Zehn Jahre Aletschwaldreservat

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Mit 7 Bildern ( 93-99 ), 1 Tabelle,Von Emil Hess

2 Profilen und 1 Karte.Bern, Sektion Bern ).

Im Jahrbuch des S.A.C. 1920 gibt Bühlmann eine begeisterte Beschreibung des Aletschwaldes und erzählt, wie er als Beauftragter des Schweizerischen Bundes für Naturschutz im Sommer 1920 den Gemeinden Ried und Bitsch Vorschläge für einen Vertrag zum Ankauf des Aletschwaldes unterbreitete. Trotz wiederholter Zuschriften hat er aber nie eine Antwort auf seine Anträge erhalten. Die Gemeinderäte von Ried und Bitsch waren im grossen ganzen mit den Vorschlägen einverstanden, aber die Rieder-alpgenossenschaft konnte sich nicht entschliessen, auf den Weidgang im Aletschwald zu verzichten. Bei den langdauernden, oft sehr unerspriess-lichen Verhandlungen zeigte sich immer, dass es nicht der Verzicht auf die Holzschläge war, sondern die Aufhebung des Weidganges, die von den Einheimischen nicht zu erwirken war. Da auf dem Wege der Verhandlung zwischen dem Bund für Naturschutz und den Gemeinden kein Erfolg zur Rettung des Aletschwaldes erzielt werden konnte, sind die Forstleute, gestützt auf die eidgenössischen und kantonalen Forstgesetze, gegen die Gemeinden Ried und Bitsch, die damals nur ein Gemeindewesen bildeten, vorgegangen.

Als der Regierungsrat des Kantons Wallis auf Gesuch der beiden Gemeinden im Jahre 1922 seine Einwilligung zur Trennung der Gemeindegüter gab, mussten zur gleichmässigen Aufteilung des Vermögens genaue Bestandesaufnahmen gemacht werden. Im Sommer 1922 sind sämtliche Bäume des Aletschwaldes gemessen worden, und auf Grund des berechneten Holzvorrates wurde die Gemeinde Ried alleinige Besitzerin dieses Waldes. Mit dem Inkrafttreten des Wirtschaftsplanes im Jahre 1923 wurden auch Weidgangseinschränkungen angeordnet, indem der Ziegenweidgang im Aletschwald und in einigen andern Abteilungen der Gemeindewaldungen von Ried gänzlich verboten wurde. Dagegen konnte damals für die Grossviehweide keine befriedigende Regelung erzielt werden, da die Genossenschaft Riederalp am allgemeinen Weidgangsrecht festhielt.

Mit dem Wirtschaftsplan trat eine schärfere Kontrolle der Holzschläge im Aletschwald auf, indem die jährliche Nutzung festgesetzt und nicht überschritten werden durfte.

Durch ständiges Verhandeln und Drängen bei den Bürgern von Ried gelang es schliesslich am 26. März 1933, zehn Jahre nach Inkrafttreten des Wirtschaftsplanes, den Aletschwald zum Reservat des Schweizerischen Bundes für Naturschutz zu erklären. Die Gemeinde beschloss vorerst, den ihr zukommenden Geldertrag für Alpverbesserungen zu verwenden, um die im Aletschwald verlorenen Weidegebiete zu kompensieren. Später ist die Verwaltung aber auf diesen Beschluss zurückgekommen und hat die vom Bund für Naturschutz geleisteten Entschädigungen für den Bau einer neuen Wasserleitung bestimmt. Die um das Riederhorn herumführende, gefährlich angelegte und zu wenig Wasser liefernde Wasserfuhre sollte durch einen Durchstich des Berges ersetzt werden.

Die wichtigsten Bestimmungen des Vertrages lauten:

1. Der Aletschwald wird als absolute Reservation und Naturdenkmal auf die Dauer von 99 Jahren unter Schutz gestellt.

Das geschützte Gebiet ist mit einer öffentlich-rechtlichen Dienstbarkeit zu belasten, wonach die Burgergemeinde Ried und die Alpgenossenschaft Riederalp für sich und ihre Angehörigen zugunsten des Schweizerischen Bundes für Naturschutz auf jede wirtschaftliche Nutzung verzichten.

Vorbehalten bleiben:

a ) das Recht, den Belalpweg zum Durchtriebe von Tieren nach den Aletschalpen zu benutzen; bdas Durchgangsrecht im geschützten Gebiet für Personen, Maultiere und Pferde auf den vorhandenen Wegen; c ) das Recht des Beerensammelns auf solange, bis das von der Gemeinde projektierte Wasserversorgungsprojekt mit Durchstich des Riederhorns ausgeführt sein wird, maximal aber auf die Dauer von fünf Jahren.

