Über östliche Eiswege zum Mont Blanc-Gipfel

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Von Walter Amstutz.

Drei voneinander unabhängige Wege führen vom Val Veni östlich über die jähen Schnee-, Eis- und Felsabstürze zum Gipfel des Mont Blanc. Während die südlichen und nördlichen Anstiege in dieser Wand nur je einmal bezwungen worden sind, ist der Anstieg mitten in der Flanke zum klassischen Mont Blanc-Aufstieg geworden. Immerhin gehört auch diese Fahrt über die sogenannte Brenvaflanke noch zu den « alpinen Raritäten »; sie reiht sich nicht unwürdig an den Brouillard-, Innominata- und Peutereygrat, deren Begehung zu den grössten Wanderungen in den Alpen zählt. Es will ja etwas heissen, wenn vielgereiste Bergsteiger, wie ein Farrar, Mummery oder Kugy, diesen Brenvaaufstieg als ihre grösste Eisfahrt bezeichnen. Fast jede Partie stellt uns denn auch ihren Chronisten, der seine Erlebnisse auf diesem grossartigen Eisweg zu Papier bringt. In den schweizerischen Bergsteiger-Jahrbüchern und -Zeitschriften vermissen wir zwar einen Beitrag; dafür aber finden sich die Aufsätze in den ausländischen alpinen Schriften um so zahlreicher; besonders viel weiss uns hierüber das « Alpine Journal » zu erzählen. Dies ist im Grunde genommen ganz natürlich, denn die « Brenva » war ja bis zum Beginn des führerlosen Alpinismus sozusagen eine Domäne Englands.

J. P. Farrar und Jacques Lagarde, beides gründliche Kenner des Mont Blanc-Massives, haben uns über die Geschichte der Brenvaflanke eine klare Übersicht gegeben 2 ). Eine Vervollständigung und Erweiterung dieser knappen Monographien scheint mir an dieser Stelle für den künftigen Mont Blanc-Fahrer wertvoll; es wird ihm das zeitraubende Literatursammeln ersparen und die Orientierung erleichtern. Dies um so mehr, als man gewöhnlich bei der Vorbereitung zu dieser Fahrt zu den Führerbüchern greift. Dem Bergsteiger deutscher Zunge liegt es am nächsten, den « Mont Blanc-Führer des Österreichischen Alpenklubs » zu Rate zu ziehen, der in dieser Beziehung etwas unklar und in seinen Skizzen ungenau und oft widersprechend ist 3 ). Wenn mein Aufsatz besser orientiert, so verdanke ich dies hauptsächlich den vorbildlich klaren, beigegebenen Anstiegskizzen, die aus der gewandten Feder meines Clubkameraden Paul Simon in Bern stammen, sowie den zahlreichen ausserordentlich wertvollen Angaben, die mir Jacques Lagarde übermittelte 1 ).

Wir wollen uns nun einleitend mit den verschiedenen Zugängen zum Fusse der Mont Blanc-Ostflanke vertraut machen:

I. Der Zugang von Courmayeur.

( Siehe Kartenskizze Nr. 1, I. ) Der historisch ältere Zugang zum Ostfusse des Mont Blanc ist jener von Courmayeur. Er wird heute nur selten benützt, da er zu einem Nachtlager unter freiem Himmel nötigt.

In schwach anderthalbstündigem Marsche erreicht man von Courmayeur über Entreves die Brenvaalp. Hier fangen gewöhnlich ( und sicher nachts ) die Leiden der führerlosen, ortsunkundigen Bergsteiger an. Zwei recht schwach ausgeprägte Pfade, die sich weiter oben wieder vereinigen, führen von hier entweder einer begrünten Moräne entlang oder durch ein lichtes Wäldchen an den Südhängen des Mont de la Brenva empor. Man gelangt in einer knappen Stunde von der Brenvaalp, zuletzt durch spärliche Waldung und dann über Gestrüpp und Felsplatten, an das linke Ufer eines kleinen Baches, den ein jeder verdammt, der ihn sucht! Manche wissen davon zu erzählen. Auch wir mussten bei der ersten Belagerung des Peutereygrates im Jahre 1925 unsere lokale Unkenntnis bitter büssen und in einem zum Teil recht unangenehmen Quergang am Mont de la Brenva entlang einen Weg zum gleichnamigen Gletscher suchen. Gewöhnlich begeht man den Fehler, dass man zu hoch an den Hängen des Brenva-berges ansteigt und so den Übergang über den Gletscherbach, der sich gleich unterhalb über eine Felswand in das Becken des untern Brenvagletschers stürzt, verfehlt. Wer den kostbaren Pfad verloren hat und sich auf der Suche nach der Brenvabresche befindet, wie dieser Übergang von den Führern in Courmayeur bezeichnet wird, halte sich auf jeden Fall im Anstiege immer möglichst auf der linken Bergseite.

Von diesem Bächlein, das man überschreitet, folgt man ödem Plattengewirr auf der orographisch linken Gletschermoräne, dem Fuss des Mont de la Brenva entlang, bis der wild zerklüftete Gletscher einen Übergang zur Felsinsel ( P. 2727 ) zwischen Brenvaberg und dem Mont Blanc-Massiv erlaubt. Oft wird es nicht leicht sein, über diesen « Ausbund der Zerrissenheit », wie Güssfeldt ihn nennt, einen Weg zu finden ( Courmayeur bis P. 2727: 4—4 1/2 Stdn. bei normalen Verhältnissen ).

Während die früheren Besteiger gewöhnlich unten in der Felsinsel ihr Nachtlager aufschlugen ( so Moore und Begleiter: zirka 2780 m ), zogen es spätere vor, den Tag weiter oben in den Felsen zu erwarten ( so Güssfeldt und Begleiter: zirka 3190 m. Courmayeur bis Biwak in 5—6 Stdn., je nach Wahl des Freilagers und den Verhältnissen ).

Ungefähr bei P. 3290 verlässt man die Felsen. In einem Quergange nach links geht es über Firnhänge und Gletscher, knapp oberhalb einer zweiten kleinen Felsinsel, zuletzt über einen Bergschrund zum obersten Plateau des Brenvagletschers an den Fuss des sogenannten Eperon de la Brenva, den Ausläufer der Mont Blanc-Ostflanke 1 ) ( von P. 2727 zirka 4 Stdn. ). Von hier nun beginnen die Eisfahrten auf den « Monarchen ».

2. Der Zugang vom Rifugio Torino.

( Siehe Kartenskizze Nr. 1, II und Routenskizze Nr. 2, II, mit Varianten a, b, c, d, e, f. ) Seit dem Bau der Hütte am Col du Geant ist für die Ersteigung des Mont Blanc von Osten her ein günstiger Stützpunkt geschaffen worden, indem man von hier aus in knapp vier Stunden das obere Plateau des Brenvagletschers erreicht. Ein Matratzenlager im gastlichen Rifugio Torino ist ja im allgemeinen einem Freilager auf der Felsinsel des Brenvagletschers vorzuziehen 2 ).

