Erwartung

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Alltägliches hockt vor der Tür, Du möchtest und kannst nicht herfür. Die Stunden lasten wolkengleich — Ein Blick nur, und du wärst so reich!

Doch einmal, kaum war der Wunsch gebaut, Ein blaues Leuchten durch Nebel taut. Ein Dreiklang verbebt. Nun wunderbar Aufblühen Gründe zum Hochaltar.

Es turnt ein Spitzchen im Silberduft, Ein Grätchen schwingt sich kühn in die Luft. Weit steht der Himmel, wölbt sich zum Chor Über duftende Hügel empor.

Still steigen die Berge. Unverstellt Winkt trunkenem Auge FirneweltLeis schwebt die Wolke, und wie sie hält, Lautlos verschattend das Traumbild fällt.

Noch ruft die Pflicht. So sei es nun, Lasset die Sehnsucht bis abends ruhn, Dann, wenn am Himmel das Leuchten geht, Ist alles Leid durch die Tat verweht.

Werner Graf.

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