2. Die Einräumung dieser Dienstbarkeit erfolgt gegen nachstehende Leistungen des Schweizerischen Bundes für Naturschutz:

a ) Barzahlung von Fr. 35,000.

bDarüber hinaus bezahlt der S. B. N. bis zur Vollendung des Riederhorndurch-stichs, maximal aber auf fünf Jahre, eine jährliche Entschädigung von Fr. 1500, die sich vom sechsten Jahre hinweg auf Fr. 1000 reduziert. Auf Verlangen der Gemeinde Ried leistet der S. B. N. diese jährliche Entschädigung in Form einer einmaligen Kapitalabfindung.

3. Die Gemeinde Ried verpflichtet sich, die Holzansprüche der Gemeinde Naters für die Bedürfnisse der Aletschalpen gemäss der Urkunde vom V. Mai 1463 aus dem nicht geschützten Teil des Aletschwaldes zu befriedigen, und leistet Gewähr dafür, dass auf dem geschützten Gebiet keine weitern Rechte lasten.

4. Die Grenzlinie vom Belalpweg hinunter bis zum Gletscher ist durch Marchzeichen festzulegen; längs der Kammlinie ist die Reservation durch ehe Trockenmauer oder eine Abzäunung auf Kosten des S. B. N. abzugrenzen. Die bisherige Hut des Schmal-viehs wird vom Staate " Wallis auch fernerhin bestritten. Sollte trotz der Abzäunung über die Kammlinie noch eine Hut für das Grossvieh nötig werden, so fällt sie zu Lasten des S. B. N.

5. Die Gemeinde Ried für sich und die Alpgenossenschaft verpflichten sich, bei allen Formalitäten, die zur recMsförmigen und rechtskräftigen Errichtung der durch die Übereinkunft begründeten Rechte erforderlich sind, mitzuwirken, namentlich zur Eintragung der Dienstbarkeit in den Grundbüchern und Registern Hand zu bieten.

6. Die Dauer des Vertrages ist auf 99 Jahre beschränkt. Nach Ablauf dieser Zeit fällt der ganze Aletschwald als freies, unbelastetes Eigentum an die Gemeinde Ried-Mörel zurück.

7. Der Vorstand des S. B. N. übernimmt mit dem Abschlüsse dieses Vertrages die moralische Verpflichtung, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln mitzuhelfen, damit das von der Gemeinde Ried anfangs 1933 den Kantons- und Bundesbehörden zur Subventionierung eingereichte Projekt einer neuen Wasserversorgung mit Durchstich des Riederhorns möglichst bald zustande kommt.

8. Der Vertrag unterliegt der Genehmigung durch den Staatsrat des Kantons Wallis. Bis zum Zeitpunkte dieser Genehmigung dürfen in dem zu schützenden Gebiet keine Bäume mehr geschlagen werden.

Der Staatsrat des Kantons Wallis hat dann am 5. Mai 1933 den Vertrag genehmigt.

ZEHN JAHRE ALETSCHWALDRESERVAT.

Name Nr.

Fiiclii hl Vorrat H* hl > Zusammensetzung des Waldes Holzarten Stanmzahlen Holzvorräte Arve % L3rche 0/ /o Fichte % Lb'holz % 4-14 % 15-26 % 28-38 % 40 u. mehr % 16-26 % 28-38 % 40-50 % 52 u.

mehr % Gersternwald... Oberer Aletschwald Moosfluh 1 2a 26 1c 3a 36 4 55,1 21,5 38,8 13,6 20,1 27,0 43,3 37 29 13 94 96 19 72,7 84,0 95,0 Ul 69,8 84,2 67,1 27,1 13,3 5,0 lbew 27,9 13,0 14,2 0,2 2,7 aldet 2,3 2,8 18,7 — 54 38 62 32 46 64 11 SO 15 25 19 19 19 9 16 7 17 13 9 26 16 16 26 22 8 2 11 6 6 6 14 6 19 9 12 11 22 15 23 19 15 19 27 18 77 47 66 67 64 37 64 Twäre Mittlerer Aletschwald..,.

Mittlerer Aletschwald Unterer Aletschwald Total 1—4 219,4 39 77,0 19,5 3,5 — 50 12 19 6 12 Die Übergangsbestimmung des Vertrages, laut welcher das Beerensammeln im Reservat so lange gestattet blieb, bis die neue Wasserversorgung durch den Bau eines Stollens im Riederhorn erstellt war, aber höchstens auf fünf Jahre, hat nachträglich zu vielen unliebsamen Auseinandersetzungen mit der Gemeinde geführt.