Der Zugang zum obern Brenvaplateau führt vom Torino über den firnigen Col des Flambeaux, von wo man sachte absteigend auf das oberste Plateau des Geantgletschers gelangt. In weiterem Anstiege erreicht man den Fuss des Verbindungsgrates Tour Ronde-Mont Maudit ( vom Rifugio Torino etwa 1 Stde. 45 Min. ).

Bei der Überschreitung dieses Grates hat man nun die Qual der Wahl zwischen dem Col de la Tour Ronde Oriental, Occidental, Col du Trident und dem Col de la Fourche ( vgl. Skizze 2 ).

Als Charakteristik gilt für alle diese Übergänge, dass die Überquerung des Bergschrundes oft Schwierigkeiten bietet, dass die Anstiege auf der Geantseite gewöhnlich vereist sind und unter Umständen Stufenschlagen unerlässlich ist.

Ist einmal die Grathöhe erreicht, steigt man in 20 bis 50 Minuten auf der Südseite über einen steilen, meist firnigen Hang zum Fusse des Eperon de la Brenva ab 3 ).

Es empfiehlt sich, am Vortage einer Mont Blanc-Besteigung den Geant-gletscher und wenn möglich einen der Übergänge zu rekognoszieren, damit man am Tage der Besteigung beim Morgengrauen auf dem oberen Brenvaplateau steht.

Die verschiedenen Übergänge will ich kurz einzeln besprechen:

Col de la Tour Ronde Oriental ( E ) ( 3627 m Vt ., vgl. Skizzen 1 und 2: II, a ).

Der Engländer Ryan und seine beiden Führer, die im Juli 1906 als erste die Brenvaflanke vom Rifugio Torino aus erstiegen, wählten diesen Übergang, der seither vielfach wieder benutzt worden ist. Indes ist er nicht der kürzeste Weg zum Fusse der Brenvaflanke, da der Abstieg auf der Südseite nach dem oberen Brenvaplateau ( Richtung SO ) 1 ), besonders nachts, über Fels und Firn zu einer unangenehmen Traverse werden kann. Dieser Col sollte daher nur dann benützt werden, wenn eine Überquerung der nachstehend empfohlenen Depressionen aus irgendeinem Grunde als unzweckmässig erscheint.

Der Aufstieg zum Col de la Tour Ronde Oriental erfolgt entweder — was aber weniger zu empfehlen ist — im Hauptcouloir selbst, das von der Passhöhe abfällt ( 2 Stdn. ) 2 ), oder aber, was vorteilhafter ist, rechter Hand in einem kleinen Couloir, das man in der steilsten Stelle nach links verlässt, um dann über Felsen den Grat etwa 20—30 Meter oberhalb der Passhöhe zu erreichen ( 50 Min.)3 ).

Der Zwillingsbruder der besprochenen Scharte ist der Col de la Tour Ronde Occidental1 ) ( 3661 m Vt ., vgl. Skizzen 1 und 2: II, b ).

Er ist dem Brenvafahrer noch weniger zu empfehlen, da der Anstieg auf der Geantseite ziemlich steil und meistens aussergewöhnlich stark vereist ist, der Abstieg auf der Südseite nicht über Firn, sondern über Fels führt und ausserdem zu einem mühsamen Quergang nach dem oberen Brenvaplateau nötigt ( Anstieg bis 2 Stdn. ).

Bedeutend beliebter ist der Col du Trident ( 3679 m Vt ., vgl. Skizzen 1 und 2: II, c, d, e ).

Er wurde von den letzten sieben Partien regelmässig als Übergang benützt. Auf der Geantseite sind drei Anstiege möglich:

Rechts vom Trident de la Brenva fällt von der Grathöhe ein kleines Couloir auf den Glacier du Geant ab ( Skizze 2: c ). Man hält sich im Anstiege auf der rechten Seite dieses Couloirs. Erst über Eis, dann über Felsen und zuoberst wieder über Eis erreicht man den Grat und von hier den Col du Trident ( 1 1/2 bis 2 1/2 Stdn. ).

Zur rechten Hand von diesem Couloir liegt ein auffallender Eisbuckel, über den der gegebene Anstieg zum Col du Trident führt ( Skizze 2: d. 30 Min. bis 1/2 Stdn., je nach Verhältnissen ). Es ist allerdings möglich, dass zuweilen die Formation dieses Eisbuckels einen Aufstieg gänzlich versperrt 5 ).

1 ) Bei den Abkürzungen der Himmelsrichtungen habe ich in diesem Auf satze immer die französischen Bezeichnungen benützt, so O = Ouest, E = Est.

2 ) Erster Aufstieg von Albert Millot und Frau mit Johann Jaun, Henry Devouassoud, M. Balmat, 2. August 1873, A.J. Vol. IV, S. 59, 384, Vol. XXVI, S. 205, 278.

3Diese Variante wurde erstmals im Aufstiege benützt von Louis Kurz, Henry Rieckel, mit Joseph Petigax, Joseph Simond, 12. August 1890. L. Kurz: « Guide de la Chatne du Mont Blanc », 2. Ausg., S. 158.

4 ) Diese Scharte ist meines Wissens nie als Übergang benützt worden. Die Partie Yeld unternahm 1902 nach Besteigung des Trident den ersten Abstieg auf der Nordseite ( George Yeld mit Francois und Sylvian Pession, 21. August 1902. A.J. Vol. XXI, S. 263, Vol. XXII, S. 304. Den ersten Abstieg auf der Südseite machte die Partie Ferrari-Santi. Literatur: s. Fussnote 1, S. 287 ).

Wie mir Lagarde mitteilt, ist unser Aufstieg von Norden ( mit P. v. Schumacher, 25. Juli 1927 ) wahrscheinlich der erste. Wir benützten den Col Occidental nicht als Übergang, sondern zogen es vor, oben angelangt, über den Trident de la Brenva nach dem Col du Trident zu traversieren. Vgl. nachfolgenden Aufsatz.

Der dritte Anstieg ist eher ein Gang auf die Calotte de la Brenva; er ist gar nicht zu empfehlen. Über einen Felssporn, der in der Mitte von einem Schnee- ( Eis- ) Grat unterbrochen wird, gewinnt man in sehr mühsamer Weise die Passhöhe ( Skizze 2: e. 4 1/2 Stdn. ) 1 ).

Die Senkung zwischen Calotte de la Brenva und La Fourche de la Brenva SE ist der Col de la Calotte ( 3669 m Vt ., vgl. Skizze 2 ).

Diese Scharte ist noch nie überschritten worden; sie dürfte wohl kaum grössere Schwierigkeiten bieten als einer der andern angeführten Pässe.

Beim Anstiege anscheinend etwas abseits, dafür aber um so günstiger liegt der Col de la Fourche 2 ) ( 3682 m Vt ., vgl. Skizzen 1 und 2: II, / ).

Merkwürdigerweise wurde er von Brenvabesteigern nur einmal als Übergang benützt, obschon er wahrscheinlich der gegebene Pass zwischen dem Rifugio Torino und der Mont Blanc-Ostflanke ist 3 ). Die Nord- und Südhänge sind weniger steil und kürzer als die der andern Depressionen. Wenn der Eisnollen am Col du Trident — den ich an erster Stelle empfehlen möchte — nicht einlädt, sollte der Col de la Fourche als Übergang gewählt werden.

