Deutsche Alpenzeitung

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Die nunmehr im Verlag von Callwey, Lankes & Hertz, G. m. b. H., in München erscheinende „ Deutsche Alpenzeitung " bietet für den Rezensenten des Jahrbuchs den Vorteil, daß ihre von Anfang April des einen Jahres bis Ende März des nächsten laufenden 24 Hefte abgeschlossen sind, wenn die Arbeit des Bücherbesprechens in seinem Programm an die Reihe kommt; anderseits aber ist die Fülle des Stoffes in den zwei Halbbänden so groß ( 478 und 388 Seiten mit 46 und 38 Kunstblättern ), daß es zu mehr als einer Übersicht bei knapp werdender Zeit und Raum nicht langen will. Übrigens werden die meisten unsrer Leser durch die „ Alpina " über den Inhalt der einzelnen Hefte aufgeklärt und ich hoffe auch, daß alle Sektionsbibliotheken die D. A. Z. abonniert haben, oder, wo dies noch nicht geschehen ist, in sich gehen und dies schleunig tun werden. Ich kann also mein Urteil in Kürze dahin zusammenfassen, daß die D. A. Z. unter der Redaktion von G. Lankes und F. W. Schroeter ihren alten guten Ruf wieder befestigt hat und nicht nur durch ihre touristischen Aufsätze, Reiseschilderungen, ihre naturwissenschaftlichen, kunsthistorischen, volkskundlichen und technischen Aufsätze, ihre Gedichte, Erzählungen, Märchen und Skizzen einen ungemein vielseitigen Lesestoff bietet für bergsteigende und nicht bergsteigende Leser, sondern auch für die ersteren in ihrem praktischen Teil durch Angaben über Vereinsund Hüttenwesen, Verkehr, Photographie, Kartographie, Führerwesen, Ausrüstung, Sport, Rettungswesen, alpine Unglücksfälle auch neben der „ Alpina ", den Mitteilungen des D. & Ö.A.V. und der Ö.A.Z., um nur deutsche Fachschriften zu nennen, ganz gute Figur macht. Wie gut es ist, daß es neben diesen von Vereinsleitungen abhängigen Zeitungen ein unabhängiges Organ gibt, das gelegentlich ins Kampfhorn bläst, haben wir oben bei Steinitzers Sport und Kultur gesehen. Und da ich über diesen Artikel so ausführlich referiert habe, so kann ich mich für die übrigen Hefte der D. A. Z. wohl damit begnügen hervorzuheben, daß namentlich auch die Schweizeralpen und die Schweiz überhaupt darin in größeren Artikeln mit reichen Illustrationen gut vertreten sind. Ich nenne: Die Traversierung des Eigers, von Konrad Falke; der Tour Noir, von Dr. J. Simon; Perlen des Kandertals, von Th. Girm-Hochberg; die Kulturarbeit des Stiftes Einsiedeln, von P. Odilo Ringholz O. S. B.; Pilatus und Rigi in der Vergangenheit, von Dr. A. Dreyer; die Schweiz einst und jetzt im „ Baedeker ", von Dr. H. Dübi; die römischen Ausgrabungen bei Bern, von G. Bundi; die Ostwand des Monte Rosa, von Dr. G. Freiherr von Saar; das große Schreckhorn, von Fritz Vöchting; Skifahrten im Gebiet des Piz d' Err, von Max Gnann; auf Schweizer Hochgipfeln, von Robert Liefmann; Skitouren im Ober-Engadin, von Hugo Mylius; Goethe als Prophet des alpinen Wintersports, von Dr. Carl Camenisch ( die „ Prophezeiungen " sind der Harzreise im Winter 1777 und der halbwinterlichen Reise durch die Schweiz im November 1779 entnommen ); Frau Guxa, von J. Jegerlehner. Unter den Künstlern, welche Originale zu den prächtigen Illustrationen der beiden Halbbände beigesteuert haben, finden wir den Schweizer H. B. Wieland. Es soll mich freuen, wenn ich durch meine Empfehlung dazu beitragen kann, den Leserkreis dieser verdienstlichen Zeitschrift, deren Publikation gewiß mit vielen Kosten verbunden ist, zu vermehren.Redaktion.

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