Dr. F. Nußbaum : Die Landschaften des bernischen Mittellandes

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Dr. F. Nussbaum: Die Landschaften des Bernischen Mittellandes. Eine geographische Studie. Mit 4 Figuren. Bern, Druck und Verlag von K. J. Wyss, 1912. Preis Fr. 1. 20.

Die neueste Broschüre des unsern Lesern durch verschiedene Publikationen in den letzten Jahrbüchern wohlbekannten Privatdozenten an der Universität Bern entnimmt ihren Stoff dem als „ bernisches Mittelland " bezeichneten, zwischem dem Alpenrande und dem Jurafuß eingebetteten und gegen den letzteren abgedachten Teil-streifen der „ schweizerischen Hochebene ", der im Westen in den Kanton Freiburg, im Osten in den Kanton Luzern übergreifend eine Länge von 95—100 km und eine Breite von 40—50 km hat. Wenn also der Verfasser in seinem Überblick von einer südlichen und einer nördlichen Hochlandzone redet, so sind das nur relative Begriffe, da die Molasse nirgends über 1200—1400 m Meereshöhe hinaufreicht. Von alpinen Dingen hören wir also in dieser mit wissenschaftlichen Fachausdrücken reichlich dotierten Abhandlung wenig; aber auf die Vorgänge in präglazialer und interglazialer Zeit wird doch so viel Licht geworfen, daß sich daraus eine Schilderung der einst alpinen Landschaft des jetzigen „ Mittellandes " ergibt. Der Hauptzweck der Arbeit aber ist, „ die Landformen des bernischen Mittellandes erklärend zu beschreiben und in ihren Beziehungen zu den Siedelungen und Verkehrswegen darzustellen ", und dabei ergeben sich gelegentlich Sätze von ganz allgemeiner Bedeutung für die Landeskunde, wie der folgende: Je größer die Talweitungen und je günstiger die Verkehrsverhältnisse sowohl gegen das Altland ( in diesem Falle das Oberland ) wie nach dem tieferen Molasseland, desto größer sind auch die entsprechenden

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