Edward Whymper: Guide à Chamonix et dans la chaîne du Mont Blanc

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Nach allem, was ich wiederholt in diesem Jahrbuch, zuletzt noch vol. XLVI, pag. 333, über die beiden englisch geschriebenen „ Führer " Whympers gesagt habe und nachdem ich oben ( pag. 209—210 ) die ihnen im Leben und Schrifttum Whympers gebührende Stellung charakterisiert habe, kann ich es mir wohl verstatten, von ihnen als von dem Vermächtnis eines der hervorragendsten Reiseschriftsteller aller Zeiten Abschied zu nehmen und ihre weitere Wirkung und Wertung getrost der Zukunft zu überlassen, denn die allgemein historischen und die besteigungsgeschicht-lichen Abschnitte des Mont Blanc- und des Matterhornführers werden das auf die wechselnde Gegenwart Bezügliche in den beiden Büchern lange überdauern.

In diesem Sinne ist die von M. Jullien veranstaltete französische Übersetzung des Guide à Chamonix sehr zu begrüßen. Wie die Vergleichung lehrt, ist sie eine genaue Übersetzung des stereotypierten englischen Textes der 15. Auflage, welcher auch die auf pag. VIII abgedruckten „ Notes de la quinzième édition Anglaise " entnommen sind. Dabei verstehe ich nicht, warum die entsprechenden „ Notes to the sixteenth edition ", welche schon seit dem Sommer 1911 in meinen Händen ist, nicht an deren Stelle verwendet wurden. Das hätte die „ première édition française " mindestens auf die Höhe der Saison von 1911 gebracht. Diese teilweise französisch redigierten Notizen betreffen den Winterbetrieb der Eisenbahnstrecke Chamonix-Argentière, Mitteilungen über den Fortschritt der Arbeiten am Chemin de fer de l' Aiguille du Midi, den Tod des langjährigen Wirtschafters des Rifugio Torino am Col du Géant, und Bemerkungen über alpine Unglücksfälle im Jahre 1910. Als die letzte Äußerung von Whympers „ grimmigem Humor " hätte vielleicht die Notiz ( pag. VIII, sixteenth édition ) eine Übersetzung verdient: „ Winter sports at Chamonix are becoming more popular. The death of an English lady was a good advertise-ment. " Da in den historischen Kapiteln I—V Whympers Quellen meist französisch geschriebene Darstellungen waren ( Martel, Saussure, Bourrit, Dumas ), so war es möglich, sehr oft an Stelle einer Rückübersetzung aus Whympers Text die Originalfassung treten zu lassen. Leider ist dies nicht überall geschehen, so nicht an einer für die Balmat-Paccardfrage wichtigen Stelle ( pag. 26 ), wo von der Entlöhnung Balmats für seine Fuhrerdienste bei Dr. Paccard die Rede ist. Wer diese und andere Fragen der ältesten Mont Blanc-Besteigungen studieren will, kann es nun an Hand französischer Texte leichter als nach dem englischen tun, und ich hoffe, daß die Lektüre dazu beitragen werde, Whympers Ruf als eines alpinen Historiographen zu verbreiten. Und auch im französischen Gewande wirkt sein kaustischer Humor und seine unbestechliche Wahrheitsliebe. Unverändert und gleich an Zahl sind aus den englischen Ausgaben herübergenommen die Illustrationen und Karten; ebenso die Anhänge: Liste der Dörfer, Weiler etc. des Tales von Chamonix, Tarife der Exkursionen von Chamonix, St. Gervais und Courmayeur, Höhentabelle der Mont Blanc-Kette, Pässe der nämlichen, Führerlisten von Chamonix, Courmayeur, St. Gervais und Orsières, Vergleichstabelle von Meter und englischem Fuß.Redaktion.

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