Mit dem Jahre 1938 ging diese Übergangslizenz des Beerensammelns zu Ende. Aus Entgegenkommen und mit Rücksicht auf die Notlage der Bergbevölkerung wurde dem Verlangen auf Verlängerung bis 1941 nachgegeben. Inzwischen war aber die Riederhorn-Wasserversorgung fertig geworden, freilich durch eine von Natur geschenkte Überraschung, indem schon in der ersten Hälfte des Tunnels ein unerwarteter Wasserstrom aus dem Berginnern auftrat, der für die Versorgung der Gemeinde genügte. Bei km 1,3 trat eine konstante Quelle von 160 Liter per Sekunde ( Winter ) bis 220 ( Sommer ) auf, die weitere Bohrarbeiten überflüssig machte. Damit reduzierten sich auch die Kosten des Wasserversorgungsprojektes von Fr. 750,000 auf Fr. 500,000. Trotzdem kam die Gemeinde ihren übernommenen Verpflichtungen nicht nach, und im Herbst 1941 musste energisch gegen die Beerenpflücker, die zu Hunderten aus allen umliegenden Gemeinden im Aletschwald erschienen, vorgegangen werden. Durch einen Beschluss des Staatsrates vom 24. Februar 1942 wurden der Gemeinde die Bestimmungen des Vertrages in Erinnerung gerufen und das Heidelbeerpflücken verboten.

Es mag sich mancher Leser die Frage stellen, welche nachteiligen Wirkungen das Heidelbeerpflücken auf das Gedeihen des Waldes haben kann. Einige Angaben darüber scheinen daher am Platze zu sein.

Vorerst erwähnen wir die interessante Tatsache, dass vor der Reservatlegung im Aletschwald kaum eine nennenswerte Heidelbeerernte stattfand. Vor 1933 weideten, sobald auf den Riederalpen keine Nahrung für das Vieh mehr vorhanden war, 180 Kühe im Aletschwald und haben sämtliche Sträucher abgefressen und zertreten, so dass sich die Früchte gar nicht entwickeln konnten. Die Heidelbeersträucher erreichten damals kaum eine Höhe von

Mitten im Schutz der Heidelbeersträucher verjüngt sich die Arve. 20 Jahre zählt dieses Däumchen von 50 cm Höhe und 2,5 cm Starr mdicke

Le jeune arole grandit sous la protection des buissons de myrtilles

Und 1000 Jahre zählt dieser Arvenbaum, dessen Stamm einen Durchmesser von 105 cm besitzt

Cet arole, dont le tronc a un diamètre de 105 cm, compte un millier d' années

Arven im Aletschwald

Aroles dans la forêt d' Aletsch 96/97 Fotos E. Hess. Bern Art Tnatitiit rireN Fiiesli Ä H Zürich 6210 BRB 3. 10. 39 Die Alpen - 1943 - Les Alpes 20 cm und führten ein kümmerliches Dasein. Die wenigen Früchte, die zur Reife kamen, waren auf grosse Flächen verteilt und befanden sich zudem an schwerzugänglichen Stellen, so dass ein Abernten sich nicht bezahlt machte.

Schon nach wenigen Jahren Schonung hat sich die Strauchvegetation zu einer nie geahnten Üppigkeit entwickelt und trägt reichlich Früchte. Es ist das die augenfälligste Reaktion auf die Bannlegung, die jedem Besucher, der den Wald vor 1933 gekannt hat, auffallen muss.

Im Aletschwald war zum Beerenpflücken hauptsächlich der « Beeristrähl » oder « Heitisträhl » im Gebrauch. Das Instrument besteht aus einem aus scharfgespitzten Nägeln gebildeten Kamm von 12 cm Länge und 6 cm Breite, an welchem hinten ein Kasten von 10 cm Tiefe und 5 cm Höhe anschliesst. Wie der Name schon kennzeichnet, werden die Sträucher aus-gekämmt, indem sie zu Büscheln zusammengedrückt und von unten nach oben mit dem Beeristrähl durchfahren werden. Die abgestreiften Beeren fallen nach hinten in die Kammschaufel.

Wenn sich nun junge Forstpflanzen in den Heidelbeersträuchern befinden, werden sie von den Nägeln des Kammes verletzt oder es werden Ästchen und Knospen abgezerrt. Man findet an den jungen Stämmchen Risse von einigen Zentimetern Länge, wo sich Infektionsherde ausbilden, welche die Entwicklung der jungen Pflanzen hemmen oder sie sogar zum Absterben bringen. Da sich die Arve mit Vorliebe in den Rohhumuspolstern der Heidelbeere entwickelt, ist sie den Verletzungen durch den « Beeristrähl » ganz besonders ausgesetzt, um so mehr, da sie in der Jugend eine sehr zarte Rinde besitzt.

Nun besteht im Aletschwald, wenn wir von den Gebieten in unmittelbarer Nähe des Gletschers absehen, die forstliche Verjüngung vorwiegend aus Arven, und gerade diese leiden am meisten unter dem Beerensammeln. Man findet in den Heidelbeerrevieren Hunderte von verletzten und eingegangenen Arven.