3. Die Aufstiege über die Mont Blano-Ostflanke.

( Vergleiche Skizzen 1, 3 und 4. ) Vom Plateau superieur de la Brenva strebt die prächtige, von Felsen durchsetzte Eiswand hinauf zur höchsten Zinne Europas. Der Höhenabstand von hier zum Gipfel beträgt rund 1300 Meter und zum Col de la Brenva ungefähr 800 Meter.

Seit der ersten Durchsteigung dieser Wand sind 63 Jahre verflossen. Mancherlei Routen und Varianten sind seither beschritten worden; von diesen soll nun zusammenfassend die Rede sein:

a ) Route Moore ( vgl. Skizzen 3 und 4, Route 2 ).

George S. Mathews, A. W. Moore, Frank und Horace Walker, mit Jakob und Melchior Anderegg, 15. Juli 1865.

Bereits zwei Jahre vor seiner erfolgreichen Fahrt hielt Moore mit seinen Freunden und Führern auf einem kleinen Hügel bei Courmayeur über die Möglichkeit einer Besteigung der Brenvaflanke grossen Kriegsrat. Allein es blieb bei einer fruchtlosen Besprechnung. Melchior Anderegg, dessen Stimme wohl ausschlaggebend war, bezeichnete den Plan als eine « miserable Dummheit ».

So musste die italienische Flagge, welche die Bewohner von Courmayeur den Pionieren zum Aufpflanzen auf dem Gipfel des Mont Blanc angefertigt hatten, betrübten Gesichtes wieder zusammengerollt und beiseite gelegt werden.

Ein Jahr später erreichte Moore mit Almer die Mur de la Côte im Abstiege vom Mont Blanc, um die Eisflanke näher zu studieren. Hier fasste er den Entschluss zur Tat. Im Juli des Jahres 1865 nächtigte er mit Mathews, dem F. Walker, Horace Walker und seinen Führern auf der Felsinsel des Brenvagletschers. 530 Uhr standen sie am folgenden Morgen in dem von Smythe nach dem Erstersteiger benannten Col Moore.Von hier erklommen sie in nicht schwieriger, aber gleichwohl interessanter Kletterei den Grat des südöstlichen Ausläufers des Éperon de la Brenva; weiter oben verliessen sie die Gratschneide und hielten sich bis zum P. 3879 Vt. stets auf der Südseite des Brenvasporns, dessen Scheitel sie zuletzt über steile Firnhänge erreichten ( 3 Stdn. vom Col Moore, Skizzen 3 und 4: P. 3879 Vt. ). Nun führte sie ein äusserst heikler Quergang über ein messerscharfes Eisgrätchen, « wo es auf keiner Seite möglich war, den geringsten Halt mit dem Alpenstock zu finden ». Dieses Grätchen, das sie teilweise « à cheval » querten, wird seither in der englischen alpinen Literatur als « knife edge » oder « the famous ice arete » bezeichnet. Spätere Partien fanden hier die gleichen « ungemütlichen » Verhältnisse wie Moore ( so z.B. Farrar ), während andere nur von einem Schneegrat berichten.

Nach aufregenden anderthalb Stunden lag das Eisgrätchen hinter ihnen 1 ) ( Skizze 3: D ). In stundenlangem Stufenschlagen arbeiteten sich die Erstersteiger an einer Felsinsel vorbei zu der obersten Felspartie in der Flanke 2 ) ( Skizze 3: P. 4304 Vt. ). Ein gewaltiger Eisnollen ob ihren Häuptern versperrte ein geradliniges Weitergehen. Sie stiegen deshalb nach rechts auf einen zerklüfteten Hängegletscher ab und schritten in 5/4 Stunden zum Col de la Brenva hinüber. Über Firn- und Gletscherfelder erreichten die kühnen Pioniere ohne weitere Schwierigkeiten in anderthalbstündigem Marsche als erste den Gipfel des Mont Blanc von der italienischen Seite!

b ) Variante Coolidge ( vgl. Skizzen 3 und 4, Variante 6 ). W. A. B. Coolidge mit Christian Almer, Christian Gertsch, 15. Juli 1870.

Diese Partie folgte bis zur obersten Felsinsel in der Brenvaflanke der Boute Moores ( bis P. 4304, Skizze 3 ). Von hier erklommen sie in direktem Anstiege den fast überhängenden Eisnollen zu den Petits Mulets. Diese Variante bildet heute das übliche Schlussstück bei der Ersteigung der Brenvaflanke, wobei man allerdings gewöhnlich in der Bichtung der Petits Bochers Bouges ansteigt 3 ) ( P. 4304 Vt.Arête NE du Mont Blanc: 1 1/2 —3 1/2 Stdn., je nach Verhältnissen ).

c ) Variante Güssfeldt ( vgl. Skizzen 3 und 4, Variante 4 ). Paul Güssfeldt mit Emile Rey, Laurent Croux, Michel Savoye, 16. August 1892.

Aus Güssfeldts etwas selbstgefälliger, aber nicht minder interessanter Beschreibung entnehmen wir eine neue Variante: Vom obern Brenvaplateau folgte er mit seinem « Trägervolk » im untern Teile nicht der Route Moores über den Brenvasporn und das berühmte Eisgrätchen, sondern erreichte dessen Ausläufer an seinem oberen Ende ( Skizze 3: D ), indem er in dem mit riesigen Eistrümmern durchsetzten, seither nach ihm benannten Güssfeldtcouloir anstieg 1 ) ( Brenvaplateau A—D: 1—2 1/2 Stdn. ). Obschon die untere Partie dieses Couloirs von fallenden Eisblöcken bedroht ist, wird diese Variante ihrer Kürze wegen heute gewöhnlich benützt.

d ) Variante Klucker 2 ) ( vgl. Skizzen 3 und 4, Variante 9 ). J. P. Farrar mit Christian Klucker, Daniel Maquignaz, 26. Juli 1893.

Farrar folgte vom Col Moore nicht dem Grate des Brenvasporns entlang; er überschritt diesen Pass und querte auf seiner Südseite zu einem Couloir, dessen Ursprung etwas unterhalb von P. 3879 Vt. liegt. Erst stieg er in diesem Couloir an, verliess es halbwegs nach links, um sodann über einen steilen Firnhang das berühmte Eisgrätchen zu erreichen 3 ) ( 2 1/2 Stdn. ). Von hier folgte er der Route Moores. Obschon diese Variante nur eine kleine Abweichung von Moores Einstieg bedeutet, verdient sie ihrer Kürze wegen hervorgehoben zu werden.

e ) Variante Caesar ( vgl. Skizzen 3 und 4, Variante 3 ).

W. R. Caesar, J. C. H. Runge mit Abraham Müller jun., Gottfried Müller, 5. August 1911.

Caesars Partie erreichte vom obern Brenvaplateau nach kurzem Stufenschlagen und anregender Kletterei das berühmte Eisgrätchen ( P. 3879 Vt .) über die nördliche Felskante des Éperon de la Brenva ( Brenvaplateau ( A ) bis P. 3879 Vt.: 2—2% Stdn. ).

