Durchs winterliche Berner Oberland

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„ Der Schilauf... hat uns in ein Bergland geführt, von einer im Sommer längst verlorenen, längst nicht mehr gekannten Stille und Unberührtheit, Einsamkeit und Größe.Henry Hoek.

Genußreiche Skifahrten auf den Männlichen ( 2346 m ) und das Faul-horn ( 2684 m ) mit der herrlichen Abfahrt über den Bachsee hatten für das nötige Training gesorgt, das Wetter versprach das Beste, so zogen wir am 20. Februar 1909 in der Frühe mit Skiern und winterlich schweren Rucksäcken — der Proviant reichte im Notfall wohl für acht Tage — von Grindelwald zur Station Eigergletscher hinauf, fuhren mit dem Arbeiterzug um 2 Uhr nachmittags zum Eismeer und begannen dort unsere Gletscherwanderung.

Meine Begleiter waren Frite Amatter, mein Führer auf mancher sommerlichen und auch winterlichen Bergfahrt, und Fritz Steuri, der vortreffliche Skiläufer und Führer, beide aus Grindelwald.

Im Winter steigt man, auch um zur Berglihütte zu gelangen, ziemlich hoch gegen das Untere Mönchjoch zu an. Als wir nun sahen, daß wir gut vorwärts kamen, ließen wir die Hütte, bei ungünstigeren Verhältnissen unser erstes Refugium, überhaupt unberührt und stiegen gleich völlig zum Untern Mönchjoch hinauf, und zwar zu dem auf dem Siegfried -atlas so bezeichneten, zirka 3600 m. hohen Joch und nicht zu der jetzt gewöhnlich überschrittenen Depression südlich der Berglihütte ( Punkt 3560 Siegfr. ). Von dort fuhren wir über das stark verwehte Ewige Schneefeld zum Konkordiaplatz ab und erreichten, nun schon im Dunkeln, die gemütliche, warme neue Konkordiahütte ( 2847 m ), die die Sektion Grindelwald S.A.C. und die Bergsteigerwelt der Großmut Gustav Haslers und seinem Interesse an den heimatlichen Bergen zu verdanken hat.

Unterwegs hatte ich mir bei einem Fall, nicht mehr allzuweit von der Hütte, die rechte Skispitze gebrochen. Der geschickte Steuri vollendete mit dem gebrochenen Ski die Abfahrt, und in der Hütte konnten wir den langen Bruch mit dem mitgeführten Reparaturzeug — Blechstreifen und Versteifungsschienen — tadellos und dauerhaft wieder heilen. Eine Blechspitze — leider ja immer zu kurz — und ein Paar Schneereifen führten wir aber außerdem für alle Fälle mit.

Am nächsten Morgen, Sonntag den 21., überschritten wir mit Skiern die Grünhornlücke ( 3305 m ) und querten den Walliser Fiescherfirn zum Fuße des Finsteraarhorns. Dort ließen wir die Skier zurück, die uns bei den herrschenden günstigen Schneeverhältnissen nicht mehr von Nutzen sein konnten, und begannen zu Fuß den Aufstieg. Die Finsteraarhornhütte blieb rechts liegen. Wir fanden den Berg in sehr gutem Zustand, der Firn war meist gut zu begehen, und es bedurfte nur weniger Stufen im harten Eis. Das Wetter war wunderschön; es war windstill und in der Sonne sehr warm. Auf dem Hugisattel ( 4089 m ) blieb nach einer Rast das Gepäck zurück, und der Felsgrat führte uns ohne Schwierigkeiten zum Gipfel des Finsteraarhorns ( 4275 m ) hinauf. Behaglich konnten wir oben in der Sonne sitzen und uns der ganz wunderbar klaren Aussicht freuen. Es war gegen 3 Uhr nachmittags.

