Ari n'Ayachi - eine Skitour im östlichen Hohen Atlas

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eine Skitour im östlichen Hohen Atlas

Joh.Jak. Jenny, Dornach

eine Skitour im östlichen Hohen Atlas Es begann im November 1933. In jenem Jahre hielt ich mich, soeben der Universität entwachsen, einige Monate in Marokko auf und machte reichlich spät im Jahr mit ein paar Freunden einen Ausflug von Fès über die Atlasketten nach der Oase Tafilelt. Wir fuhren in einem der dazumal noch wenig komfortablen Autobusse über den Pass Tizi n-Talrhemt südöstlich Midelt, und damals geschah es, dass sich mir die weitgespannten Hänge des Ari n'Ayachi-Massivcs, das bereits tief im Winterschnee eingehüllt war, unauslöschlich ins Gedächtnis eingruben und der Wunsch entstand, einmal mit den Ski dort hinaufzusteigen und die langen Abfahrten zu kosten.

Es vergingen indessen ganze 39 Jahre, bis sich der Plan verwirklichen liess und es mir vergönnt war, mit ein paar jungen Kameraden aus dem Akademischen Alpenclub Basel den kulminierenden Punkt des östlichen Hohen Atlas mit Ski zu bezwingen. Unserer kleinen Gruppe von vier Mann schlössen sich noch zwei junge Damen an, von denen die eine eine französische Geographin war, ferner ein Student aus Paris, Sohn eines « pied noir », und schliesslich ein junger marokkanischer « moniteur de ski », willkommen als Verbindungsmann mit den Einheimischen und als Dolmetscher. Auf getrennten Wegen waren wir in zwei Wagen - durch Spanien - eingereist, die beiden Franzosen mit dem Flugzeug, und hatten uns pünktlich am Dienstag nach Ostern, am 4. April 1972, um 7 Uhr abends vor der Haupt-post in Fès getroffen.

Unser Ziel, der Ari n'Ayachi, befindet sich genau im Süden von Fès, aber jenseits des Rumpfes des Mittleren Atlas und jenseits des steppenartigen Hochtales der Moulouya, nämlich da, wo sich als letzte östliche Hochbastion der Hohe Atlas zu etwa 3750 Meter Höhe erhebt. Dieser Teil des Gebirges ist ein überdimensionierter Jura, es handelt sich um langgestreckte Kämme mit flachem Scheitel und namentlich nach Norden steil abfallenden, von Felsen durchsetzten Flanken aus Juragestein. Einige kurze Täler, die unten oft mit steilen Klammen beginnen und sich nach innen zu Kesseln erweitern, schlagen Breschen in die an sich eher einförmig wirkende Bergwelt. Den Fuss des Gebirges bedecken hier lichte Steineichen- und Zedernwälder. Namentlich an Zedern findet man wahre Prachtsexemplare von mehreren Metern Umfang; manche harren, schon abgestorben, noch als eindrückliche Skelette aus. Der Wald steigt in dieser Gegend bis etwa 2400 Meter an, hie und da unterbrochen durch steiniges Weideland, das mit dor- nigen, zu rundlichen Polstern gebüschelten Kreuzblütlern besetzt ist.

Nähere Anhaltspunkte für unsere Skibesteigung hatte ich aus dem multigraphierten Büchlein von Robert Baur, « Der marokkanische Atlas, Alpinistisches Kaleidoskop aus dem Land der Berber », gewonnen, das, 1958 erschienen, eine gute Übersicht über die bergsteigerischen und « skiistischen » Möglichkeiten in Marokko gibt. Dementsprechend wusste ich, wie unser Ziel am besten zu erreichen war.