Der Vollständigkeit halber muss hier noch die erste führerlose Begehung von Mummery-Collie-Hastings ( 4./5. August 1894 ) erwähnt werden, die links über dem gewaltigen Eisnollen einen direkten Aufstieg zum Mont Blanc-Gipfel versuchten ( Skizzen 3 und 4, Variante 8 ). Nach vergeblichem Mühen mussten sie um 16 Uhr den Rückzug antreten, und erst nach einer kalten Beiwacht auf dem Brenvasporn ( zwischen Col Moore und P. 3879 Vt .) erreichten sie am folgenden Tage nach Überwindung grosser Schwierigkeiten die Petits Rochers Rouges ( Variante Coolidge ).

Nur eine einzige Partie hat es unternommen, diese grossartige Eisflanke im Abstiege zu begehen. Es war dies R. Lloyd, geführt von Pollinger und Im- Mont Blanc-Ostflanke.

1. Route de la Sentinelle Rouge.

2. Route Moore.6. Variante Coolidge.A. Oberes Brenvaplateau.

3. Variante Caesar.7. Abstieg Lloyd.R. Col Moore, 3479 m, anéroïde Farrar.

4. Variante Güssfeldt ( Güssfeldtcouloir).8. Versuch Mummery.C. Biwak Sentinelle Rouge, zirka 3650 m.

5. Route Grüber.9. Variante Klucker.E. Eisgrätchen.

boden, im Juli 1912. Der Abstieg bedingte in den oberen Eisstellen eine Abweichung von dem üblichen Anstieg ( vgl. Skizzen 3 und 4, Variante 7 ).

Bemerkenswert ist noch der Besteigungsversuch der beiden Führerlosen A. F. Grunewald und Max Bickhoff, die am 10. August 1925 bei sehr schwierigen Verhältnissen bis zum Punkt 4304 Vt. vordrangen und nach einer Beiwacht in schlechtem Wetter am folgenden Morgen wieder unverrichteter Dinge absteigen mussten.

f ) Route Grüber ( vgl. Skizzen 3 und 4, Route 5 ). Georg Grüber mit Emile Rey, Johann von Bergen, 14. Juli 1881.

Einen ganz neuen Weg beschritt Grüber mit seinen beiden Führern. Leider hat dieser grosse Alpinist sozusagen nichts über seine zahlreichen Fahrten veröffentlicht, so dass wir über seinen Weg keine Einzelheiten erfahren können. Einzig der Mont Blanc-Führer von Kurz gibt uns spärliche Angaben1 ).

Vom oberen Brenvaplateau stieg Grüber südlich P. 3671 ( vgl. Kartenskizze 1 ) über einen Felssporn empor und gelangte dann in ein Couloir, das vom Col de la Brenva zum Brenvabecken zieht, weiter oben über Fels und zuletzt einem Schnee- und Eisgrätchen folgend ( Skizze 3: E ) auf den Col de la Brenva.

g ) Route Smythe ( Route de la Sentinelle Rouge.Vgl. Skizzen 3 und 4, Route 1 ).

F. S. Smythe, T. Graham Brown, 1./2. September 1927. A.J. Vol. XXXIX, S. 308; Vol. XL, S. 68.

Unter der Führung von Frank Smythe, einer kommenden Grösse unter englischen Alpinisten, ist im verflossenen Sommer ein von vielen Bergsteigern besprochener und vielleicht etwas gewagter neuer Anstieg durch die Mont Blanc-Ostflanke geglückt.

Vom Torino herkommend ( Tour Ronde-Col de la Tour Ronde Occidental ), erreichten die beiden Engländer den Col Moore. Kurz oberhalb der Passhöhe wurden sie von fallenden Steinen aufgehalten und waren gezwungen, hier zu warten, bis die Sonne aus der Wand verschwunden war. Gegen 17 Uhr konnten in anderthalbstündiger ausgesetzter Traverse vier aufeinanderfolgende Couloirs nach einem schützenden Felsen überschritten werden. In steilem Anstiege erreichten die beiden über Eis und Felsen um 1910 Uhr einen auffallend roten Felskopf, den sie mit dem Namen « La Sentinelle Rouge » bezeichneten. Hier verbrachten sie gefahrlos die Nacht ( s. Skizzen 3 und 4, C, zirka 3650 m ). Halb 6 Uhr verliessen sie am folgenden Morgen ihr kaltes Nachtlager und stiegen auf der Westseite der Sentinelle Rouge an, querten ein steiles Eiscouloir zum linken Ufer des grossen Couloirs, das in der Fallinie des Mont Blanc-Gipfels liegt. Hier stiegen sie bis auf die Höhe eines Felsrückens im Hauptcouloir an, das durch ihn in zwei Äste geteilt wird. Sie überquerten den östlichen Arm dieses Couloirs zu diesem Felsrücken und folgten auf seinem östlichen Grate über Eis und Firn an den Fuss einer steilen rötlichen Felsbastion ( 710 Uhr ). Der weitere Anstieg war nun von Stein- und Eisschlag nicht mehr gefährdet. In schwieriger Kletterei wurde der Scheitel dieser Felsbastion erklommen ( 10 1/2 Uhr, etwa 4200 m, Steinmännchen errichtet ). Schwierige Fels- und Eispartien führten sie auf die Firnhänge des Mont Blanc, über die sie um 16 1/4 Uhr unschwer den Gipfel erreichten.

Dieser Aufstieg dürfte als der schwierigste und gefährlichste östliche Mont Blanc-Aufstieg zu werten sein. Smythe schätzt die durchschnittliche Steilheit auf 50°. Nur gewiegte Alpinisten und Kenner von Schnee und Eis sollten diese Fahrt wiederholen, die an den Führer und seine Begleiter die höchsten Anforderungen stellt.

Von diesen besprochenen Mont Blanc-Anstiegen ist wohl die Brenvaflanke mit dem Einstieg Moores oder Kluckers der sicherste. Allerdings hat auch dieser Anstieg sein Opfer gefordert. Im Jahre 1913 musste hier der Führer Jean Rieder sein Leben lassen, als seine Partie halbwegs in der Flanke von einer Eislawine überrascht wurde ( Skizze 3, zwischen D und P. 4304 Vt., A.J. Vol. XXVII, S. 364 ).

Das Schlussstück zur Brenva bildet, wie schon erwähnt, heute die Variante Coolidge, sofern nicht eine überhängende Eisbastion zu einem Quergang nach dem Col de la Brenva nötigt.

Die Variante Caesar ist wohl etwas kürzer, aber schwieriger, und der Anstieg im Güssfeldtcouloir ist stets fallendem Eis ausgesetzt 1 ). Trotzdem ist die Güssfeldt-Variante ihrer Kürze wegen beliebt.