Der Abstieg vollzog sich glatt und rasch in der Spur des Anstiegs. Wieder bei den Skiern angelangt, kochten wir uns einen Tee, was allerdings bei dem mittlerweile aufgesprungenen kalten Wind nur schwer gelingen wollte. Dann stiegen wir wieder zur Grünhornlücke hinauf. Auch hier hatte der Wind überall recht hohe „ Gaugeln " angeweht; wie überhaupt gerade die durch den Wind verursachte Schneebeschaffenheit — Hartschnee abwechselnd mit Streifen stumpfen, mehligen Schnees, spitzenbrecherischen Gaugeln und dergleichen windgeborene Gebilde — auch den eigentlichen Skilauf auf unserer Tour meist recht hochalpin gestaltete.

Den Schluß der Abfahrt hatten wir schon im Dunkeln zurückzulegen, ehe wir wieder die Konkordiahütte erreichten.

Am nächsten Morgen zogen wir dann über den unvergleichlich schönen Konkordiaplatz und den Großen Aletschfirn, zur Linken immer die steilen Abstürze des imposanten Aletschhorns, rückschauend über der Grünhornlücke das ragende Finsteraarhorn, zur Lötschenlüclte ( 3204 m ) hinan und fuhren jenseits über den Lötschenfirn und den Langgletscher hinab. Nach den obersten hartgewehten Partien hatten wir wunderschöne Abfahrt in gutem Schnee.

Bei den Hütten der Fafleralp im obersten Lötschental angelangt, beschlossen wir, das schöne Wetter noch voll auszunutzen und nicht das Lötschental talaus zu wandern, sondern über den Petersgrat zur Mutthornhütte hinüberzusteigen. Erst aber machten wir bei fließendem Wasser im wärmsten Sonnenschein eine lange Mittagsrast. Es gab warme Konserven, Bouillon und alle möglichen Herrlichkeiten.

Kecht heiß ging es dann das innere Faflertal auf seiner orographisch linken Seite hinauf.

Über dem Lötschental drüben stand scharf geschnitten das mächtige Bietschhorn und wuchs immer ragender in den blauen Himmel hinein.

Im Talhintergrund ging es steil hinan und dann scharf nach links, westlich, hinüber und auf den Inneren Talgletscher hinauf.

Nicht bei jedem Schnee halte ich das Innere Faflertal für lawinensicher; doch versichert mir Steuri, der auch die andern in Frage kommenden Zugänge, Tellital und Äußeres Faflertal, kennt, daß das Innere das bei weitem zu bevorzugende und sicherste sei.

Im Wetter hatte sich ein Umschwung vorbereitet, und als wir nun auf die freiere Höhe kamen, empfing uns schon eisiger Wind, trieben auch schon die Nebel um Spitzen und Gräte.

Wir erreichten den tiefsten Punkt des Petersgrats gegen das Tschingelhorn hin ( zirka 3180 m ).

Die Felle loszuschnallen erwies sich bei dem schneidenden Wind und dem hartgefrorenen Material als so schwierig uud unangenehm, daß wir mit ihnen der nahen Mutthornhütte ( 2906 m ) zustrebten. Das verdarb die Abfahrt freilich ziemlich, die aber bei dem unsichtigen Wetter und dem schon dämmerigen Licht doch nur vorsichtig sein konnte.

Beim Betreten der Hütte kam es uns ganz warm darin vor — das Thermometer zeigte — 10° C. und sank, vor die Türe gestellt, schnell auf — 19° C. Innen aber hatten wir es bei tüchtigem Feuer bald gemütlich und waren auch guten Muts, unsere Tour zu gutem Ende zu führen.

Und wenn wir am nächsten Morgen auch auf dem Tschingelfirn teilweise im Nebel sehr vorsichtig abfahren mußten, später rang sich die Sonne doch wieder siegreich durch, so daß wir freier fahren und auch die Schönheiten der Umgebung genießen konnten.

Wir vermieden den Tschingeltritt und fuhren mehr auf der rechten Seite des Tschingelgletschers und dann zum Schafläger hinüber ab. Von dort ging es zu Fuß einen steilen Graben hinab zum Unteren Steinberg. Später ging es etwas schwierig auf das rechte Ufer des hier tief eingeschnittenen Baches. Noch einmal mußten wir auf steilem Holzschleif im Wald die Skier ausziehen, dann ging es — diesmal auf einer Brücke — wieder auf das linke Bachufer, und wir erreichten Trachsellauenen und von dort meist auf hartem Wege Stechelberg.