An einem sonnigen Frühjahrsmorgen verliessen wir voll Erwartung Fès, nachdem wir uns am Tag zuvor noch ausgiebig mit dem orientalischen Leben vertraut gemacht hatten, und fuhren auf guter Strasse südwärts, dem Mittleren Atlas entgegen. Bald ging es aufwärts; frische Bergluft umfing uns. Ifrane mit seinen Bergchalets in französischem Stil lag still und verlassen in Nachsaison-stimmung da, dann glitten lichte Zedernwälder an uns vorüber; dunkelgrün, fast schwarz hoben sich die mächtigen Bäume vom Himmel ab, an dem weisse Wölkchen segelten. In grosser Einsamkeit rollten wir durch das weite Hochland; zu beiden Seiten der Strasse lagen schon zusammenhängende Schneefelder, und im Süden gleisste blendend ein weisser Kamm. Das musste unser Ziel, das Massiv des Ari n'Ayachi, sein. Allmählich senkte sich die Strasse wieder, der Wald blieb zurück, fast wüstenhafte Steppe umfing uns und geleitete uns bis Midelt, einem Marktflecken, der erst in neuerer Zeit zu grösserer Bedeutung gelangt ist. An der Landstrasse steht die weissgetünchte Moschee, flankiert von dem maghrebini-schen vierkantigen Minarett; eine der wenigen von niederen Häusern gesäumten Nebengassen führt zum viereckigen Marktplatz mit dem Brunnen in der Mitte und mit den schattigen Laubengängen ringsum, wo Obst, Gemüse, Fleisch, Brot und die Wegzehrung der Wüste, das gestampfte und verklebte Dattelmus, kurz, so ziemlich alles wohlfeil und zu festem Preis zu haben war, was wir für einige Tage Lagerleben benötigten. Zwischendurch schlürften wir auf der offenen Veranda des Cafés an der Strassenecke das Lan-desgetränk, den würzigen, belebenden Pfefferminztee. Dabei wurde man nicht müde, die fesselnden Gestalten zu betrachten, die hier aus-und eingingen, all die Männer mit den charaktervollen, scharfgeschnittenen Zügen jeglicher Farbschattierung, vom hellsten Braun bis fast zum tiefsten Schwarz, alle angetan mit dem landesüblichen weissen oder braunen Kapuzenmantel, der Djellabah. Beim Umherschlendern im Städtchen wurde einer von uns von der Strasse weg von einem Barbier zum Tee eingeladen, ganz ohneAbsichtaufdießeseitigungscines Stoppelbar-tes übrigens, lediglich aus liebenswürdigem Interesse an uns fremden Skifahrern. Im kleinen Laden nebenan trieben wir dann eine Ansichtskarte auf; wie es sich gebührt für Midelt, zeigt sie eine Gebirgslandschaft - das Matterhorn im Morgenrot! Es war schon spät am Nachmittag, als wir die Weiterfahrt antraten. Zunächst hatten wir einige. Kilometer zurückzufahren, nämlich bis Gara Midelt; von dort aus führt, so wussten wir aus der Beschreibung Baurs, eine 30 Kilometer lange Piste in südwestlicher Richtung über die Ebene der Moulouya an den Gebirgsfuss und in die Vorhügel hinein bis zu einem Forsthaus, wo wir unsere Zelte aufzuschlagen gedachten. So holperten wir wohlgemut mit unseren beiden schwerbepackten Autos den steinigen Feldweg entlang, vorbei an einigen Douars, Gehöften aus gestampftem Lehm und Häcksel, und durch einige kleinere Bäche, die aus dem Gebirge zur Linken hervorsprudelten. Ein paar Abzweigungen liessen gelinde Zweifel am richtigen Wege aufkommen. Schliesslich jedoch bogen wir entschieden in die Vorhügelzone ein. Gelegentlich mussten alle aussteigen, und der Führer steuerte allein und unbeschwert durch eine Furt und jenseits die steile Böschung hinan. Doch nun wurde es zuviel finden einen Wagen; er lief heiss und begann zu streiken. Wir hielten auf einer Wiese, umsäumt von Steineichenbeständen. Am liebsten hätte ich hier die Zelte aufgeschlagen, da es Abend wurde und es ungewiss schien, ob wir das Forsthaus überhaupt noch bei Tag erreichen würden. Unser Marokkaner, Abd es-Salam, machte indessen ein bedenkliches Gesicht, er hielt keine grossen Stücke von der Nachbarschaft jenes Gehöftes dort oben am anderen Ende der Weide, zumal sich noch einige junge Burschen neugierig eingestellt hatten, und riet zur Weiterfahrt. Ich schickte daher zwei Kundschafter aus, die feststellen sollten, ob wir uns überhaupt auf dem richtigen Weg befanden und ob das Forsthaus wirklich mit Wagen erreichbar war.

