Karl Bædeker : Die Schweiz

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Der Feuilletonredaktor des „ Bund ", dem, wie dem Unterzeichneten, das Rezensieren etwa einmal „ über " wird, druckte kürzlich bei einer Besprechung aus dem der betreffenden Publikation beigelegten Zettel des Verlags nur die eine Phrase ab: Ein neues Buch des Herrn X. Y. bedarf keiner weitern Empfehlung und fügte boshafterweise hinzu: „ Also lassen wir es dabei. " Ich zweifle, ob Autor und Verleger diesen Spaß so goutierten, wie das Publikum, und ich möchte ihn auch nicht auf den „ Baedeker " anwenden, der mir regelmäßig alle zwei Jahre zugeht. Allerdings geschieht das immer zu Anfang der Reisesaison, d.h. wenn das im betreffenden Jahre erscheinende Jahrbuch schon ausgedruckt ist. Die Leser von Bd. XLV bekommen also meine Empfehlung des Baedeker von 1909 erst 1910 zu Gesicht. Sie können dann aber meiner Empfehlung um so besser trauen, weil ich inzwischen Gelegenheit gehabt habe, auf irgend einer Reise den neuesten Baedeker auf seine Genauigkeit zu prüfen. Das Resultat ist durchaus günstig. In der neuen Auflage sind 2 neue Karten, 1 neuer Stadtplan und 1 neues Panorama hinzugekommen. Der Baedeker-Schweiz hat seit 1844, wo die erste Auflage, ein Handbüchlein von XXXI und 53G Seiten in Taschenbuchformat, mit einer Reisekarte und einer Alpenansicht vom Rigi, zu Koblenz herauskam, einen weiten Weg gemacht und ist „ mit seinen höheren Zwecken gewachsen ", aber man spürt ihm auch heute noch das neben dem geschäftlichen Interesse hergehende Wohlgefallen an der Schweiz an, welches den ersten Herrn Baedeker zu einem eifrigen Besucher und Freunde unseres Landes machte und das bei seinen Nachfolgern Prinzip geblieben ist. Da neben dem Touristen, dem „ Tal-sohlenbummler und Jochfinken " auch der Hochgebirgsreisende in der Schweiz und den angrenzenden Gebirgen von Savoyen, Oberitalien und Tirol auf seine Rechnung kommt, wenigstens für allgemeine Zwecke und Orientierung — das Nähere müssen die Clubführer, Hochgebirgsführer und Climbers'Guides ersetzen —, so sei der Baedeker dem S.A.C. neuerdings aufs beste empfohlen. Ich will endlich, eingedenk früherer Versäumnis, nicht verfehlen, hervorzuheben, daß der Abriß „ Zur Geographie der Schweiz ", pag. XXXIII—XLII, welcher in gediegener Kürze dieses schwierige Kapitel meistert, von Prof. Dr. Hermann Walser in Bern stammt.Redaktion.

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