Groß- und Klein-Scheerhorn

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Trotzdem über beide Scheerhörner des öftern und ziemlich erschöpfend geschrieben wurde, kann ich mich nicht erinnern, irgendwo von einem direkten Übergange von einem dieser Gipfel auf den andern gelesen zu haben. Aus diesem Grunde und auch um einer prächtigen Ansicht der Scheerhörner von den Klariden aus ( ausgeführt von meinem Freund Hans Brun, Sektion Uto ) im Jahrbuche Platz zu verschaffen, erlaube ich mir, hier in Kürze einer Tour zu erwähnen, bei der dieser Übergang gemacht wurde.

Gross-Scheerhorn. Klein-Scheerhorn.

.'Scheerlücke.: Kammlistock. Gross-Spannort.

Am 11. Juli 1896 erreichten die Herren Hans Schillig ( Alpina Luzern ), Ed. Winterhalter ( Sektion Pilatus ), Jos. Spieler und Referent bei prächtigstem Wetter von der Hüfi Clubhütte aus in 4 Stunden den Gipfel des Groß-Scheerhorns. Nach einem Aufenthalt von 2 Stunden kletterten wir über den Westnordwestgrat in die Scheerlücke und gelangten von dort in 10 Minuten auf die Spitze des Klein-Scheerhorns. Wieder in die Lücke zurückgekehrt, stiegen wir über die 30-45° geneigte nördliche Firnwand auf den Griesgletscher ab.

Der Übergang von einer Spitze auf die andere nahm eine Stunde in Anspruch. Der Grat ist ziemlich schmal und die Wände fallen auf beiden Seiten sehr steil ab. Die Felsen und Griffe sind jedoch ausgezeichnet, so daß man mit Ausnahme von drei ganz kurzen Stellen keine Schwierigkeiten antrifft.

Diese Tour ist allen Clubisten aufs wärmste zu empfehlen.

L. Bachmann ( Sektion Pilatus ).

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