Unterwegs hatten wir die Freude gehabt, ein Rudel Gemsen gut sehen zu können, die ersten lebenden Wesen wieder nach drei Tagen. Besonders interessant war das kluge und sorgliche Verhalten des Wacht -tieres zu beobachten, das, während das Rudel flüchtig wurde, scharf nach uns herüberäugend stehen blieb und erst an die eigene Sicherheit dachte, nachdem das Rudel einen bedeutenden Vorsprung gewonnen hatte. In gewaltigen Sätzen nacheilend, hatte es das Rudel dann bald wieder erreicht. Der Vorgang wiederholte sich mehrmals in gleicher Weise, bis schließlich die Tiere hoch oben im Nebel unseren Blicken entschwanden.

Während wir in Stechelberg Kaffee tranken, wurde ein Schlitten angespannt, mit dem wir nach Zweilütschinen fuhren, von wo uns der Zug um 3 Uhr 10 Min. wieder nach Grindelwald brachte, wo man dank des Teleskops schon von unserer Finsteraarhornbesteigung wußte.

Die vier Wintertage in der Gletscherwelt des Berner Oberlandes und auf seinem höchsten Scheitel blieben mir die leuchtendste Berg-erinnerung für einen langen Sommer, den ich fern von den Bergen verleben mußte.Georg Hasenkamp ( Sektion Bern ).

Fergenkegel ( zirka 2880 m ) über die Südwand.

Der Fergenkegel, als nordwestlicher Trabant der Fergenhörner, im Siegfr., Blatt 416, uncotiert, ist wohl der schwierigste Kletterberg der ganzen Silvretta-Litzner-Gruppe. Schon von alters her galt er als ein Unhold, und es war auch nach der ersten Ersteigung durch Bergführer Mettier etwas Außergewöhnliches, wenn jemand seinen Fuß auf die Spitze dieser herrlichen Felspyramide setzte.

In jüngster Zeit wird nun allerdings der Fergenkegel oft besucht, und namentlich sind es die Davoser Alpenclubisten, welche mit Vorliebe dieses Gebiet durchstreifen.

Wie sein Name deutlich sagt, bildet dieser Felskoloß einen richtigen Kegel mit etwas stumpfer Spitze; auf alle Seiten stürzen fast senkrechte und sehr griffarme Felsen 300 bis 400 m. tief ab. Der Berg wird meistens von der Roten Furka aus bestiegen, und zwar auf zwei Wegen: entweder durch das sogenannte Führercouloir oder direkt über die sehr exponierten, glatt polierten Plattenschüsse ( siehe l.Bild ) der Nordwestflanke. Der Abstieg erfolgt in der Regel auf der gleichen Route oder dann nach Südosten in der Richtung der Fergenhörner. Von irgend einer andern Seite konnte der Fergenkegel bisher trotz mehrfachen Versuchen nicht bezwungen werden. In jüngster Zeit gelang es dann einigen Mitgliedern der Sektion Davos der „ Naturfreunde ", über den südlichen Grat die Spitze zu erreichen. Das Schönste und Mächtigste des Fergenkegels, die ungeheure Südwand, blieb jungfräulich.

Schon etliche Versuche, die Spitze direkt durch diese Wand zu erreichen, hatten fehlgeschlagen, so auch ein solcher durch den Unterzeichneten im Sommer 1908 in Begleitung von Herrn Punz, Fräulein Amanda Moos und Fräulein Maria Preißig. Die Felsen waren damals äußerst stark vereist, auch bildete unsere zu große Zahl ein wesentliches Hindernis. Wir entschlossen uns deshalb in ungefähr'/g Höhe der Wand zur Umkehr und erreichten dann den Gipfel über die nordwestliche Flanke.

Durch diesen ersten Versuch hatten wir die Gewißheit erlangt, daß es äußerst schwierig sei, durch die Wand emporzukommen; doch unmöglich schien es uns nicht zu sein.