Es dunkelte bald, und die beiden Abgesandten kehrten nicht zurück. Schliesslich fuhr ich auf gut Glück mit meinem Wagen los und langte nach etwa einer Viertelstunde bei einem Haus französischer Bauart an. Aber auch jetzt waren nicht alle Zweifel behoben, hatte doch vorhin eine Abzweigung nach links geführt, die vermutlich unsere beiden Kundschafter gegangen waren, und hatte soeben eine Strassentafel die Zahl 4 getragen - noch 4 Kilometer oder Forsthaus Nr.4? Zwei einheimische Frauen erschienen, und ich versuchte, so gut es ging, auf arabisch mich zu vergewissern, ob dies tatsächlich das Forsthaus sei. Sie machten die charakteristische landesübliche « Abwehrbewegung », die soviel heisst wie « Komm hieher, hier ist es » und die ich prompt missverstand.

Dennoch blieb ich hier und atmete erleichtert auf, als nach einiger Zeit Peter auftauchte, der eine der Pfadfinder, und dann der zweite und schliesslich auch in einiger Entfernung auf einmal der Lichtkegel des zweiten Autos aufleuchtete. So fanden wir uns bei völliger Dunkelheit wieder vereint und machten uns gleich daran, auf dem ebenen Platz vor dem Haus neben den abgestellten Wagen die Zelte aufzurichten und ein einfaches Mahl zu kochen. Anderntags am Morgen zeigte sich der Inhaber des Hauses, der marokkanische Forstbeamte, und stellte uns bereitwillig ein Zimmer im Hause als Aufenthaltsraum und Kochraum und überdies ein kleineres zum Schlafen zur Verfügung.

Bei Tageslicht konnten wir uns von der bevor- zugten Lage unseres Zeltplatzes überzeugen. Die völlige Stille der Nacht war den gedämpften Lauten eines strahlenden Frühlingsmorgens gewichen, wilde Tauben gurrten im nahen Zedernwald, eine Amsel flötete in der Ferne ihr Lied, und der Ruf des Kuckucks schallte von weit her über die mit Busch und Wald begrünten Vorhügel. Frei schweifte der Blick darüber hin und über die braungraue Ebene der Moulouya. Jenseits zeichnete sich die blaue Linie des Mittleren Atlas, gekrönt von zwei weissen Flecken, dem Djebel Bou Iblane und dem Djebel Bou Naceur ( 3340 m ), am Himmel ab. Im Rücken stieg das Gelände zunächst sachte an, bedeckt mit rundlichen Dornpolstern, und schwang sich, allmählich steiler werdend und in grosse Schutthalden und Felsbastionen übergehend, zu bedeutender Höhe auf, zum Oufri Moudden, dem vorgelagerten Kamm des Ari n'Ayachi. Zu beiden Seiten des das Forsthaus umgebenden Weidelandes kletterte der Zedernwald noch einige hundert Meter hinan, und hier, zwischen den Urwaldriesen, begann auch der Schnee. Der Altschnee des Winters war, wie wir uns überzeugen konnten, vielerorts schon weit hinauf weggeschmolzen, aber ein starker Frühjahrsschncefall hatte noch einmal einen Teppich gelegt, der uns erlaubte, etwa 100 Meter über der Hütte die Ski anzuschnallen. Allerdings musste dann für die eigentliche Besteigung sowohl des Oufri Moudden wie des kulminierenden Hadi erst ein bewaldeter, nach Norden vorspringender Bergsporn überschritten werden, dessen Westflanke aper war.

In den schluchtartigen Rinnen reichte jedoch der Schnee noch in langen Zungen hinab, wie ich mich auf einem Erkundungsgang des ersten Tages überzeugen konnte. War einmal dieser Sporn überschritten, konnte man den Ausgang eines schneereichen Couloirs gewinnen, das, zuerst steil, sich nach oben zu einem Trichter erweiterte und in offene Schneehänge überführte, aus denen man südlich auf einen Kamm ausstieg und über flacheres Gelände und einige Buckel die Kuppe des Oufri Moudden erreichte.