Die Wiederherstellung des Aletschwaldes ist ein Verjüngungsproblem, und es muss alles unternommen werden zur Schonung der ohnehin sich nur dürftig einstellenden Sämlinge. Zur Erhaltung der Jungwüchse musste daher das Beerensammeln verboten werden.

Das Reservatgebiet liegt auf dem linken Ufer des Aletschgletschers und hat eine Länge von rund 2500 m, bei einer mittleren Breite, zwischen Gletscher und dem Grat Riederfurka-Moosfluh, von 800 m. Die Fläche des Reservates beträgt 219 ha, wovon 39 ha auf unproduktive Gebiete, wie Felsen und Gerolle, entfallen, die produktive Fläche beträgt somit 180 ha.

Über das Klima des Aletschgebietes stehen uns nur wenige Angaben zur Verfügung. Im Jahre 1936 stellte die meteorologische Zentralanstalt auf Riederfurka, bei 2040 m Meereshöhe, eine Hütte mit meteorologischen Beobachtungsinstrumenten auf. Die regelmässigen Ablesungen konnten bis zum Beginn des Krieges durchgeführt werden, erlitten dann aber infolge Militärdiensts des Beobachters häufige Unterbrechungen und mussten schliesslich aufgegeben werden. Die Resultate der Beobachtungsperiode von 1936 bis 1941 wurden von P. L. Mercanton in einer kurzen Abhandlung zusammen- Die Alpen - 1943 - Les Alpes.17 gestellt. Wir entnehmen dieser Veröffentlichung folgende Daten über die mittleren Temperaturen im Reservat, denen wir diejenigen des Rochers de Naye als Vergleich gegenüberstellen:

Januar Februar März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.

Riederfurka 2040 m — 6,5 —5,2 —3,5 — 1,2 2,0 8,6 10,1 9,9 6,5 1,8 —1,8 —7,0 Rochers de Naye 1986 m — 5,0 —4,2 —3,3 —0,9 1,9 7,1 8,7 8,9 6,3 2,5 —0,3 —5,3 Daraus ergibt sich, dass im Aletschwald die Wintermonate kälter, die Sommermonate wärmer sind als auf Rochers de Naye. Die höchste Temperatur wurde auf Riederfurka im Juli 1937 mit 24,0°, die tiefste im Februar 1940 mit — 27,8° gemessen. Der Temperaturunterschied kann somit über 50° betragen.

Nach den Beobachtungen an einem Schneepegel in einer kleinen Waldlücke liegt im Aletschwald von Ende Oktober bis anfangs Juni Schnee. Die maximalen Schneehöhen betrugen:

Winter 1936/37 1937/38 1938/39 1939/40 1940/41 Datum 1.3 14.2 27.3 15.4 27.1 Schneehöhe 2,1 m 1,3 m 1,3 m 1,3 m 1,5 m Leider stehen uns über die Niederschläge in Form von Regen nur wenige Angaben zur Verfügung, wir müssen daher die Beobachtungen von benachbarten Stationen heranziehen. Die Mittel für die Periode von 1932 bis 1941 betrugen: Furka ( 2406 m ) 1903 mm, Grimsel ( 1962 m ) 2064 mm, Reckingen ( 1332 m ) 1092 mm, Fiesch ( 1080 m ) 956 mm, Kippel ( 1376 m ) 894 mm. Die Niederschlagsmenge im Aletschwald wird jedenfalls zwischen 1200—1500 mm liegen, das Gebiet muss also als niederschlagsarm bezeichnet werden.

Die geologische Unterlage wird gebildet aus Serizitschiefern, überlagert mit verschieden mächtigen Moräneschichten. Im Bühl- und Gschnitz-stadium bedeckte der Aletschgletscher die Moosfluh und die Riederfurka und zog sich über die Riederalpen gegen Ried, ohne indessen das Rhonetal zu erreichen. ( Oulianoff: Bull. soc. vaud. sc. nat. 59, 1936. ) Das Daunstadium hat im Reservat die markante Moräne in der Meereshöhe von 2000 m hinterlassen, auf welcher der vielbegangene Moränenweg verläuft.

In dem Moränematerial findet man alle Gesteine des Massivs der Jungfrau, sogar Kalkbrocken sind häufig zu treffen.

Je nach dem Alter der Moränen wechselt das Bodenprofil und mit ihm auch die Zusammensetzung des Waldes. Wenn wir vom Aletschgletscher gegen Riederfurka hinaufsteigen, so beobachten wir zunächst am Gletscher auf den jüngsten Böden als erste Ansiedler die Weiden ( Salix purpurea, Salix grandijolia, Salix arbuscula, Salix helvetica, Salix glauca ), die Alpenerle, die Birke und vereinzelte Lärchen und Fichten. Etwas höher nimmt die Lärche stark zu und kann bis 90 % des Bestandes ausmachen. Gegen die Riederfurka verändert sich das Bestandesbild nochmals, indem wir dort 75 % Arven und nur noch 25 % Lärchen mit einem Unterwuchs von Alpenrosen und Heidelbeeren finden.