Der Sommer ging nun rasch vorbei, und in Davos zog bald der Winter ein. An hellen Tagen spähte ich von hier aus mit dem Feldstecher nach unserer Südwand. Ich konnte in derselben ganz kleine Schneeflecken wahrnehmen, ein sicheres Zeichen, daß der Fels an gewissen Stellen etwas gestuft ist. Mit frischem Mut zogen wir, der Unterzeichnete, Herr Punz und Fräulein Amanda Boos, am 25. Juli 1909 in das dortige Gebiet mit dem bestimmten Vorsatze, unser möglichstes zu tun, den Gipfel durch die Südwand zu erreichen.

Gustav Walty.

— Route Nach einer schlaflosen Nacht in der sogenannten Fergenhütte ( elende Hirtenhütte ) brachen wir morgens 3 Uhr auf. Um 5 Uhr waren wir am Einstieg in die Felsen, resp. in das große Couloir. Alles Überflüssige, wie Röcke, Hüte etc., wurde zurückgelassen, und nur etwas Proviant, zwei Seile à 30 Meter, Mauerhaken etc. wurden mitgenommen. Ohne besondere Schwierigkeiten gelangen wir durch das Couloir und dann etwas nach links haltend über ein breites Schuttband wieder an die Stelle, wo wir ein Jahr zuvor die Rückkehr beschlossen hatten. Von hier ab beginnt die exponierteste und schwierigste Kletterei, die ich auf meinen vielen Streifzügen ins Gebirge mitgemacht habe. Langsam rücken wir vorwärts; ein kleiner Riß Phot. Gustav Walty ( Sektion Davos ).

im Felsen bietet uns notdürftigen Halt. Plötzlich gebietet uns die Natur Halt; die Versuche des nachgekommenen Freund Punz, mir behülflich zu sein, vorwärts oder rückwärts zu kommen, blieben erfolglos. Wohl oder übel mußte ich ausharren, bis er einen Mauerhaken in den Felsen eingetrieben hatte und ich auf diese Weise einige Sicherheit für meinen Rückzug erhielt.

Nachdem es mir gelungen war, ungefähr zwei Meter nach rückwärts zu kommen, versuchten wir ein sehr kompliziertes Manöver. Indem ich mich mit Händen und Füßen so gut als möglich hielt, den ganzen Körper an die senkrechte Wand preßte und Fräulein Boos mich, so gut sie konnte, an den Füßen an die Felsen drückte, versuchte Freund Pwnz, indem er von der Reibung des Körpers am Fels weitgehendsten Gebrauch machte, abermals einen Mauerhaken einzuschlagen, an dem es ihm dann gelingt, sich an meiner Seite vorbeizuwinden und liegend auf eine glatt- Fergenkegel über die Südwand.

polierte Platte zu kommen. Da er auf dieser Platte absolut keinen Halt hat, versuche ich mit einer Hand loszulassen und halte ihn an den Füßen so gut es eben geht. Wir kleben nun zu dritt übereinander an einer senkrechten Wand von ungefähr 50 m. Höhe. Keines von uns kann nur einen Zoll nach links oder rechts, und an ein Absteigen ist nicht zu denken. Unser Losungswort ist „ Vorwärts ". Wiederum gelingt es Punz, in bedenklich kritischer Lage einen Mauerhaken aus der Tasche zu nehmen und in ebenso schwieriger Position in den Felsen zu zwängen. Nun gewinnt er wieder etwa einen Meter an Höhe, und es ist ihm von hier aus möglich, mit den Fingern einen die Platte durchziehenden Riß zu erreichen und auf diese Weise wiederum etwa l1/^ Meter höher zu kommen. Durch das lange Verharren in unserer kritischen Lage schwinden uns die Kräfte bedenklich. Punz versucht nun den Pickel in einen über seinem Kopfe im Stemm-kaminRoute von Walty, Punz und Frl. Rods Phot. Gustav Wally ( Sektion Davos ).