Die englischen und französischen alpinen Zeitschriften haben bis vor kurzem die Aufstiege über die Brenvaflanke gezählt. Dies beweist, dass diese Fahrt zu den klassischen Aufstiegen in den Alpen gehört. Vielleicht ist es ja auch ein gewisser Selbststolz, wenn man in der Brenva-Chronik sich hinter wohlklingende Namen einreiht! Man denke nur an einen Walker, Moore, Anderegg, Coolidge, Almer, Rey, Güssfeldt, Farrar, Maquignaz, Klucker, Mummery, Kugy, Croux, Lochmatter, Ravanel, Pollinger und wie die Grossen alle heissen. Mag dem auch so sein, ich will auch hier die ergänzte Chronik der 27 Besteigungen wiedergeben, sie wird von manchem kommenden Brenvafahrer mit Interesse studiert werden.

Chronik der Brenvabesteigungen 2 ):

1. George S. Mathews, A. W. Moore, Frank und Horace Walker mit Jakob und Melchior Anderegg. 15. Juli 1865. ( A.J. Vol. II, S. 369; « The Alps in 1865 », Kennedy's Edition, S. 578. ) Von Courmayeur: Route Moore. Biwak: 245 Uhr; B: 530 Uhr; P. 3879 Vt.: 800 Uhr; D: 940 Uhr; Col de la Brenva: 1320 Uhr; Mont Blanc: 1510 Uhr.

Biwak—Mont Blanc: 12% Stdn. 3 ). Col Moore—Col de la Brenva: 8 Stdn.

1 ) Anlässlich des ersten Abstieges der Partie Lloyd wurde hier der Führer Imboden von einem Eisblocke leicht verletzt.

2 ) Wertvolle Angaben zu dieser Chronik verdanke ich meinem Freunde Hans Lauper und Jacques Lagarde. Man vergleiche hierzu auch: Alpine Journal, Vol. XXVI, S. 171; Vol. XXVIII, S. 306; ferner: Revue Alpine 1922, S. 157.

Die Anstiege von Grüber und Smythe zähle ich in dieser Chronik nicht mit, da sie nicht zu den eigentlichen Brenvaanstiegen gehören.

2.W. A. B. Coolidge, mit Christian und Ulrich Almer und Christian Gertsch. 15. Juli 1870. ( A.J. Vol. V, S. 135; Vol. XXVI, S. 172. ) Von Courmayeur: Route Moore; Variante Coolidge. Biwak ( 1 Stde. unterhalb Moores Biwak ): 245 Uhr; Mont Blanc: 1735 Uhr. Oberer Brenvagletscher stark verschrundet. Weitere Einzelheiten fehlen.

Biwak—Mont Blanc: 15 Stdn.

3.Paul Güssfeldt mit Emile Rey, Laurent Croux, Michel Savoye. 16. August 1892. ( Paul Güssfeldt: « Der Mont Blanc », Berlin 1894, S. 234, und A.J. Vol. XXVI, S. 172. ) Von Courmayeur: Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak ( 3190 m. ): 200 Uhr; A: 500 Uhr; P. 4304 Vt.: 1045 Uhr; Rochers Rouges 1 ): 1300 Uhr; Mont Blanc: 1500 Uhr.

Biwak—Mont Blanc: 13Stdn. Brenvaplateau ( A)—Rochers Rouges: 8 Stdn.

4. J. P. Farrar, mit Christian Klucker, Daniel Maquignaz. 26. Juli 1893. ( A.J. Vol. XXVI, S. 173 sowie persönliche Mitteilung von Farrar und Klucker. ) Von Courmayeur: Variante Klucker; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak: 325 Uhr; B: 600 Uhr; D: 930 Uhr bis 945 Uhr, einschliesslich 45 Minuten Halt kurz nach Col Moore; Arete NE du Mont Blanc: 1500 Uhr; Cabane des Rochers Rouges:1530 Uhr; Mont Blanc: 1626 Uhr. Viel Eis!

Biwak—Mont Blanc: 13Stdn. Col Moore—Arête NE du Mont Blanc: 9Stdn.

5.G. Hastings, A. F. Mummery, J. Norman Collie. 4./5. August 1894. ( A.J. Vol. XVII, S. 532. ) Von Courmayeur: Route Moore; Variante Coolidge. Courmayeur: 1930 Uhr; Biwak ( am folgenden Morgen ): 310 Uhr; P. 3879 Vt.: 950 Uhr. Nach fruchtlosem Versuch, den Mont Blanc-Gipfel in direktem Anstiege zu erreichen, um 1600 Uhr Abstieg auf den Brenvasporn. Biwak ( zwischen B. und P. 3879 Vt. ): 600 Uhr ( am folgenden Morgen ); Petits Rochers Rouges: 1330 Uhr; Mont Blanc: 1518 Uhr. Erste führerlose Partie.

Courmayeur—Mont Blanc: 13 1/4 Stdn.

6. F. G. Leatham mit Jean Maitre, Pierre Maurys. 1899. ( Revue Alpine, Vol. 23, S. 167. ) Von Courmayeur: wahrscheinlich Route Moore. Biwak: 300 Uhr; Col de la Brenva: 1800 Uhr; schlechtes Wetter; nur Überschreitung des Col de la Brenva.

Biwak—Col de la Brenva: 15 Stdn.

7. Julius Kugy mit Daniel und Aimé Maquignaz. 10./11. August 1900. ( R.M. Vol. XX, S. 59, und A.J. Vol. XXVI, S. 174. ) Von Courmayeur: wahrscheinlich Route Moore; Variante Coolidge. Bei schwierigen Verhältnissen und schlechtem Wetter am ersten Tag nur bis zur Cabane des Rochers Rouges, am folgenden Tag auf den Gipfel. Zeiten unbekannt.

1 ) Die Partien, welche sich der Variante Coolidge bedienten, geben in ihren Berichten als Ausstiegspunkte auf die Firnfelder des Mont Blanc verschiedene Bezeichnungen, so: « Arete NE du Mont Blanc », « Nähe Petits Rochers Rouges », « Rochers Rouges », irrtümlicherweise auch « Col de la Brenva ». Die beste Bezeichnung ist wohl die erstere. In dieser Chronik sind stets — sofern nicht falsche Angaben vorlagen — die Originalbezeichnungen wiedergegeben.

8. Ettore Allegra mit Laurent Croux und Alexis Brocherel. 9. Juli 1901. ( R.M. 1901, S. 248. ) Von Courmayeur: Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak—Mont Blanc: 18 Stdn.

9.E. H. F. Bradby, J. H. Wicks, Claude Wilson. 29. Juli 1904. ( A.J. Vol. XXVI, S. 264. ) Von Courmayeur ohne Biwak: Variante Klucker; Route Moore. Courmayeur: 2020 Uhr; P. 2727: 020 Uhr ( am folgenden Morgen ); B: 615 Uhr; P.3879 Vt.: 930—1010 Uhr; D: 1130; P.4304 Vt.: 1600— 1700 Uhr; Coldela Brenva: 2010 Uhr. Schlechte Verhältnisse; nur Überschreitung des Col de la Brenva.

Col Moore—Col de la Brenva: 14 Stdn.

10.V. J. E. Ryan mit Franz und Joseph Lochmatter. 10. Juli 1906. ( A.J., Vol. XXVI, S. 175. ) Vom Rifugio Torino: Col de la Tour Ronde Oriental; Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge.