Die Bodenprofile dieser erwähnten Waldgesellschaften sind sehr verschiedenartig. Unten beim Gletscher, auf den jungen Moränen, sind im Bodenprofil einzelne abgegrenzte Schichten kaum erkennbar, wir haben ein AC-Profil, ohne Auswaschung der obern Horizonte. Auf den alten Moränen oben am Hang finden wir dagegen ein Podsolprofil mit einem deutlich erkennbaren ausgewaschenen Horizont von 20-30 cm Mächtigkeit und Anreicherung des Eisens in tiefern Schichten. Die beiden Bodenprofile veranschaulichen diese Verhältnisse.

Nach diesen einführenden Betrachtungen wollen wir den Zustand des Aletschwaldes etwas näher kennenlernen.

Im Sommer 1942 wurde ein neues Inventar sämtlicher Bestände aufgenommen und man erhoffte, Anhaltspunkte über die Entwicklung des Waldes im Verlaufe von zwei Jahrzehnten zu gewinnen. Es zeigte sich leider, dass ein Vergleich mit den Ergebnissen der Aufnahmen von 1922 nicht möglich ist, da die ausgezählten Flächen damals im Gelände nicht vermarcht wurden.

Im Jahre 1942 wurden sämtliche Bäume von 4 cm Brusthöhendurchmesser an gemessen, und diese Aufnahmen dienen nun als Grundlage für Vergleiche bei weitern Bestandesaufnahmen, die sich in Zeitabständen von je 20 Jahren folgen sollen. Die Aufnahmen von 1942 versetzen uns in die Lage, genaue Auskunft über die Holzarten und ihre prozentuale Verteilung, über den Holzvorrat usw. des Reservates zu geben.

Die Hauptholzarten des Aletschwaldes sind Arve, Lärche und Fichte. Als waldbildende Laubhölzer treten zudem auf: die Vogelbeere, die Birke, der Bergahorn und die Alpenerle. Sie sind aber nicht häufig und nehmen am Aufbau des Waldes, wie nachstehende Zusammenstellung zeigt, nur geringen Anteil.

HolzartVorratStämmeArve6580 m377692174 Lärche1659 m319205022 Fichte300 m344414 Laubholz1 m313Total 8540 m3 = 100 9425 100 Holzvorrat und Stammzahlen zeigen im Aletschwald nur geringe prozentuale Unterschiede.

In bezug auf die Holzartenverteilung zeigt sich, dass von Süden nach Norden ( gletscheraufwärts ) der Anteil der Arve stark zunimmt. Nachfolgend einige Zahlen:

Abt.ArveLärcheFichte 4 671419 2 a, 3 b 84133 2 6 955Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass die Lärche auf den jungen Moränen in der Nähe des Gletschers häufiger ist als auf den alten Böden in den obern Partien des Reservates. Wir beobachten daher auch eine Zunahme der Arve vom Gletscher gegen den Grat Riederfurka-Moosfluh.

ZEHN JAHRE ALETSCHWALDRESERVAT.

Wenn wir die heutige Verteilung an 16 cm und mehr Durchmesser ( alter Bestand ) vergleichen der Verjüngung von 4—14 cm, so erkennen wir die Tendenz en Entwicklung der Holzartenmischuns.

Arve Lärche Fichte Abt.

Alter Bestand Verjüngung Alter Bestand Verjünjjung Alter Bestand Verjüngung 16 und mehr cm 4-14 cm 16 und mehr cm 4-14 cm 16 und mehr cm 4-14 cm

1

75 40 24 57 1 3

2a...

83 71 11 11 6 18

2b...

95 95 5 5

3a...

58 40 39 53 3 7

36...

76 55 20 39 4 6 4

73 62 15 26 12 8 Der Vergleich zeigt uns, dass in Abt. 1 eine ziemlich starke Zunahme der Lärche zu erwarten ist, das mag daher kommen, dass sich in dieser Abteilung hauptsächlich die untern Partien gegen den Gletscher reichlich verjüngen, während oben nur wenig Verjüngung auftritt. In Abt. 2 a und 2b sind keine oder nur geringe Änderunger in der Holzarterimischung zu erwarten. In den Abt. 3 a, 3 b und 4 dagegen ist eine Zunahme der Lärche vorauszusehen. Die Fichte wird in Abt. 2 a ziemlich stark zunehmen, in den übrigen Abteilungen dagegen ungefähr gleich bleiben oder nur geringe Schwankungen erfahren.

Man darf sich nicht vorstellen, dass die Verjüngung gleichmässig über die Fläche verteilt ist, ihr Auftreten ist stets gruppenweise. Das erklärt auch die Erscheinung, dass wir im Aletschwald Flächen von mehreren Hektaren Grosse ohne jede Verjüngung finden.

