Eisschlucht

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Von Jacob Hess.

Die Nebel der Frühe zerteilen sich leis, Hoch über mir wuchtet die Rinne voll Eis, Im ewigen Schatten der Bergschlucht verkeilt, Vom prallen Gewände des Gipfels umsteilt.

Wie Brodem aus Gräbern umweht 's mein Gesicht, Nur droben am Grate blaut selig das Licht. Es winkt mir, es ruft mir ein sonniges Heil: Nun schwinge, nun klinge, nun singe, mein Beil!

Ein erster, ein leichter, versuchender Schlag Hallt laut in den draussen erwachenden Tag. Dumpf klirren die Scherben auf eiliger Flucht Hinab in die finstre, die träumende Schlucht.

Allmählich verkühlt sich die innere Glut, Im Takt mit den Hieben pulst stetig mein Blut. Das Auge blickt ruhig. Die Seele wird kalt. Die Urwelt versteint mich mit Geistergewalt.

Die Alpen — 1936.es Alpes.

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