Torino—Mont Blanc: 9 1/2 Stdn. Brenvaplateau ( A)—Petits Rochers Rouges: 6 Stdn.

11.J. Maunoury mit Camille Ravanel, Jean Amiez, Alfred Ravanel. 19. Juli 1906. ( Revue Alpine, Vol. 23, S. 141, Fussnote. ) Vom Fiifugio Torino: Col de la Tour Ronde Oriental; Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Torino: 115 Uhr; A: 705 Uhr; D: 920 Uhr; P. 4304 Vt.: 1155 Uhr—1245 Uhr; Mont Blanc: unbekannt; Refuge Vallot: 1815 Uhr.

Torino—Mont Blanc: zirka 16 Stdn.

12. R. W. Lloyd mit Joseph Pollinger, Adolphe Rey. 11. Juli 1911. ( A.J. Vol. XXVI, S. 203. ) Von Courmayeur: Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak: 006 Uhr; A: 215 Uhr; D: 505 Uhr bis 528 Uhr; P. 4304 Vt.: 720 Uhr; Petits Rochers Rouges: 915 Uhr; Mont Blanc: 1150 Uhr.

Biwak—Mont Blanc: ll 3/4 Stdn. Brenvaplateau ( A)—Petits Rochers Rouges: 7 Stdn.

13.Allston Burr mit Adolphe Rey und Joseph Taugwalder. 28. Juli 1911. ( A.J. Vol. XXVI, S. 175. ) Von Courmayeur: Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak: 007 Uhr; Mont Blanc: 1212 Uhr. Biwak—Mont Blanc: 12 Stdn. 5 Min.

14. J. W. S. Brady mit Christian Kaufmann, Alexis Croux. 2. August 1911. ( A.J. Vol. XXVI, S. 348. ) Von Courmayeur: Route Moore; Variante Coolidge. Biwak: 100 Uhr; Mont Blanc: 1500 Uhr; wegen Gewitter eine Stunde aufgehalten. Biwak—Mont Blanc: 14 Stdn.

15.W. R. Caesar, J. C. H. Runge mit Abraham ( jun. ) und Gottfried Müller. 5. August 1911. ( A.J. Vol. XXVI, S. 205 und 276. ) Vom Rifugio Torino: Col de la Tour Ronde Oriental; Variante Caesar; Route Moore; Variante Coolidge. Torino: 205 Uhr; Col de la Tour Ronde: 425 Uhr; A: 555 Uhr; erste Felsinsel unterhalb P. 4304 Vt.: 1000 Uhr bis 1040 Uhr; Mont Blanc: 1330 Uhr.

Torino—Mont Blanc: 11 Stdn. 25 Min. Brenvaplateau ( A)—Petits Rochers Rouges: 6 1/2 Stdn.

16. R. W. Lloyd mit Joseph Pollinger, Franz Imboden. 11. Juli 1912. ( A.J. Vol. XXVI, S. 431. ) Erster Abstieg: Variante Lloyd; Route Moore; Variante Güssfeldt. Mont Blanc: 710 Uhr; A: 1300 Uhr; Courmayeur: 1915 Uhr.

Mont Blanc—Brenvaplateau ( A ): 5 Stdn. 50 Min.

17. S. L. Courtauld, E. G. Oliver mit Adolphe Rey ( seine dritte Begehung ), Henry Rey, Adolphe Aufdenblatten. 13. August 1919. ( A.J. Vol. XXXIII, S. 137. ) Vom Rifugio Torino: Col de la Fourche; Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Torino: 230 Uhr; A: 630 Uhr; D. 810 Uhr; P. 4304 Vt.: 1020 Uhr; Petits Rochers Rouges: 1355 Uhr; Mont Blanc: 1430 Uhr.

Torino—Mont Blanc: 12 Stdn. Brenvaplateau ( A)—Petits Rochers Rouges: 7 Stdn. 25 Min.

18. J. und T. Lépiney, A. Migot. 21. August 1922. ( Revue Alpine, Vol. 23, S. 141. ) Vom Rifugio Torino: Col de la Tour Ronde ( Mental; Variante Caesar; Route Moore. Torino: 025 Uhr; Col de la Tour Ronde: 320 Uhr; A: 425 Uhr; P. 3879 Vt.: 740 Uhr; D: 830 Uhr; P. 4304 Vt.: 1235—1300 Uhr; Col de la Brenva: 1400 Uhr; Mont Maudit—Grands Mulets—Les Bossons.

Torino—Mont Maudit: 15 Stdn. Brenvaplateau ( A)—Col de la Brenva: 9 1/2 Stdn.

19. Jacques Lagarde, E. de Gigord 1 ). 14. August 1926. ( Revue Alpine, Vol. 27, S. 145. ) Von Montenvers: Col de la Tour Ronde Oriental; Route Moore; Variante Coolidge. Montenvers: 1705 Uhr; Refuge Requin: 1915 Uhr bis 22°° Uhr; Col de la Tour Ronde: 215 Uhr bis 245 Uhr ( am folgenden Morgen ); B: 345 Uhr; P. 3879 Vt.: 645 Uhr. Eine Stunde Rast. P. 4304 Vt.: 1020 Uhr bis 1100 Uhr; Arete NE du Mont Blanc: 1310 Uhr. " Wegen nebligem Wetter nur Überschreitung des Col de la Brenva.

Montenvers—Col de la Brenva: 18 Stdn. ( inbegriffen 3 Stdn. Halt im Refuge Requin ). Col Moore—Arête NE du Mont Blanc: 9 1/2 Stdn.

20.Leonhard Grazer, Hans Jara 2 ), Max Bickhoff 3 ). 24. August 1926. ( « Der Bergsteiger », Nr. 48, 26. Nov. 1926, S. 292. Kurze Notiz und persönl. Mitteilung von L. Grazer. ) Von Courmayeur: Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Biwak ( 2727 m. ): 400 Uhr; A: 800 Uhr; Arête NE du Mont Blanc: 1400 Uhr; Mont Blanc: 1530 Uhr.

Biwak—Mont Blanc: 11 Va Stdn. Brenvaplateau ( A)—Arête NE du Mont Blanc: 6 Stdn.

21., 22., 23. Drei Partien am gleichen Tage, a ) P. von Schumacher, Walter Amstutz; b ) Merlee d' Aubigne, Marcel Sauvage, R. Tezenas du Montcel; c ) E. Allwein, F. Gabler. 26. Juli 1927.

Vom Rifugio Torino: Col du Trident; Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Zeiten der Partie v. Schumacher-Amstutz: Torino: 115 Uhr; Col du Trident: 305 Uhr; A: 340 Uhr bis 400 Uhr; D: 450 Uhr bis 500 Uhr; 1 ) Verunglückt 13. Juli 1928 am Zermatter Breithorn.

P. 4304 Vt.: 610 Uhr; Arête NE du Mont Blanc: 735 Uhr bis 740 Uhr; Mont Blanc: 840 Uhr. Die Zeiten der deutschen und französischen Partien sind ähnlich.

Torino—Mont Blanc: 7 Stdn. 25 Min. Brenvaplateau ( A)—Arête NE du Mont Blanc: 3 Stdn. 35 Min.