Für den Aufbau des Waldes ist die Verteilung des Holzvorrates auf die Stärkeklassen von besonderer Bedeutung, weil sie uns Aufschluss gibt über die Menge des vorhandenem Altholzes und über den Stand des vorhandenen Nachwuchses.

Der Holzvorrat verteilt sich wie folgt auf die Stärkeklassen:

Abt.

16-26 % 28-38 % 40-50 % E'2 und mehr % Vorrat per ha m'1

2a2 6

2 11 6 6 19 9 15 23 19 77 47 66 37 29 13 3a

6 12 15 67 94 3b4

6 14 11 22 19 27 64 37 96 19 Total 6 12 18 64 39 Normal 15 20 30 35 200 ZEHN JAHRE ALETSCHWALDRESERVAT.

Alle Waldungen des Reservates sind arm an Holzvorrat und erreichen nirgends 100 m3 per Hektare. Dann zeigt sich, dass die Klasse des schwachen Holzes von 16-26 cm Durchmesser ganz ungenügend vertreten ist, während das Altholz von 52 cm und mehr bis 77 % des Vorrates ausmachen kann ( Abt. 1 ).

Ein von menschlichen Einflüssen wenig berührter Gebirgswald hat ungefähr die in der Tabelle angegebene normale Verteilung des Holzvorrates auf die Stärkeklassen. Der Aletschwald zeigt erhebliche Abweichungen von dieser Zusammensetzung.

Der Weidgang und die Holznutzungen haben im Aletschwald tiefgreifende Folgen hinterlassen. Infolge Vernichtung der Jungwüchse durch Verbiss und Tritt des Viehes entstand ein Wald, der vorwiegend aus alten Bäumen besteht, die sehr licht stehen. Nun stellt sich ein Gebirgswald natürlicherweise immer lichter als ein Wald tieferer Regionen; trotzdem sollte der Vorrat des Aletschwaldes mindestens 150-200 m3 per ha betragen.

Es muss hauptsächlich die Klasse der schwachen Hölzer ( 16-26 cm ) auf etwa 15 % aufgefüllt werden, damit die vielen Blossen verschwinden.

Im April 1943 waren es zehn Jahre, dass der Bund für Naturschutz den Aletschwald gepachtet und als Reservat erklärt hat. Wenn auch zehn Jahre Aletschwald alte Moräne junge Moräne AO A1 Alpenrosen. Heidelbeeren Ì5 cm Rohhumus O.H = 3.7 AO A1 schwache Humusschicht D. H — 6.4 30iährige Moräne l>. H = 6.8 20 cm eebleichle Erde. Podsol t>. H^ 4.2 SesQuioxyde vollständig ausgewaschen 13 cm braune Erde, Ansammlung von Eisen t>. H = 4.6 Sericilschiefer l>. H = 6.8 5 cm dunkelbraune Erde. Ansammlung von Eisen und Humus t>. H = 4. Ò Sericifschiefer P.H = 6.8 Abt. 4 Meereshöfte 1680 m Laubhölzer ( Erlen, Weiden ) SO % Lärchen 50 % Abt. 1 Meeres/jÖhe 2020 m Arve 73 % Lärche 27 % eine kurze Spanne im Leben eines Waldes der obern Vegetationsgrenze dar- stellen, wo die Bäume 500 und mehr Jahre erreichen, so ist es doch von Interesse, festzustellen, wie sich die Bannlegung bis jetzt ausgewirkt hat.

Es muss jedem aufmerksamen Beobachter die üppige Entwicklung des Vogelbeerbaumes ( Sorbus aucuparia ) und der Alpenerle ( Alnus viridis ) auffallen. Auch diese Sträucher wurden seinerzeit wie die Heidelbeeren durch das Vieh ständig abgefressen und erlangten nur zwerghaften Wuchs. In den zehn Jahren, die hinter uns liegen, hat sich die ganze Strauchvegetation ausserordentlich kräftig entwickelt. Und ebenso erfreulich ist die Beobachtung, dass überall aus den Heidelbeeren und Alpenrosen junge Arven und Lärchen schüchtern herausgucken, und dass noch viel mehr in den Sträuchern versteckt zu finden sind.

