The Alpine Journal

Remarque : Cet article est disponible dans une langue uniquement. Auparavant, les bulletins annuels n'étaient pas traduits.

Redaktion.

The Alpine Journal. Edited by Georges Yeld. Vol. XV, n08191—194, February to November 1911.

Das „ Apine Journal " hat in seinen vier Quartalheften wieder an Seitenzahl so zugenommen, daß das Komitee beschlossen hat, inskünftig nur je 4 Nummern statt 8 zu einem Bande zusammenzufassen. Es kann natürlich nicht die Rede davon sein, die mannigfaltige Fülle von Notizen und kleineren Mitteilungen über neue und verschiedene Expeditionen, alpine Unglücksfälle, alpine Facta, Bilder und Bücher aus aller Welt, welche der Redaktor und sein Assistent, Capt. J. P. Farrar, zusammengetragen und in den Spalten des Journals aufgehäuft haben, oder die von dem innern Leben des Alpine Club zeugenden Berichte über Sitzungen, Ausstellungen, Bibliothek u. dgl. anders als nur in beschränktem Maße für unsere ähnlichen Rubriken auszuziehen, und ich muß mich hier auf ein knappes Referat über die größeren Artikel beschränken. Das Februarheft beginnt mit der Abschiedsrede ( address ), in welcher der vom Amte scheidende Präsident Hermann Woolley am 5. Dezember 1910 seinen Clubgenossen ein Bild der in den letzten drei Jahren geschehenen Entwicklung des Alpinismus entwarf, soweit, und das ist nicht wenig, der A. C. daran beteiligt war. In einem längeren, mit fünf Vollbildern geschmückten Artikel, betitelt: „ Some experiences across the Oberland in 1910 ", schildert J. W. Wyatt die mit zwei Freunden und zwei Führern dem schlechten Wetter jenes Sommers abgerungenen Erfolge, nämlich Diablerets, Wildhorn, Wildstrubel, Gemmi, Ferdenpaß, Ebnefluh, Tennbachhorn, Tellispitzen, Tschingelhorn, Lötschenlücke, Grünhornlücke, Finsteraarhorn, Gemslücke, Oberaarjoch, Nägelisgrätli, Triftlimmi, Zwischen Tierbergen-Paß, Fünffinger- Stöcke, Sustenspitz, Sustenhorn. T. G. Longstaff gibt eine Übersicht über den gegenwärtigen Stand der Vermessung des zentralen Himalaja; die Schwierigkeiten, die sich dem Werke entgegenstellen, und die erreichten Eesultate werden von einem der besten Kenner dieses enormen Gebirges gewürdigt. Der im Maiheft fortgesetzte Aufsatz: „ Three Weeks Camping-out in the Andes, by Walter Larden " ist, wie die beigegebene Routenkarte und die neun Illustrationen, ein Auszug aus des Verfassers interessantem Buch „ Argentine Plains and Andine Glaciers ", welches seither bei T. Fisher Unwin in London erschienen ist. Die mit Dr. Helbling unternommene Expedition war nicht reich an bergsteigerischen Resultaten; immerhin wurde ( von Dr. Helbling allein ) ein für die Zukunft Erfolg versprechender Versuch am Tupungato gemacht und die Gletscherregion des Rio del Plomo-Tals durchforscht. In der Mainummer gibt Dr. Longstaff weiteren Bericht über seine Himalajareisen in dem Artikel „ The Saltoro Pass ", welcher von vier Illustrationen und einer vortrefflichen Routenkarte begleitet ist. Claude Wilson beschreibt: Minor Rock Climbs from Courmayeur ( eine Illustration und ein Ausschnitt aus der Barbeykarte, in welchem die Routen Wilsons und des gleich zu erwähnenden H. O. Jones eingetragen sind ). Gemeint sind die zu verschiedenen Zeiten und mit wechselnden Gefährten, selten mit Führern, gemachten Besteigungen der Pyramides Calcaires, der Aiguille des Glaciers, des Rocher du Mont Blanc, der Aiguilles Rouges de Brouillard, der Aiguille de la Brenva, des Père Eternel und der Tour Ronde, des Mont Rouge, der Aiguille Noire de Pétéret, des Mont de Jetoula, der Aiguille Rouge de Rochefort, der Aiguille de Tronchey, des Mont Rouge de Gruetta, wozu noch eine lange Reihe von