Mein Berg

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Ich warb um dich in meines Lenzes Tagen, Mir traumhaft nur der kühnen Tat bewusst. Ich sah dein Antlitz in den Himmel ragen, Die Glut der Sehnsucht sengte meine Brust.

Du nahmst mich auf mit weiten, lieben Armen, Wie eine Mutter ihr verloren Kind, Und wiegtest mich an deinem Herzen in warmen Bergsonnenblicken und im Firnewind...

Und wieder muss ich meine Sehnsucht stillen, Ein Stündlein nur mich ruhn in deinem Glück. Allein die welke Kraft höhnt meinen Willen... Und du, mein Berg, du weisest mich zurück?

Dann auf zum Sturm! Ich stähle meine Schwingen Und biete dir und deinen Tücken Trutz!

Den Muttersegen will ich mir erzwingen, Die Kraft der Liebe wird mir Weg und Schutz.

Der Atem keucht. Die Gipfelzinnen winken. Empor! Auf Glück und Tod! Ich muss! Ich muss! Verzweifelt Ringen... Heil! Die Täler sinken!... Auf meiner Stime brennt dein Friedenskuss.

Plazidus Hartmann.

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