Der weisse Berg

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Von Eduard von Okolski

Bist ein König du, so hoch erhoben, Majestätisch, hermelinumwallt? Täler, Alpen, Gipfel vielgestalt Huld'gen deiner Herrlichkeit dort oben!

Bist ein Bau, gewalt'gem Münster gleich, Den ein Meister schuf mit Mauern, Türmen, Die mit mächt'gem Schwung gen Himmel stürmen, Sonnenfunkelnd und an Prächten reich?

Bist ein Trümmerhauf, da Stund um Stunde Gräte bröckeln, Felsen niedersausen, Den die Stürme feindlich stets umbrausen, Frost zersprengt, dir schlagend Wund an Wunde?

Bist ein Freund du, Menschen zu beglücken, Dass sie mühvoll, freudvoll dich erklimmen, Ihre Blicke froh im Äther schwimmen, Ihre Herzen wogen in Entzücken?

Bist ein Feind, sie tückisch anzulocken, Plötzlich schreckend sie mit Todsgefahr, Manche niederschleudernd Jahr für Jahr, Andre jagend talwärts tief erschrocken?

Wunder Gottes, Rätsel Gottes du, Von der Ewigkeit ein dunkles Ahnen, Kraftborn, Freudenquelle, ernstes Mahnen, Ew'ger Wandlung Bild und ew'ger Ruh!

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