Die Barrhörner

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( Zum Titelbild. ) Im nördlichen Ausläufer des Brunnegghorns, in der das Turtmanntal vom Nikolaital trennenden Kette, stehen bescheiden neben ihren großen und berühmten Nachbarn -die beiden Barrhörner. Die alpine Literatur weiß nur wenig von ihnen zu erzählen, wohl deshalb, weil sie so nahe bei den „ Großen " gar leicht unbeachtet bleiben1 ).

„ Die Barr zu St. Nikiaus ", Christian Moritz Engelhardt nennt den Berg so in seinem Reisebuche vom Jahre 1852, muß für Bergsteiger nicht so anziehend sein wie für den Maler, der in erster Linie der Form und Gestalt etwas abzugewinnen weiß.

In Grächen ist das Bild entstanden, und es zeigt dem Beschauer die steile Ostwand des Bergmassivs. Links das Kleine Barrhorn ( 35h7 m ), von wo aus ein Grat nach dem darunterliegenden Distelberg ( 3276führt. Der höchste Punkt, das Große Barrhorn ( 3621 m ), dessen Nordseite in mäßig steiler Schneehalde nach dem Barrjoch abfällt. Der Gässispitz, ein ganz respektabler Felszahn, sowie der südliche Anstieg zum Stellihorn ( 3415 m ) schließen das Bild rechts ab.

Obschon von der Westseite leicht zugänglich, müssen die Barrhörner nur selten Besuch erdulden, was wohl der vorerwähnten Nachbarschaft wegen erklärlich ist. Im Alpine Journal ( Bd. 24 ) finden wir eine Notiz, nach welcher am 22. Juli 1909 der Engländer Mr. H. Symons und der Führer Franz Lochmatter von der südlichen Barrhornspitze zum Distelberg hinunterkletterten, um von da aus, den Stelligletscher traversierend, die Alp Ferrich ( 2428 m ) ob St. Nikiaus zu erreichen. Weitere Beschreibungen finden sich noch in den Jahrbüchern XXVII 347, XXVIII 133 und XXIX 347.

Als schöne imposante Berggestalt will sich also hier die „ Barr " den Lesern des Jahrbuches vorstellen, und wenn je ein Bergfreund und Klubgenosse hinaufsteigt nach Grächen und der Hanigalp, so soll er sich nicht ganz im Bann der Weißhorngruppe halten lassen, sondern auch den Barrhörnern zur Rechten den wohlverdienten Gruß hinübersenden.Gottfr. Straßer ( Sektion Bern ).

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