24., 25., 26. Drei Partien am gleichen Tage. a ) Jacques Lagarde, P. Langlois 1 ), Henryde Segogne; b ) Louis Brincard, Jacques Noetzlin mit A. Couttet, Raymond Tournier; c ) F. S. Smythe, G. S. Bower, R. Ogier Ward: Nur Überschreitung des Col de la Brenva. 1. August 1927. ( Alpinisme, octobre 1927, Nr. 8, S. 280, und A.J. Vol. XXXIX, S. 336; Vol. XL, S. 45, 192. ) Vom Rifugio Torino: Col du Trident. Die ersten zwei Partien Variante Güssfeldt; die letzte Route Moore, dann alle drei Route Moore; Variante Coolidge. Zeiten der französischen Partie: Torino: 1130 Uhr; A: 330 Uhr; Arête NE du Mont Blanc: 900 Uhr.

Brenvaplateau ( A)—Arête NE du Mont Blanc: 91/2 Stdn.

Zeiten der englischen Partie: Torino: 120 Uhr; Col du Trident: 500 Uhr; Arete NE du Mont Blanc: 500 Uhr.

Col Moore—Arête du Mont Blanc: zirka 8 Stunden.

27. Karl Wien, Wilhelm Weizenbach ( erstes Seil ), Philipp Borchers, E. Schneider ( zweites Seil ). 11. August 1927. ( Österreichische Alpenzeitung. Januar 1928, Nr. 1069, S. 263 und XXIII./XXIV. Jahresbericht des Akademischen Alpenvereins Berlin, 1926/27, S. 16. ) Vom Rifugio Torino: Col du Trident; Variante Güssfeldt; Route Moore; Variante Coolidge. Torino: 1230 Uhr; Col du Trident: 300 Uhr; A: 330 Uhr bis 430 Uhr; D: 700 Uhr; Arête NE du Mont Blanc: 1000 Uhr bis 1040 Uhr; Mont Blanc zirka 1215 Uhr. Schneesturm.

Torino—Mont Blanc: 11 Stdn. 15 Min. Brenvaplateau ( A)—Arête NE du Mont Blanc: 51/2 Stdn.

Aus dieser vielleicht etwas langatmigen Chronik ergeben sich interessante Tatsachen: Einmal ist es geradezu auffallend, wie die Brenvaflanke in den letzten zwei Sommern in die « Mode gekommen » ist. Während in den 60 Jahren von 1865—1925 nur 18 Partien über diese Eiswand den Weg zum Mont Blanc-Gipfel gefunden haben, sind in den letzten zwei Sommern allein 9 unabhängige Seile hier angestiegen!

Interessant ist auch die Gegenüberstellung der geführten und der führerlosen Brenvafahrer: Von den ersten 17 Besteigungen wurden nur 2 ohne Führer unternommen, die letzten 10 aber waren mit einer einzigen Ausnahme führerlos. Was Güssfeldt im letzten Jahrhundert über das führerlose Gehen vielleicht noch schreiben durfte, das gehört heute zum alten Eisen:

« Dass sich Alpinisten, auch bei schwierigen Unternehmen, von berufsmässigen Führern emanzipiert haben, ist Thatsache. Aber schon daraus, dass von solchen Dingen, wenn sie geglückt sind, viel Wesens gemacht wird, lässt sich entnehmen, dass ihr Ausgang stets für unsicher gehalten wird. » ( Der Mont Blanc, S. 130. ) Vergleichen wir endlich die Marschzeiten von früher und heute, so will es fast scheinen, als ob die Leistungen der ersten Pioniere zurücktreten. Wenn wir 1 ) Verunglückt 13. Juli 1928 am Zermatter Breithorn ( Winthrop Young-Weg ).

aber in der Beurteilung gerecht sein wollen, so dürfen wir nicht vergessen, dass wir heute mit den Erfahrungen unserer Väter in die Berge ziehen. Würden wir heute überhaupt den Mut aufbringen, uns mit einem Alpenstock an die Brenva zu wagen?

Über Col de la Tour Ronde Occidental und Brenvaflanke zum Mont Blanc.

Nach Lindberghs Überquerung des Atlantischen Ozeans sehnte auch ich mich nach einer längeren « Überquerung », allerdings zu Fuss. So etwas ist einfach ansteckend! Der Juli des vorigen Sommers brachte einige selten schöne Tage. Mein alter, treuer Freund P. von Schumacher und ich fassten raschen Entschluss und fuhren mit seinen 15 P. S. zu einer ereignisreichen Fahrt nach dem Mont Blanc.

Am Morgen des 21. Juli stiegen wir zum Refuge Requin und statteten am Nachmittag noch dem Dent du Geant einen Besuch ab. Mir ging es hier ähnlich wie einst Coolidge: für das Turnen konnte ich mich wirklich auch nie begeistern, und viel anderes gab es am Geant nicht. Was mir gefiel, das war die grossartige Luftigkeit.

Während der folgenden zwei Tage herrschte Schneefall vor. Wir taten uns bei den « kulinarischen Phantasien » des trefflichen Hüttenwartes und echtem Chianti im Rifugio Torino gütlich. Am 24. Juli klärte sich der Himmel. Allein an die Brenvaflanke, um deren willen wir uns hier befanden, war heute nicht zu denken. So wanderten wir an diesem Tage mit den beiden Münchnern Allwein und Gäbler über den wächtengekrönten Rochefortgrat. Es war einer meiner schönsten Tage, die ich in diesem Massiv verbracht habe.Von der südlichen Sonne umspült, schienen mir von hier die Linien des Mont Blanc sanfter, als ich sie je gesehen, und in zarten Tönen formten Licht und Schatten ein weiches, greifbar nahes Bild.

Am folgenden Morgen verliessen wir gegen 2 Uhr das Torino, mont-blancwärts. Das Schneewaten über den Col des Flambeaux war äusserst mühsam. Erst um 4 Uhr standen wir am Verbindungsgrate Tour Ronde-Mont Maudit. Über die verschiedenen Übergänge nach dem oberen Brenvaplateau waren wir leider schlecht unterrichtet. So wählten wir, vom fahlen Mondschein getäuscht, den — wie wir später erfuhren — im Anstiege noch nie begangenen Col de la Tour Ronde Occidental. Die erste halbe Stunde tiefer Pulverschnee. Dann stiessen wir plötzlich auf Eis — und was für Eis! Die scharfen Zehnzacker mussten zu Hilfe genommen werden. Hier ereignete sich ein Missgeschick: als mein Freund beim Anschnallen der Steigeisen sich bückte, fiel sein Taschenbuch samt unserer ganzen Habe an Geld der Tiefe zu! Die leichte französische Valuta flatterte in alle Winde. Recht mager war die Ernte, trotz halbstündigem unentwegten Suchen im Morgengrauen.