Auf dieser Route bestiegen wir denn auch am zweiten Tag den genannten Berg, nachdem zwei besonders Eifrige schon am ersten Tag die Höhen über dem Lager im direkten Anstieg bezwungen hatten, was sich allerdings hoch oben in Kammnähe infolge der Steilheit und der damit verbundenen Lawinengefahr als ein etwas riskantes Unternehmen erwies. In der Folge ist der Oufri Moudden auch noch zu Fuss über einen Felssporn von uns erstiegen worden. Namentlich der einheimische Skilehrer, der nicht an das Fahren im Tiefschnee gewöhnt war, zog diese Art Besteigung mit nachfolgender Abfahrt auf dem Hosenboden den Frühjahrsskitouren vor.

Geht man vom Forsthaus Ait Mitkane in südwestlicher Richtung über den schon erwähnten bewaldeten Sporn, so gelangt man in die Hochmulde von Ait Ouchen, in der einige burgartige Lehmdörfer in einer auf den ersten Blick kahlen Landschaft hingestreut liegen. Bei näherem Zusehen entdeckten wir nun, dass überall junge Saat hervorsprosste und dass alles einigermassen ebene Gelände sorgfältig bestellt war. Mitten im Hochtal erhebt sich ein kleiner Kegelberg. Von seiner Spitze gewinnt man die beste Übersicht über die Anstiegsmöglichkeiten auf den höchsten Kamm des Ari n'Ayachi. Er zieht sich südlich vom Oufri Moudden hin und ist mit diesem durch den einige hundert Meter tieferen Sattel Tizi n'Tirecht verbunden. Hinsichtlich des höchsten Punktes des Gebirges herrscht eine gewisse Verwirrung. Die ioo 000er-Karte kotiert die kulminierende Erhebung unter dem Namen Ichichi n'Boukhlib mit 3747 Meter und lokalisiert sie südöstlich vom Pass Tizi n'Tirecht, während die neuere 200000er von 1957 die Kulmination mit 3737 Meter genau südlich des genannten Passes verzeichnet und ihr den Namen Tichout n'Saia oder Hadi gibt, was auch nach unserer Erfahrung zutreffender ist. Dieser, der höchste Punkt, wurde von uns zweimal erreicht, einmal im Alleingang durch Peter, wobei er weitgehend diesen Verbindungsgrat benützte, und am anderen Tag durch eine Fünfergruppe ( die vier Clubmitglieder und der junge Franzose ) auf dem als normal zu bezeichnenden Skianstieg durch das Tal Imi n'Thand. Während aber dem Solisten für seine Abfahrt herrlicher Sulz beschert worden war, erwischten wir fünf einen Tag mit kalter Bise. Schon in der Nacht hatte ein sturmartiger Wind an unseren Zelten gerüttelt, und die Stille, als wir noch bei Dunkelheit um 3 Uhr aufbrachen, war nur trügerisch. Zwei Stunden brauchten wir, um, die Ski tragend, durch den Wald ins Hochtal hinüberzuwechseln, und beinahe hätten wir den Einstieg durch die Schlucht verfehlt und wären zu weit westlich gegangen. Am Rande des Feldes, wo spärlich das erste Grün aus der grauen, steinigen Erde hervorbrach, kamen wir zum Eingang der Klamm mit ihren mächtigen Zedern. Hier begann auch der Schnee, und flott und zuversichtlich strebten wir mit angeschnallten Ski die sich alsbald zum Hochtal erweiternde gemächlich ansteigende Mulde empor. Noch war der Schnee hart, aber die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel und verhiess einen guten Tag. Wir kamen höher, das Tal verlor sich in steiler und immer steiler werdende, gelegentlich auch felsdurchsetzte Hänge. Wir segneten unsere Harsteisen. Zugleich bekamen wir den kalten Nordwind zu spüren, der um so stärker blies, je höher wir stiegen. Die Hoff- nung, dass der Schnee weich werden würde, schwand zusehends; steil ging es Hunderte von Metern hinan. Der Hang war steinhart gefroren, so dass die Harsteisen kaum mehr griffen. Man schnallte die Ski ab und trug sie, während der Fuss Tritt für Tritt in den Schnee bohrte. Schliesslich näherten wir uns dem Kamm. An geschütztem Ort rammten wir die Bretter tief ein und gewannen die Höhe, einen schwach gewölbten, teilweise schneefreien Rücken. Ein rasender Sturm, wie ich ihn noch selten erlebt habe, empfing uns hier. Er stahl uns buchstäblich den Atem vom Munde weg; dazu war es kalt, beträchtlich unter Null, aber ein makelloser blauer Himmel spannte sich über uns. Wir hatten alles angezogen, was wir bei uns trugen, und hielten Ausschau nach einem einigermassen windgeschützten Ort - nichts - nichts als dieser ungeheuer weit gespannte Kamm ohne Vertiefungen, aper geblasen, der sich nach Süden viel sanfter neigte als nach Norden, woher wir aufgestiegen waren. Hier senkten sich saharawärts ausgedehnte schneebedeckte Flächen erstaunlich weit hinab; dahinter erschien wenig gegliedertes, braunes und graues Gelände. Gemessen an dem Berggewirr, der Gipfelflur einer Alpenaussicht, war die Schau nach Süden eher enttäuschend und bestand nur aus horizontalen Linien. Nach Südwesten, in der Verlängerung der Atlaskette, gestaltete sie sich etwas belebter; hier erblickte das Auge einige markante Erhebungen, wo sich der Djebel Azurki und ein Viertausender, der Ighil M'Goun. hinziehen mussten — ein lockendes Ziel für ein ande-resmal. t Nordwärts tauchte der Blick in die Hügel und Ebenen der Moulouya und haftete jenseits an den schon bekannten weissgekrönten Höhen des Mittleren Atlas.

