Fritz Huber

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Von Jakob Stapfer.

" Vor wenigen Jahrzehnten noch bedeutete es für einen Maler eine besondere Empfehlung, wenn er auf Akademien von geübten Professoren auf ihren eigenen Malstil zugestutzt worden war. Er gehörte dann zu dieser oder jener « Schule ». Heute sieht man den zweifelhaften Wert solcher Schematisierung ein. Die Werke berühmter Autodidakten haben mit überzeugender Kraft verkalkte Vorurteile vernichtet und neue, weite Horizonte geschaffen. Ein Glück für die Malkunst.

Auch Fritz Huber in Uhwiesen ist Autodidakt. Bei eingehender Betrachtung seiner Bilder fragen wir uns mit Recht, was wohl dieser Künstler an Akademien Wertvolles hätte lernen können, und sind davon überzeugt, dass solche Ursprünglichkeit und Wärme nicht an Kunstschulen angezüchtet werden könnte. In fieberhaftem Tempo hat sich Fritz Huber in kurzen Jahren vom Musiker zum zünftigen Landschafter entwickelt. Hört man ihn sein Cello streichen, so erinnert man sich unwillkürlich der verhaltenen Wärme, die in all seinen Bildern vibriert. In rastlosem Aufstieg wandelte sich seine Kunst aus der vielfarbigen Bewegtheit seiner ersten Gemälde zur schlichten Reife der letzten Arbeiten. Die « Davoser Winterlandschaft » ist ein Werk aus der Übergangszeit, an dem uns die Wärme der Farbtöne ebenso überzeugt wie die herbe Geschlossenheit der Linien.

Studienreisen durch Südfrankreich und die Normandie haben die Entwicklung von Hubers Kunst wesentlich gefördert. Eine Reihe vorzüglicher Bilder verraten uns seine besondere Liebe zu der stillen Grosse unserer Bhein-landschaft. Erst während der letzten Jahre zog der Maler seine Kreise immer enger und bestimmter um die kraftvolle Herbheit unserer Bergwelt, und man kann davon überzeugt sein, dass seine Berglandschaften immer grössere Beachtung finden werden.

Zur Beherzigung.

Das Bergsteigen ist nützlich wie eine Arbeit, edel wie eine Kunst, schön wie ein Glaube.

Guido Rey.

Die Alpen — 1930 — Les Alpes.37

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