Von Interesse ist nun, wann alle diese jungen Bäumchen die Dimension von 16 cm in Brusthöhe erreicht haben werden, wann sie also von den forstlichen Messinstrumenten ( Kluppe ) erfasst werden und die schlecht vertretene erste Stärkeklasse ( 16-26 cm ) auffüllen helfen. Die im Bilde dargestellte junge Arve ( Abb. 96 ) hat eine Höhe von 50 cm, wovon 15 cm über die Sträucher herausragen. Ihr Durchmesser in 10 cm über dem Boden erreicht 2,5 cm, und das Alter beträgt 20 Jahre. Sie war also bei der ersten Aufnahme des Waldes im Jahre 1922 ein Keimling und hielt sich während der darauffolgenden Jahre in den Heidelbeeren versteckt, und jetzt ragen drei Jahrestriebe aus den Sträuchern heraus. Die Entwicklung wird künftighin kaum in rascherem Tempo als bis anhin vorsichgehen, das Bäumchen wird daher die Meßschwelle von 16 cm Brusthöhe nicht vor dem 70. Altersjahr erreichen. Es vergehen also noch 50 Jahre, bis die unterste Klasse von 16-26 cm reichlichen Einwachs von Arven erhalten wird und sich der Einfluss der Reservatlegung zahlenmässig im Holzvorrat nachweisen lässt.

Dieser Hinweis zeigt, wie ausserordentlich langsam die Natur im Gebirgswald arbeitet. Was der Forstmann in tielgelegenen Waldungen in 10 bis 20 Jahren erreicht, braucht im Gebirge 50-100 Jahre.

Mit den Bestandesaufnahmen im Sommer 1942 wurden im Aletschwald auch Altersbestimmungen an Bäumen vorgenommen. Im allgemeinen sind wir über das Alter der Bäume in Gebirgswaldungen und besonders an der obern Grenze des Baumwuchses nur schlecht orientiert. Das rührt daher, dass einwandfreie Altersbestimmungen an stehenden Bäumen schwierig durchzuführen sind. Es steht dazu nur der Zuwachsbohrer zur Verfügung, ein Holzbohrer, der zum radialen Ausbohren eines kleinen zylindrischen Holzkörpers ( Bohrspan ) von 10-30 cm Länge aus dem Stamme dient. An den Bohrspänen werden die Jahrringbreiten bestimmt, und in Verbindung mit dem Durchmesser lassen sich dann Berechnungen über das Alter der Bäume und über die Grosse des Stärken- und Massenzuwachses anstellen.

Der Methode haften viele Mängel an, indem beispielsweise bei dicken Stämmen — und gerade diese bieten das grösste Interesse — der Bohrer nicht bis in die Mitte des Stammes reicht, wir daher nur über den Zuwachs ZEHN JAHRE ALETSCHWALDRESERVAT.

der letzten Lebensperiode des Baumes orientiert werden. Da die Bäume nicht von Anfang bis ans Ende i den gleichen Zuwachs aufweisen, müssen die Jahrringe für verschiedene Stärkeklassen bestimmt werden. Als störend tritt dann weiter der Umstand auf, dass die Bäume nicht zentrisch wachsen und die Jahrringbreiten am gleichen Stamm grosse Unterschiede zeigen können. Die Genauigkeit ist daher beschränkt, sie wird um so besser, je mehr Bäume angebohrt werden.

Im Aletschwald wurden folgende ausgeglichene Jahrringbreiten nach Stärkeklassen gefunden.

Arve Lärche Starkeklasse Jahrringbreite Alter Jahrringbreite Alter cm mm Jahre mm Jahre 4— 14 0,8 40— 60 1,3 20— 50 16— 26 1,2 60— 120 1,5 50— 100 28— 38 1,0 120— 200 1,2 100— 200 40— 50 0,8 200— 400 0,8 200— 350 52— 60 0,6 400— 600 0,7 350— 500 62— 80 0,5 600— 800 0,6 500— 700 82—100 0,5 800—1000 0,5 700—1000 über 100 0,3 über 1000 0,3 über 1000 Aus der Zusammenstellung geht hervor, dass Arve und Lärche in der Jugend bedeutend rascher wachsen als im Alter. Die Lärche zeigt in der Jugend rascheres Wachstum als die Arve, im hohen Alter dagegen wächst sie gleich oder langsamer als die Arve. Es wurden nämlich Lärchen mit nur 0,21 mm Jahrringbreite gefunden, während bei den Arven als Minimal-zuwachs 0,25 mm festgestellt werden konnte.

Sowohl die Arve wie die Lärche erreichen im Aletschwald das hohe Alter von 1000 Jahren. Es darf als Regel angenommen werden, dass von 60 cm Brusthöhendurchmesser an aufwärts das Alter ungefähr dem zehnfachen Durchmesser entspricht, also 70 cm = 700 Jahre, 80 cm = 800, 100 cm = 1000 Jahre.

Im Aletschwald gibt es 119 Arven und 11 Lärchen, die den Brusthöhendurchmesser von 100 cm überschreiten und somit das Alter von 1000 Jahren erreichen oder sogar übersteigen.

