Sommerabend

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Von Hans Trümpy.

Die Sonne scheint noch auf den Flühen,

im Tale ist die Luft schon blau,

darinnen schwache Lichter glühen,

wir träumen über Dorf und Au

und wandeln langsam in die Tiefe,

die Augen trunken von dem Glühn.

So still, als ob das Dorf schon schliefe

nach heissem Tageswerk und Mühn.

Noch klingt von ferne leises Dängeln,

eins sind nun Strauch und Mensch und Klang,

wir lauschen blauen Wiesenengeln

und ihrem flüsternden Gesang.

In Tiefe senkt sich alles Leben,

schon wallt das Dunkel leise hin

und will sich doch zur Höhe heben

als scheue Magd und Königin.

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