Etwas verärgert wandten wir uns wieder der Höhe zu und hatten bald Gelegenheit, unsere Sorgen zu vergessen, denn jetzt folgte ein hübsches Stück Arbeit. Während zwei angestrengten Stunden schwang mein Freund mit Ausdauer und vorbildlicher Manier die Eisaxt. Auf der Passhöhe angelangt, querten wir nach kurzem Halte zum Col du Trident hin ( 7 Uhr ). Recht mühelos gestaltete sich jetzt der Abstieg auf der Südseite über Firn zum obern Brenvaplateau. Doch halt — bald hätte ich es vergessen: halbwegs im Hang flog plötzlich meines Freundes Geldbeutel erneut talwärts. Ein Knopf war abgerissen! Eigentlich, sagte ich mir, ist Freund Schumacher trotz allem Pech ein schlauer Diplomat, denn diesmal sandte er die Münze nach der italienischen Seite. Ich glaube, damit haben wir wenigstens unsere neutrale Gesinnung deutlich zum Ausdruck gebracht. Mehr wie ein gutes Trinkgeld liess uns auch der südliche Wind nicht zurück. Vergebens suchten wir im Bergschrund nach dem Beutel. Vielleicht — nach Jahrhunderten — lenken Goldgräber ihre Schritte nach dem Mer de Glace und der Brenvaalp?...

Um 9 Uhr hatten wir den Fuss des Güssfeldtcouloirs erreicht. Doch mit der guten Stimmung meines Freundes war es hin. Er sprach von Umkehr. Ich aber wollte weiter. Er liess mir jedoch keine Ruhe und erklärte: « Machen wir morgen einen neuen Versuch, so etwas muss einfach glatt gehen, sonst vergeht mir die Lust. » Da liess ich mich belehren. Über den Col da Trident 1 ), wo mir v. Schumacher noch eine Lektion in Steigeisentechnik erteilte, erreichten wir wieder das Rifugio Torino, von drei Mitgliedern der Groupe de la Haute Montagne, d' Aubigne, Sauvage und Tezenas du Montcel auf das herzlichste begrüsst. Sie hatten auf dem Glacier du Geant meines Freundes Visitenkarten gefunden, die ein jeder mehrmals lachend präsentierte.

Etwas Schwierigkeiten bot uns die Zusammenstellung der Abendspeise-karte. Glücklicherweise hat der Padrone im Torino an alles gedacht, er hat auch sämtliche Preise an gut sichtbarer Stelle angeschlagen.

Um 1 1/4 Uhr verliessen wir am 26. Juli zum zweiten Male, diesmal leichten Beutels und in Begleitung der drei französischen und zweier deutschen Freunde, das Torino. Gegen 3 Uhr standen wir zu sieben auf der Passhöhe des Col du Trident. Unsere Stufen vom vortägigen Abstiege hatten uns treffliche Dienste geleistet. Bei Tagesanbruch stiegen wir in das Güssfeldtcouloir ein, 340 Uhr. Man erwies uns hier eine grosse Ehre, man gab uns den Vortritt. Die Verhältnisse waren ideal. Im Eilschritt durchmassen wir die von fallendem Eise gefährdete Zone, querten Eisbänder nach links und rechts und erreichten eine gute Stunde später schon den obern Ausläufer des berühmten Eisgrätchens ( D ), das heute seinen Namen nicht ohne Beschämung trug. Ohne kaum eine Stufe zu schlagen, stiegen wir vor Begeisterung schier im Laufschritt bergwärts. Unsere Freunde hatten wir hinter uns gelassen. Zehn Minuten nach 6 Uhr erreichten wir bereits die letzte Felsinsel ( P. 4304 Vt. ). Der Anstieg über den obersten Eisnollen hielt uns über eine Stunde auf. Hier hatten wir reichlich Zeit, die Schritte zu zählen. Ich gab meinem Freunde wieder den Vortritt, er schlug mit Eleganz eine Treppenleiter im Eise. Mittlerweile hatten uns die deutschen und französischen Steiger wieder eingeholt. Kurz nach halb 8 Uhr lag das schwierigste Stück Arbeit hinter uns, die Brenvaflanke hatten wir in der Tasche! Die Säcke wurden abgelegt, kurze Rast ward gehalten, und voller Freude ging es gipfelwärts. 840 Uhr, knapp 7 1/2 Stunden, seitdem wir über die Schwelle des Torino geschritten waren, empfing uns der schneidende Gipfelwind des Mont Blanc.

Nur kurze Minuten hielten wir Rast, denn unser Weg war noch lang. Über Mont Maudit und Mont Blanc du Tacul sollte uns der Abstieg führen. Einen wohlverdienten Frühstücksimbiss gönnten wir uns im Col de la Brenva ( 925 Uhr bis 10 Uhr ), nachdem wir uns im Abstiege vom Gipfel von unseren Begleitern verabschiedet hatten 1 ). Vierzig Minuten später standen wir auf der Spitze des Mont Maudit und 1240 Uhr auf dem Mont Blanc du Tacul. Nach einem kühlen Trank und einer währschaften Mahlzeit hielten wir über die grösste Hitze Siesta. Unendlich schön ist von hier der Blick zum Peutereygrat und in die Brenvaflanke. Träumend erlebten wir im Geiste noch einmal den Aufstieg. Nur zu früh mussten wir unsere Rast abbrechen ( 14 Uhr ). Nach ermüdendem Schneestampfen in mörderischer Hitze erreichten wir zur sechsten Stunde Montenvers. Abends 7 Uhr zogen wir mit bleiernen Füssen durch die belebten Strassen von Chamonix.

Noch war unsere Wanderung nicht beendet. Erst ging es auf die Suche nach Geld, denn unser Quartier war in Argentière; zur Fahrkarte aber reichte es nicht mehr. Als ich mich im Vorbeigehen an einem eleganten Hotel, wo wir vor sieben Tagen noch ein äusserst gediegenes Mahl eingenommen hatten, in einem Spiegel sah, da musste ich mir gestehen, sehr kreditwürdig sah ich heute nicht aus. Da wollte es das Glück, dass ich auf der Abendpromenade meinen englischen Freund R. Fox begegnete, der uns nun aller Sorgen enthob!

Wie immer hatte mein Freund recht behalten, alles war glatt gegangen. Die längste Überquerung, die wir je an einem Tage zusammen gemacht hatten, lag glücklich hinter uns: 18 Stunden, ungefähr 2000 Meter Aufstieg und doppelt soviel Abstieg. Wollte man es mit Berner Oberland-Verhältnissen vergleichen, wäre es einem Aufstieg von der Kleinen Scheidegg über den Nollen auf den Mönch und einem Abstieg auf Meereshöhe am gleichen Tage nicht unähnlich. Manch ein beschaulicher Berggänger wird vielleicht eine solche Meilenstiefelfahrt verurteilen. Ich nehme es ihm nicht übel und will mich auch nicht verteidigen. Aber nie habe ich den Wechsel der Landschaft so eindringlich empfunden und meinen durstigen Wandertrieb so satt gestillt wie auf dieser unvergesslichen Mont Blanc-Überschreitung. Mir liegt sie besonders am Herzen, denn es war der letzte erfolgreiche Bergtag mit meinem Kameraden. Er weilt heute als Feld-geologe unter tropischer Sonne in Mexiko. Wann kommt wohl die Zeit wieder, wo wir zusammen leichten Fusses bergwärts ziehen?

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