Alle diese Bäume waren schon vorhanden, wenn auch als junge Vertreter, als im elften Jahrhundert die Bürger von Ried zur Bewässerung ihrer Güter die grossen Wasserleitungen bauten, von denen im Aletschwald heute noch Spuren sichtbar sind. Während die Holzkänel längst verfault sind, treffen wir noch an einigen Stellen Mauerüberreste. Als der Aletschgletscher bis zum Märjelensee zurückgewichen war, musste das Wasser zum Wässern der Riederalpen und der Gebiete von Oberried und Ried in langer Leitung dem Bettmerhorn entlang durch die Abt. 2 b des Aletschwaldes geführt werden.

Mit dem Vorrücken des Gletschers im zwölften Jahrhundert wurde diese Wasserfuhre aufgegeben und eine neue angelegt, deren Wasserfassung unten im Aletschwald bei ca. 2000 m Meereshöhe lag. Sie führte um das Riederhorn herum nach Oberried und Ried. Die Riederalpen konnten durch diese Leitung nicht mehr bewässert werden. Aber auch diese musste mit dem Vorrücken des Gletschers verlassen werden, une. die Rieder legten eine neue Wasserfassung bei ca. 1400 m, oben in der Massaschlucht an. Die Leitung verlief auf ca. 1350 m Meereshöhe, und das schöne und fruchtbare Plateau von Oberried wurde von dieser Leitung nicht mehr erfasst. Der erst kürzlich erstellte Riederhornstoll.e.n verläuft wieder etwas höher und ermöglicht die Bewässerung eines bedeutend grössern Gebietes als die letzte Wasserfuhre.

Während 1000 Jahren hat eine genügsame, anspruchslose Bevölkerung ständig die grössten Anstrengungen für die Bewässerung ihrer Güter unternommen. Dieser Kampf um das Wasser hat die Rieder bewogen, den Aletschwald abzutreten.

Veröffentlichungen über den Aletschwald.

D. Baud-Bovy: Wanderungen in den Alpen. Riederalp, die Arven, S. 51, Basel-Genf 1899. P. Seippel: Pour les aroles. Journal de Genève, 1er septembre 1906.

A. Barbey: L' Aletschwald, part national. Gazette de Lausanne, 11 août 1910. O. Lütschg: Der Märjelensee und seine Abflussverhältnisse, Bern 1915. C. Schröter: Der Aletschwald. Schweiz. Zeitschrift für Forstwesen 67, 1916. F. Bühlmann: Der Aletschwald. Jahrbuch des S.A.C. 55, 1920.

E. Hess: Die Reservation des Aletschwaldes. Schweiz.B.lätter für Naturschutz 8, 1933. E. Hess: La forêt d' Aletsch, monument nature !. Bull, murithienne 51, 1934.

E. Hess: Zerstörung der Arvenverjüngung durch Beerensammeln. Schweiz. Zeitschrift für Forstwesen 1943. E. Hänni und O. Meylan: Vorläufiger Bericht über die Vögel des Aletschwaldes. Ornitholo- gischer Beobachter, Heft 2, 1934. E. Tenger: Vom Aletschwald zur Grossreservation. Schweiz.B.lätter für Naturschutz, Heft 2, 1934. E. Tenger: Fünf Jahre Aletschbann und Grimselreservat. Schweizer Naturschutz, Heft 2, 1939. A. Berz: Recherches sur la distribution des Protozoaires et des Nematodes du sol de la réserve d' Aletsch. Bull, murithienne 53. 1936.

/. Mariétan: La réserve d' Aletsch et ses environs. Bull, murithienne 53, 1936. /. Mariétan: La vallée inférieure de la Massa ( Valais ). Bull, murithienne 58, 1941. CA. Meylan: La flore bryologique de la réserve d' Aletsch. Bull, murithienne 53, 1936. E. Frey: Die Flechtenvegetation des Aletschreservates und seiner nächsten Umgebung.

Bull, murithienne 54, 1937. J. Seiler: Wassernot eines Bergdorfes im Wallis. Vereinigung zur Wahrung der Gebirgs- interessen, Luzern 1938. P. L. Mercanton: La température de l' air en forêt d' Aletsch de 1936 à 1941. Annalen der Schweiz, meteorolog. Zentralanstalt 1940.

Blick vom Piz Beverin gegen die Suvrettagruppe ( vordere Reihe ) und die Tinzenhornkette ( hintere Reihe ) Vue sur le groupe de la Suvretta et la chaîne du Tinzenhorn, prise du Piz Beverin 100 - Foto Hans Gross, St. Gallen Corrigendum: Le texte français de la légende de la photographie No. 83 du No. de juin des „ Alpes " ( face à la page 177 ) doit être rétabli comme suit: „ Demi-roche cristalline, telle qu'elle apparaît après le retrait de la glace ". ( Le reste du texte sans changement. ) Art. Institut Orell Füssli A. G. Zürich 6012 BRB 3. 10. 39 Die Alnen - 1943 - Les Al,

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