Um auszuruhen und dem scheusslichen Wind zu entrinnen, warfen wir uns flach auf den Boden, doch auch dies nicht lange. Wir kämpften uns zu den Ski zurück und begannen den Abstieg. Einige manövrierten sodann vorsichtig auf den Brettern die Steilhänge hinunter; ich selber trug meine Kurzski noch weit hinab, bis endlich der Sulz begann. Und dann wurde es wirklich ein herrliches Schwingen das Hochtal hinab und zur Schlucht hinaus, bis hinab zu den Zedern, wo der Schnee der warmen Erde wich und der Ort zur wohlverdienten Rast einlud.

Noch war jedoch der zweistündige Rückmarsch mit geschulterten Latten zu bewerkstelligen, und zwar mit einer Gegensteigung über den trennenden Rücken, wo endlich das Forsthaus und unser Zeltplatz freundlich hcraufgrüss-ten. Unterdessen hatten der Förster und unser Abd es-Salam ein ganzes Lamm gebraten, das wir abends beim spärlichen Petroleumlicht, um den Tisch herum stehend und mit den Händen 1 Über Skifahrten in diesem Gebiet siehe « Die Alpen ». XXVII, 1951. S. 171 IT.. und XXXV, 1959,S. 270f.

i Am Ari n'Ayachi. Blick nach jV gegen den Oufri Moudden 2Der Hauptkamm des Ari n'Ayachi mit dem Hadi ( 3J50 m ) in der Bildmitte. Auf- und Abstieg erfolgten in der Mulde rechts Photos Peter ( irai essend, verspeisten - es wurde der Abschiedsschmaus unserer Skifahrt; denn anderentags brachen wir die Zelte ab, wollten wir doch noch als gewöhnliche Autotouristen etwas vom saharana-hen Süden Marokkos sehen. Die Rückfahrt über die steinige Piste verlief ohne Zwischenfälle, abgesehen davon, dass wir an den Furten die Wagen durch Aussteigen entlasten mussten. In Midelt suchten wir noch einmal das Café an der Strassenecke heim, um uns für die Weiterfahrt über den Tizi n'Talrhemt zu stärken.

Wieder sahen wir die einheimischen Gäste vorbeiziehen, diese rassig geschnittenen Gesichter -sie sollten uns auch dort unten in den Oasen des Tafilelt und der Todra-Schlucht begegnen. Voll Erwartung verliessen wir am Nachmittag Midelt, erhaschten nochmals Einblicke in das Ari n'Aya-chi-Massiv, diesmal von Osten her, bis endgültig der letzte Schnee den Blicken entschwand und die ersten Palmen in den Schluchten des Ziz auftauchten...

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