Alpine Journal, Vol. X, Nr. 71-74

Remarque : Cet article est disponible dans une langue uniquement. Auparavant, les bulletins annuels n'étaient pas traduits.

London 1881.

Das Alpine Journal enthält in seinen vier im letzten Jahr erschienenen Nummern, denen drei Holzschnitte, eine Photographie und zwei Kartenskizzen beigegeben sind, mehrere werthvolle Arbeiten touristischen und topographischen Inhalts. Nur drei derselben berühren das Gebiet der Schweizeralpen. Herr A. Cust schildert seine Wanderungen im Val Verzasca und Val Lavizzara, auf welchen die Glätte und Steilheit der Gneißplatten an der Forcarella Cocco ( Brione - Bignasco ) dem Reisenden um ein Haar verderblich geworden wäre; D. W. Freshfìeld führt uns bei einer Rundtour um den Monte Rosa über den Colle della Muanda ( Alagna-Rimasco ) und auf den Tagliaferro; W. M. Conway endlich, der bergkundige Verfasser des Zermatt Pocket book, lenkt die Aufmerksamkeit des Touristen auf den nördlichen Theil des Saasgrates, der, obwohl inmitten einer von Bergsteigern kreuz und quer abgesuchten Gegend gelegen, doch bisher neben seinen südlicheren Nachbarn Dom u. s. w. stark vernachlässigt worden ist.

Den Alpen des Dauphiné sind drei Arbeiten gewidmet: Herr F. Gardiner erstattet Bericht über drei neue Besteigungen ohne Führer: Pic Bonvoisin, Pic Jocelme und Pic Verdonne; H. Duhamel über seine Besteigung der Ecrins von der Südseite, und in einem zweiten Artikel bespricht derselbe die Pässe zwischen den Thälern des Vénéon und der Romanche. In die cottischen Alpen führt uns der Redactor des Alpine Journal, Herr W. A. B. Coolidge, dem von Seite der böotischen Bevölkerung dasselbe spionenwitternde Mißtrauen entgegengebracht wurde, über das sich auch unser Clubgenosse Dr. P. Güßfeldt im Dauphiné zu beklagen hatte. Zwei Arbeiten der Herren Freshfield und Coolidge befassen sich mit der Bergwelt von Corsica und E. Whymper führt uns in die Hoch-Anden von Ecuador und widerlegt mit schlagenden Gründen die Eodomontade eines Herrn J. Remy, der schon 1856 den Chimborazo bestiegen haben will. Der Geschichte des Clubwesens ist ein Artikel von C. F. Mathews: „ Ueber die Zunahme des Bergsteigens " ( seit 1855 ) gewidmet, und D. W. Freshfield bespricht in einer interessanten Studie Pater Placidus a Spescha's Verdienste um die Alpenkunde des Bündner Oberlandes. Es wäre, beiläufig bemerkt, eine des S.A.C. würdige Aufgabe, alle die zahlreichen alpinen Schriften des wackeren Bergpaters, die jetzt zum Theil zerstreut, zum Theil noch ungedruckt sind, zu sammeln und zu veröffentlichen.

In der Liste der neuen Expeditionen, die neben zwei Nekrologen ( E. P. Jackson und A.J.oanne ), zahlreichen kleineren Mittheilungen, bibliographischen Besprechungen und den Verhandlungen des A. C. den übrigen Inhalt der vier Hefte ausmachen, finden wir von Touren in den Schweizeralpen und der Mont-Blanc-Gruppe: Balmhorn vom Gasterenthal aus, Blümlisalp vom Tschingelgletscher aus, Aiguille d' Argentières mit directem Abstieg nach Süden, Aiguille Verte von Süd-West und Aiguille de Charmoz, Dent d' Hérens vom Stockje aus, Wellenkuppe am Gabelhorn, Varianten zum Col de l' Aurier noire, Col Tournanche und Balen-firnjoch, Piz Bevers und Stammerspitze. A. W.

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