Felsen vorhandenen Riß zu schlagen, was nach vieler Mühe auch gelingt. Er schlingt nun das Seil um die vorstehende Haue und zieht auf gut Glück hin sich mit einem Klimmzuge in die Höhe. Glücklich kommt er hinauf und erreicht von dort aus ein ziemlich breites Schuttband, wo er endlich festen Stand fassen und uns durch kräftiges Ziehen am Seil aus unserer prekären Stellung befreien kann. Diese Stufe liegt von der Stelle, wo es mir nicht möglich war, vorwärts oder rückwärts zu kommen, höchstens 12 Meter höher und kostete uns zur Überwindung volle zwei Stunden.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, rückte ich wieder vorwärts. Ohne besondere Schwierigkeiten gelangen wir nun etwas links haltend über ein Schuttband zu einem ziemlich breiten, aber sehr abschüssigen Felsbande, welches ich in liegender Stellung und von den Nachrückenden am Seil gesichert bald überwunden habe. Indem ich nun das Seil an einem vorspringenden Felsen sichere, rücken die andern zwei nach.

Von hier aus geht 's nun in äußerst luftiger Rittlingsstellung in einigen Klimmzügen über eine vorstehende Felsrippe hinauf, und wir stehen nun direkt zirka 50 Meter unter dem Gipfel. Schon wähnen wir uns glücklich am Ziele, allein es sollte länger dauern. Wir erblicken im Fels einen engen Riß, der sich senkrecht in die Höhe schwingt. Dieser bildet für uns wohl die einzige Möglichkeit, in die Höhe zu kommen. Als wir bei demselben ankommen, entpuppt er sich als ein wohl vier Meter tief in den Fels einschneidender, fürchterlich enger Kamin, dessen Anblick uns ernsthafte Bedenken einflößt, ob es uns beiden möglich sein werde, durchzuschlüpfen. Es gelingt wirklich auch, sich in den Riß zu zwängen und so zirka zwei Meter ins Innere der Felsen zu kommen. Uns nun so dünn als möglich machend, die Arme hochgestreckt und mit dem Rücken nach rückwärts stemmend, gelingt es uns endlich, in die Höhe und wieder aus dem Bergesinnern herauszukommen, wo fester Stand gefaßt werden kann. Nun werden zuerst die zurückgelassenen Rucksäcke hochgeseilt und zuletzt auch unsere Begleiterin, Fräulein Boos.

Nach kurzer Rast klettern wir nun gleichzeitig vorwärts. Die Felsen sind beinahe senkrecht, allein mit sehr guten Griffen versehen, und wir kommen rasch aufwärts.

Noch einmal müssen wir einen Schulterstand machen, dann, welche Wonnevor mir, kaum zwei Meter entfernt, steht der Steinmann, der den Gipfel des Fergenkegels krönt. Der Gipfel ist erreicht, und der schwer errungene Sieg ist unser. Genau sechs Stunden haben wir für die zirka 400 m. hohe Südwand gebraucht, allein was bedeutet dieses Zeitopfer gegenüber dem Hochgefühl, das den Alpinisten überkommt, wenn er nach hartem Kampfe endlich auf besiegter Spitze steht! Eine Empfindung froher Genugtuung über den heutigen Erfolg und eine herrliche Aussicht verschafften uns eine ideale Gipfelrast. Den Abstieg machten wir auf der üblichen Route.

Mit unserer Besteigung durch die Südwand hofften wir, einen neuen interessanten Touristenweg auf den Fergenkegel zu finden. Allein dies ist uns nicht gelungen; unsere Route wird und darf nie ein solcher werden, denn das Leben ist zu kostbar, als daß man es hier aufs Spiel setze. Wohl mag ein erstklassiger Alpinist unsern Spuren folgen, allein sei er wer er wolle, die Besteigung des Fergenkegels auf unserer Route wird ihm immer unerwartete Schwierigkeiten bereiten, und wenn es ihm auch vergönnt sein sollte, gleich uns sich des Erfolges zu freuen, so bin ich doch überzeugt, daß er diese Tour in guten Treuen niemand empfehlen kann.Gustav Walty ( Sektion Davos ).

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