Gletscherpässen und Gipfel des Hauptkamms wie Mont Maudit, Grandes Jorasses und Aiguille de Triolet kommen, sowie Bec d' Invergnan, Grivola und Rutor, die ebenfalls von Courmayeur aus gemacht wurden. Eine Ergänzung zu diesen Besteigungen und deren Geschichte bietet der Artikel von Humphrey Owen Jones: Some Climbs on the South Side of Mont Blanc, nämlich Aiguille de la Brenva, Punta Innominata, Monts Rouges de Triolets, Aiguilles Noire et Blanche de Peuteret, Rocher du Mont Blanc, Mont Brouillard. Der Artikel ist mit sieben Bildern illustriert. Unter dem Titel: From Noon to Midnight on an ice slope beschreibt W. Symmes Richardson ein Erlebnis mit Malcolm Goddard und dem Führer Rudolf Ämmer im August 1909 bei Begehung eines neuen Passes in der Ottertail Range der Canadian Rockies ( drei Illustrationen ). Im Augustheft finden wir: Some Reminiscences of Chamois hunting, by A. H. Tubby ( neun Illustrationen ). Die beschriebenen Jagdgründe sind die Dolomiten und der obere Teil von Valpelline, und die Art, wie Mr. Tubby jagt, ist auch im alpinen Sinne sportmäßig. Es folgt die hübsche Beschreibung einer Frühlingstour in den Ligurischen Alpen, welche den Verfasser R. L. G. Irving auf den Mont Arnetta bei Ormea, Pizzo d' Ormea, Marguareis, Gélas, Cima Bozano, Cima Palù, Mont Clapier etc. brachte. Fünf Bilder und eine Kartenskizze dienen der Illustration. H. F. Montagnier veröffentlicht als Teil einer größeren von ihm zu erwartenden Publikation über die Balmat-Paccard-Frage eine „ Bibliography of the Ascents of Mont Blanc from 1786 to 1853 ". Ein modernes Problem sucht zu lösen der Artikel von J. P. Farrar: The East or Baltschiedertal Face of the Bietschhorn, und es ist zu hoffen, daß nun die verschiedenen Routen oder Varianten dieser Seite definitiv abgeklärt seien, worum sich mit Eisaxt und Feder niemand verdienter gemacht hat als Mr. Farrar. Der nämliche vermittelt die Resultate von „ Professor Parkers'attempt on Mount McKinley " im Jahre 1910, die ein Erreichen des Zieles in absehbarer Zeit wenigstens wahrscheinlich machen, obschon die Schwierigkeiten enorm sind. Im Novemberheft führt uns der Artikel von Dr. Ernest F. Neve: Peak and Glaciers of Mount Kolahoi ( vier Illustrationen ) in den Himalaja, der von W. Inglis Clark ins Tirol ( eine Illustration ). Die geschilderten Besteigungen, die in ältere Zeit zurückgehen, galten der Tschierspitze und der Mörschnerschneid. Eine Erstbesteigung im Sinne einer neuen Route schildert Harold Raeburn mit: The Disgrazia by the North Face ( eine Illustrationdie schwierige Expedition wurde von ihm mit seinem Landsmanne W. Ling von einem Biwak am Disgraziagletscher aus gemacht. Ebenfalls von nicht leichten Klettereien spricht der Artikel von Raymond Bicknell: Two Norwegian Couloirs. Eine kleine Monographie aus seinem Spezialgebiete, den Alpen von Cogne, ist der mit drei Illustrationen und einer Karte geschmückte Artikel von G. Yeld: The Peaks and Passes between the Gran Sertz and the Colle di Lauzon, und eine sehr willkommene Gabe ist der kritische Artikel: A note on the Bregaglia nomenclature and on the topography of the Ferro group, in welcher Dr. Claude Wilson energisch Stellung nimmt gegen die Unart der Italiener, persönliche Komplimentsnamen, die meist mit den betreffenden Gipfeln und Pässen nicht das geringste zu tun haben, im Grenzgebiete, ja auf rein schweizerischem Gebiete in Vorschlag und Übung zu bringen. Unter den leider zahlreichen Artikeln pro memoria figuriert auch einer auf unsero Ph. Gosset, welcher dem A.C. von 1859 bis zu seinem Tode ( März 1911 ) angehörte. Redaktion.

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