Theodor Felber: Natur und Kunst im Walde

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Was hilft uns alle Wissenschaft vom Schönen, wenn uns Geschmack und Kultur mangeln? Nichts; gar nichts; denn sie bewahrt uns nicht einmal davor, ein Buch zu schreiben mit ästhetischen Zwecken.

Wenn wir 's nicht wahrhaftig in uns selber haben, das Schöne, so verhilft uns keine Anempfindung und kein Nürnbergertrichter dazu. Professor Felber hat 's nicht in sich — kann 's also nicht außer sich bringen; auch nicht in einem noch so gut gemeinten Buche.

Seine Kunst im Walde hat meist mit Kunst nichts zu tun; denn seine Ästhetik steht auf der Stufe des sogenannten Verschönerungs-vereins. Zudem wird einem das Lesen des Buches verleidet durch zahlreiche Phrasen, durch schlechtes Deutsch und durch die Zitatenwut des Verfassers. Ja, wenn Felber recht zitieren könnte, mit Maßen, aber dann ein rechtes Wort am rechten Ort; aber er kann ja oft nicht ein- mal richtig zitieren — kurz: mit Ausnahme der zum Teil sehr hübschen Vollbilder ist diese Arbeit eine bedauerliche Leistung.W. Seh.

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