Baum- und Waldbilder aus der Schweiz

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Mancherorts in der Schweiz stehen alte Baumriesen, gewöhnlich Ahorne und Linden, die dem Naturfreund ganz besonders lieb sind und die er gern als Ziel seiner Spaziergänge wählt. Ein solcher Baum, der seine 600 Jahre zählt, also in der Zeit der jungen Eidgenossenschaft gepflanzt worden sein mag, ein originelles Wesen, das Dutzende von Menschengeschlechtern überdauert — diese monumentale Größe und zähe Lebenskraft ist es wohl, was uns zu ihm hinzieht.

Die Fortsetzung der „ Baum- und Waldbilder " unseres nunmehr über 90jährigen Ehrenmitgliedes Dr. J. Coaz zeigt drei dieser Baumriesen in prächtigen Lichtdrucken: die Linde beim Schloß Rhäzüns, die Linde von Linn bei Brugg und den Bergahorn von St. Beatenberg. ( Die Besprechung der ersten Serie der „ Baum- und Waldbilder " siehe Bd. XLIV dieses Jahrbuches. ) Ein Gegenstück zu diesen Baumveteranen bilden die jungen Weißbirken von Worblaufen und die kleine amerikanische Weißtanne ( Abies concolor ) im Garten des Hôtel de la Poste in Fiesch. Arve und Kiefer sind vertreten durch besonders schöne Exemplare der herrlichen Samadener Waldungen, durch welche die Muottas Muraigl-Bahn eine häßliche Schneise gezogen hat, und der Referent erinnert sich, wie der Samadener Gemeindeförster beim Anblick derselben in den Stoßseufzer ausbrach: „ Die Bahn ist ja schon was Rechtes, aber der Wald, mein schöner Wald

Als Abwehr zu dienen gegen solche Waldschäden aus Unvernunft und Speku-lationswut, das ist der Zweck, den die Publikation der „ Baum- und Waldbilder " verfolgt, oder auch der, die Beschützer schöner Waldbäume, zu denen ja auch der S.A.C. ein großes Kontingent stellt, auf besonders charakteristische Baumformen aufmerksam zu machen, an den sie sonst achtlos vorübergehen würden.

Hans Dübi ( Sektion Bern ).

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