treffen wir die ersten Spezialkarten auf amtlicher Grundlage schon in der Zeit vor der Entstehung der neuen Landeskarte. Es erschienen u.a. Spezialanwendungen der Siegfried-Karte, sog. Exkursionskarten i :50000 mit rot eingedruckten Weg- und Skirouten. Auch die beliebten kleinen, bis in die dreissiger Jahre erschienenen Schneehuhnkarten mit Routeneintrag und deren Beschreibung werden ältere SACler auf ihren Bergtouren begleitet haben. Von der reduzierten und umgearbeiteten Dufour-Karte ( i:100000 ), der sogenannten Generalkarte der Schweiz im Massstab 1:250000, veröffentlichte man eine Eisenbahnkarte in 4 Blättern: Basiskarte in Braun mit stark vergröbertem schwarzem Bahnnetz und den Stationsnamen. Auch der 500oooer-Massstab kam im Rahmen der Thematik zum Zug: Nebst einer « Divisions- und Briga-dekarte », in verschiedenen Flächentönen dargestellt, findet sich auch die « Übersichtskarte zum amtlichen Kursbuch der Schweiz ». Die Modellierung des Geländes, früher — zur Zeit des Kupferstichs - mittels Schattenschraffen-Darstellung erreicht, erscheint hier in einem Grauton geschum-mert, ähnlich der heutigen Reliefierung. Nach und nach entwickelten sich innerhalb der Reproduktionstechnik neue Methoden: Zeichnung und Glas- oder Foliengravur traten anstelle des arbeitsintensiven Kupferstichs; photographische Prozesse ersetzen mühsame, veraltete Übertra-gungspraktiken und helfen mittels Rasterung ( Auflösen des Volltones in Striche oder Punkte verschiedener Helligkeitsstufen ) Druckplatten einsparen. Leistungsfähige Rotationsdruckma-schinen verdrängen Modelle aus der « guten alten Zeit ». All diese Rationalisierungsmassnahmen ermöglichen heutigen Kartenautoren, ihre Träume, die einst an Finanzierungsmauern zerschellten, zu realisieren.

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