Ski. Jahrbuch des Schweizerischen Skiverbandes

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Vereins- und Festberichte pro 1915/16/17 bilden einen wesentlichen Teil des neuen, wiederum durchaus gediegenen Jahrgangs. Daneben enthält er mehrere meist vorzügliche Arbeiten, die auch der Alpinist mit viel Interesse lesen wird. Vor allem Hans Morgenthalers „ Skihochtouren im Oberaletsch ". Er und B. Lauterburg bestiegen im Februar 1917 von der Oberaletschhütte aus das Schienhorn, Nesthorn, Lötschentaler-Breithorn und Aletschhorn. Rassig wie die Touren ist Morgenthalers Stil. Sehr instruktiv und gründlich berichtet E. Jilli, Präsident des Skiklub Alpina St. Moritz über das Lawinenunglück im Val d' Eschia vom 20. Februar 1916, vgl. Jahrbuch S.A.C. LI, pag. 186. „ Schneeprobleme " reizen den scheidenden Ski-redaktor, C. Egger, zu einem munteren Gefechtlein gegen die oberflächliche Deutung von Naturerscheinungen. Bei diesem Anlaß unternimmt er einen kleinen Streifzug durch die Veröffentlichung Prof. Rogets: „ La neige et les avalanches ", Echo n° 7, juillet 1917. Die zur Strecke gebrachten Ratschläge Rogets klingen gewiß sehr einleuchtend — in der Schreibstube und am Passivmitglieder-Klubtisch. Die Gletscherkommission der physikalischen Gesellschaft Zürich bringt in ihrem dritten Bericht reiches Beobachtungsmaterial über die Zunahme der Schneebedeckung im Firngebiet. Beobachtungsorte: Clariden, Silvretta und Parsenn, Periode 1915/16.

Volle Aufmerksamkeit und Nachachtung verdient der streng sachliche, ärztliche Bericht Dr. Schorers über den Militärpatrouillenlauf der 3. Division vom 28. Januar 1917. C. J. Luther erzählt nach dem norwegischen Buche Kaptain H. Angels, wie dieser im Jahr 1893 die Ski nach Montenegro brachte. „ Von schweizerischen Skihütten " wissen die Skiklubs Luzern, Alpina St. Moritz und Engelberg viel Verlockendes zu melden. C. Egger würdigt die Piz Sol-Hütte des S.A.C. als gastliches Skifahrerheim. Mit Genehmigung des Chefs des Generalstabs bringt der Ski das „ Schweizerische Reglement für Militärskifahrer ", das eine mustergültige Anleitung über die Technik des Skifahrens enthält. Der Aufsatz über das „ Aroser Skigebiet " riecht nach Verkehrsverein und dürfte darum in einem Skijahrbuch kaum aufgenommen werden. Weil er mit prachtvollen Winterlandschaften geschmückt ist und das nächste schweizerische Skifest nach Arosa kommt, sei er entschuldigt. Warnen möchte ich angehende alpine Schriftsteller vor Nachahmung der Schilderungen „ Skifahrt " und „ Der Wissig ". Sie blenden durch allzuviel Stimmung und Schwung, durch „ Schimmerschönheit ", die erst am Schreibtisch nachempfunden wurde. Empfindelei und Künstelei aber bedeutet Unwahrheit. Tadellos geraten sind sämtliche Abbildungen, unter denen sich einige Meisterwerklein befinden.

R. Wyß ( Sektion Oberhasli ).

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